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| Fachabteilungen entscheiden
über neue SAP-Projekte |
| (März
2007) |
Inhalt dieses
Artikels:
Entscheidungen der Fachabteilung
wichtiger als IT-relevante Auslöser | Stärkere
Nachfrage nach höherwertigen SAP-Services | Steigende
Anforderungen an die SAP-Dienstleister |
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| Quelle: S@pport, Ausgabe 01-02_2007
IT-Leiter und Chief Information Officers (CIOs) bekommen oft
den Kostendruck ihres Unternehmens zu spüren und werden zur
Konsolidierung der IT gedrängt. Im Falle von SAP-Systemen wird
jedoch investiert, anstatt gespart. Dabei sind es überwiegend
die Fachabteilungen, die den CIOs nicht nur Anstoß für
neue (SAP-)Projekte geben, sondern von denen zunehmend auch die
Finanzierung solcher Projekte stammt. Dies belegt die aktuelle TechConsult-Studie
"SAP Services 2006 – Neue Herausforderungen für
Anbieter von SAP-Dienstleistungen" wie S@pport, das Spezial-Magazin
für SAP-Anwender, berichtet.
"Vordergründig nennen uns die IT-Leiter häufig technologische
Auslöser für konkrete Projekte im SAP-Umfeld. Hintergründig
steht jedoch die Kostenentwicklung in den Fachabteilungen als Auslöser
für Veränderungen bei den SAP-Usern. Dieser Trend ist
seit einigen Jahren zu beobachten, aber in dieser Deutlichkeit noch
nicht dokumentiert worden", erklärt Denis Mrksa, Analyst
des Marktforschungs- und Analystenhauses TechConsult. Um die Nachfrage
und die Bedeutung von SAP-Services in Deutschland zu untersuchen,
hat TechConsult im vierten Quartal 2006 insgesamt 200 deutsche Anwenderunternehmen
ab 250 Mitarbeiter unter anderem zum Fremdbezug von SAP-Dienstleistungen
und zu den Anforderungen an Anbieter in diesem Bereich befragt.
Darüber hinaus analysierten die Marktbeobachter Anwenderstrategien
im Umfeld von SAP-Lösungen. |
| Entscheidungen
der Fachabteilung wichtiger als IT-relevante Auslöser |
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Bei der Frage, welche konkreten Anlässe als Auslöser
für SAP-Projekte gelten, liegen die Entscheidungen der Fachabteilung
und die rein IT-bezogenen Anlässe, wie z.B. die Integration
von Altsystemen, mit je über 40 Prozent weit vor allen anderen
Beweggründen. Vergleichsweise nur 12 Prozent der in der Studie
befragten Unternehmen gaben an, dass die Auslagerung von Anwendungen
Anlass für eine Veränderung der SAP-Systeme sei. Wurden
die IT-Entscheider nach der Relevanz der jeweiligen Auslöser
für Projekte im Umfeld von SAP-Lösungen gefragt, waren
allerdings die Entscheidungen der Fachabteilungen wichtiger als
die IT-relevanten Impulse. Die Ursachen sind vor allem die stagnierenden
Budgets der IT-Abteilungen bzw. Rechenzentren, die nur wenige Mittel
für neue Projekte freilassen. Daher kommen mittlerweile nicht
nur die Anforderungen nach neuen Projekten aus den Fachabteilungen,
sondern auch deren Finanzierung.
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| Stärkere
Nachfrage nach höherwertigen SAP-Services |
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Die schon seit Längerem zu beobachtende Diskrepanz zwischen
Anforderungen der Fachabteilungen und Leistungen der IT-Abteilungen
in vielen Unternehmen bleibt auch nicht ohne Konsequenz für
die externen Berater. Der Trend geht immer stärker in Richtung
höherwertiger Dienstleistungen wie IT-Strategie-, IT-Architektur-
und Geschäftsprozessberatung. Dabei erwarten SAP-Anwender
von den Serviceanbietern hochwertige, innovative und maßgeschneiderte
Dienstleistungen, um entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette
besser aufgestellt zu sein. "Ein Ergebnis der TechConsult-Untersuchung
ist, dass vor allem die strategischen und die IT-Architektur-bezogenen
Services nachgefragt werden", zitiert Analyst Mrksa aus der
Studie. "Jeweils rund 40 Prozent der Unternehmen kaufen so
genannte 'Strategic Consulting' und 'Solution Delivery Services'
bei den SAP-Beratern ein. Der Bedarf wird in den nächsten
zwei Jahren über alle Branchen und Unternehmensgrößen
noch etwas zunehmen."
Die Gründe für die wachsende Nachfrage sind in den hohen
Anforderungen zu sehen, für die sich die Anwender nicht gewappnet
fühlen. Dazu gehört beispielsweise auch, dass die Anwender
den Nutzen der Systeme erhöht sehen wollen. "Die steigenden
Anforderungen zeigen sich in allen SAP-relevanten Gebieten, wie
IT-Landscape-Optimierung, Konsolidierung, Integration, Infrastrukturdesign,
Support und Wartung der Systeme sowie im Applikationsmanagement",
meint Mrksa. Die Wirtschaftlichkeit der bestehenden Systeme ist
ein weiterer Punkt, der auf der Agenda der SAP-Anwender ganz oben
steht. Bei vielen Systemen werden hierzu Vorschläge zur Optimierung
seitens der Berater erwartet. Des Weiteren sind die Nutzenausweitung
bestehender SAP-Lösungen sowie die Kompensation fehlenden
SAP-Know-hows durch externe Berater wichtige Gründe für
mehr SAP-Consulting.
Bei den wenigen Fällen, die ihre Beratungsnachfrage senken,
ist mit 55 Prozent der Nennungen die Kosteneinsparung der wesentliche
Grund gegen mehr externe SAP-Beratung. "Interessant ist, dass
das Management nur im Einzelfall den Ausschlag gibt, die Kosten
für die SAP-Beratung zu senken. Die Initiative zur Kostensenkung
bei den Beratungsleistungen geht in der Regel von der IT-Abteilung
aus", beschreibt Denis Mrksa die Untersuchungsergebnisse.
Dies unterstreiche die Bedeutung der betriebsrelevanten Dienstleistungen
und den Stellenwert der SAP-Systeme im Gesamtblick auf das Unternehmen.
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| Steigende
Anforderungen an die SAP-Dienstleister |
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Von Anwenderseite her steigen die Anforderungen an die SAP Service
Provider mit den Ansprüchen an die zeitökonomische Realisierung
von Projektschritten, den technologischen Entwicklungen rund um "SAP
NetWeaver" und "SAP ERP 2005" sowie der zunehmenden
Nachfrage nach Integration von SAP- und Non-SAP-Anwendungen.
Das bedeutet für die Serviceanbieter, dass in erster Linie
die Anforderungen an ihr Technologie-Know-how zunehmen. Darüber
hinaus wird laut TechConsult-Untersuchung von den SAP-Beratern
Branchenkompetenz und ein Engagement zur Steigerung der Projektqualität
erwartet. Viele Anwender wünschen sich der Studie nach auch
einen stärkeren Know-how-Transfer innerhalb von Projekten – "wobei
dieses Ziel natürlich mit denen eines Dienstleisters in der
Regel kollidiert", ergänzt Analyst Mrksa. (ap)
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Nähere Informationen in der Ausgabe 01-02_2007 von S@PPORT .
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