SOS Neukunden: Wie Sie Ihre Traumkunden fokussieren
(Dezember 2008)
| Inhalt dieses Artikels: Träumen Sie Ihren Kunden | Entwickeln Sie Ihr Zielkunden-Radar | Sorgen und Nöte sammeln | Lösungspakete schnüren | Kommunikationsstrategie entwickeln |
Autor: Gerhard Gieschen, Unternehmensberater
Die Nachricht kommt plötzlich, aber nicht unerwartet: "Aufgrund der aktuellen Finanzkrise hat unser Vorstand alle IT-Projekte neu priorisiert. Ihr Projekt ist davon auch betroffen. Konkret bedeutet es, dass wir leider die Zusammenarbeit zum 30. des Monats beenden müssen." Wolfgang K. starrt ins Leere. Er denkt an den Stand seines Girokontos, die anstehende Steuernachzahlung und seine laufenden Kosten. Und an seine Akquise-Versuche: Anzeigen, Internet-Seite und halbherzige Telefon-Kontakte. Hat alles nicht funktioniert, über den Bekannten eines Bekannten kam er dann ins aktuelle Projekt. Wie soll er nun vorgehen?
Die Nachricht kommt plötzlich, aber nicht unerwartet: "Aufgrund der aktuellen Finanzkrise hat unser Vorstand alle IT-Projekte neu priorisiert. Ihr Projekt ist davon auch betroffen. Konkret bedeutet es, dass wir leider die Zusammenarbeit zum 30. des Monats beenden müssen." Wolfgang K. starrt ins Leere. Er denkt an den Stand seines Girokontos, die anstehende Steuernachzahlung und seine laufenden Kosten. Und an seine Akquise-Versuche: Anzeigen, Internet-Seite und halbherzige Telefon-Kontakte. Hat alles nicht funktioniert, über den Bekannten eines Bekannten kam er dann ins aktuelle Projekt. Wie soll er nun vorgehen?
Frei nach Brecht gilt heute im Marketing die Regel "Die im Durchschnitt sieht man nicht". Wenn Sie sich darauf konzentrieren, Ihre Schwächen auszufüllen, werden Sie irgendwann
durchschnittlich - aber Durchschnitt interessiert Kunden nicht. Sie müssen herausfinden, welche Kunden optimal zu Ihnen passen. Dann konzentrieren Sie sich auf deren Sorgen und Nöte und entwickeln
dafür eine überdurchschnittliches Lösungsprofil. Je kleiner die Gruppe und je besser Ihre Lösungen, desto schneller wird sich Ihr Angebot herumsprechen. Denn gute Problemlösungen
erzeugen in Kombination mit einer passenden Kommunikations-Strategie einen Nachfrage-Sog.
Im ersten Schritt gilt es, eine Gruppe von Menschen zu typisieren, mit denen Sie besonders leicht Kontakt schließen und für deren Probleme Sie ein überdurchschnittliches Lösungsbündel schnüren. Wir sprechen dabei nicht von einer Zielgruppe von Hunderten oder gar Tausenden von Menschen, sondern von acht, zwölf oder maximal zwanzig Ansprechpartnern, die optimal zu Ihnen und Ihrem Projekt-Know-how passen. Wenn Sie diese erst einmal eingegrenzt haben, können Sie dann gezielt auf "Großwildjagd" gehen (dazu mehr im zweiten Teil dieses Beitrags).
Voraussetzung dafür ist die passende Beziehung von Mensch zu Mensch, von Kunde zu Lieferant, von Auftraggeber zu Auftragnehmer. Auf dieser Grundlage liefert der Traumkunden-Zyklus den Leitfaden zur Entwicklung eng fokussierter, effektiver Marketing-Strategien.
Im ersten Schritt gilt es, eine Gruppe von Menschen zu typisieren, mit denen Sie besonders leicht Kontakt schließen und für deren Probleme Sie ein überdurchschnittliches Lösungsbündel schnüren. Wir sprechen dabei nicht von einer Zielgruppe von Hunderten oder gar Tausenden von Menschen, sondern von acht, zwölf oder maximal zwanzig Ansprechpartnern, die optimal zu Ihnen und Ihrem Projekt-Know-how passen. Wenn Sie diese erst einmal eingegrenzt haben, können Sie dann gezielt auf "Großwildjagd" gehen (dazu mehr im zweiten Teil dieses Beitrags).
Voraussetzung dafür ist die passende Beziehung von Mensch zu Mensch, von Kunde zu Lieferant, von Auftraggeber zu Auftragnehmer. Auf dieser Grundlage liefert der Traumkunden-Zyklus den Leitfaden zur Entwicklung eng fokussierter, effektiver Marketing-Strategien.
| Kommunikationsstrategie entwickeln |
| Je enger Sie eine Zielgruppe eingrenzen, desto mehr Ansatzpunkte für eine effektive Kommunikationsstrategie lassen sich finden. Voraussetzung dafür ist eine exzellente
Nutzen-Darstellung für Ihren Kunden. Denn den interessiert Ihr Können nur im 2. Schritt. Eigentlich interessiert ihn nur: Können Sie sein Problem lösen? Und kann er Ihnen
und Ihren Aussagen vertrauen? Um diese beiden Hürden zu überwinden, gehen Sie wie folgt vor: Setzen Sie visuelle Ankerpunkte Setzen Sie visuelle Ankerpunkte für Ihre Zielgruppe: Das Bild eines Präzisionsinstruments signalisiert in der Welt der Maschinen- und Anlagenbauer, dass der Werbende sich auskennt und Qualität liefert. Die Szene eines Wartungsstopps in der Formel 1 kommuniziert Reifengroßhändlern, dass der Werbende ihre Branche versteht und dabei schnell, professionell und sicher arbeitet. Analog sind solche Bilder im IT-Projektgeschäft möglich - je nachdem, was Sie können und wofür Sie stehen. Signalisieren Sie Qualität Suchen Sie einen starken Ersatz-Indikator für Qualität. Ersatz-Indikatoren sind Merkmale, aus denen der Kunde die Qualität Ihrer Leistung ableitet und an denen er sich orientieren kann. Das sind Kundennamen oder gar Logos, Referenzberichte, Werke oder Veröffentlichungen von Ihnen. Ebenso aber auch das Logo Ihrer ITIL-Zertifizierung, ein verkleinertes Abbild von Urkunden, absolvierten Trainings, Auszeichnungen oder der neueste Zeitungsartikel über Sie. Fesseln Sie Ihre Zielgruppe durch spannende Texte Finden Sie es spannend, wenn Sie zu Beginn eines Films schon wissen, wie es ausgeht? Ich nicht und die Leser Ihrer Webseite gewiss auch nicht. Fassen Sie sich deshalb kurz. Lange Texte liest niemand, jedenfalls nicht im Internet und vor allem nicht auf der Begrüßungsseite. Reißen Sie Wunden auf: Sprechen Sie die Top-3-Leidensthemen Ihrer Zielgruppe an. Aber verraten Sie nicht gleich die Lösung. Nicht umsonst sprechen die Journalisten von einem Anreißer. Denn Spannung ist ein möglichst großer Abstand zwischen dem vorhandenen Wissen und dem zu erwartenden Neuen. Ihr Text muss Neugierde wecken. Neugierig sein heißt ja: gierig sein auf Neues. Spannend sind also Fragen wie:
Doch nur irgendeine Art von Spannung aufzubauen reicht nicht. Der Thriller mag noch so fesselnd sein; wenn sein Thema den Leser nicht im Herzen trifft, fehlt die Motivation zum Weiterlesen. Sprechen Sie deshalb entweder das Leiden oder den Nutzen direkt an. Und beginnen gleich mit einer Geschichte:
Die Vorteile solcher kurzen, kleinen Einheiten sind bestechend: Sie können auf Ihrer Startseite mehrere Themen anreißen, verführen den Leser zum nächsten Klick und ziehen ihn so in Ihre Webseite. Wenn Sie Anreißer und Texte fertig haben, überprüfen Sie Ihre Ergebnisse mit der folgenden Checkliste:
Nun haben Sie die passenden Köder, um auf die Jagd zu gehen. Im folgenden Beitrag "SOS Neukunden: Mikromarketing für große Projekte" erfahren Sie, wie Sie die Gewinnung Ihres nächsten Traumkunden angehen können. Weitere Tipps, Checklisten und Hinweise finden Sie in Gerhard Gieschens neuem Buch "SOS Neukunden: Wie man Kunden gewinnt, ohne anrufen zu müssen". Für Vielfahrer und Gernhörer ist es auch als Hörbuch verfügbar. Weitere Informationen unter www.erfolgreich-im-geschaeft.de . |
Gerhard Gieschen unterstützt Unternehmer, Selbstständige und Freiberufler dabei, ihren Gewinn zu steigern. Seit über 25 Jahren ist er als Gründer, Gesellschafter
und geschäftsführender Gesellschafter im Dienstleistungs- und IT-Bereich tätig und gibt seine Erfahrungen als Betriebsberater, Trainer, Erfolgs-Coach und Buchautor weiter. Er behält
sich alle Rechte am Artikel vor. © 2008 Gerhard Gieschen.
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