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| Der Weg ist das Ziel: Zur
Integration von "Microsoft Project" mit SAP
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(Juli 2005)
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| Inhalt dieses Artikels:
Stammdaten
verwalten | Planung und Budgetierung
| Rückmeldung |
Integration über "TPG
PSLink" und "ResourceLink"
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| Dem Wunsch einer Integration von Microsoft Project
und SAP gehen üblicherweise Prozess- und Rollenüberlegungen
voraus, die diese Kombination als eine optimale Lösungsmöglichkeit
des Enterprise Project Management herausstellen. In der jüngsten
Ausgabe des Spezial-Magazins S@PPORT werden die geschäftsbezogenen
Überlegungen beleuchtet:
Die Strukturierung eines Projektes aus Sicht der Projektabwicklung
ist nicht immer kongruent mit der Sichtweise des Controllings. Während
Projektleiter eher eine phasen- oder funktionsorientierte Vorgehensweise
anstreben, suchen Controller das Projekt in Kostenträger zu
gliedern und sind damit an einer objektorientierten Hierarchie interessiert.
Im Angelsächsischen wird diesbezüglich gerne zwischen
der work und cost breakdown structure unterschieden – zu deutsch:
Projektstrukturplan versus Kostenstrukturplan.
Hinsichtlich der Integration der beiden Tools würde der Strukturplan
aus SAP (PSP-Elemente) die Kostenträgerhierarchie abbilden.
Dieser Kostenstrukturplan muss aber auch in Microsoft Project zur
Verfügung stehen, so dass Kosten und Arbeit den Kostenträgern
zugeordnet werden können. Hierbei stehen zwei Möglichkeiten
zur Verfügung:
| 1. |
Der SAP-Strukturplan entspricht den höheren Gliederungsebenen
in Microsoft Project. Dabei definieren Projektleiter ihre Phasen
unterhalb der Controlling Strukturobjekte. Beispiel: Auf den
obersten Ebenen ist ein Projekt in Objekte wie Hardware, Software,
Elektronik etc. unterteilt; darunter erzeugen Projektleiter
ihre Phasen (Konzeption, Engineering, Entwicklung, Test etc.).
Dieses Vorgehen birgt aber den Nachteil von Redundanzen, da
Phasen für gewöhnlich objektübergreifend sind.
In vielen Fällen ist das aber ein adäquater Ansatz. |
| 2. |
Der SAP-Strukturplan ist vollkommen unabhängig von der
Microsoft Project- Gliederung. Er wird nicht über Microsoft
Project-Sammelvorgänge abgebildet, sondern über ein
benutzerdefiniertes Microsoft Project-Gliederungscodefeld. Somit
entsteht eine Art Metaebene, die es Projektleitern ermöglicht,
ihren Strukturplan nach Belieben zu gestalten und den Vorgängen
SAP-Strukturelemente zuzuweisen. Der Ansatz hat zwar die höchste
Flexibilität, erfordert aber auch mehr Standards für
die Strukturierung der Projekte aus Kosten- und Arbeitssicht
sowie die Disziplin bei den Projektleitern, Kostenzuordnungen
korrekt und vor allem "wirklich" vorzunehmen. |
Die Schnittstelle muss in der Lage sein, beide Herangehensweisen
zu unterstützen.
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| Stammdaten
verwalten |
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Das richtige Werkzeug für die Verwaltung von Projektstammdaten
hängt von der Zuordnung zum Zuständigkeitsbereich der Projektbeteiligten
ab. Hier geht es insbesondere um Controllingdaten zu PSP-Elementen
wie Buchungskreis, Werk, Profitcenter etc.. Als erstes stellt sich
die Frage, wo und von wem diese angelegt und welche Stammdaten in
welchem System nachgepflegt werden. Hierbei finden sich unterschiedliche
Ausprägungen in der Praxis – etwa Anlegen der Strukturen
in Microsoft Project, Synchronisation nach SAP, Erfassen weiterer
Stammdaten in SAP und Synchronisation dieser Daten nach Project.
Für gewöhnlich obliegt die Verwaltung der Stammdaten
nicht nur einem der beiden Werkzeuge. Die Schnittstelle muss in
der Lage sein, das führende System auf Feldebene festzulegen,
um den unterschiedlichen Anforderungen von Unternehmen gerecht werden
zu können.
Neben den Projektstammdaten gilt es auch, die Ressourceninformationen
des Microsoft Project Enterprise Resource Pools mit SAP synchron
zu halten. Im Gegensatz zu Projektstammdaten geht es hier aber um
die Synchronisation in nur eine Richtung – von SAP nach Microsoft
Project. Dazu gehört sowohl das Anlegen neuer Mitarbeiter beziehungsweise
Deaktivieren nicht mehr verfügbarer Personen aus "SAP
HR" als auch die Aktualisierung von deren Daten, die später
für die Planung benötigt werden. Wichtige Felder in diesem
Zusammenhang sind etwa die zugehörige Organisationseinheit,
Kostenstelle, Leistungsart, Werk usw.
Bei strukturbezogenen Daten wie Organisationseinheiten oder Skills
muss die Schnittstelle in der Lage sein, diese Metastrukturen in
Ressourcen-Enterprise-Gliederungscodefeldern abzubilden und aktuell
zu halten. Speziell das letzte Gliederungscodefeld, das den Namen
RSP trägt (Ressourcen Strukturplan), sollte die Organisation
aus SAP widerspiegeln, da Microsoft Project diese Hierarchie für
die Berechtigungen auf Projekte und Ressourcen nutzen kann.
Neben Personen aus HR ist es auch denkbar, SAP-Arbeitsplätze
oder Kombinationen aus Kostenstellen/Leistungsarten als Microsoft
Project-Ressourcen zu importieren. Das ist vor allem für Unternehmen
wichtig, die kein HR haben und/oder Buchungen auf dieser Ebene benötigen.
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| Planung
und Budgetierung |
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| Ähnlich wie für Projektstammdaten ist die
Verwaltung und Steuerung von Bewegungsdaten nicht a priori in einem
der beiden Systeme zu suchen. In vielen Anwendungsfällen wird
die Planung der Arbeit in Microsoft Project vorgenommen, während
Primärkosten im SAP-System gepflegt werden. Dabei sollte man
aber den Rollenbezug nicht aus den Augen verlieren: Zeichnet der Projektleiter
verantwortlich für die Primärkostenplanung seines Projektes,
so muss er diese auch in Microsoft Project durchführen können.
Ein aufgabenbezogener Tool-Wechsel ist weder effizient noch Akzeptanz
fördernd.
Des Weiteren stellt sich die Frage der Detailliertheit dieser Daten.
Während der Projektleiter in seinem prozessorientierten Denken
die Arbeit und Kosten auf Vorgangsbasis plant und überwacht,
reicht in SAP die Zuordnung zu Controllingindikatoren wie Kostenstellen,
Kostenträger etc. Aus diesem Grund muss die Schnittstelle die
Möglichkeit bieten, Daten nach beliebig konfigurierbaren Faktoren
zu aggregieren, um diese in das SAP-System zu übertragen.
So wird etwa die Arbeit der Ressourcen auf eine Kombination von
PSP-Element, Kostenstelle und Leistungsart pro Fiskaljahrperiode
verdichtet und in die SAP-Leistungserfassung übertragen. Die
Verdichtungskriterien stellen dabei Microsoft Project-Vorgangs-
und Ressourcenfelder dar, die im Rahmen der Stammdatenpflege die
erforderlichen SAP-Informationen enthalten müssen.
Anders als die Planung, findet die Budgetierung von Projekten normalerweise
in SAP statt. Bezogen auf die Schnittstelle liefert Microsoft Project
einerseits den planerischen Input für die Budgetbestimmung
und -erteilung, zum anderen müssen die in SAP genehmigten Budgetwerte
wieder in das Microsoft Project-Projekt übertragen werden,
um die Budgetverfolgung zu ermöglichen.
In den meisten Anwendungsfällen verwendet SAP eine geringere
Detaillierung als Microsoft Project, sodass die Budgets auf der
Ebene von Sammelvorgängen, die PSP-Elementen entsprechen, oder
sogar auf Gesamtprojektebene importiert werden. Für die Budgetüberwachung
ist das normalerweise ausreichend. |
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| Rückmeldung |
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Rückmeldung in
Projekten und allgemeine Zeitrückmeldung haben gemeinsam zum
Ziel, die geleistete Arbeit von Mitarbeitern aufgabenbezogen zu
erfassen. Die Projektrückmeldung interessiert sich aber darüber
hinaus für den Fortschritt der Projekte. Ein wichtiger Faktor
zur Fortschreibung von Projektvorgängen ist der ETC (Estimated
To Completion), also die Angabe der Restarbeitszeiten – ein
Wert, der sich auf die Gesamtarbeit (EAC = Estimated At Completion)
und die geschätzten Fertigstellungstermine von Projektvorgängen
auswirkt.
In einer Konstellation bestehend aus verschiedenen Rollen und Tools
ist die optimale Vorgehensweise für den Rückmeldeprozess,
der noch dazu Projekte und Nicht-Projekttätigkeiten umfasst,
keine leicht zu lösende Aufgabe. Die Fragen, die sich hierbei
stellen, lauten:
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Wie kann Mitarbeitern ein Tool für die Rückmeldung
geboten werden? |
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Wie lässt sich die Projektüberwachung mit ETC-Daten
sicherstellen? |
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Was muss die Projektplanung berücksichtigen hinsichtlich
der Rückmeldeanforderungen? |
Generell können für die Rückmeldung sowohl "Microsoft
Project Web Access" (PWA) als auch SAP-Tools wie „CATS“
(Cross Application Time Sheet) eingesetzt werden. PWA eignet sich
vor allem für vorgangsnahe Zeiterfassung, bei der eine Vorgangsplanung
auf Personenebene vorausgesetzt wird. Projektfremde Tätigkeiten
müssten dabei in gesonderten Projekten (etwa Administrationsprojekte)
erfasst werden, so dass auf diese auch zurückgemeldet werden
kann.
Oft werden aber projektunabhängige Aufgaben im SAP-System
über Aufträge zugewiesen ("CO"-Innenaufträge,
"SD"-Aufträge etc.), auf die dann auch gebucht werden
soll. Daher liegt der Gedanke nahe, die Zeiten über CATS zu
erfassen, um eben Projekten und Nicht-Projekten mit einer Oberfläche
besser Rechnung zu tragen. Beide Tools – CATS und PWA –
haben ihre Vor- und Nachteile, auf die hier nicht im Detail eingegangen
werden soll. Die bessere Lösung ist situationsbedingt zu bestimmen.
Für die Integration ist es dabei wichtig, wie die Daten in
das jeweils andere System gelangen. Werden sie in Microsoft Project
erfasst, kann die Schnittstelle die Daten verdichten (etwa auf Personalnummer,
Auftrag, Kostenstelle usw.) und diese nach CATS weiterreichen oder
über die Leistungsverrechnung direkt in das SAP-System einspeisen.
Dabei muss SAP nicht dieselbe Detaillierungstiefe haben wie Microsoft
Project.
Wird dagegen in SAP zurückgemeldet, so stellt sich die Frage,
in welcher Detaillierungsebene gebucht wird und ob auch Restarbeit
erfasst wird. Ein häufiger Use Case ist der, dass in SAP wenig
Details benötigt werden (also etwa keine Netzplanvorgänge)
und gemäß der Zuordnung von Kostenstellen und Leistungsarten
auf Aufträge bzw. PSP-Elemente gebucht werden soll. Diese Tatsache
lässt sich normalerweise nicht mehr auf Microsoft Project-Einzelvorgänge
herunter brechen. Für die Überwachung der Projekte ist
es aber oft ausreichend, diese Informationen in Benutzerfelder auf
der Ebene von Sammelvorgängen zu erhalten, die den "SAP
PSP"-Elementen entsprechen. Die Diskussion der Abweichungen
im Detail ist dann Sache der Projektteams. |
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| Integration
über "TPG PSLink" und "ResourceLink" |
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Die hier beschriebenen betriebswirtschaftlichen Überlegungen stellen einige
der wichtigsten Grundlagen der Entwicklung von TPG PSLink und TPG
ResourceLink dar. Während TPG ResourceLink die Aktualisierung
der Ressourcenstammdaten sicherstellt (nicht nur aus SAP), konzentriert
sich TPG PSLink auf die Synchronisation zwischen Microsoft Project
und SAP PS und CO. Das umfangreiche Konfigurationsinstrumentarium
von PSLink ermöglicht es, unterschiedlichste Anwendungsfälle
abzubilden. Die in diesem Artikel aufgeworfenen Fragestellungen
lassen sich damit kundenbezogen konfigurieren. |
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