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Die Visitenkarten sind selbst gebastelt
Sparen in allen Ehren. Aber selbst, wenn Sie sich gerade erst
selbstständig machen und die Kohle knapp ist: Investieren Sie bitte
in ordentliche Visitenkarten vom Drucker. Sie müssen mit zwei- bis
vierhundert Mark rechnen (je nach Papier, Farbe, Auflage). Eine
Investition, die sich lohnt!
Selbst gedruckte Visitenkarten wirken unprofessionell. Zum einen,
weil in der Regel die Gestaltung zu wünschen übrig lässt - zum anderen,
weil der Tintenstrahler nicht perfekt druckt. Die Folge: Sie wirken
provisorisch - und unter Umständen sogar billig. Absolutes "Nono"
sind die vorgestanzten Visitenkarten-Druckerpapiere, die einen perforierten
Rand haben, wenn man die Karten auseinander reißt. Das ist für Privatpersonen
vielleicht ganz nett, aber auf keinen Fall für Ihr eigenes Business
förderlich.
Die Daten sind lange nicht mehr aktuell
Sie haben sich Visitenkarten drucken lassen, aber sind umgezogen
- oder Ihre Telefonnummer hat sich geändert? Und jetzt schreiben
oder stempeln Sie die neuen Daten drauf? Auch das ist nur in Grenzen
empfehlenswert. Wenn es sich nur um eine kleine Änderung handelt,
dann können Sie diese natürlich per Hand anbringen (Aber Vorsicht:
Wer beispielsweise bei der Druckvorlage dachte, dass seine email-Adresse
oettl@ statt Öttl@ heißen würde, der sollte lieber gleich neu drucken
lassen - oder möchten Sie gleich von Anfang an die Botschaft rüberbringen,
dass Sie schlampern. Und zwar sogar bei Ihren eigenen Sachen?).
Wenn sich viele Daten (z. B. die ganze Adresse) ändern: bitte auch
neu drucken. Die Visitenkarten kosten nicht die Welt und sind zu
wichtig, um hier zu improvisieren (siehe auch Wirkung weiter unten).
Man erkennt nicht, was Sie überhaupt tun
Sie haben eine schöne Visitenkarte - aber leider weiß man nicht,
was Sie tun. Bitte denken Sie dran, dass man Visitenkarten oft wegsteckt
und sich später nicht an die Person, die dahinter steckt, erinnert.
Wenn man Sie dann nicht mal Ihrem Geschäft zuordnen kann, wird Ihre
Karte bei der nächsten Gelegenheit in den Papierkorb wandern.
Das verwendete Papier fühlt sich unangenehm oder "windig" an
Grafik und Druckqualität sind nicht alles - auch das Papier ist
sehr wichtig. Ein Papier, das sich unangenehm anfühlt oder eines,
das viel zu dünn ist und labberig wirkt, ist kontraproduktiv. Sie
sollten sich also die Zeit nehmen, beim Drucker persönlich vorbeizugehen
bzw. sich Papiermuster schicken zu lassen. (Bitte beim Preisvergleich
von Druckern auch auf das Papier achten! Es nützt Ihnen nichts,
wenn ein Drucker viel günstiger, aber die Papierqualität dafür schlecht
ist).
Das Format ist zu groß
Genormte Visitenkarten-Taschen setzen den Standard. Wenn Sie ein
anderes Format möchten, sollten Sie auf jeden Fall darauf achten,
die übliche Größe nicht zu überschreiten. Es ist ärgerlich, wenn
die Karte nicht passt, und es führt entweder dazu, dass die Karte
weggeworfen wird - oder unschön zusammengeschnitten.
Sie haben gar keine Visitenkarte
Dann schleunigst welche machen lassen! Wer keine Karten hat, der
kann neue Kontakte nicht weiterführen, der wirkt leicht unprofessionell
(achten Sie mal darauf, wie oft Sie nach Ihrer Karte gefragt werden)
- und der vergibt sich vor allen Dingen die Chance, dass sich potenzielle
Kunden wieder bei ihm melden. Denn wir Selbstständigen wissen alle:
oft ergibt sich ein Geschäftskontakt oder eine Empfehlung erst einige
Zeit nach dem ersten Gespräch.
Sie haben Ihre Visitenkarten nicht dabei
Passiert erstaunlich oft: Die Visitenkarten liegen zuhause in der
Schublade. Bitte machen Sie es sich zur Gewohnheit, immer Visitenkarten
in ausreichender Anzahl dabei zu haben. Ich selbst habe immer welche
in der Geldbörse (bitte auf ordentlichen Schutz achten, sonst werden
sie leicht schmutzig/eselsohrig) und in meinem Filofax. Wenn ich
auf eine Veranstaltung gehe, stecke ich mir immer zusätzlich einen
Stapel ein. Denken Sie dran: Es kann auch passieren, dass Sie in
der U-Bahn potenzielle Kunden kennenlernen.
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