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| Gut gekleidet ist halb
gewonnen
Wie frau einen guten Eindruck hinterlässt
Teil 1
| Teil 2
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(Januar 2006)
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Inhalt dieses Artikels:
Wie viel Weiblichkeit ist erlaubt? |
Klassiker Bluse | Schuhe
und Strümpfe | Strümpfe
im Sommer – ja oder nein? | Parfum
und Accessoires | Handtasche
oder Aktentasche? | Persönlichen
Stil wahren |
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Ein kleiner Sturm der Entrüstung entbrannte
um den Artikel "Gut
gekleidet ist halb gewonnen". Hauptvorwurf: zu männerlastig.
Teil zwei klärt deshalb, welche modischen Fettnäpfchen
frau im Geschäftsleben vermeiden sollte und wie sie angemessen
gekleidet ist.
Zeitschriften und Modeschauen vermitteln jede Saison oder sogar
schon jeden Monat die neuesten Bekleidungstrends. Manchmal findet
frau in Zeitschriften auch Hinweise mit dem Vermerk "Business
Outfit". Nur leider sind diese Vorschläge allzu oft alles
andere als Business Outfits. Auch nette Berater und Beraterinnen
in den Fachgeschäften versuchen der Käuferin weiszumachen,
was frau heute im Büro oder bei Kunden tragen kann. Aber wie
oft haben diese Menschen selber vor Entscheidungsträgern der
Wirtschaft gestanden? Anders die beiden Business-Stil-Expertinnen
Anke Quittschau und Christina Tabernig, die aufgrund ihrer langjährigen
Beratungspraxis wissen, wovon sie sprechen. In gewohnt unterhaltsamer
Art und Weise geben sie an dieser Stelle insbesondere den GULP-Leserinnen
hilfreiche und bewährte Tipps zum perfekten Kleidungsstil.
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| Wie
viel Weiblichkeit ist erlaubt? |
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| Modische Kleidung, die zu Typ und
Figur passt, ist wichtig. Auf erotische Signale wie transparente
Blusen oder tiefe Ausschnitte sollte frau allerdings völlig
verzichten, das wirkt unsouverän. Wer mit tiefem Ausschnitt
prahlt, läuft Gefahr als nicht kompetent wahrgenommen zu werden.
Mini-Röcke sind zwar prinzipiell erlaubt, allerdings sollten
sie nicht zu kurz sein und keine Einblicke erlauben. Eine Handbreit
über dem Knie ist die Mindestlänge, die ein Minirock haben
sollte.
Im Sommer gilt: Schultern bedeckt halten. Also keine Spagetti-Träger
oder extrem figurbetonte Tops, keine bauchfreien Shirts und tiefe
Dekolletés im Büro.
Diese
fünf Basics sollte jede Frau im Schrank
haben:
> Weiße Bluse
> Twinset
> Dunkler Rollkragenpullover
> Dunkles Sakko zum Kombinieren
> Schwarze Pumps |
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Je größer und internationaler das Unternehmen, desto
formeller ist der Dresscode. Denken Sie daran, dass Sie mit Ihrer
Kleidung Ihre Verlässlichkeit und Seriosität ausdrücken.
Schlampige oder ungepflegte Kleidung – wie ausgefranste Rocksäume
oder ungebügelte Blusen sind dazu wenig geeignet. Weder Designermodelle
noch das Kleidchen von Textildiscounter kommen bei Auftraggebern
und Kollegen gut an. Mit angemessener Qualität und typgerechten
Farben ist die Businesskleidung perfekt. |
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| Klassiker
Bluse |
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| Die Bluse unter dem Blazer ist zeitlos
und immer ein Klassiker. Tragen Sie helle Farbtöne, damit lenken
Sie den Blick Ihres Gesprächspartners auf Ihr Gesicht. Ein
T-Shirt oder eng anliegende Bodies dürfen ebenfalls getragen
werden. Hierbei sollten Sie aber darauf achten, den Blazer anzubehalten.
Kaufen Sie keine Bluse, die zu eng sitzt.
Frauen können mit Mustern sowie mit Farben großzügiger
umgehen als Männer. Ist ein Kostüm in den klassischen
Farben gehalten, können Sie gerne mit dem Oberteil einen farblichen
Kontrast bilden. Halten Sie sich jedoch damit im Rahmen. |
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| Schuhe
und Strümpfe |
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| Achten Sie immer auf gut gepflegte,
geputzte Schuhe. Abgetretene Absätze und schmutzige Schuhe
lassen auf Gleichgültigkeit schließen. Vergessen Sie
auch nicht, die Preisschilder unter den Sohlen zu entfernen, sonst
outen Sie sich sofort.
Im Sommer gilt: Keine Sandaletten oder Badeschlappen im Büro.
Sichtbare Zehen gelten in konservativen Kreisen noch immer als stillos.
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| Strümpfe
im Sommer – ja oder nein? |
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| Lange Zeit gab es die Regel, dass
nackte Beine im Büro tabu sind. Heute gilt: Ob frau Strümpfe
tragen muss oder nicht, hängt von der Branche, der Position
und der Rocklänge ab. Haben Sie allerdings einen Kundentermin
oder arbeiten vor Ort, führt kein Weg an den Strümpfen
vorbei. Wählen Sie die Strümpfe nach der Farbe des Rock-
bzw. Hosensaums. Im Sommer werden von den meisten Frauen hellere
Strumpffarben zum Business Outfit bevorzugt.
Strümpfe sollten möglichst einfarbig, in dezenten Farben
sein. Je höher die DEN-Stärke, desto sportlicher wirken
die Strümpfe. Für einen eleganten Look sollten Sie also
ein möglichst dünnes Modell wählen.
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Laufmaschen verlieren ihren Schrecken, wenn Sie zur Vorsicht
eine Ersatzstrumpfhose in der Schreibtischschublade oder der
Handtasche deponiert haben. |
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| Parfum
und Accessoires |
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| Parfum im Beruf ist absolut in Ordnung,
sollte allerdings nur aus nächster Nähe - also max. 50
cm Entfernung - riechbar sein, um nicht aufdringlich zu wirken.
Übrigens: Verwendet man zu lange das gleiche Parfum, gewöhnen
sich die Geruchsnerven daran, man läuft dann leicht Gefahr,
zu viel aufzutragen.
Auch für Accessoires gilt: Weniger ist mehr. Beschränken
Sie sich auf zwei Accessoires, z.B. Seidentuch und Armbanduhr, dann
sind Sie korrekt gekleidet. Ringe an jedem Finger sind stillos.
Besser ist es, sich auf wenige gute Stücke zu beschränken.
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| Handtasche
oder Aktentasche? |
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| Wir haben oft die Frage gestellt bekommen,
ob es stimmt, dass eine Frau entweder eine Handtasche oder eine
Aktentasche tragen darf. Aktenkoffer bzw. PC-Taschen haben sich
inzwischen auch bei Frauen durchgesetzt. Einfach auch unter dem
Aspekt, dass sie praktisch sind und ein Laptop nicht unbedingt in
die Handtasche passt. Frau muss aber nicht, auch wenn Sie einen
Computer zum Kunden mitnimmt, ihre Handtasche daheim lassen.
Make-up, Lippenstift, Handy, Taschentuch, Geld und was noch so
alles in den Handtaschen verborgen ist, muss nicht in einen Aktenkoffer
gestopft werden. Frauen können also gerne sowohl Handtasche
als auch Aktenkoffer bei sich haben. Wählen Sie eine Handtasche,
achten Sie auf die Übereinstimmung mit Ihrem Outfit. Ein sportlicher
Rucksack passt in keinem Fall zu einem klassischem Kostüm.
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| Persönlichen
Stil wahren |
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| Bleiben Sie Ihrem Stil treu. Wer seinen
eigenen Stil wahrt, beweist Selbstsicherheit und Souveränität.
Wer seinen Stil ständig mit der Mode wechselt und trägt,
was in ist - obwohl es vielleicht nicht zur eigenen Persönlichkeit
passt - macht sich schnell unglaubwürdig. Bleiben Sie lieber
bei dem, worin Sie sich wohl fühlen und wissen, dass es Ihnen
steht.
Das sollten Sie vermeiden:
> Neonfarben
> Tigermuster-Outfits
> Ausgewaschene, abgetragene Jeans
> Zu enge Kleidung; Blusen, die über dem Busen spannen,
werden ausgemustert.
> Plateau-Sohlen oder Absätze, die höher als
6 cm sind
> Stiefel, die über das Knie reichen
> Lange rote Fingernägel
> Starkes, auffälliges Make-up
> Sichtbare Piercings oder Tattoos
> Rucksäcke oder zu sportliche Taschen, legen Sie
die ewige Studentin zu Hause ab.
> Dicke Winterstiefel zum Kostüm
> Ungebügelte Kleidung
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Nähere Informationen zum Thema bei Christina Tabernig und
Anke Quittschau unter www.korrekt.de
Die Autorinnen behalten sich alle Rechte am Artikel vor. ©
2005 korrekt |
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