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| Umfrage-Ergebnis
Private IT-Belästigungen |
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(Dezember 2004) |
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| Es gibt immer weniger Menschen in Deutschland,
die keinen PC besitzen. Im Gegenzug gibt es hierzulande immer mehr
Menschen, die ein Problem oder auch zwei mit ihrem PC haben. Die
möglichen privaten Folgen für IT-Freiberufler beleuchtete
eine GULP Forumsumfrage.
Schon wieder ist z. B. der Rechner abgestürzt. Was liegt in
solch einem Fall näher, einmal bei dem befreundeten oder verwandten
IT-Experten nachzufragen? Nichts, denkt sich der PC-Laie –
jede Menge, denkt sich vielleicht der unfreiwillige "Helfer
in der Not". Wie sie zu solchen Gefälligkeiten stehen,
darüber gaben 167 IT-Freiberufler Auskunft.
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"Hättest Du doch was Vernünftiges gelernt!" Der
berüchtigte elterliche Vorwurf würde bei IT-Freiberuflern
ins Leere zielen, nähme man als Maßstab die Nachfrage nach
seinen erlernten Fähigkeiten – zumindest, wenn man den
privaten Bereich dazu zählte: Außerordentliche 73 Prozent
der Teilnehmer an der Umfrage gaben an, dass sie desöfteren an
fremde PC zu Hilfe eilen müssen anstatt z. B. auf dem Sofa zu
liegen. Weitere 25 Prozent kennen immerhin diese private Verpflichtung
– und nur zwei Prozent (gerundet 3 Umfrage-Teilnehmer) wurden
bislang vor solchen Anfragen verschont.
Ein schweres Los für IT-Freiberufler, die gerne intensiver
ihr Freizeit genießen würden? Sicher, doch finden sie
ohne Schwierigkeiten verständige Leidensgenossen bei Kfz-Mechanikern
("Du, mein Auto klingt so komisch."), Kaufleuten im Einzelhandel
("Du, kannst Du mir das Kleid günstiger besorgen?"),
Politikern ("Du, kannst Du nicht helfen, dass der Bauplan genehmigt
wird?), Zahnärzten ("Schau mal, hab ich da ein Loch im
Zahn?"), Steuerberatern ("Du, was kann ich eigentlich
absetzen?), Physiotherapeuten ("Ach komm, nur einmal kurz den
Nacken massieren.") oder Sekretären ("Du, kannst
Du mir mal schnell ein paar Zeilen schreiben?"). |
Mehr als die Hälfte (59 Prozent) der IT-Freiberufler gibt zu,
dass sie diese Art von Bitten als störend empfinden; allerdings
besitzt davon knapp zwei Drittel etwas Gelassenheit und keineswegs
ein dauerhaft strapaziertes Nervenkostüm.
Nicht gestört wegen nachgefragten IT-Hilfeleistungen fühlen
sich acht Prozent der IT-Freiberufler aus folgenden Gründen:
Sie sind – je nach Interpretation – arrogant, ignorant
oder stoisch, in jedem Fall ist es ihnen egal.
Last but not least: 31 Prozent der befragten IT-Freiberufler zeichnen
sich durch eine ausgeprägte Hilfsbereitschaft aus. Ob sie nun
dem Reiz einer Problemlösung nicht widerstehen können
oder einfach auch nur anderen Menschen gerne helfen – ein
IT-Hilferuf an sie bleibt nicht ungehört. |
Vorneweg: Fünf Prozent der IT-Freiberufler verweigern eine private
IT-Hilfestellung und müssen sich wie die zwei Prozent der Ungefragten
keine Gedanken über eine Gegenleistung machen. Angesichts der
bevorzugten Entlohnung wird der kühle Rechner sich denken "Gut
so!", denn ein Dankeschön (33 Prozent) oder vages Versprechen
(19 Prozent) wird kaum seinen Erwartungen entsprechen.
Ausgesprochen
beliebt ist mit rund einem Viertel der Antworten die kulinarische
Entlohnung, sei es z. B. in Form eines Abendessens oder einer Flasche
Wein. Die verschiedenen Begründungen für diese Alternative
sind bekannt: "Mir ist nichts Besseres eingefallen" oder
"Du hast ja sowieso schon Alles" oder "Ich weiß
doch, dass Du ein Genießer bist." Originell sind sie
allesamt nur bedingt.
11 Prozent der IT-Freiberufler erhalten für ihre Hilfe nach
eigenen Angaben eine adäquate Gegenleistung – und haben
wahrscheinlich das Problem für einen Vertreter der in Frage
eins genannten Berufsgruppen gelöst. Diese Art des Handels
bringt zwar wenig für das Bruttosozialprodukt, aber viel für
zwischenmenschliche Fairness.
Finanziell entlohnt für ihre Arbeit werden schließlich
vier Prozent der Teilnehmer an der Umfrage, davon allerdings nur
jeder vierte mit nach seiner Meinung genügend Geld. Bleibt
im Sinne der Legalität zu hoffen, dass er dann auch im Privatbereich
als IT-Freiberufler und nicht als Schwarzarbeiter tätig ist. |
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Zum Schluss ... |
| ... noch einmal zu den 33 Prozent der IT-Freiberufler, für
die der Lohn ein Dankeschön ist. Vermutlich waren dabei manche
Helfer negativ überrascht (und dies absolut berechtigt, wenn
der Nutznießer nur den eigenen Vorteil im Auge hatte); es ist
allerdings auch ein Zeichen dafür, dass man sie trotz der viel
gescholtenen Egoismen in der Gesellschaft noch findet: Selbstverständliche
Freundschaftsdienste ohne Hintergedanken. |
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