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Wirkungsvolle Jahresgrüße

Teil 1: Weihnachtsgrüße und –geschenke | Teil 2 | Teil 3: Weihnachten international

(November 2005)
Inhalt dieses Artikels:
Den richtigen Termin wählen | Brief, Karte oder E-Mail? | Briefe mit Stil | Kurze Karte | Wer wird angeschrieben? | Checkliste für Ihre Weihnachtspost
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The same procedure as every year? - Jedes Jahr aufs Neue stellt sich nicht nur für IT-Selbstständige die Frage, wann und wie sie ihre Geschäftspartner mit Grüßen zum Jahresausklang erfreuen können. Damit diese ihre Wirkung nicht verfehlen, sollten bestimmte Faktoren berücksichtigt werden. Welche das sind und wie auch Sie Ihren Jahresgrüßen eine persönliche Note verleihen, verraten die beiden Business-Stil-Expertinnen Anke Quittschau und Christina Tabernig.

Grundsätzlich sind Weihnachtsgrüße natürlich keine Pflicht und sollten auch nicht so aufgefasst werden. Zielsetzung ist es, Kunden und Geschäftspartnern seinen Dank und seine Wertschätzung auszudrücken. Weihnachtsgrüße sind deshalb ein wichtiges Instrument der Kundenbindung und sollten nicht "nebenbei" erledigt werden.

 

Den richtigen Termin wählen
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Nun sind wir doch mal ehrlich: Freuen wir uns wirklich über die Standardkarte mit Unterschrift, die in der Jahresend-Hektik kurz vor Weihnachten bei uns eintrifft? Sicher, einige Leute stellen alle Karten voller Stolz auf den Schreibtisch ganz nach dem Motto "Je mehr Karten, desto wichtiger bin ich". Aber was sollen eigentlich IHRE Weihnachtsgrüße beim Empfänger bewirken? Möchten Sie nicht Aufmerksamkeit erreichen und sich wieder ins Gedächtnis des Kunden bringen?

Dann überlegen Sie doch einmal, ob Sie in diesem Jahr nicht andere Anlässe für Ihren Jahresgruß an Kunden und Partner einsetzen:

Erster Advent: Senden Sie Wünsche für eine friedliche Adventszeit und einen schönen Jahresausklang. Legen Sie etwas bei: einen Glühweinbeutel, Plätzchen, ein Windlicht oder einen Adventskalender.

Nikolaus (6. Dezember) gibt Ihnen viel Möglichkeiten bei der Gestaltung der Grüße: Legen Sie einen Schokoladen-Nikolaus bei, gestalten Sie die Karte als Nikolausstiefel oder packen Sie einen kleinen Jutesack mit Süßigkeiten.

 

 

Brief, Karte oder E-Mail?
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Ob Sie an Ihre Kunden Weihnachtskarten oder Briefe versenden, hängt davon ab, was und wie viel Sie mitteilen möchten. Einige Worte zum Geschäftsverlauf oder der Dank für die gute Zusammenarbeit in einem längeren Projekt können schlecht auf einer Karte Platz finden. Entscheiden Sie sich für den Brief, sollte dieser aber mehr als den Standardtext "Frohe Weihnachten und ein erfolgreiches neues Jahr" beinhalten.

Wichtig!

Auch wenn die Vorweihnachtszeit traditionsgemäß hektisch ist und zahlreiche Dienstleister den Versand der Weihnachtspost mit Zeit- und Kostenersparnisargumenten per Mail anbieten, sind Weihnachtsgrüße per E-Mail im geschäftlichen Bereich nicht üblich. Mehr Wertschätzung drücken Sie mit einem persönlichen Brief aus.

 

 

Briefe mit Stil
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Kundenbeziehungen beginnen im Herzen. Gerade in der "Zeit der Gefühle" erreichen Sie emotionale, andauernde Verbundenheit und leidenschaftliche Fürsprache nur mit einer individuellen, aber glaubhaften Form der Kommunikation. Achten Sie darauf, dass die Weihnachtsgrüße und auch die Geschenke eine persönliche und individuelle Note tragen. Wünschenswert sind handschriftliche Zeilen an den Empfänger, was aber wegen der Vielzahl oft nicht machbar ist. Zumindest sollten aber Anrede und Schlussformel von Hand mit Füller geschrieben sein.

Haben Sie sich für einen Brief statt Karte entschieden, verwenden Sie hochwertiges Briefpapier ohne Angabe von Steuernummer und Bankverbindung. Der Repräsentativbogen verzichtet auch auf Eigenwerbung und grelle Logos. Denken Sie rechtzeitig daran, schöne Sonderbriefmarken zu kaufen. Ihre Weihnachtspost verliert schnell an Individualität, wenn sie durch den Freistempler gelaufen ist.

 

 

Kurze Karte
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Die Weihnachtskarte eignet sich dann, wenn noch kein persönlicher intensiver Kontakt zum Empfänger besteht. Eine kuvertierte Karte ist stilvolle Pflicht. Außerdem können Sie den Umschlag mit der Serienbrieffunktion leicht über den Drucker adressieren.

Verzichten Sie auf einen eingedruckten Standardtext. Denn eine Karte, auf der nur die Unterschrift schnell ergänzt wurde, sieht nach "Pflichtübung" aus und nicht nach persönlichen Grüßen an den Empfänger. Nehmen Sie sich die Zeit für ein paar individuelle Worte. Das Kartenmotiv sollte zum Stil des Unternehmens passen.

Wie wär's zum Beispiel mit Weihnachtskarten, die ganz nebenbei noch einen guten Zweck erfüllen? Diese gibt es z.B. im Kartenshop des SOS-Kinderdorfes e.V. unter www.sos-kinderdorf.de. Damit schlagen sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

 

 

Wer wird angeschrieben?
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An wen Sie Ihre Jahresgrüße richten, entscheiden Sie selbst ganz individuell. Als Instrument der Kundenbindung empfiehlt es sich natürlich, all jene Personen zu grüßen, die Ihnen für Ihr berufliche Zukunft wichtig erscheinen, z.B. im Hinblick auf neue Aufträge oder Weiterempfehlungen:

o Kunden
o Geschäftspartner
o Kollegen im Projekt (z.B. Projektleiter)
o Dienstleister (z.B. Betreuer in der Vermittlungsagentur)
o Partnerunternehmen

Vergessen Sie aber auch nicht die Menschen, denen Sie einfach mal "Danke" sagen möchten (z.B. für die gute Zusammenarbeit in der Vergangenheit) oder denen sie eine kleine Freude machen möchten.

 

 

Checkliste für Ihre Weihnachtspost
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Damit genügend Zeit für Ihre Jahresgrüße bleibt und Sie nicht in Stress und Hektik verfallen müssen, empfiehlt sich eine frühzeitige Planung mit Hilfe der folgenden Checkliste:

o Briefpapier ohne Bankverbindung oder Karten mit Umschlag frühzeitig bestellen.
o Wer wird angeschrieben?
o Wer erhält Geschenke?
o Geschenke oder nette Beilagen definieren und einkaufen.
o Geschenkliste anlegen, die jedes Jahr ergänzt wird. Hobbys und Interessen während des Jahres dort notieren.
o Versandtermin festlegen.
 

 

Nähere Informationen zum Thema bei Christina Tabernig und Anke Quittschau unter www.korrekt.deextern
Die Autorinnen behalten sich alle Rechte am Artikel vor. © 2005 korrekt

 

 


Kommentare zu diesem Artikel:

"Ich bin sehr erfreut, weil dieser Artikel wirklich auf den Punkt genau die Sachverhalte definiert und exakt die Fehler anspricht, die man ohne Ihr Wissen sicherlich machen würde. Vielen Dank für diesen wirklich guten Artikel. (November 2005)"

"Ein guter Beitrag zum richtigen Zeitpunkt. (November 2005)"

"Eine gute Idee, dieses "Problem" einmal so schön zusammenzufassen. Es macht Lust, sich vorweihnachtlich zu stimmen und wieder diese alte Tradition der Weihnachtspost aufleben zu lassen, die mittlerweile als unnötiger Ballast in dieser hektischen Zeit empfunden wird. (November 2005)"

"Sehr gute, strukturierte Hinweise. (November 2005)"

"In vielen (grossen) Unternehmen erreichen die Geschenke - insbesondere zur Weihnachtszeit - gar nicht erst den Geschäftspartner, sondern werden direkt von der Warenannahme direkt dem Geschenkepool zugeführt. Dieser wird dann häufig unter Mitarbeitern verlost. (November 2005)"

"Sehr hilfreich und informativ. Danke. (November 2005)"

"Es wurden einige interessante Aspekte beleuchtet, denen man nur wenig Aufmerksamkeit schenkt. (November 2005)"

"Habe das bisher immer als überflüssige Pflicht gehalten, die sowieso im Papierkorb landet. Aber wie überall im Leben: mit Individualität lässt sich immer Aufmerksamkeit erreichen. (November 2005)"

"Eine schöne Zusammenfassung. (November 2005)"


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