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Von der Armbanduhr bis zum Supercomputer
IBM forciert Linux
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(Februar 2001)
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"Linux gewinnt immer mehr Marktanteile und entwickelt sich
zunehmend zu einem Standardbe-triebssystem. Daher ist es wichtig,
dass sich Entwickler in der IT-Branche mit neuen Anwendungen, basierend
auf dem frei verfügbaren Betriebssystem beschäftigen,
um es für alle Hardwareplatt-formen anbieten zu können."
Soweit die Aussagen der IBM-Forschung, die zu einem ähnlichen
Ergebnis kommt wie eine GULP-Marktanalyse.
IBM trägt kräftig dazu bei, den Aufwind von Linux zu fördern.
"Der Vorteil des Betriebssystem Linux liegt in der Verfügbarkeit
des Quellencode und der transparenten Anwendungsprogrammier-umgebung.
Damit wird es Studenten, Wissenschaftler und Softwareunternehmen
wesentlich erleichtert, neue Funktionen hinzuzufügen und weitere
Anwendungen zu entwickeln", bekennt sich das Unternehmen zum
Pinguin-Betriebssystem.
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| Linux am Arm: die
IBM-Forschung zeigt die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten
des Betriebssystems auch bei kleinen Geräten |
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IBM Forscher haben erfolgreich Linux und X11 (eine gängige
Grafikbibliothek) in einem Gerät implementiert, das die Größe
einer Armbanduhr hat. Damit konnten sie erstmals die Einsatzfähigkeit
dieses Betriebssystems auf allen Plattformen demonstrieren - angefangen
von großen Enterprise Servern über kleine und mittlere
Server, Workstations, Desktop-Systeme, Laptops und jetzt auch kleinste
intelligente Geräte.
Die "Smart Watch", ein Konzept für die drahtlose
Kommunikation mit PCs, Mobiltelefonen und anderen drahtlosen Geräten
wird in der Lage sein, komprimierte E-Mails anzuzeigen und pager-artige
Nachrichten direkt zu empfangen. Außerdem werden dem Benutzer
ein Kalender, ein Adressbuch sowie ein elektronischer Merkzettel
zur Verfügung stehen. Zukünftige Erweiterungen umfassen
eine hoch auflösende Anzeige und Anwendungen, mit denen die
Uhr als Zugangseinheit für verschiedene Internet-basierte Services
eingesetzt werden kann: Beispielsweise aktuelle Wetterinformationen,
Verkehrsmeldungen, Börsennachrichten und Sportergebnisse.
Die Uhr enthält einen leistungsfähigen Prozessor, acht
MB Flash-Speicher sowie weitere acht MB DRAM-Speicher. Die Benutzer
interagieren mit der Uhr durch eine Kombination von berührungsempfindlicher
Anzeige und einer Art Krone, wie man sie auch von herkömmlichen
Uhren kennt. Weiterhin verfügt sie über eine Infrarot-
und Hochfrequenzschnittstelle.
Zu den von IBM entwickelten Technologien für diese Art von
Geräten gehören das sogenannte Packaging, Displays, Prozessoren,
Verschlüsselungstechnologien, energiesparende Systeme, Software-
Protokolle für den drahtlosen Austausch von Informationen,
Benutzerschnittstellen, die Weiterentwicklung von Systematiken zum
Thema Datenschutz, Middleware und Anwendungen. Geräte, die
diese Technologien nutzen können, sind PDAs (Personal Digital
Assistants) sogenannte Palmtops, "Smart Identification Badges"
(intelligente Erkennungsmarken) und andere tragbare Geräte.
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| Supercomputer powered
by Linux |
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Den größten Supercomputer der Welt, der Linux als Betriebssystem
nutzt, wollen Shell und IBM gemeinsam entwickeln. Auf dem "gigantischen
Rechner" (IBM) wird der Shell Geschäftsbereich International
Exploration & Production seismische und geophysische Anwendungen
betreiben. Der Computer soll einen beträchtlichen Beitrag leisten,
um die Forschungsinitiativen zur Erdölförderung von Shell
voranzutreiben.
Der Supercomputer wird aus 1024 IBM "@server xSeries"
bestehen, die in 32 Racks zusammengefasst sind und alle unter Linux
laufen. Der Rechner wird die Daten auswerten, die Shell in Versuchen
ermittelt, und so dazu beitragen, neue Methoden für die Erdölförderung
zu entwickeln.
"Dass Shell sich für einen IBM Supercomputer unter Linux
für diese Aufgabe entschieden hat, beweist, dass das Betriebssystem
an Boden gewinnt", stellt Irving Wladawsky Berger, IBM Vice
President für Technologie und Strategie fest. "Hier zeigt
sich, dass Linux so skalierbar ist, dass es sogar den rechenintensivsten
Anforderungen der fortschrittlichsten Aufgaben des Supercomputing
gerecht wird."
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| Weltweite Support-Vereinbarung |
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Die IBM Global Services unterstützt professionelle Anwender
mit einem umfassenden Portfolio an technischen Dienstleistungen
für das Open Source-Betriebssystem Linux. Dadurch ermöglicht
IBM die effiziente Nutzung von Linux als Basis für Serverdienste.
Durch eine weltweit gültige Vereinbarung zwischen dem IBM Global
Service und der Nürnberger SuSE Linux AG sei sichergestellt,
- so IBM - dass die Kunden auch bei besonders komplexen Linux-Fragen
z. B. auf Sourcecode-Ebene - umgehend qualifizierte Antworten erhalten.
Wer bei Microsoft sein Brot verdient, muss das alles ganz anders
sehen. "Der Linux-Boom ist zu Ende." Das meint zumindest
Doug Miller, Microsofts Group Product Mangager for Competitive Strategies.
Seiner Meinung nach fehlen dem Betriebssystem notwendige Funktionen
für Business-Anwendungen und außerdem sei das Geschäftsmodell
langfristig nicht haltbar.
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