Marktanalysen in eigener Sache:
Mit den richtigen GULP Tools kein Problem

(Oktober 2005)
Bei über 56.000 eingetragenen IT-Freiberuflern in der GULP Profiledatenbank und der damit verbundenen Vielfalt an Qualifikationen und Skills ist es kaum möglich, jedem Freiberufler die gewünschten Informationen in Form einer Marktstudie bereitzustellen. Jedoch kann jeder Einzelne mit den richtigen GULP Tools seine ganz individuellen Marktanalysen erstellen und darüber seine Position im Markt bestimmen. Um welche Tools es sich handelt und wie auch Sie diese gewinnbringend für sich einsetzen, lesen Sie hier.
Ob als Neueinsteiger oder "alter Hase" - es ist immer gut zu wissen, wo und wie man mit seinem Können im ITK-Markt positioniert ist. Ist der Broterwerb auch weiterhin gesichert, bringen beabsichtige Zusatzqualifikationen tatsächlich den gewünschten Erfolg? Woher aber die benötigten Markt-Informationen nehmen, will man nicht tagelang mit aufwändigen Recherchen beschäftigt sein?

Erstes Licht ins Dunkel bringt der GULP Trend Analyzer, der einen schnellen Überblick über Nachfrage, Stundensätze, regionale Verteilung des Angebots, etc. für die angefragten Qualifikationen liefert.
Der Trend Analyzer
 
Der GULP Trend Analyzer analysiert die über den GULP Server zugestellten Projektanfragen an IT-Freiberufler und ermittelt daraus, wie stark eine oder auch mehrere Qualifikationen nachgefragt sind. Die Besonderheit des kostenfreien Tools liegt darin, dass die Entwicklung der angefragten Skills über mehrere Jahre verfolgt werden kann. Marktchancen und Trends werden dadurch abschätzbar.

Neben den Ergebnissen für die angefragten Skills stellt der Trend Analyzer zusätzlich auch Vergleichswerte zu allen bei GULP eingetragenen Freiberuflern sowie aller über GULP abgewickelten Projektanfragen bereit. Diese Zusatzinformationen erleichtern die Einordnung der angefragten Qualifikation(en) im gesamten Markt. So lässt sich aus diesen z.B. ableiten, ob die Skills in einer bestimmten Region überdurchschnittlich stark nachgefragt werden. Anhand eines einfachen Beispiels möchten wir verdeutlichen, welche Informationen Sie über den Trend Analyzer erhalten und was Sie mit diesen anfangen können.

Ein C++-Entwickler mit guten Oracle-Datenbank-Kenntnissen möchte wissen, wie der IT-Markt in seinem Bereich generell aussieht. Zudem überlegt er seit längerem, C# zu erlernen. Allerdings hat er keine Ahnung, ob sich diese Investition auch lohnt.
Die Nachfrage
 
Im Zeitraum September 2004 bis September 2005 gab es insgesamt 49 Angebote für C#/Oracle und 284 Angebote für C++/Oracle. Bei Beherrschen beider Programmiersprachen erhöht sich die Zahl der Projektangebote somit um 17,3 Prozent, was bedeutet: Mehr Chancen auf eine Projektanfrage, wenn unser C++-Entwickler zusätzlich C#/Oracle-Kenntnisse vorweisen kann. Die regionale Verteilung der Projektanfragen entspricht der Normalverteilung, das heißt der Großteil der Anfragen ging in die Regionen D6 und D8. Vor allem der Skill C#/Oracle wird im Gebiet D6 besonders nachgefragt.
Der Trend
 
Interessant ist die Betrachtung der Trendkurve über einen wesentlich längeren Zeitraum von Januar 2003 bis September 2005:

Angebotene Projekte in %
dunkelblaue Kurve: Skill C++/Oracle
hellblaue Kurve: Skill C#/Oracle
Die Entwicklung der Projektangebote für den Skill C++/Oracle ist von einem ziemlichen auf und ab geprägt. Nach einem letzten Einbruch im Mai dieses Jahres geht es mit den Projektangeboten wieder bergauf. Jedoch liegen die Zeiten, in denen der Anteil der Projektangebote für C++/Oracle mehr als 2,5 Prozent betrug, schon etwas länger zurück.

Beim Skill C#/Oracle ist erst seit diesem Jahr eine stärkere Nachfrage erkennbar: im Monat Juni 2005 konnte der Projektanteil erstmals auf 0,8 Prozent gesteigert werden. Nachdem die Kurve in den beiden darauffolgenden Monaten wieder in den Keller ging, ist sie im Monat September auf einen guten Wert von 0,5 Prozent angestiegen. Eine weitere Beobachtung des Skills wird Klarheit bringen, ob es sich beim bislang besten Monat Juni nur um einen Ausreißer handelt oder die Nachfrage tatsächlich anzieht. Fakt ist, dass sich der prozentuale Anteil der Projektangebote für C#/Oracle im Vergleich zum Vorjahr mit bisher durchschnittlich 0,3 Prozent besser entwickelt hat (2004 lag der Anteil bei 0,2 Prozent).

Da man auf zwei Beinen bekanntlich besser steht als auf einem, sollte eine Weiterbildung in C# nicht die schlechteste Entscheidung für unseren C++-Entwickler sein. Einerseits kommt er mit dieser Zusatzqualifikation für deutlich mehr Projektangebote in Frage. Andererseits deutet sich bei C# ein - wenn auch noch auf niedrigem Niveau - stabiler Aufwärtstrend an, der im Auge behalten werden sollte. Möglicherweise brechen die besten Zeiten der noch jungen Programmiersprache (seit ca. 2001) erst noch an.

Der Trend im IT-Projektmarkt
Aktuelle Entwicklung von C++/Oracle sowie C#/Oracle abrufen:
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Der GULP Trend Analyzer analysiert die über den GULP Server zugestellten Projektangebote und ermittelt daraus, welche Qualifikation wie gefragt ist.
Der Stundensatz
 
Ein interessantes, zuweilen auch brisantes, Thema sind die Stundensätze. Gerade bei Branchen oder Skills, die völliges Neuland sind, bewegt sich der IT-Selbstständige häufig in einer Grauzone. Zur Bestimmung des eigenen Marktwertes ist es für ihn aber sehr wichtig zu wissen, welche Stundensätze er mit seinen Kenntnissen verlangen kann. Denn zielen die Honorarforderungen am Markt vorbei, dann sind Projektchancen leicht verspielt.

Bei GULP gibt es mit dem Trend Analyzer und dem Stundensatzkalkulator zwei Tools, die Richtwerte zu branchenüblichen Stundensätzen liefern. Beide haben ihre Daseinsberechtigung, denn sie nähern sich den Stundensätzen von unterschiedlichen Seiten:

So ermittelt der Trend Analyzer die durchschnittlichen Stundensatzforderungen der Freiberufler, die von den Projektanbietern im angegebenen Zeitraum mit den gesuchten Skills kontaktiert wurden. Demnach können diese Werte als Orientierung dienen, was die Anbieter zu zahlen bereit sind. (Sie sagen jedoch nichts darüber aus, welche Stundensätze bei Vertragsabschluss tatsächlich vereinbart wurden.)

Für unser Beispiel des C++-Entwicklers errechnet der Trend Analyzer für das Jahr 2005 (Januar bis September) folgende, durchschnittliche Stundensatzforderungen:

C++/Oracle C#/Oracle Alle Projektanfragen
65,07 Euro 61,35 Euro 67,90 Euro

Das bedeutet, finanziell bessere Aussichten für unseren Entwickler in seinem bereits vertrauten Tätigkeitsbereich. Der Verdienst bei Kenntnissen in C#/Oracle liegt fast vier Euro darunter. Auf den ersten Blick sprechen die Finanzen also nicht für C#/Oracle.

Im Unterschied zum Trend Analyzer analysiert der Stundensatzkalkulator die Stundensatzforderungen aller IT-Freiberufler, die den angefragten Skill in ihrem Profil als fachlichen Schwerpunkt aufgenommen haben, somit also Spezialisten auf diesem Gebiet sind. Weiterer Vorteil: Es werden ausschließlich aktuelle Profile, die nicht älter als ein halbes Jahr sind, bei der Analyse berücksichtigt. Neben den Honoraren listet der Stundensatzkalkulator auszugsweise Beispielprofile auf und zeigt die Entwicklung der Stundensätze über einen längeren Zeitraum.

Angewandt auf das konkrete Beispiel haben sich die Stundensatzforderungen von C++/Oracle- und C#/Oracle-Spezialisten seit dem Jahr 2000 wie folgt verändert:

Stundensatzforderungen , fachlicher Schwerpunkt C++/Oracle
Blaue Kurve: Stundensatzforderungen Freiberufler mit fachlichem Schwerpunkt C++/Oracle
schwarze Kurve: durchschnittliche Stundensatzforderungen aller Freiberufler
Stundensatzforderungen , fachlicher Schwerpunkt C#/Oracle
Blaue Kurve: Stundensatzforderungen Freiberufler mit fachlichem Schwerpunkt C#/Oracle
schwarze Kurve: durchschnittliche Stundensatzforderungen aller Freiberufler
Während die Honorarforderungen von C++/Oracle-Experten seit Ende 2001 kontinuierlich sinken, entwickeln sich die Forderungen der C#/Oracle-Fachleute seit über einem Jahr stabil, sogar mit einem leichten Anstieg. Mit 61 Euro trennen nur noch zwei Euro von den Stundensätzen der C++/Oracle-Spezialisten. Zum Vergleich: Im April 2004 lag die Differenz noch bei fünf Euro.

Wie bei den Projektangeboten so auch bei den Stundensatzforderungen für C#/Oracle durchaus ein Aufwärtstrend, der für die Zusatzqualifikation spricht. Denn auch wenn die Stundensätze hinter den Erwartungen unseres C++-Entwicklers zurückbleiben mögen, so kann er finanzielle Einbußen bei C++ damit immerhin abfedern. Die weitere Entwicklung wird zeigen, ob die Stundensätze der C#/Oracle-Spezialisten weiter steigen.

Die Stundensatzforderungen
Stundensatzforderungen von Freiberuflern mit fachlichem Schwerpunkt in
C++ und Oracle:
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C# und Oracle:

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Der GULP Stundensatz Kalkulator ermittelt aus den bei GULP eingetragenen Profilen branchenübliche Stundensätze für die gesuchten Qualifikationen.


Dank Trend Analyzer und Stundensatzkalkulator sind Nachfrage und Stundensatz nun keine unbekannten Größen mehr. Doch wie steht's um die Konkurrenz? Denn je geringer der Mitbewerb, umso größer die Wahrscheinlichkeit, von den angebotenen Projekten auch zu profitieren. Informationen über potenzielle Mitbewerber erhält man über den GULP Membership Dienst "Recherche nach Profilen".
Die Konkurrenz
 
Mit dem Dienst Recherche nach Profilen [Zugang nur für GULP Member (M)] kann jeder Freiberufler selbstständig die GULP Profiledatenbank nach Profilen von Kollegen durchsuchen. Dabei agiert er ähnlich wie die Projektanbieter auf der Suche nach dem geeigneten Kandidaten. Über die Recherche nach Profilen werden u.a. Informationen über Anzahl, Konditionen und Qualifikationen verfügbarer Freiberufler für die angefragten Skills bereitgestellt. Nebenbei erfährt man, ob und an welcher Stelle das eigene Profil bei der Recherche gefunden wird. Mit der Standard- und der Best Match-Suche [Zugriff mit Member-Account - Infos für Non-Member] stehen zwei Suchvarianten zur Verfügung, deren Vorgehensweisen im Artikel "Selbst in der Datenbank suchen..." näher erläutert wird.

Beim konkreten Beispiel des C++/Oracle-Entwicklers verwenden wir die Best Match-Suche und legen als wichtigste Qualifikation C++ fest. Um die Profile von Spezialisten angezeigt zu bekommen, legen wir zusätzlich fest, dass die gesuchten Skills mindestens zehn Mal im Profil vorkommen müssen (!10!C++).

Ergebnis: Mit seinen vorhandenen Kenntnissen in C++/Oracle konkurriert unser Entwickler mit 2.181 anderen Spezialisten. Die Zahl der IT-Experten mit C#/Oracle hingegen ist mit 282 weitaus überschaubarer. Durch weitere Angaben wie Einsatzort, Stundensatz, Region, Spezialkenntnisse oder weitere Zusatzqualifikationen lässt sich die Zahl des Mitbewerbs für einzelne Projekte genau bestimmen.

Zum Beispiel können Sie im GULP Roboter nach aktuellen Projektangeboten suchen, die darin gestellten Anforderungen bei der Recherche nach Profilen eingeben und darüber die Konkurrenz für aktuelle Projekte bestimmen. Damit verschaffen Sie sich nicht nur einen Wettbewerbsvorteil, sondern gehen auch selbstbewusster in Projektverhandlungen, denn Sie wissen ja, wie es um den Mitbewerb steht.

Weiterer Tipp: Einen noch detaillierteren Einblick in die Suchen der Projektanbieter erhalten Sie mit dem gleichnamigen Membership Dienst [Zugang mit Profil Account]. Mit diesem durchstöbern Sie die letzten 50.000 Datenbankrecherchen der Projektanbieter und analysieren deren Suchanfragen. Sie erfahren, nach welchen Qualifikationen und Skills besonders häufig gesucht wird, wie bei der Suche vorgegangen wird, also welche Schlagworte verwendet werden, ob das eigene Profil in den Suchergebnissen auftaucht u. v. m. Sollte letzteres nicht der Fall sein, so liefert das Tool zusätzlich Anhaltspunkte, wie die Suchmaschinentauglichkeit des Profils verbessert werden kann. Mehr dazu lesen Sie im Artikel "Projektangebote für GULP Member..." .

Noch mal zurück zu unserem Beispiel. Setzen wir die Resultate des Mitbewerbs mit den aus dem Trend Analyzer ermittelten Projektangeboten ins Verhältnis, so ergibt sich folgendes Bild:

Skill Angebote laut Trend Analyzer, Zeitraum 9/2004 bis 9/2005 Mitbewerber laut Recherche nach Profilen Verhältnis Angebot : Freiberufler
C++/Oracle 284 2.181 1:8
C#/Oracle 49 282 1:6

Das heißt, beim Skill C++/Oracle kommen auf ein Projekt mehr Freiberufler als bei der Qualifikation C#/Oracle, was wiederum für die beabsichtigte Zusatzqualifikation unseres C++-Entwicklers spricht.

Alles in allem wird der IT-Projektmarkt durch Einsatz der vorgenannten Tools für Sie wesentlich transparenter, denn Sie können

o Angebot und Nachfrage abschätzen,
o die eigene Marktposition bestimmen,
o Trends frühzeitig erkennen und darauf reagieren,
o sich Wettbewerbsvorteile verschaffen,
o Ihr Profil an die aktuelle Marktsituation anpassen.

Betreiben auch Sie Marktforschung in eigener Sache und steigern Sie Ihre Projektchancen. Viel Spaß dabei.