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| Eine
offene Integrationsplattform |
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In der Welt des E-Business und der firmenübergreifenden Vernetzung
stehen die meisten Unternehmen vor der Herausforderung, Lösungen
verschiedener Anbieter - die sich oftmals seit Jahren bewährt
haben - miteinander zu integrieren. Zwar mag sich ein Unternehmen
bei der Einrichtung seiner eigenen Systemlandschaft auf ein einheitliches
Produktpaket beschränkt haben, doch mit großer Wahrscheinlichkeit
verwenden die Geschäftspartner Lösungen anderer Hersteller.
Für die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit über
das Internet bietet SAP mit mySAP Technology eine Infrastruktur
an, die auf offenen Internet-Standards basiert. Die Plattform erlaubt
es, Anwendungen und Internetdienste (Web-Services) - und damit Funktionalitäten
- beliebiger Anbieter in jede Systemlandschaft zu integrieren.
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| Integration
aus betriebswirtschaftlicher Sicht |
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mySAP Technology ist die technische Basis der mySAP.com-Lösungen.
Die Architektur von mySAP Technology gestattet es, sowohl Lösungen
von Drittanbietern miteinander zu verknüpfen wie auch mit mySAP.com
zu integrieren. Zu diesem Zweck erfasst mySAP Technology das gesamte
Kooperationswissen, das für integrierte, firmenübergreifende
Geschäftsprozesse benötigt wird (zum Beispiel Informationen
über Schnittstellen, Internetdienste oder Geschäftsprozesse)
zentral in gemeinsam genutzten Repositories.
Die zentrale Verwaltung der einzelnen Elemente wie Internetdienste,
Komponenten oder der Kommunikationsregeln für das Mapping,
erleichtert die Zusammenarbeit aus Prozesssicht, da alle Beteiligten
auf die Informationen zugreifen können, ohne sich mit der zugrunde
liegenden Technologie auseinander setzen zu müssen. Des weiteren
stellt mySAP Technology eine einheitliche, auf Messaging basierende
Infrastruktur für die unternehmensinterne und -übergreifende
Integration bereit.
Dieser zweifache Ansatz - gemeinsames Kooperationswissen sowie eine
auf Messaging basierende Integration - erlaubt es Unternehmen, die
gewünschten Internetdienste problemlos zu konzipieren, zu realisieren,
aufzurufen und zu kombinieren. Auch lassen sich Integrationsszenarien
aus betriebswirtschaftlicher Sicht einführen, da mySAP Technology
durch Abstraktion der zugrunde liegenden Technologie die Integration
auf einer Metaebene durchführt. Durch Konzentration auf das
gemeinsame Verständnis der Rolle des Anwenders und die Bedeutung
der angezeigten Informationen, können die Mitarbeiter wesentlich
einfacher zwischen den Anwendungen navigieren und somit effektiver
firmenübergreifend zusammenarbeiten.
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| Die
Bausteine von mySAP Technology |
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Die Bausteine von mySAP Technology
bilden erstens der Web Application Server, der innerhalb
eines realen wie auch eines virtuellen Unternehmens
Internetdienste bereitstellt, zweitens eine Exchange-Infrastruktur
für die prozessorientierte Kooperation sowie drittens
eine Portalinfrastruktur für die anwenderorientierte
Kooperation. Sowohl die Portal- als auch die Exchange-Infrastruktur
stellen Technologien bereit, die einen Zugriff über
das Internet ermöglichen und durch die sich heterogene
Anwendungskomponenten verschiedener Anbietern integrieren
lassen.
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| 1.
Web Application Server |
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Der Web Application Server ist eine skalierbare Technologiekomponente,
die als Grundlage aller E-Business-Lösungen von mySAP.com dient.
Er unterstützt die Entwicklung, Einführung und Bereitstellung
von Web-Applikationen und -Services. Daneben bietet der Web Application
Server bedienerfreundliche Web-Benutzeroberflächen für
betriebswirtschaftliche Web-Applikationen und stellt die Integration
und Konnektivität sowohl mit der Portalinfrastruktur als auch
mit der Exchange-Infrastruktur sicher.
Darüber hinaus bietet der Web Application Server eine homogene
Infrastruktur für J2EE (Java 2 Enterprise Edition)- und ABAP-Anwendungen.
Alle vorhandenen Business-Objekte und Schnittstellen lassen sich
sowohl in der J2EE- und ABAP-Umgebung nutzen. Das gleiche gilt für
neuentwickelte Anwendungen. Das erste, vollständig J2EE-kompatible
Release des Web Application Server ist für Ende des zweiten
Quartals 2002 geplant.
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| 2.
Exchange-Infrastruktur |
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Die Exchange-Infrastruktur gestattet eine offene, prozessorientierte
Integration in heterogenen Komponentenlandschaften. Die Fähigkeit,
gemeinsame betriebswirtschaftliche Semantik wie Integrationsszenarien,
Mappings, Routing-Vorschriften, Schnittstellen und Web-Services
auf der Grundlage offener Standards zu erfassen, zu speichern und
anzuzeigen, vereinfacht die Integration interner und externer Komponenten
wesentlich. Die Exchange-Infrastruktur nutzt dieses gemeinsame Kooperationswissen
und kann - indem sie als Vermittler zwischen den einzelnen Services
agiert - die Möglichkeit, Web-Services zu kombinieren, vollständig
ausschöpfen. Die Exchange-Infrastruktur basiert auf XML-Messaging
und enthält technische Funktionen wie Serviceerkennung, Queuing,
Mapping und Routing. Sie ermöglicht es ausserdem, Geschäftsprozesse
zu verwalten und performant auszuführen - sowohl innerhalb
der Unternehmensgrenzen als auch über die Unternehmensgrenzen
hinweg.
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| 3.
Portalinfrastruktur |
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Funktionen zur Zusammenführung von Anwendungen sowie zur Rollenverwaltung
liefern Anwendern die für sie relevanten Informationen, vereinfachen
die Navigation und ermöglichen so ein intelligenteres Arbeiten.
Den Schlüssel hierzu bildet die patentierte Technologie von
SAP Portals. Diese verknüpft über eine semantische Abstraktionsschicht
alle zugrunde liegenden Anwendungen miteinander. Auf diese Weise
entsteht eine virtuelle Metadatenschicht über alle Anwendungen
hinweg, die es den Anwendern erlaubt, auf Daten und Beziehungen
zuzugreifen.
Die "Web-Top"-Lösung vereinheitlicht Technologien
(Anwendungen, Data Warehousing) und Informationen (Text- und Internet-Inhalte)
und erlaubt es den Anwendern, in den verschiedenen Komponenten unterschiedlicher
Anbieter sowie in verschiedenen Web-Sites zu navigieren, als wären
diese Bestandteil einer einzigen logischen Anwendung, die für
einen bestimmten Anwender maßgeschneidert wurde.
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| Infrastrukturservices |
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Diese drei Elemente von mySAP Technology - Web Application Server,
Exchange-Infrastruktur und Portalinfrastruktur - sind durch Infrastrukturservices
ergänzt, die die Verwaltung komplexer Komponentenlandschaften
vereinfachen. Diese Services umfassen Sicherheitsverfahren, Funktionen
für die Globalisierung sowie die Verwaltung der IT-Landschaft.
Sie stellen eine zuverlässige Infrastruktur für erfolgsentscheidende
E-Business-Lösungen sicher.
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| Wirtschaftliche
Vorteile |
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Sich stetig ändernde Kundenanforderungen oder auch Fusionen
und Übernahmen erfordern eine kontinuierliche Anpassung der
Geschäftsprozesse sowie der zugrunde liegenden Infrastruktur.
Hierbei gilt es, den Aufwand niedrig zu halten. Die Flexibilität
von mySAP Technology gestattet es, Geschäftsprozesse schnell
und kostengünstig einzuführen. Auch schützt die Plattform
bestehende IT-Investitionen, da Unternehmen ihre vorhandene Infrastruktur
mit mySAP Technology kontinuierlich weiter entwickeln können.
So lassen sich etwa benötigte Funktionen als Web-Services integrieren.
Durch die offene Integration beliebiger Anwendungen und Web-Services
unabhängig von Anbieter und Technologieumgebung löst mySAP
Technology das alte Dilemma von Offenheit und Integration - und
ermöglicht somit eine Verknüpfung von Anwendern, Anwendungssystemen
und Rechnern über Abteilungs-, Unternehmens- und Landesgrenzen
hinweg.
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| Definition:
EAI |
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Eine Vielzahl von EAI (Enterprise Application Integration)-Unternehmen
bietet heute Werkzeuge und Services an, mit denen die mühsame
Aufgabe der Integration erleichtert wird. EAI ist jedoch im Wesentlichen
eine Technologie-orientierte Methode, die sich auf verbesserte Punkt-zu-Punkt-Verbindungen
konzentriert. Baut ein Unternehmen lediglich auf die technologischen
Aspekte der Integration, steht es häufig bei der Verwaltung
der Geschäftsprozesse auf verlorenem Posten. Die Unternehmen
steben daher eine Integratonslösung an, in deren Mitelpunkt
anstelle der technologischen Aspekte die Unternehmensabläufe
stehen.
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| Definition:
Web Dynpro |
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Die Web Dynpro-Technologie stellt die Entwicklungs- und Runtime-Umgebung
für Webapplikationen zur Verfügung, die auf einem serverseitigen
Scripting basieren. Die Web Dynpro-Technologie verbessert die klassische
Web-Entwicklung, indem sie es ermöglicht, kosteneffizienter
und benutzerfreundlicher Schnittstellen für professionelle
Web-Anwendungen zu erstellen. Innerhalb des Web Application Servers
bildet Web Dynpro eine zusätzliche Schicht oberhalb der Java
Server Pages und einer Tag-Library.
Einer der Hauptmerkmale bei der Entwicklung mit Web Dynpro ist
die plattformunabhängige Runtime. Hierzu werden so viele Entwicklungsmerkmale
wie möglich mit Werkzeugen, die auf Metadaten basieren, geschert
und die Entwickler so wenig wie nötig den Besonderheiten der
Runtime-Plattform ausgesetzt. Dadurch lassen sich unterschiedliche
Werkzeuge, Internationalisierung sowie das Customizing von Web-Andwendungen,
de auf Web Dynpro basieren, mühelos unerstützen.
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| Definition:
Kooperationswissen |
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Während des Designs und der Konfigurierung wird das Kooperationswissen
- Informationen zu den verknüpften Komponenten, etwa Beschreibungen
der Schnittstellen, Internetservices oder Geschäftsprozessen
- im Integration Repository beziehungsweise Integration Directory
erfasst und zur Verfügung gestellt. Der Integrationsserver
bedient sich dieses Wissens wähend der Runtime. Er beinhaltet
eine Integrations-Engine, die mit Hilfe eine Kontroll-Runtime für
Messaging und Geschäftsprozesse die Services miteinander verbindet
und den Prozessfluss verwaltet. Die Integration-Engine unterstützt
sowohl das Hub-and-Spoke als auch das Peer-Integrationsmodell.
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| Definition:
Geschäftsprozess |
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Als Geschäftsprozess wird die Ausführung eines oder mehrerer
Internetservices, ausgelöst durch eine Person oder ein Ereignis,
bezeichnet. Geschäftsprozesse bündeln Internetservices
in Gruppen und ermöglichen dadurch eine Zusammenarbeit zwischen
Geschäftspartnern. Geschäftsprozesse sind daher nicht
auf die verfügbaren Internetservices innerhalb eines Unternehmens
beschränkt, sondern lassen sich über Remote-Services anderer
Unternehmen oder elektronischer Marktplätze sowohl modifizieren
als auch erweitern.
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Quelle: SAP
info ,
(Autoren: Gerald Hoppe, Cay Rademann) März 2002 |
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