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Feiern eigentlich alle Ihre Geschäftspartner Weihnachten?

Teil 1: Weihnachtsgrüße und –geschenke | Teil 2: Wirkungsvolle Jahresgrüße | Teil 3

(November 2006)
Inhalt dieses Artikels:
Weihnachten in den Westkirchen | Orthodoxe Feiertage | Chanukka (Hanukka) | Thanksgiving | Islam | Weihnachten in China
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Autoren: Christina Tabernig & Anke Quittschau, Business-Knigge-Expertinnen

In den Supermärkten ist es nicht mehr zu übersehen: Weihnachten steht wieder vor der Tür. Und wie jedes Jahr zerbrechen sich viele Selbstständige und Unternehmen den Kopf, wie sie mit stilvollen Weihnachtsgrüßen und –präsenten bei ihren Geschäftspartnern punkten. Wie das wirkungsvolle Grüßen und Schenken zur Jahreswende funktioniert, haben die beiden Business-Stil-Expertinnen Christina Tabernig und Anke Quittschau in den vergangenen Jahren schon bei GULP beschrieben. Angesichts der zunehmenden Globalisierung im Wirtschaftsleben erörtern sie in diesem Jahr, ob eigentlich überall auf der Welt Weihnachten gefeiert wird.

Die Frage, ob eigentlich alle Ihre Geschäftspartner Weihnachten feiern, sollten sich auf jeden Fall Selbstständige bzw. Unternehmen stellen, die im internationalen IT-Geschäft tätig sind. So kommt es beispielsweise gerade bei Geschäftspartnern in den USA nicht selten vor, dass diese keine christlichen Feiertage und Gebräuche praktizieren.

 

Weihnachten in den Westkirchen nach oben
   

Heute wird in fast allen westlichen Staaten, also in der EU und in USA, am 25. Dezember der Geburtstag von Jesus Christus gefeiert. In einigen Ländern (so auch in den deutschsprachigen) feiert man das Fest bereits am 24. Dezember als Heiliger Abend, obwohl meist der offizielle Feiertag am 25. Dezember gesetzlich festgelegt ist. Der Grund hierfür liegt in der Begehung der Nachtwache, die stets am Abend vor dem eigentlichen Fest beginnt (so z.B. auch an Ostern ("Osternacht")).

 

 

Orthodoxe Feiertage nach oben
   

In Georgien gilt der Kalender der Georgisch-Orthodoxen Kirche und Weihnachten wird erst am 7. Januar gefeiert. Kirchliche Feste sind unserem gregorianischen Kalender um zwei Wochen verschoben und richten sich nach dem julianischen Kalender. Die Menschen gehen in die Kirche und nehmen am feierlichen Gottesdienst teil. Eine Bescherung gibt es aber nicht. In folgenden Ländern begeht man Weihnachten (orthodox) als Feiertag am 7. Januar 2007: Ägypten, Äthiopien, Eritrea, Kirgistan, Mazedonien, Moldau, Russische Föderation, Serbien und Montenegro, Ukraine, Weißrussland.

Praxistipp Tipp:
Es ist kein Fauxpas Ihren nicht-christlichen Kunden zu Weihnachten per Karte oder Brief ein paar besinnliche Stunden zu wünschen. Vielleicht können Sie aber genau diesen Kunden und Partnern eine persönliche Karte schicken, mit der Anmerkung, dass Sie wissen, dass es nicht ihr Fest ist.
 

 

Chanukka (Hanukka) nach oben
   

Chanukka, auch als Lichterfest bezeichnet, war ursprünglich kein Fest, an dem Geschenke verteilt wurden. Aber durch den Einfluss der christlichen Umwelt wurde es in Europa und den Vereinigten Staaten zu einem Geschenkfest gemacht. Chanukka beginnt dieses Jahr am 16. Dezember mit dem Zünden der ersten Kerze und endet am 23. Dezember.

Chanuka bedeutet "Einweihung" und bezieht sich auf die Reinigung des Tempels. Das achttägige Fest soll an die Wiedereinweihung des Jerusalemer Tempels erinnern. Nach dem Sieg der Makkabäer über die griechische Besatzung, im 2. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, wurde der Tempel von fremden Kulten gereinigt. Als man den siebenarmigen Leuchter, die Menora, anzünden wollte, fand man nur reines Öl für einen Tag vor. Der Legende nach brannte der Leuchter trotzdem acht Tage lang, so dass genug Zeit blieb, neues Öl für den Tempelkult herzustellen. In Erinnerung daran wird im jüdischen Haushalt acht Nächte lang jeweils eine zusätzliche Kerze an einem speziellen Leuchter, der Chanukia, angezündet.

 

 

Thanksgiving nach oben
   
Thanksgiving hat in den USA eine fast größere Bedeutung als Weihnachten. Diese Tradition hat ihren Ursprung im Jahr 1621, ein Jahr nach dem die ersten Pilger auf Plymouth Rock anlegten. Im ersten Jahr starben viele Siedler wegen Kälte und Krankheit. Im Frühjahr 1621 besuchten zwei Indianer die Siedlung und freundeten sich mit den Siedlern an. Im darauffolgenden Sommer brachten sie den Siedlern bei, neue Kulturpflanzen zu säen und nach Essbaren zu suchen. Im anschließenden Herbst gab es eine sehr große Ernte, die seitdem immer am vierten Donnerstag eines jeden Novembers gefeiert wird. In den USA feiert man Thanksgiving mit einem riesigen Festmahl, oftmals zusammen mit der ganzen Familie oder mit Freunden. Traditionell wird Truthahn als Hauptgericht mit Kartoffelbrei, grünen Bohnen und Kürbistorte serviert. Thanksgiving fällt dieses Jahr auf den 23./24. November 2006. Geschenke werden nicht verteilt. Diese gibt es erst zu Weihnachten am 25. Dezember.

 

 

Islam nach oben
   

Auch wenn Muslime kein Weihnachtsfest feiern, zeigen sie sich doch ihren christlichen Nachbarn oft solidarisch verbunden und übermitteln ihnen die besten Wünsche für ein friedliches und erfülltes Fest. Hier eröffnen sich Möglichkeiten für den Dialog. Jesus Christus wird im Islam als der Prophet, aber nicht als der Sohn Gottes anerkannt: "Gott hat nicht gezeugt und wurde nicht gezeugt" heißt es in Sure 112:3. Daher ist seine Bedeutung im Islam mit der im Christentum nicht vergleichbar. Ein eigener islamischer Feiertag, der dem christlichen Weihnachtsfest gleichzusetzen wäre, existiert nicht.

 

 

Weihnachten in China nach oben
   

Weihnachten hat in China keine Tradition, ähnlich wie in Japan. Doch mit dem neuen Wohlstand in den nach außen hin offeneren Sonderwirtschaftszonen drangen auch westliche Bräuche ins Land. Inzwischen gibt es auch einige Chinesen, die sich zu Weihnachten einen kleinen Plastik-Weihnachtsbaum ins Wohnzimmer stellen. Auch die Sitte, seine Socken aufzuhängen, in der Hoffnung, sie möchten am anderen Morgen reich gefüllt sein, hat bereits Einzug gehalten. In China leben schätzungsweise zehn Millionen Baptisten. Sie nennen ihren Weihnachtmann "Dun Che Lao Ren". Und die wenigen Kirchen im Land sind zu Weihnachten hoffnungslos überfüllt.

Checkliste für Ihre Weihnachtspost
- Briefpapier ohne Bankverbindung oder Karten mit Umschlag frühzeitig bestellen.
- Wer wird angeschrieben?
- Wer erhält Geschenke? Hinweis: Wer seinen Geschäftspartnern (nicht nur) zu Weihnachten ein kleines Geschenk machen will, kann dieses bis zu einem Maximalbetrag von 35 Euro als Betriebsausgabe steuerlich absetzen (§ 4 Abs. 5 Nr. 1 EStG).
- Geschenkliste anlegen, die jedes Jahr ergänzt wird. Hobbys und Interessen während des Jahres dort notieren.
- Versandtermin so festlegen, dass die Weihnachtspost vor Weihnachten ankommt.
- Bei Grüßen zum Jahreswechsel dementsprechend mit Ankunft der Post in der ersten Jahreswoche kalkulieren.
 

 

Nähere Informationen zum Thema bei Christina Tabernig und Anke Quittschau unter www.korrekt.de externer Link
Die Autorinnen behalten sich alle Rechte am Artikel vor. © 2006 korrekt

 



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