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XML und OO und Komponenten

(April 2004)
Inhalt dieses Artikels:
Die Vielseitigkeit von XML | Mit Objektorientierung Probleme beherrschen | Komponenten beschleunigen | Wie passt das alles zusammen?
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XML (eXtensible Markup Language) erfreut sich in der Praxis wachsender Beliebtheit - immer mehr Softwareentwickler müssen sich deshalb mit dieser Thematik auseinandersetzen. Wie XML einerseits sowie Objektorientierung und Komponenten andererseits zusammenpassen, das erläutern für GULP die Spezialisten Eberhard Wolff und Enrico Quasdorf von der Saxonia Systems AG:

XML auf dem Vormarsch, das hat mehrere Gründe. Einer davon ist, dass man mit der Methode der Objektorientierung XML-Strukturen entwerfen kann, oder kurz: XML ist objektorientiert und leicht zu parsen. Hierfür gibt es mehrere Verfahren (SAX, DOM) und Implementierungen in allen gängigen Programmiersprachen.

 

Die Vielseitigkeit von XML nach oben

Ferner ist XML human-readable und –writable und kann von Programmierern sehr schnell erzeugt werden. Und: Die Struktur von XML-Dokumenten kann gegen eine Definition validiert werden (DTD). Damit noch nicht genug der Vorteile, die besonders in der weiten Verwendbarkeit des großen Verwandten von HTML fußen: XML kann plattformübergreifend vielseitig eingesetzt werden, z.B. als Layout-Beschreibungen für GUIs (XUL), RPC via TCP/IP (XMLRPC), Persistierung von Programmobjekten (X-Stream), Konfigurationsfiles oder auch als kleinere objektorientierte Datenbank. Beliebige Daten, die in ihrer Struktur einem gewissen Schema genügen, können in XML dargestellt werden.

 

 

Mit Objektorientierung Probleme beherrschen nach oben

Für Spezialisten, die Software planen. Die Objektorientierung OO als eine Abstraktionsschicht zum Modellieren und Programmieren löste die prozedurale Programmierung ab. Dies folgte der zunehmenden Komplexität und dem damit einhergehenden gestiegenen Analyseaufwand, der notwendig gewordenen Arbeitsteilung auf mehrere Programmierer oder den gestiegenen Änderungsanforderungen der Endanwender.

Durch OO kann der Analyst näher an der Realität modellieren (UML) und somit das Problem besser beherrschen. Der Programmierer ist durch eine vorgegebene Schnittstelle frei in der Implementierung (data hiding) und kann diese ändern, ohne dass andere Bereiche betroffen wären – solange die Schnittstellen nicht verändert werden. Durch Polymorphie und Vererbung wird einheitliches Verhalten und geringe Redundanz von Codebestandteilen erschaffen.

Ein Argument dafür: Die meisten in der Praxis eingesetzten Programmiersprachen erlauben die Nutzung objektorientierter Konzepte. Aktuell geht die Entwicklung weiter, indem die objektorientierten Konzepte durch Aspekte oder Delegates in ihrer Mächtigkeit erweitert werden.

 

 

Komponenten beschleunigen nach oben

Im Rahmen der Wiederverwendung von großen Codebestandteilen über Programmgrenzen hinweg und der Trennung von funktionalem und technischem Programmteilen entstand das Konzept der Komponenten. Dies führte zum Entstehen von Application Frameworks / Application Servern / Verteilten Anwendungen, welche z.B. über Web Services kommunizieren.

Diese technischen Wrapper kümmern sich um Ressourcenallokation, deren Verteilung über Persistenz von Objekten und die Anbindung an DBMSe. Für die eigentlichen Geschäftslogik-Komponenten ist dies alles transparent – sie brauchen sich nur um ihre fachlichen Aufgaben zu kümmern, was das Erstellen von Business-Applikationen enorm beschleunigt.

 

 

Wie passt das alles zusammen? nach oben

XML kann überall dort eingesetzt werden, wo objektorientierter Datenfluss eine Rolle spielt. Es ist weniger zu gebrauchen, um Geschäftslogik abzubilden, aber: Es kann im Rahmen von Datenzentrierung eingesetzt werden. Für die Geschäftslogik sollte OO und Komponenten zum Einsatz kommen, wobei es von der Wiederverwendbarkeit abhängt, ob das Erstellen einer Komponente sinnvoll ist.

Allerdings: Ein Overkill sollte vermieden werden.

 

 

XML, Objektorientierung und Komponenten stehen außerdem im Zentrum von Vorträgen, die regelmässig bei der Saxonia Systems AG externer Link in Frankfurt stattfinden. Eberhard Wolff (u. a. Autor des Fachbuches "Java Persistenz-Strategien - Datenzugriff in Enterprise-Anwendungen: JDO, JCA, Enterprise JavaBeans, JDBC, XML") referiert dann vor allem auch über den praktischen Einsatz.

Die Autoren behalten sich alle Rechte am Artikel vor. © 2004

 


Kommentare zu diesem Artikel:

"Ein Thema, das etwas tiefer abgehandelt werden könnte. (Mai 2004)"


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