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| Entspannt ankommen: 6 Tipps für Projekt-Pendler
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| (Oktober 2004) |
| 44 Prozent aller IT-Freiberufler im Projekt sind Wochenendheimfahrer.
Ob unterwegs mit Auto, Zug oder Flugzeug, ob am Projekt-Ort in der
Pension oder Zweitwohnung – Pendler stehen immer wieder vor
der Herausforderung, die weiten Wege und die beiden Schlafstätten
zu organisieren.
Wie man entspannt ankommt, weiß die Journalistin Christine
Koller, die nicht nur das Buch "Liebe
auf Distanz. Fernbeziehungen – und wie man sie meistert"
geschrieben, sondern für GULP auch einige Pendlertipps zusammen
gestellt hat: |
| 1. Aufgeräumt
pendeln! |
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| Die sehr sparsamen Vertreter unter
den IT-Freiberuflern werden gegen diesen Ratschlag sofort Einspruch
erheben – alle anderen sind sicherlich schnell davon überzeugt,
dass es reichlich Nerven und letztlich manche unnötige Anschaffung
erspart, wenn man in doppelter Ausführung wichtige Alltagsdinge
auch in der Zweitwohnung (oder Pension) beim Projekt stationiert
hat. Dazu gehören u. a. auch Fön, Hygieneartikel, Kontaktlinsenflüssigkeit.
Ob Anzug/Kostüm, Wanderstiefel oder Fahrradklamotten, wer auch
in der Zweitwohnung für die wichtigsten Gelegenheiten gerüstet
ist, bekommt zusätzlich das Gefühl, wenigstens etwas zu
Hause zu sein.
Überhaupt: Wer den "radikalen" Weg geht und in einen
nahezu vollständigen Hausstand samt Garderobe für die
Zweitwohnung investiert, sich zudem eine Reinigung bzw. eine Waschmaschine
leistet, der reist unbeschwert in ein zumindest nicht von Waschverpflichtungen
beschwertes Wochenende. |
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| 2.
Ein Hohelied auf den Trolley! |
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| Eine Sporttasche sieht vielleicht lässiger
aus und der Rucksack zeugt von Abenteuerlust – praktischer
ist aber der Trolley. Und wer auf die Abmessungsformel 55 x 40 x
20 cm achtet, darf den "Rollenkoffer" im Flugzeug auch
als Boardgepäck mitnehmen – vorausgesetzt, er ist nicht
heillos überladen. Zum einen sind nur maximal acht Kilogramm
erlaubt (mit Vielflieger-Karten auch mehr), zum anderen laufen auf
Deutschlands Flughäfen bereits genügend Reisende herum,
die ihre Bandscheibe gefährden in dem verzweifelten Bemühen,
eine 30-Kilo-Handtasche lächelnd als Leichtgewicht lupfen zu
wollen.
Weitere Vorteile des Trolleys: Die Außentaschen sind ideal
für die Aufbewahrung von Dingen (Ticket, Unterlagen), die man
schnell griffbereit haben möchte. Zudem besitzen die Rollen
am Trolley einen weiteren Vorzug, wenn die Zeit mal knapp wird und
man gezwungen ist, im Laufschritt durch den Bahnhof bzw. Flughafen
zu hasten. Übrigens raten Zeitexperten, beim Pendeln einen
Puffer von mindestens 15 Minuten einzubauen; bei Flugreisen gilt
dieses Zeitfenster plus eine Stunde. |
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| 3.
Notfall-Nummern speichern! |
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Es empfiehlt sich, die Telefonnummer des Airports,
der Fahrplanauskunft oder auch der Mitfahrgelegenheit im Handy gespeichert
zu haben. Damit kann man im Notfall anrufen und nachfragen, ob pünktlich
gestartet wird, bzw. klären, von welchem Gate/Gleis es losgeht.
Die damit gesicherten wertvollen Minuten beruhigen und senken den
Adrenalinspiegel. |
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| 4.
Die Basics im Handgepäck! |
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Routinierte Pendler haben immer auch einen Schal
einstecken, um gegen Klimaanlagen und Halskratzen gefeit zu sein.
Ebenso Handcreme und einen Fettstift für die Lippen (beides
schadet auch Männern nicht!) sowie Kaugummi oder Pfefferminzbonbons
(für eine atemgoldige Begrüßung).
Flugreisende sollten daran denken, dass Nagelschere oder Feile
(auch die in der kreditkartengroßen Swisscard) zu den so genannten
Gefahrengütern zählen und beim Durchleuchten des Handgepäcks
der Security zum Opfer fallen. Und weil man sich Sitznachbarn nicht
aussuchen kann, raten Pendler-Experten zu einem dicken Buch oder
Hörkassetten und Walkman als Reisebegleiter. |
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| 5.
Essen und Trinken! |
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Eine Flasche Mineralwasser im Reisegepäck
löscht den Durst auf längeren Reisen. Und bei allem
Umweltbewusstsein: Da die Praxis zeigt, dass Glasflaschen
meist zu sperrig sind und man allein wegen dem Pfand die Flasche
nicht hin und her schleppt, sei diesmal auch der Griff zum
Plastik erlaubt. Wer sich die Mühe machen möchte,
kann auch eine Thermoskanne Tee vorher brühen...
Zur Ernährung gilt: Eiweiß aussparen, denn gelegentlich
kommt es immer noch vor, dass die Hähnchenbrust oder
der Obstsalat etwas zu nahe am Verfallsdatum sind und man
dann mindestens einen Tag das Bett hütet. Menschen mit
empfindlichem Magen sollten über den Wolken fasten, da
das häufigere Einatmen durch den Luftdruck in der Kabine
die Verdauung durcheinander bringt. |
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| 6.
Zeit sinnvoll nutzen! |
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Frust und Ärger über
lange An- und Rückfahrten zum Projekt basieren meist
auch auf dem Gefühl, Zeit ungenutzt verloren zu haben.
Die Autofahrer unter den Pendlern haben wenig Möglichkeiten,
aber Audio-Buch, Lernkassette oder endlich die CD, die man
schon lange in Ruhe hören wollte, füllen die Fahrzeit
nicht nur mit einem guten Gefühl.
Analog dient in Flugzeug oder Bahn der Walkman als Garant
für den "hörbaren" Zeitvertreib; wer allerdings
auf diesem Wege reist, kann zudem Unterlagen sichten, neue
Projekte durchdenken, Präsentationen vorbereiten oder
endlich das liegen gebliebene Fachmagazin durchlesen.
Besonders gut genutzte Fahrt- oder Flugzeit zeichnet sich
schließlich dadurch aus, dass der Pendler in ihr den
Stress hinter sich lässt und der Entspannung frönt.
Und hier gibt es mehrere Möglichkeiten: |
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Das Nickerchen zwischendurch: Nach
zehn bis 30 Minuten, so haben Schlafforscher herausgefunden,
ist man sechs Stunden lang fitter, leistungsfähiger und
besser gelaunt. |
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Die Bauchatmung als Relax-Turbo: Langsam und
tief (die Bauchdecke sollte sich dabei wölben) durch die
Nase ein und durch Mund und Nase ausatmen. Zehn Mal wiederholen
und man ist dank einer Extraportion Sauerstoff automatisch gelassener. |
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Muskelentspannungsübungen: Mittlerweile
gibt es in jedem zweiten Magazin eine Kurzanleitung der wichtigsten
Übungen. Der banale Tipp: Nicht nur anschauen, sondern
nachmachen! |
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Auch mit positiven Gedanken (Erfolge im Job,
der nächste Urlaub, das bevorstehende Wochenende) gelingt
es, mentalen Druck abzubauen. |
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Und damit man den Projektstress nicht nach Hause
trägt, raten Experten dazu, störende Gedanken mental
wie eine Sprechblase zu umhüllen und wegzupacken. |
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Nähere Informationen zu Autorin und Buch (mvg Verlag, 210
Seiten, 15,90 Euro) unter www.christinekoller.de.
Die Autorin behält sich alle Rechte am Artikel vor. ©
2004 Christine Koller
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