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Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile: Erweiterbare Add-Ons für "SAP Business One"

(September 2005)

Inhalt dieses Artikels:
Einsatz von "SAP Business One" | Zusatzfunktionalität durch Add-Ons | Erweiterte Branchenausprägungen

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Schwer kalkulierbare Kosten, hohe Komplexität sowie großer Schulungs- und Wartungsaufwand haben viele Mittelständler – von kleineren Unternehmen ganz zu schweigen – in der Vergangenheit häufig davon abgehalten, SAP-Lösungen einzusetzen. Mit "SAP Business One" soll dies anders werden, denn SAP bietet damit vor allem kleineren und mittelständischen Unternehmen (KMU) eine preiswerte, hoch funktionale Lösung, die einfach und intuitiv zu bedienen ist. Zudem lässt sich Business One durch eine Vielzahl so genannter Add-Ons problemlos branchen- oder kundenspezifischen Wünschen anpassen, wie das Spezial-Magazin S@pport in Heft Nr. 07-2005 berichtet:

Mit Produkten wie "R/3", "SAP Enterprise" oder "mySAP" avancierte die Walldorfer Firma SAP zum Marktführer im ERP-Bereich. Die Funktionalität dieser Lösungen hat einen Grad erreicht, der es SAP gestattet auf die Weiterentwicklung des so genannten Kernel zu verzichten und diesen quasi einzufrieren. Andererseits sind diese Softwaresysteme inzwischen bereits derartig komplex, dass sie lange Einführungszeiten und hohe Schulungskosten verursachen. Im Bereich Mittelstand tut sich somit SAP schwer, ihr Leistungsvermögen an den Mann bzw. den Kunden zu bringen, da dort die Investitionen in moderne IT-Systeme entsprechend geringer sind wie in großen Konzernen.

Was auf der Konzernseite ein Vorteil für die Software ist, das "everything goes", soll heißen, alle Geschäftsprozesse können skaliert und konfiguriert werden, entpuppt sich im Markt der kleinen und mittelgroßen Unternehmen als Bumerang, denn dort erwartet der Kunde überschaubare und vordefinierte branchennahe Systeme, die innerhalb kürzester Zeit produktiv eingesetzt werden können. Gleichzeitig sollen sich die Investitionskosten in einem vordefinierten Rahmen halten und, wichtiger noch, die Folgekosten müssen klar absehbar sein.

 

Einsatz von "SAP Business One"
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Aus diesen Gründen bietet SAP seit etwa drei Jahren unter dem Namen "SAP Business One" (SBO) eine Lösung an, in der alle grundlegenden Funktionen für KMU integriert sind. Neben der Stammdatenverwaltung mit "Kunden", "Interessenten" und "Lieferanten" werden auch verschiedene Typen von Artikeln wie zum Beispiel Verkaufs-, Montage- und Fertigungsartikel abgebildet. Basierend auf den Stammdaten sind grundlegende Geschäftsprozesse wie "Bestellung", "Wareneingang", "Kundenauftrag", "Fakturierung" usw. eingebunden. Diese Geschäftsprozesse werden in die integrierte, testierte Finanzbuchhaltung überführt und erlauben dem Anwender jederzeit den Überblick über seine Unternehmenskennzahlen. Kürzlich erfolgte Erweiterungen im Bereich Business Intelligence (BI) eröffnen den SBO-Anwendern eine Vielzahl von Analysemöglichkeiten ihrer Geschäftsdaten.

Neben dem Einsatz in kleinen und mittelständischen Unternehmen ist SBO aber auch für Konzerne interessant. Diese können damit Filialen, Tochterunternehmen oder Auslandsniederlassungen (es gibt derzeit knapp 40 Länderversionen von SBO) an bereits vorhandene SAP-Lösungen anbinden und dadurch die bestehende IT-Landschaft auf einen einheitlichen Standard bringen. Durch den Wegfall individueller Lösungen lassen sich in der Regel signifikante Kosteneinsparungen erzielen. Zudem steigt auch die Geschwindigkeit bei Auftragsabwicklung, Reporting und Controllingabwicklung.

Skalierbare Software für jede Unternehmensgröße
Skalierbare Software für jede Unternehmensgröße (Quelle: SAP)

 

 

Zusatzfunktionalität durch Add-Ons
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SBO zeichnet sich dadurch aus, dass es leicht erlernbar und intuitiv bedienbar ist. Über vordefinierte Abfragegeneratoren wird der Zugriff auf die hinterlegte SQL-Datenbank ermöglicht, so dass der Anwender in der Lage ist, Abfragen und Berichte, die nicht standardmäßig verfügbar sind, selbst zu generieren und anzupassen. Dabei steht die Software in Datenhaltung und Funktionalität ihren "großen Brüdern" nur geringfügig nach. So sind auch bei SBO alle grundlegenden Geschäftsprozesse verfügbar, erreichen allerdings nicht die Funktionstiefe, um sämtlichen kundenspezifischen Anpassungswünschen gerecht zu werden. Aus diesem Grund steht ein Software Developer Kit (SDK) zur Verfügung, das dem versierten Anwender über Com-Objekte die Definition von Schnittstellen und den direkten Zugriff auf die Daten der Datenbank erlaubt. Eine Vielzahl dieser Anpassungen – Erweiterungen hinsichtlich kundenspezifischer Anforderungen oder branchenspezifischer Merkmale – liegen bereits als so genannte Add-Ons vor. Realisiert von Business One-Systemhäusern werden sie seitens der SAP zertifiziert, katalogisiert und publiziert. Namhafte Beispiele hierfür sind Module für das Online-Banking oder zur automatischen Umsatzsteuervoranmeldung (ELSTER).

 

 

Erweiterte Branchenausprägungen
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Neben dem Ansatz der länderübergreifenden, konzerninternen Vereinheitlichung der ERP-Software unterstützt SBO noch das Konzept der erweiterten Branchenausprägung. So können im Rahmen lokaler Installationen Branchen-Add-Ons installiert und angepasst werden, die nur für einzelne Niederlassungen notwendig sind. Ein Beispiel: Wird innerhalb eines Unternehmens nur an einem Standort produziert, wird auch nur an diesem Standort ein entsprechendes Product Planning System (PPS) installiert.

Ein ähnlicher Ansatz entwickelt sich derzeit im Bereich Immobilien- und Facility-Management, denn sehr häufig sind Unternehmen Eigentümer von Immobilien oder entsprechender Liegenschaften. Aber auch Mieter von Immobilien haben erkannt, dass das Management von Immobilien neben der Gewährleistung des reibungslosen Geschäftsablaufs auch kostensensitive Eigenschaften haben kann. So liefert die Software neben Daten über die Wirtschaftlichkeit eines Objektes vor allem Zahlen zu Instandsetzungsaufwendungen und Energiekenndaten, die direkt auf den unternehmerischen Erfolg Einfluss haben – schließlich hat die Immobilie als Investitionsgut und stille Reserve in der derzeitigen Wirtschaftslage wieder an Bedeutung gewonnen.

Auch für andere Branchen und individuelle Anforderungen gibt es eine Vielzahl SAP-zertifizierter Add-Ons zu Business One, die die Leistungsfähigkeit der Lösung entsprechend den Wünschen der Anwender signifikant erhöhen. Zudem entstehen laufend weitere Module, so dass SBO-Anwender zusätzlich zur hohen Grundfunktionalität der Lösung über einen breiten Katalog von Erweiterungen verfügen – dementsprechend können sie die Basisversion kostengünstig in die benötigte Richtung erweitern. Die dafür notwendigen Add-Ons lassen sich über das Partnerkonzept der SAP zumeist über ein Systemhaus vor Ort beziehen.

 

 

Nähere Informationen in der Ausgabe 7-2005 von S@PPORT extern.
Der Verlag GmbH behält sich alle Rechte am Artikel vor. © 2005 MarkIT Communication

 

 

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Kommentare zu diesem Artikel:

"Mit wenigen Tagen ist es wohl auch nicht getan. Vor allem die Druckvorlagen sind äusserst unkomfortabel anzupassen, was auch schon einige Zeit in Anspruch nimmt, wenn die Rechnungen auch über SBO laufen sollen... (Februar 2007)"

"Die 'Einführung' an einem Tag (sehr optimistisch!) schließt sicher nicht die fällige Datenmigration ein, egal ob die Firma bisher vorwiegend noch auf Papier oder doch schon mit kleinen oder proprietären SW Lösungen gearbeitet. Auf diesen Schritt, den ich eigentlich schon einer erfolgreichen Einführung zurechnen würde, entfällt dann der Löwenanteil an Aufwand -- wenn die hier gemeinte Einführung nur einen Tag dauern soll. (September 2005)"


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