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Umfrage-Ergebnis

Im Interview mit IT-Freiberuflern

 
(Juni 2005)
 

Führt die Zusammenarbeit zum erfolgreichen Projektabschluss oder endet sie im Desaster? Wenn es um die Auswahl des passenden IT-Freiberuflers geht, ist das Interview mit den Kandidaten für den Projektanbieter eine Möglichkeit, die "Guten" von den "Schlechten" zu trennen. Ob dies in der Praxis auch so der Fall ist – dies beleuchtete eine GULP-Umfrage mit 73 Projektanbietern als Teilnehmer:

Bevor ein selbstständiger IT-Experte überhaupt die Hürde zum Interview überspringt, sollte er zuallererst

o die gefragte fachliche Qualifikation besitzen,
o über eine "saubere" CV z. B. in Form eines gepflegten GULP Profils verfügen,
o die nötige Berufserfahrung mitbringen, im Idealfall bestätigt durch Referenzen,
o gegebenenfalls die geforderte Ausbildung vorweisen und schließlich
o mit den Stundensatzforderungen zumindest grob die Vorstellungen des Projektanbieters treffen.

Wenn dies alles passt, dann wird es Zeit für das Interview:



Wie wichtig ist für die Projektbesetzung das Interview mit dem entsprechenden Freiberufler?

Entscheidend. 53 %

Schon wichtig. 39 %
Weniger wichtig. 5 %
Ein notwendiges Übel. 3 %

Das Votum der Teilnehmer an der Umfrage lässt an Deutlichkeit kaum zu wünschen übrig: Für 92 Prozent ist das Interview wesentliche Entscheidungshilfe bei der Auswahl des IT-Freiberuflers. Auch in einer zunehmend technisierten und prozessoptimierten Welt vertraut man im IT-Projektmarkt bei der Personalauswahl dennoch im besonderen Maße auf die persönliche Augenscheinnahme und das individuelle Urteil.

Selbst gestellte Anforderungen der Projektanbieter an sich selbst: Menschenkenntnis und Fingerspitzengefühl.



Im Interview: Auf was wird beim Freiberufler besonders geachtet?

Fachliche Qualifikation. 44 %

Auftreten und Selbstdarstellung. 44 %
Erscheinungsbild und Outfit. 12 %


Ein erstes umfassendes Bild über die fachliche Qualifikation des Freiberuflers kann sich der Projektanbieter z. B. bereits anhand dessen GULP Profils machen – folglich steht dieser Punkt "nur" noch bei 44 Prozent im Zentrum des Interviews.

Neben der Fachlichkeit rückt das Auftreten des Kandidaten in den Vordergrund; für ebenfalls 44 Prozent der Projektanbieter verdient die Selbstdarstellung besonderer Beachtung, kann sie doch interessante Einsichten geben in die Einstellung des Freiberuflers zum Job, zu Kollegen und zur Projektarbeit.

Schließlich: Wie professionell der selbstständige IT-Experte als Unternehmer im Projektmarkt agiert, dies ist für 12 Prozent der Projektanbieter nicht zuletzt am Erscheinungsbild des IT-Freiberuflers zu erkennen. Für diesen lohnt sich also vor dem Interview ein kritischer Blick in den Spiegel allemal.



Welche Atmosphäre bevorzugen Sie im Interview?

Locker. 19 %

Normal. 42 %
Betont sachlich und fachlich. 19 %
Je nach Projekt und Freiberufler. 20 %

Knapp ein Fünftel der Projektanbieter setzt zum besseren Kennen lernen (und damit für ein sichereres Urteil) auf Ungezwungenheit im Interview, der gleiche Anteil der Teilnehmer an der Umfrage kann mit einem legeren Stil nur wenig anfangen.

Die Ausgewogenheit der Antworten in dieser atmosphärischen Frage wird bestätigt von dem Fünftel, das sich flexibel zeigt – und schließlich durch die 42 Prozent, die es gerne "normal" haben.

 

Kommentare zu diesem Artikel:

"Für angehende Freiberufler ein prima Wegweiser! (Juni 2005)"

"Das der persönliche Eindruck im Interview entscheidend ist, kann man sich noch denken. Allerdings fragt man sich da schon, warum auch einige Vermittler verknüpft mit einem Schutzvertrag durchführen, wenn der Kunde entscheidet. Die wenigsten Menschen im Bereich Personalvermittlung haben den nötigen fachlichen Hintergrund und selbst einigen fehlt es absolut am nötigen Fingerspitzengefühl. Der erste Eindruck (1-2s) wird auch beim Interview immer noch über Sympathie oder Antipathie entscheiden, d.h. das Outfit und Aussehen wird eine wesentliche Rolle spielen, dann erst der Rest. Tendenziell zeigt sich - ob Vor- oder Nachteil - dass der fachliche Teil zugunsten der Softskills in den Hintergrund rückt, aber nicht vernachlässigt wird. Letztendlich wären vermutlich auch die Kandidaten mit der nötigen Ausbildung und dem fachlichen Skills, die nicht in die engere Soft-Skill Auswahl fanden, in der Lage das Projekt erfolgreich durchzuführen - manchmal sogar besser - wie die Praxis der letzten Jahre zeigt. (Juni 2005)"

"Aufschlussreich! (Juni 2005)"


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