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Neues patentiertes "Schleusen"-System wehrt Hacker ab

Sicherer als Firewalls

(Februar 2001)
 

Wissenschaftler des mit der Fraunhofer-Gesellschaft verbundenen Trierer Instituts für Telematik haben ein System entwickelt, das firmeninterne Computer im Internet sicherer vor unberechtigten externen Zugriffen schützt als sogenannte Firewalls. Für seine Erfindung erhielt das 25-köpfige Forscherteam um Institutsleiter Professor Christoph Meinel jetzt Patentschutz. Die "Lock-Keeper" genannte Schleusenlösung legt Hackern dadurch wirksam das Handwerk, dass niemals eine direkte physikalische Verbindung des firmeneigenen Netzes mit dem Internet zugelassen wird.

Prof. Meinel: "Die Firewalls trennen das interne Rechnernetz eines Unternehmens nicht von der Außenwelt, sondern analysieren und filtern lediglich die übermittelten Datenpakete". Nach den Worten des Trierer Telematik-Professors ist es deshalb nicht auszuschließen, dass durch Softwarefehler, mangelnde Kenntnisse des Bedienungspersonals oder fehlerhafte Konfiguration die Firewalls in ihrer Schutzfunktion beeinträchtigt oder sogar außer Kraft gesetzt werden.

"Unternehmen mit enorm hohen Sicherheitsbedürfnissen wie z.B. Banken wollen mit diesem Restrisiko nicht leben. Unser patentiertes Schleusen-System blockt deshalb alle Online-Attacken auf ein internes Rechnernetz durch physikalische Sicherheitsvorkehrungen hundertprozentig ab", erklärt Prof. Meinel. Das in seinem Institut entwickelte neue Verfahren sorgt dafür, dass die zwischen einem Firmen-Intranet und dem Internet übermittelten Daten eine Schleuse passieren müssen. Je nach Zustand der "Tore" findet der Informationsaustausch nur jeweils mit einem der Rechner statt. Das wird physikalisch sicher gestellt. Während des Aufenthalts in der Schleuse können die Daten je nach den Sicherheits-erfordernissen der Firma überprüft werden.

Prof. Meinel: "Die "Lock-Keeper"-Lösung ist preiswert und einfach zu konfigurieren. Sie erlaubt es auch solchen Unternehmen, die auf höchstmögliche Sicherheit bedacht sind, ihre Rechner ins Internet zu integrieren. Der bisher übliche aufwendige Datentransport per Speichermedien kann aufgegeben werden". Premiere des neues Sicherheitsschleusensystem ist zur CeBIT 2001.

 



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