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Datenintegration mit SOAP

(März 2005)

Inhalt dieses Artikels:
Ausgangsszenario | Wie ein Brief | "Zauberkürzel" WSDL

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Alle Teilnehmer innerhalb von IT-Projekten – speziell im SAP-Umfeld – wären froh, wenn man sich die oft sehr komplexen Schnittstellendesign-Meetings sparen könnte. Über die "Hoffnung" Simple Object Application Protocol (SOAP) berichtet Adrian Kapornyai in der aktuellen Ausgabe des Spezial-Magazins S@PPORT:

Am Integrationsmarkt, speziell bei der Schaffung von Schnittstellenstandards, hat sich viel getan. Neue Begriffe wie SOAP oder Web Services erhitzen die Gemüter. Speziell der XML-Dialekt SOAP ist in aller Munde - und mittlerweile haben sich Software-Riesen wie IBM, Microsoft oder SAP auf einen Standard geeinigt und fanden zu einem gemeinsamen Konsens: Datenintegration mit so genannten Web Services (SOAP-basierenden Prozesse) werden die Zukunft systemübergreifender – ja sogar systeminterner – Kommunikation darstellen.

 

Ausgangsszenario
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Zur besseren Veranschaulichung eines Schnittstellenintegrationsszenarios mit SOAP nachfolgend ein Projektklassiker: Softwarelösung XY muss mit SAP R/3-Backend bidirektional (synchron) Daten austauschen.

Nun werden viele durch die Verwendung von Begrifflichkeiten wie Web Services gedanklich in eine falsche Richtung geleitet, indem sie annehmen, dass Web Services nur zur Integration von Daten über das Medium Internet einsetzbar sind. Das ist natürlich auch ein Einsatzgebiet dieser Technologie, allerdings bedeutet dies nicht, dass SOAP und Web Services deshalb nicht zur unternehmensinternen Kommunikation der eingesetzten Systeme und Applikationen verwandt werden können.

Im Gegenteil: Web Services zeigen sich als eine sehr attraktive Alternative zur Abbildung interner Kommunikationswege, los gelöst von proprietären Schnittstellenstandards. SAP selber verwendet innerhalb des "NetWeaver"-Systemverbundes Web Services zum Datenaustausch zwischen den einzelnen SAP-Komponenten.

Web Services basieren auf XML. Die EXtensible Markup Language bietet als universelles Datenaustauschmedium die Grundlage für die Schaffung von systemunabhängigen Schnittstellen. Ein XML-Dokument kann in seiner Struktur frei definiert werden und Daten innerhalb dieser Struktur beinhalten bzw. transportieren. SOAP ist ein XML-Dialekt, was nichts anderes bedeutet, dass eine SOAP/XML-Nachricht bestimmten strukturellen Aufbauregeln entspricht.

 

 

Wie ein Brief
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Um es einfach darzustellen, könnte man eine Web Service-Kommunikation bzw. eine SOAP-Nachricht mit einem Brief vergleichen. Wenn man jemanden Informationen postalisch zukommen lassen will, benötigt man neben den eigentlichen Informationen (SOAP-Body) einen Briefumschlag (SOAP-Envelop), auf dem man den Absender und den Empfänger hinterlegt. Die Post (http bzw. TCP/IP als Trägerprotokoll) interpretiert die Daten auf dem Umschlag, stellt die Nachricht (den Brief) zu und kümmert sich darum, dass die Nachricht mit einem entsprechenden Vermerk an den Absender zurückgeschickt wird, wenn der Empfänger unbekannt oder nicht erreichbar ist. Genau dieses Prinzip wird bei einer Web Service-Kommunikation mit SOAP auch angewandt.

Wie kommt nun eine Schnittstellenkommunikation von zwei grundverschiedenen Systemen, basierend auf einer SOAP-Nachricht, zustande? Zum besseren Verständnis der Thematik wurde in obigem Beispiel das "Pferd von hinten aufgezäumt". Das Erzeugen und Versenden der SOAP-Nachricht ist natürlich der letzte Schritt und das Ergebnis der implementierten Schnittstelle.

Jede Schnittstelle aber hat einen eigenen Aufbau. Nehmen wir als Beispiel ein SAP Standard-BAPI (Business Application Programming Interface). BAPIs haben, wie jeder Funktionsbaustein im "SAP R/3", Definitionen, mit welchen Werten sie "gefüttert" werden wollen (Importparameter) und welche Werte diese Funktion dem Aufrufer (z.B. externe Applikation) zurückliefert (Exportparameter). Genau diese Informationen gilt es auf eine universelle Schnittstellenebene zu heben, damit jede externe Applikation die Funktionalität dieses BAPIs nutzen kann.

 

 

"Zauberkürzel" WSDL
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Das "Zauberkürzel" in diesem Zusammenhang ist WSDL. Die so genannte Web Service Descripition Language ist eine Schnittstellen-Beschreibungssprache, welche diese Informationen des BAPIs in eine allgemeingültige Sprache (XML) übersetzt. Somit wird jede Applikation, die XML-fähig ist, in die Lage versetzt, Daten mit einem völlig anderen System, das unter Umständen in einer anderen Programmiersprache entwickelt wurde, auszutauschen.

Damit das beschriebene Procedere umgesetzt werden kann, müssen die Systeme, zwischen denen eine derartige Schnittstelle implementiert werden soll, eine Voraussetzung erfüllen: Sie sollten XML verstehen. Bei SAP ist das ab dem WAS 6.20 (Web Application Server), der den SAP-Kernel repräsentiert, kein Problem, da SAP ab diesem Release direkt ohne Middleware eine Kommunikation via Web Service ermöglicht.

Bei externer (meist alter) Software, welche dies im Standard nicht unterstützt oder bei SAP-Systemen unterhalb des beschriebene Releases, muss eine Middleware-Komponente zum Einsatz kommen. Diese Komponente könnte zum Beispiel auf der SAP-Seite der "SAP Business Connector" oder seitens externer Applikationen das Open Source Framework "Apache Axis" sein.

 

 

Nähere Informationen in der neuesten Ausgabe von S@PPORT extern.
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Kommentare zu diesem Artikel:

"SOAP steht für: Simple Object ACCESS Protocol (März 2005)"

"Das ist ein bisserl dünn in einem IT-Pro-Umfeld. Vom Thema her aber sehr interessant. (März 2005)"

"Interessanter Artikel... Gerne mehr von dieser Sorte :-) (März 2005)"


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