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GULP Weiße Liste: Gesamtbewertung der Projektanbieter 2006

(Februar 2007)
Inhalt dieses Artikels:
IT-Selbstständige wieder kritischer | Zufriedenheit der IT-Selbstständigen kippt
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Es gibt "schwarze Schafe" unter den Projektanbietern und andere, die Freiberuflern einen hervorragenden Service bieten. Doch wer ist wer? Bei der Beantwortung dieser, für IT-Freiberufler oft entscheidenden Frage, hilft die GULP Weiße Liste [Zugriff nur mit Profil-Account].

In dieser können freiberufliche IT-Experten ihre Auftraggeber in jeder einzelnen Projektphase von A wie Angebot bis Z wie Zusammenarbeit bewerten. Insgesamt gibt es 25 Fragekategorien zu denen GULP jeden Monat die TOP-10 der zuverlässigsten Projektanbieter veröffentlicht. Mit Hilfe der Weißen Liste kann deshalb jeder bei GULP registrierte IT-Freiberufler schon vor den Projektverhandlungen einschätzen, inwieweit es sich um einen seriösen und zuverlässigen Anbieter handelt.

Die Weiße Liste lebt von Ihren Beurteilungen. Welche Erfahrungen haben Sie mit welchen Projektanbietern gemacht? Hier geht's zur Weißen Liste [Zugang mit Profil-Account].

Wie zufrieden externe IT-Spezialisten im Jahr 2006 mit ihren Projektanbietern waren und welche Impulse es im Verhältnis von Auftragnehmern und Auftraggebern gab, verdeutlicht der Jahresrückblick.

 

IT-Selbstständige wieder kritischer
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Im Jahr 2006 verlief die Zusammenarbeit zwischen IT-Selbstständigen und ihren Projektanbietern offenbar ganz gut: So bejahen drei Viertel (76 %) der externen IT-Spezialisten die Frage "Würden Sie wieder für Ihren Projektanbieter tätig werden?". Allerdings sind sie im Vergleich zum Jahr 2005 wieder wählerischer geworden, wie die Abstufungen bei den einzelnen Antwortkategorien verdeutlichen:

Für den Projektanbieter wieder tätig werden?

So würde nur noch etwas mehr als ein Drittel (37 %) "sehr gerne wieder" für denselben Auftraggeber arbeiten. Das sind 21 % weniger als noch im Vorjahr! Dagegen tendieren die IT-Selbstständigen öfter zu den Aussagen "gerne wieder tätig" und "wieder tätig werden". Offenbar lässt sie die verstärkte Nachfrage wieder kritischer werden, weil sie nicht mehr nur von einem Projektanbieter abhängig sind.

So ist auch ein geringfügiger Anstieg bei denjenigen feststellbar, die keinesfalls wieder für ihren Anbieter arbeiten würden (von rund 12 % auf 13 %). An dieser Stelle ergibt sich zudem eine deutliche Diskrepanz, zieht man die Ergebnisse der Gesamtbewertung der Projektanbieter mit hinzu.

 

 

Zufriedenheit der IT-Selbstständigen kippt
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So raten rund 18 % der IT-Selbstständigen – und damit nahezu jeder Fünfte – dringend von einer Zusammenarbeit mit ihrem Auftraggeber ab. Demgegenüber sind es aber "nur" 13 %, die selbst auf keinen Fall wieder für ihren Anbieter arbeiten würden. Hier klafft also eine deutliche Differenz, die vermuten lässt, dass einige IT-Selbstständige trotz großer Unzufriedenheit noch auf ihren Auftraggeber angewiesen sind.

Projektanbieter in der Gesamtbewertung

Die unverkennbare Zunahme von IT-Selbstständigen, die ihrem Projektanbieter das Prädikat "Finger weg!" verleihen, stimmt äußerst bedenklich. Innerhalb eines Jahres wuchs ihr Anteil um 67 %! In der Regel kriselt es in der Zusammenarbeit mit den als ungeeignet beurteilten Anbietern von Anfang an. Die Probleme ziehen sich durch alle Phasen des Projektes und betreffen im Wesentlichen die Punkte "Betreuung", "Stundensatz" und "Verträge".

Beispielsweise bewerten sehr unzufriedene IT-Selbstständige die Betreuung und Atmosphäre sowohl in der Angebotsphase als auch während des Projektes als ungenügend. Ihre Stundensatzverhandlungen beschreiben sie als hart; ihre finanziellen Forderungen wurden nicht akzeptiert. Entweder versuchten die als kritisch bewerteten Auftraggeber den Preis zu drücken oder machten nicht weiter verhandelbare Preisvorgaben. Nach Durchsetzung ihrer Forderungen "glänzten" sie dann zusätzlich noch durch schlechte Zahlungsmoral. Als weitere Gründe für schlechte Bewertungen werden u. a. Scheinangebote, wenig interessante Projekte, müßige Verhandlungen sowie unfaire Verträge genannt.

Doch es geht auch anders: Immerhin empfiehlt jeder zweite IT-Selbstständige (54 %) seinen Auftraggeber weiter. Jedoch gab es auch hier im Vorjahresvergleich einen Anteilsrückgang um knapp 8 %. Die überzeugten IT-Selbstständigen betonen immer wieder eine gute und persönliche Projektbetreuung. Damit scheint für viele von ihnen die Qualität der Projektbegleitung ein wichtiges Abgrenzungsmerkmal zwischen guten und schlechten Auftraggebern zu sein. Für Projektanbieter, die an einer nachhaltigen und guten Zusammenarbeit mit ihren externen IT-Mitarbeitern interessiert sind, also ein Punkt, an dem sie ansetzen können. Weitere Stichworte, die im Zusammenhang mit empfehlenswerten Projektanbietern fallen, sind: fair, zuverlässig, seriös, kompetent, engagiert, transparent, schnelle Bezahlung, akzeptierte Honorare, schnelle Abwicklung.

Fazit: Es scheint, als ob die IT-Selbstständigen nach der ersten Euphorie über die spürbare Entspannung im IT-Projektmarkt ihre Auftraggeber deutlich härter bewerten bzw. auswählen. Mit ihrer besseren Ausgangsposition und nun auch wieder durchsetzbaren Ansprüchen steigt ihre Bewertungsmesslatte.

 

 
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Kommentare zu diesem Artikel:

"Es ist bei der Betrachtung wichtig, ob ein Freiberufler über eine Agentur arbeitet oder direkt tätig ist. Die "Berichte" über den Grad der Zufriedenheit weichen in beiden Fällen deutlich voneinander ab. (Februar 2007)"

"Qualität wird von den IT Freelancern erwartet. Die Vermittler, die an der Leistung mitverdienen, von denen kann man dem Verdienst angemessene Leistungsqualität ebenso erwarten. Aus meiner Sicht ist der Markt transparenter geworden und es ist inzwischen klar, welche Sätze verdient werden. Was natürlich negativ auffällt, ist, wenn der Anbieter Erhöhungen komplett filtert, anstatt fairer Weise einen Teil weiterzuleiten. Unterm Strich kommt alles ans Tageslicht und die Vermittler tun sich da keinen Gefallen. (Februar 2007)"

"Das ist mal wieder eine sehr hilfreiche Aufstellung und spiegelt meine persönlichen Erfahrungen wieder. (Februar 2007)"

"Naja, ich wage zu bezweifeln, dass sich die "Bewertungsmesslatte" verändert. Ist es nicht vielmehr so, dass Projektvermittler ungern die neuen besseren Margen an die Freiberufler im gleichen Verhältnis weiterreichen wollen? Mehr Transparenz wäre schön, wird aber vermutlich ein Traum bleiben. Beispiel: Endkunde zahlt Vermittler jetzt 100 EUR/Std. und vorher nur 80 EUR. Dem Freiberufler wird aber erklärt, der Kunde zahle schlecht und man könne max. 65 EUR zahlen, aber nur weil er ein so toller Freiberufler ist mit so hervorragenden Skills :-) (Februar 2007)"

"Die Bewertung und Analyse der Antworten ist zwar tiefsinnig, das Ganze leidet aber daran, dass man hier nicht unterscheidet zwischen einer Agentur (Personalvermittlung), einem Softwarehaus innerhalb dessen Team der Mitarbeiter taetig wird bzw. einem Direktvertrag mit dem Endkunden. (Februar 2007)"


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