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Information Lifecycle Management (ILM)
entlastet SAP-Datenbanken
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(März 2006)
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Inhalt dieses Artikels:
Archivierungskonzept bringt Vorteile
| Archivierung im Rahmen eines
ILM-Konzepts | Archivierungshardware
für die SAP-Umgebung | Das
SAP-Archiv in der Praxis |
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| Egal ob durch unternehmensinterne E-Mails
oder bildgebende Verfahren in der Forschung – eines bewirkt
der technologische Fortschritt in fast allen Unternehmen: Die digitalen
Datenmengen steigen rasant. Zurückzuführen ist dies nicht
zuletzt auf neue gesetzliche Regularien zur Aufbewahrung von digitalen
Unterlagen, die in den letzten Jahren erlassen wurden. Unternehmen
müssen zum Beispiel gemäß den Richtlinien zur digitalen
Buchprüfung (GDPdU) umsatzrelevante Daten teilweise bis zu
zehn Jahre aufbewahren. Das gilt unter anderem für Jahresabschlüsse
und Buchungsbelege.
Wie können Unternehmen diesem Datenwachstum Herr werden? Wie
können sie ihre SAP-Umgebung so präparieren, dass sie
auch in Zukunft ohne Performanceverluste und Ausfallzeiten große
Datenvolumen bewältigt? Die effiziente Verwaltung von Informationen
wird mehr und mehr zur unternehmenskritischen Aufgabe. Lösen
lässt sich diese mit Hilfe eines Archivierungskonzepts für
SAP-Landschaften, das auf einer Information Lifecycle Management
(ILM)-Strategie basiert wie das Spezial-Magazin S@pport in seiner
aktuellen Doppelausgabe Nr. 1/2-2006 berichtet.
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| Archivierungskonzept
bringt Vorteile |
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| Eine frühzeitige und strukturierte
Archivierung der SAP-Daten verhindert, dass SAP-Datenbanken permanent
erweitert werden müssen. Das Ergebnis ist eine geringere Belastung
des gesamten Systems. Wird die Datenbank weniger beansprucht, steigt
die Performance und die vorhandene Hardware stößt nicht
so schnell an ihre Kapazitätsgrenzen. Außerdem ist damit
der Datenbestand im Produktivsystem in der Regel kleiner. Das vereinfacht
die Systemwartung und sorgt für weniger Ausfallzeiten. Somit
ist eine hohe Verfügbarkeit der Daten gewährleistet. Der
schnelle Zugriff auf Daten kann einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil
bedeuten, denn die Mitarbeiter verbringen einen erheblichen Teil
ihrer Arbeitszeit mit dem Erfassen, der Ablage und vor allem mit
der Suche nach Unterlagen beziehungsweise Dokumenten. Unter Zeitdruck
werden bei der Ablage und der Verwaltung der Dokumente dann häufig
Fehler gemacht. Die Folge: Die Mitarbeiter brauchen immer mehr Zeit,
um die für die laufenden Geschäftsprozesse benötigten
Dokumente zu finden.
Durch zuverlässige Archivierung der Dokumente und eine Verknüpfung
mit den jeweiligen SAP-Belegen können Unternehmen dem oben
genannten Phänomen vorbeugen. Allerdings muss die Gesamtlösung
für die SAP-Archivierung bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
Dazu gehört unter anderem eine logische und sichere Archivierung
durch Indexübernahme aus dem SAP-System. Außerdem sollten
sich die SAP-Dokumente effektiv in Workflow-Szenarien wie beispielsweise
die Prüfung von Lieferantenrechnungen oder Bestellungen einbinden
lassen.
Die Daten- und Revisionssicherheit durch die Archivierung auf sicheren
Datenträgern ist ein ebenso wesentlicher Bestandteil einer
solchen Lösung wie flexible Zugriffsmöglichkeiten auf
die Dokumente über Web Browser, E-Mail oder auch via Public-Folder-Technologie.
Wenn das System außerdem Zusatzfunktionen für das Auffinden
von Dokumenten bietet, profitieren die Anwender von wesentlich mehr
Transparenz und schnellerem Zugriff auf geschäftskritische
Dokumente. Setzt das Unternehmen auf eine umfassende ILM-Strategie,
ermöglicht dies außerdem den Zugriff auf archivierte
Daten vom Produktivsystem aus. |
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| Archivierungshardware
für die SAP-Umgebung |
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| Ohne Hardware funktioniert die beste
Archivierungsstrategie nicht. Intelligente Storage-Tools, mit denen
sich Daten automatisiert von teuren Online-Speichern auf Langzeit-Archivierungslösungen
verteilen lassen, gehören zwingend dazu: Diese Automatisierung
sorgt dafür, dass das Produktivsystem und die Datenbank in
der SAP-Umgebung konsequent entlastet werden. Auf diese Weise lässt
sich nicht nur die Hochverfügbarkeit sichern.
Im Hinblick auf die Administrationskosten gibt es einen interessanten
Lösungsansatz für die Archivierung: Er basiert auf dem
zukunftsweisenden Grid-Modell. Bei den Storage Grids handelt es
sich um eine modular aufgebaute Speicher-Infrastruktur. Dadurch
kann die Hardware nicht nur mit der Datenmenge wachsen, ohne dass
sich der Administrationsaufwand und die damit verbundenen Kosten
erhöhen. Vielmehr verfügen die einzelnen Knoten des Grids
über eine eigene Intelligenz. IT-Verantwortliche können
ihnen somit Funktionen wie zum Beispiel für das Suchen und
Finden von Daten zuweisen. Das ermöglicht einen relativ schnellen
Zugriff auf das Archiv. Solche Systeme finden beispielsweise in
Millionen von E-Mails die gewünschten Informationen innerhalb
von drei bis fünf Sekunden. Und zwar mittels einer Volltextsuche
sowohl in den E-Mails als auch in den angehängten Dokumenten.
Geeignete Medien für die längerfristige Archivierung
sind unter anderem CD und DVD. Diese optischen Medien sind günstig
und bieten die vom Gesetzgeber geforderten WORM (Write Once Read
Many)-Funktionalitäten. Sie sind allerdings nicht unbegrenzt
haltbar. Für Daten, die fünf Jahre und länger archiviert
werden sollen, sind deshalb magneto-optische Medien, wie die auf
der UDO (Ultra Density Optical)-Technologie basierenden Jukeboxen,
vorzuziehen. Sie lassen sich ebenfalls nur einmal beschreiben. Darüber
hinaus gibt es WORM-Funktionalität mittlerweile für Band-
und auch Festplattenspeicher, so dass sich auch diese Medien für
die Archivierung eignen.
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| Das
SAP-Archiv in der Praxis |
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| Ob im Rahmen eines ausgefeilten ILM-Konzeptes
oder als allein stehende Archivlösung: Bei der Umsetzung des
Archivierungskonzeptes sind einige wesentliche Punkte zu beachten.
Zunächst müssen IT-Verantwortliche – möglicherweise
mit Unterstützung von externen Dienstleistern – die Datenquellen
und den Datenumfang analysieren. Das sollte stets unter der Prämisse
der Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler
Unterlagen (GDPdU) geschehen. Auf Basis dieser Analyse ist dann
ein individuelles Archivierungskonzept zu entwickeln, das vor allem
auch die korrekte Aufbewahrung der steuerrechtlich relevanten Daten
und den Systemzugriff durch den Steuerprüfer gewährleistet.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Abstimmung mit den Fachabteilungen,
die ihre individuellen Anforderungen bedarfsgerecht abgebildet haben
möchten. Deshalb müssen sich IT-Verantwortliche und Vertreter
der Abteilungen (Key User) schon in einer frühen Konzeptionsphase
gemeinsam an den Tisch setzen. Nur dann lassen sich die Lebenszyklen
von einzelnen Dokumenten festlegen und eine sinnvolle Archivierungslösung
aufsetzen.
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Autor: Dr. Klaus von Hochmeister
Nähere Informationen in der Ausgabe 1/2-2006 von S@PPORT
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Der Verlag GmbH behält sich alle Rechte am Artikel vor. ©
2006 MarkIT Communication
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