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| Telefonkonferenzen
professionell meistern |
| (April
2006) |
Inhalt
dieses Artikels:
Dial-In
oder Dial-Out? | Agenda und Teilnehmerliste
erstellen | Information
ist alles | Smalltalk erleichtert
den Einstieg | Laut und deutlich
sprechen | Ergebnisse zusammenfassen |
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Weltweit agierende Teams sind im IT-Projektmarkt
an der Tagesordnung. Dank moderner Kommunikationsmittel müssen
IT-Spezialisten aber nicht mehr gleich ins Flugzeug steigen, um
zu einem Meeting zu erscheinen. Im Zuge der Globalisierung haben
Technologien wie Telefonkonferenzen, Videokonferenzen oder Web-Ex
zur Überwindung von Entfernungen in die Büroräume
Einzug gehalten.
Allerdings können Telefonkonferenzen, an denen mehr als nur
zwei Personen teilnehmen, schnell zur Qual werden. Dann sitzen acht
Personen in einem Meetingraum, vor ihnen ein sternförmiger
Apparat, der viel verspricht, wenn man ihn nur richtig bedient.
Aber alles kann dieser High-Tech-Stern auch nicht. Und schon gar
nicht, wenn man sich nicht an bestimmte Regeln hält. Anders
als beim normalen Telefonat
stellen Telefonkonferenzen besondere Anforderungen an die beteiligten
Personen. Damit auch Sie bei Ihrer nächsten Telefonkonferenz
glänzen, haben die beiden Business-Stil-Expertinnen Anke Quittschau
und Christina Tabernig gewohnt professionell und kurzweilig Grundsätzliches
zu Telefonkonferenzen zusammengetragen. |
| Dial-In
oder Dial-Out? |
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| Bei einer Telefonkonferenz greift
man nicht einfach so zum Hörer und telefoniert wild drauf los.
Im Gegenteil, für eine erfolgreiche Konferenz bedarf es im
Vorfeld einiger Planung, denn ohne Organisation läuft nichts.
Das beginnt schon bei der Auswahl der passenden Konferenz-Variante.
Davon gibt es zwei: die Dial-In- und die Dial-Out-Konferenz. Bei
der Dial-In-Konferenz wählt sich jeder Teilnehmer selbst mittels
Zugangsdaten in die Konferenz ein, egal aus welchem Land, egal ob
mit Handy oder Festnetztelefon. Anders dagegen bei der Dial-Out-Konferenz.
Hier werden die Teilnehmer angerufen und der Konferenzveranstalter
übernimmt zusätzlich die Verbindungskosten für alle
Teilnehmer. Der Provider ruft diese automatisch zum gewünschten
Zeitpunkt an und schaltet sie zur Konferenz hinzu. Es sollte also
rechtzeitig geklärt werden, welche der beiden Varianten genutzt
wird, damit jedem Teilnehmer zeitnah die benötigten Zugangsdaten
übermittelt werden können.
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| Agenda
und Teilnehmerliste erstellen |
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| Vor der Konferenz sollten der Anlass
des Gesprächs sowie die einzelnen Teilnehmer festgelegt werden.
Handelt es sich um eine Projektbesprechung, Diskussion, Präsentation
etc.? Welche Personen sind in den Sachverhalt involviert? Ebenso
empfiehlt es sich, die zentralen Themen der Besprechung in einer
Agenda festzuhalten, die während der Konferenz als Gesprächsleitfaden
bzw. Ablaufplan dient und verhindert, dass das Kernthema aus den
Augen verloren wird. Überlegt werden sollte auch, ob und welche
weiteren Unterlagen für das Meeting benötigt werden, damit
diese rechtzeitig für alle Teilnehmer verfügbar sind.
Ebenfalls notwendig ist die Festlegung der Rollenverteilung: Wer
moderiert die Konferenz? Wird es nur einen Moderator geben? Alternativ
kann auch ein Provider beauftragt werden, die Telefonkonferenz zu
begleiten. Das wird meist dann gemacht, wenn es eine Bekanntmachung
oder Rede einer Person am Anfang gibt und hinterher das "Mikrofon"
zum Fragenstellen geöffnet wird. Wer agiert nur als Zuhörer,
wer wird direkt angesprochen? Wer führt das Protokoll? Sollten
Sie selbst Konferenzveranstalter und Teilnehmer zugleich sein, empfiehlt
es sich, eine neutrale Person als Protokollant einzusetzen, die
sich nur auf das Schreiben konzentrieren kann.
Hilfreich ist zudem das Erstellen einer Teilnehmerliste, in welcher
der Konferenzveranstalter/-leiter alle beteiligten Personen mit
ihrer jeweiligen Rolle erfasst. Darüber erhält er nicht
nur einen guten Überblick, sondern kann auch überprüfen,
ob tatsächlich alle Teilnehmer bei der Planung berücksichtigt
werden, diese also z.B. auch alle erforderlichen Informationen erhalten.
Wird eine Dial-In-Konferenz abgehalten, muss zusätzlich eine
Einwahl-PIN für jeden Teilnehmer organisiert werden. Klären
Sie auch, ob bestimmte Sicherheitsvorkehrungen zu beachten sind.
Bei größeren Konferenzen ist es ratsam, einen Konferenzanbieter
zu wählen, der die Stummschaltung von Teilnehmern erlaubt (einzeln
und/oder zentral), um Störungen durch Nebengeräusche wirksam
zu unterbinden.
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| Information
ist alles |
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| Fehlt noch das Festlegen von Termin
und Uhrzeit. Hier ist es wichtig, auf Zeitverschiebungen zu achten.
Denn es ist ärgerlich, wenn der Kollege in Amerika zu nachtschlafender
Zeit ins Büro zitiert bzw. aus dem Bett geworfen wird. Und
da Zeit bekanntlich Geld ist, sollten Sie auch alle Teilnehmer über
die Dauer der Konferenz informieren. Planen Sie hierbei etwas großzügiger
als bei "normalen" Meetings, denn Sie müssen immer
damit rechnen, dass Ihnen z.B. die Technik einen Strich durch die
Rechnung macht oder es etwas länger dauert, bis alle Beteiligten
mit den Gegebenheiten der Telefonkonferenz vertraut sind.
Haben Sie alle relevanten Informationen wie Datum, Zeit, Gesprächsthemen,
Einwahl-PIN usw. beisammen, senden Sie allen Teilnehmern eine Einladung
mit diesen Eckdaten. Legen Sie ihnen auch ans Herz, keine Freisprech-
oder Lautsprecheinrichtungen zu nutzen, da sich dies deutlich hörbar
auf die Empfangsqualität für alle Teilnehmer auswirkt.
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Planen Sie eine internationale Telefonkonferenz und die Teilnehmer
kennen sich nicht, dann legen Sie die Sprache fest, in der die
Konferenz stattfinden soll. Vermerken Sie dies auf der Einladung.
Konferenzen mit ausländischen Teilnehmern werden meist
in Englisch geführt. |
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| Smalltalk
erleichtert den Einstieg |
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Es ist soweit, der Tag der Telefonkonferenz
ist da. Wählen Sie sich möglichst einige Minuten vor Beginn
ein, so dass die Konferenz pünktlich beginnen kann. Bevor Sie
starten, empfiehlt sich die Durchführung eines Sound-Checks,
um die Technik auf Funktionalität zu prüfen und Rückkoppelungen
zu vermeiden. Fordern Sie dafür jeden Teilnehmer auf, sich
einmal zu melden. Darüber bietet sich auch gleich eine gute
Gelegenheit, ins Gespräch einzusteigen. Denn Telefonkonferenzen
sollten genauso wie physische Besprechungen mit einem kurzen Smalltalk
eingeleitet werden. So schaffen Sie immer eine angenehme Atmosphäre.
Nun muss sich auch die festgelegte Rollenverteilung beweisen, die
von jedem Einzelnen eingehalten werden sollte, um chaotisches Durcheinandersprechen
zu vermeiden. Jeder Teilnehmer sollte sich daran halten, was der
Moderator sagt. Sprechende Personen sollten grundsätzlich nicht
unterbrochen werden. Wenn die Konferenzteilnehmer nur zuhören
sollen, empfiehlt es sich, diese auf stumm zu schalten. Aber informieren
Sie die Teilnehmer im Vorfeld über die Stummschaltung. Wird
am Ende der Konferenz eine Diskussion eröffnet, kann sich der
Teilnehmer durch Tastendruck frei schalten lassen. Er wird dann
vom Provider angekündigt: "Die nächste Frage kommt
von Petra Musterfrau." Sollte dies nicht der Fall sein, dann
muss sich jeder Teilnehmer kurz selbst mit seinem Namen und dem
Büro, aus dem er anruft, vorstellen.
Unterlassen werden sollte es, Aussagen über die Rede zu machen
oder Witze zu reißen. Bleiben Sie sachlich. Und stellen Sie
eine klare Frage, die hoffentlich eindeutig beantwortet werden kann.
Wenn Personen angesprochen oder gefragt werden, müssen diese
mit Namen angesprochen werden, denn sonst fühlt sich keiner
verpflichtet zu antworten: "Peter, können Sie uns die
neuesten Marktzahlen geben?" Vergessen Sie nicht, es gibt jetzt
keine Körpersprache oder Augenkontakt. Dies muss durch klare
Worte und kurze Sätze kompensiert werden.
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| Laut
und deutlich sprechen |
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Die Teilnehmer einer Telefonkonferenz
müssen sich immer etwas anders als bei normalen Meetings verhalten,
besonders dann, wenn mehrere Gruppen mit nur wenigen Geräten
miteinander verbunden sind. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in
München mit fünf Personen im Meetingraum und das italienische
Projektteam in Mailand. Wenn es nur einen Lautsprecher und ein Mikrofon
gibt, ist wirklich absolute Disziplin gefordert. Selbst bei den
besten technischen Geräten sollte sich jeder Teilnehmer für
seinen Beitrag zum Mikrofon der Anlage begeben und nicht annehmen,
man könnte seinen im Raum ausgesprochenen Kommentar deutlich
und klar in Italien hören. Die Teilnehmer müssen bei all
diesen Konferenzmöglichkeiten laut und deutlich ins Mikrofon
sprechen. Es reicht nicht, dass sie im Raum sind und einen Vortrag
halten. Die Personen am anderen Ende der Leitung verstehen dann
nämlich nur Bahnhof. Zudem können Gelächter, Tassengeklapper
oder Nebengespräche eine Konferenz massiv stören. Hintergrundgeräusche
sind also zu vermeiden. Zusätzlich sollte beachtet werden,
dass bei größeren Entfernungen mit Sprachverzögerungen
zu rechnen ist und entsprechende Pausen gemacht werden sollten.
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Telefonkonferenzen sollten nicht über ein Handy abgehalten
werden, da 1) Funklöcher und Umgebungslärm die Verbindung
stören können und 2) die Kommunikation über Handy
wesentlich unsicherer ist als über Festnetz. Gerade bei
sensiblen Geschäftsdaten sollte die Informationssicherheit
gewährleistet sein. |
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| Ergebnisse
zusammenfassen |
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Zum Abschluss der Konferenz fasst der
Moderator die Gesprächsergebnisse noch einmal für alle
zusammen und erklärt die Besprechung mit einer offiziellen
Verabschiedung als beendet. Es empfiehlt sich, einen Tag nach der
Konferenz ein Gesprächsprotokoll an alle Beteiligten zu versenden,
das alle relevanten Ergebnisse enthält und das weitere Vorgehen
zusammenfasst.
| Zehn Telefonkonferenz-Tipps |
| 1. |
Legen Sie eine Rollenverteilung fest. |
| 2. |
Versenden Sie vorher eine Agenda und alle notwendigen Unterlagen. |
| 3. |
Vergessen Sie nie die Einwahlnummer & PIN. |
| 4. |
Planen Sie mehr Zeit ein. |
| 5. |
Vermeiden Sie Hintergrundgeräusche. |
| 6. |
Wenn Sie nicht sprechen müssen, stellen Sie Ihr Telefon
auf stumm. |
| 7. |
Machen Sie sich Gesprächsnotizen. |
| 8. |
Unterbrechen Sie einen Sprecher nicht. Warten Sie ab, bis
er ausgesprochen hat. |
| 9. |
Rechnen Sie mit Sprachverzögerungen, wenn Teilnehmer
mit dem Handy oder aus dem Ausland anrufen. |
| 10. |
Fassen Sie Ergebnisse am Schluss noch mal zusammen. |
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| Nähere Informationen zum Thema bei Anke Quittschau und
Christina Tabernig unter www.korrekt.de
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Die Autorinnen behalten sich alle Rechte am Artikel vor. ©
2006 korrekt
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