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| SAP NetWeaver - eine Integrations-
und Anwendungsplattform
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(Februar 2005)
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| Inhalt dieses Artikels:
Ähnlich
wie Windows als Basis | Komponenten
im Einsatz | Besonderheiten
bei Integrationsprojekten |
Meilensteine einer Einführung
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| Können SAP Anwender auf längere Sicht
einen Bogen um die Integrations- und Anwendungsplattform SAP NetWeaver
(SAP NW) machen? Kaum, meint ein aktueller Artikel in S@PPORT. In
der Februar-Ausgabe des Spezial-Magazins legt Autor Wilfried Matzerath
dar, warum ohne die Verwendung der SAP-Technologieplattform künftig
nur noch wenig geht:
Früher oder später werden sich praktisch alle "SAP
R/3"-Anwender mit dem Nachfolger "mySAP ERP" zu
beschäftigen haben. Dabei ist mySAP ERP eine konsequente Weiterentwicklung
des Erfolgsprodukts SAP R/3. Doch nicht nur das. Von SAP heißt
es sehr klar und unmissverständlich, dass "mySAP ERP
auf der Plattform SAP NetWeaver aufbaut". Das bedeutet nicht
mehr und nicht weniger, dass beispielsweise die SAP-Lösung
mySAP ERP ohne SAP NetWeaver (NW) nicht betrieben werden kann, da
es die technologische Basis für die Anwendungen darstellt.
Bei anderen SAP-Lösungen wie etwa für das Supply Chain
Management (SCM) oder das Customer Relationship Management (CRM)
spielt SAP NetWeaver eine ähnlich bedeutsame Rolle, was zeigt,
dass sich SAP NetWeaver zu dem zentralen Dreh- und Angelpunkt für
alle SAP-Lösungen entwickelt hat und sich zwischenzeitlich
wie eine Art roter Faden durch sämtliche SAP-Produkte der Familie
"mySAP Business Suite" zieht. |
| Ähnlich
wie Windows als Basis |
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Für eine Reihe von SAP-Anwendern
ist SAP NetWeaver noch in einiger Ferne. Ein anderer Teil hat sich
mit der Plattform schon in der einen oder anderen Form beschäftigt;
hat bereits Vorbereitungen für einen möglichen Einsatz
eingeleitet. Und ein anderer wiederum ist momentan dabei SAP NetWeaver
einzuführen, beziehungsweise hat dies bereits vollzogen.
Welches Unternehmen auf welche Art und Weise die Plattform SAP
NetWeaver einsetzt, hängt – wie so oft in der IT –
vom konkreten jeweiligen Bedarf ab. Auf der anderen Seite ist es
praktisch ein "Gesetz des Faktischen", dass neuere SAP-Lösungen
ohne die Technologieplattform SAP NetWeaver quasi nicht funktionieren.
Außerdem haben SAP-Supportleistungen für Nicht-SAP NetWeaver-Technologie-betriebene
Lösungen zeitliche Endpunkte. Allein vor diesem Hintergrund
stellt sich die Frage "Wann lohnt sich der SAP NetWeaver-Einsatz?"
nicht – respektive nicht mehr.
SAP-Anwender, die sich noch nicht eingehender mit SAP NetWeaver
beschäftigt haben, betrachten die Integrations- und Anwendungsplattform
oftmals als ein Produkt. Faktisch handelt es sich hierbei um ein
Paket von verschiedenen Softwarekomponenten, die zusammengenommen
eine Plattform bilden. Sie erlaubt es, neue oder gebündelte
– will heißen: integrierte – Geschäftsprozesse
einzuführen und zu nutzen.
Diese Art von Komponentenbündelung beinhaltet sowohl technologische
Komponenten wie auch Anwendungen und zudem verschiedene Szenarien.
Obendrein ist NetWeaver eine offene Plattform, die die Integration
von Nicht-SAP-Lösungen ermöglicht.
Seit Frühjahr 2004 gibt es SAP NW als ein Paket unter der
Bezeichnung SAP NetWeaver 2004 mit einheitlichem Releasestand. Dieses
Bundle, das auch gerne als anglizistischer Begriff "Stack"
geführt wird, basiert auf der technologischen Basis "SAP
Web Application Server Version 6.40" (bis auf die Komponente
"SAP Master Data Management 2.0", da dieser noch "SAP
WAS 6.20" zugrunde liegt). Wenn man so will, ist SAP WAS –
und damit SAP NetWeaver – mit Microsofts Windows vergleichbar.
SAP NetWeaver ist faktisch das grundlegende Element, das die SAP-Anwendungen
(an)treibt – ähnlich wie Windows beispielsweise Office-Anwendungen.
Am Rande sei erwähnt, dass im SAP Web Application Server sowohl
die Entwicklungsumgebungen ABAP wie auch Java integriert sind.
Alle anderen Komponenten des SAP NetWeaver Stack nutzen den SAP
WAS. Sei es "SAP Enterprise Portal" (EP), "SAP
Exchange Infrastructure" (XI), "SAP Business Intelligence"
(mit Data Warehousing, BI), "SAP Mobile Infrastructure"
(MI) oder "SAP Master Data Management" (MDM). Wobei
es selbstverständlich möglich ist, mehrere SAP NetWeaver-Komponenten
zusammen einzusetzen. Auch werden die so genannten "SAP xApps",
bei denen es sich um zusammengesetzte Anwendungspakete handelt und
die ganz spezielle Geschäftsprozesse abdecken, mit SAP WAS
bzw. mit SAP NetWeaver betrieben. |
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| Komponenten
im Einsatz |
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SAP NetWeaver steht im Kern für
Integration (von Personen, Informationen und Prozessen), für
Flexibilität, für die vorteilhafte Nutzung von flexiblen
Applikationsplattformen mit neuen Geschäftsprozessen im Unternehmen
selbst sowie über Unternehmensgrenzen hinweg, für mehr
Effizienz beim IT-Einsatz und last, but not least für mehr
Flexibilität, um die vielfältigen betriebswirtschaftlichen
Anforderungen und Herausforderungen besser zu meistern.
Dabei profitieren nicht nur Großunternehmen oder multinationale
Konzerne von der SAP NetWeaver-Nutzung, sondern auch mittelständische
Unternehmen. Der integrierte Datenaustausch zum Beispiel betrifft
jedes Unternehmen, unabhängig ob klein oder groß. Auf
der Grundlage von "SAP XI", einer wichtigen zentralen
SAP NetWeaver-Komponente, kann eine einheitliche Plattform bereitgestellt
werden, die sämtliche Schnittstellen zur Abwicklung des Datenaustauschs
inner- und außerhalb eines Unternehmens beinhaltet. Grundsätzlich
sorgt die "SAP Exchange Infrastructure", die praktisch
ein "SAP-Messaging-Hub-System" darstellt, für Systemverbindungen
und den effektiven Austausch von strukturierten Daten. Zukünftig
ist SAP XI für die Interaktion zwischen SAP-Systemen praktisch
vorgeschrieben.
Dieses Beispiel macht nicht nur deutlich, dass die Verwendung von
SAP NetWeaver unabhängig von der Unternehmensgröße
ist, da ja jede Organisation auf die eine und andere Art und Weise
einen Datenaustausch – mit welchen Systemen auch immer –
zu realisieren hat. Sondern es zeigt auch auf, dass stets eine oder
auch mehrere SAP NetWeaver-Komponenten zum Tragen kommen.
Deshalb ist jeder SAP-Anwender, der die SAP-Plattform einsetzen
möchte, gut beraten, sich in erster Linie Klarheit darüber
zu verschaffen, welche Komponenten des SAP NetWeaver Stack wie zum
Einsatz kommen. Es ist die wichtige Frage zu stellen: Welche Komponenten
von SAP NetWeaver benötige ich als Unternehmen für meine
formulierte Zielerreichung, die im Zusammenhang mit der Verwendung
der integrierten SAP-Plattform stehen?
In aller Regel werden mindestens drei Komponenten von SAP NW für
eine mögliche Geschäftsprozessoptimierung herangezogen.
Und zwar SAP WAS, SAP XI sowie SAP EP. Hierbei dient dann der SAP
Web Application Server als technologische Basis, SAP XI ist für
die technische Integration und die Integration der Geschäftsprozesse
zuständig und SAP Enterprise Portal dient als der zentrale
Zugriffspunkt (für die Mitarbeiter). |
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| Besonderheiten
bei Integrationsprojekten |
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| Da SAP NetWeaver-Projekte stets Integrationsprojekte
repräsentieren, sollte dies bei der Implementierung der SAP-Plattform
auf keinen Fall außer Acht gelassen werden. Das heißt,
dass, anders als in der Vergangenheit bei klassischen SAP-Projekten,
akribisch darauf Wert zu legen ist, dass das SAP NetWeaver-Projektmanagement
auch den übergreifenden Ansatz zu keinem Zeitpunkt aus den
Augen verliert. Wird beispielsweise in einem Projektteilabschnitt
eine Änderung notwendig, so muss dies sofort mit den übrigen
Teilprojekten abgestimmt werden und es sind unter Umständen
Justierungen durchzuführen.
Obendrein ist es vor dem Hintergrund einer angestrebten Integration
(etwa von Prozessen) erforderlich, alle Beteiligten eines SAP NetWeaver-Projekts
unverzüglich über mögliche Veränderungen, aber
auch über zeitliche Projektfortschritte zu informieren. Grundsätzlich
muss in jeglicher Hinsicht ein permanenter Abgleich erfolgen, soll
ein SAP NetWeaver-Implementierungs-/Integrationsprojekt von Erfolg
gekrönt sein.
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SAP Systemlandschaft (Quelle: SAP). |
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| Meilensteine
einer Einführung |
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| 1. |
Vor der eigentlichen SAP NetWeaver-Implementierung sind die
bislang eingesetzten SAP-Lösungen mit der "SAP Product
Availability Matrix" abzugleichen. |
| 2. |
Anschließend ist zu evaluieren, welche SAP-Lösungen
und Nicht-SAP-Lösungen (mit SAP XI) integriert werden sollen. |
| 3. |
Ist noch nicht erfolgt, mit welchem externen Partner SAP NetWeaver
eingeführt wird, so ist dies nun als nächster Schritt
in die Tat umzusetzen. |
| 4. |
Es werden die Businessszenarien identifiziert beziehungsweise
ermittelt, die mit SAP NetWeaver unterstützt/betrieben
werden. |
| 5. |
Anschließend erfolgt der Aufbau der IT-Infrastruktur
(mit Architekturdesign und Integrationskonzept). |
| 6. |
Nun werden die neuen/veränderten Geschäftsprozesse
implementiert. |
| 7. |
Abschließend finden Integrationstest sowie das Going-Live
statt. |
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Nähere Informationen in der neuesten Ausgabe von S@PPORT
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