Kommentare zu diesem Artikel:
"Zunïächst ein Denkanstoß: Bei einer Skala von 1-6 (nach dem Schulnotensystem) ist eine 'neutrale' Bewertung nicht möglich. Meine persï Eur½nliche Präferenz bilden 5er oder 7er-Systeme, die von einem neutralen Mittelwert ausgehend in den positiven und negativen Bereich leiten. Nun zum Artikel: Sicher gibt es die in der Einleitung angesprochenen Situationen - und nicht zuletzt Personalvermittler tragen zu dieser Situation ihren Teil bei. Allerdings muss jeder selbst wissen, welche Qualität er liefert, welche Wertschï Eur½pfung er fï Eur½r seine Kunden bietet und ob er sich in solch dreister Weise dumpen lï Eur½sst. Letzteres ist immer von der persï Eur½nlichen Situation abhï Eur½ngig. Wer jedoch glaubt, dass die Lï Eur½sung der Probleme in niedrigen Stundensï Eur½tzen liegt, der sollte sich vergegenwï Eur½rtigen, dass insbesondere in den ï Eur½stlichen Nachbarlï Eur½ndern Entwickler teilweise fï Eur½r weniger als 20 EUR pro Stunde zu haben sind. Wer sich also mit der Worthï Eur½lse 'Kostendruck' konfrontiert sieht und glaubt, der Wettbewerb wartet nur darauf fï Eur½r weniger mehr zu leisten, der wird schneller trotz Arbeit am Hungertuch nagen, als ihm lieb ist: Die Festanstellung ist dann eintrï Eur½glicher. Die Kosten steigen ï Eur½berall. Es gibt also keinen Grund dafï Eur½r, das qualitativ hochwertige Arbeit billiger werden soll. Im Gegenteil: Unternehmerisches Denken und Handeln setzt voraus, dass man gewinnorientiert arbeitet und bestrebt ist, seinen Gewinn nicht nur zu erhalten, sondern auch vermehren - aber bereits gleichbleibende Stundensï Eur½tze bedeuten eine Gewinnschmï Eur½lerung mit Blick auf die Inflation. Ich fï Eur½r meinen Teil sehe es nicht ein, fï Eur½r ein Butterbrot Top-Notch-Ergebnisse beim Kunden abzuliefern. Ist der Kunde nicht bereit, meine Sï Eur½tze zu zahlen, liegt ihm vielleicht ein Kollege aus Rumï Eur½nien oder der Tschechei preislich wohl eher - ober jedoch damit glï Eur½cklich wird und am Ende wirklich spart: Ich habe Zweifel! Das ist dann jedoch Sache des Sparfuchses ;-) Manch einer lernt ja nur durch Schmerz. Und manchmal muss die Lektion, dass hï Eur½here Stundensï Eur½tze nicht immer auch hï Eur½here Projektkosten verursachen, mï Eur½hsam erlernt werden. (Dezember 2011)"
"Jeder muss natürlich seine persönliche Schmerzgrenze kennen. Innerhalb eines Projekts ist mir noch nie angedroht worden, den Stundensatz zu senken. Wenn ich es mir finanziell leisten kann, werde ich dann aber garantiert aus dem Projekt aussteigen, ansonsten, sobald ich es mir leisten kann. Aber unverschämt niedrige Stundensätze sind mir bei Projektvorstellung in der letzten Zeit oft vorgekommen. Da gibt es verschiedene Grenzwerte ( jenachdem, ob das Projekt in der Nachbarschaft oder in der Ferne stattfindet ) unter denen ich nicht arbeite. Ich verweise die Leute dann auf einen Studenten oder frage, wann sie das letzte Mal einen Gas-Wasser-Installateur in Hause hatten. Das letzte Mal, dass ich ein GW-Inst. benötigt habe, ist mir der um 10 Euro teurer verrechnet worden, als ich als Stundensatz üblicherweise haben will und mein RA bekommt für eine einfache Beratungsstunde auch das doppelte wie ich. Ich habe mir schon überlegt, einfach erst einmal 20 Euro mehr zu verlangen, dann können die sich ja über tolle Rabatte freuen. Wie auf dem Basar. (November 2010)"
"Ich bin auch seit 4 Monaten ohne Projekt. Mir wurden bereits Projekte zuerst zugesagt und anschließend wieder abgesagt, da der Kunde angeblich intern jemanden eingesetzt habe. Es kommen Anfragen für 17 € pro Stunde, was ich für eine Frechheit halte. Jeder Freiberufler, der seine Arbeit anständig macht, sollte nicht schlecht bezahlt werden. Immerhin profitieren die Anwender der Firmen von einem fähigen Administrator. Solche Preisdumpings gehören unter Strafe gestellt. (Oktober 2009)"
"Die Stundensatzreduktion kommt eigentlich nur daher, dass vergessen wird, wer die Kohlen aus dem Feuer holt. Einerseits sind es die Einkäufer die mit Preisreduktionen einen Karrieresprung anpeilen, andererseits ist es die Branche selbst, die Vermittlungsfirmen die auf Kosten der Berater Preiskämpfe ausfechten. Bei 60% der Freiberufler ist es doch logisch, dass der Einkauf mit seiner Strategie durch kommt, da diese Projekte haben müssen, da sie 'Schwarzarbeiten'. Es werden nur noch Nasen gezählt, ob das Projekt erfolgreich oder in guter Qualität erledigt wird ist zweitrangig. Früher hat man für manche heute für 6 Monate ausgeschrieben Projekte 2 Monate Zeit und gutes Geld bekommen. Viele Projekte sind nur noch AlibiProjekt und haben mit Beratung und Consulting nichts mehr zu tun, nur noch mit dem Image der Teamleiters, der sich rühmen möchte wieviele Nasen er regiert. Es gibt eine Gebührenordnung für Freiberuflicheleistungen und wenn alle, die Hirn haben, sich daran halten, wird sich die Branche schnell wieder regulieren. (Oktober 2009)"
"Wenn der Auftraggeber in einem laufenden(!) Projekt die Preise nach unten drückt, schafft das genauso eine Arbeits-Atmosphäre, als wenn der IT'ler (in wirtschaftlich guten Zeiten) von sich aus die Preise nach oben verändern wollte. Es kann keineswegs von Vorteil sein, IT'ler auf diese Weise zu 'motivieren'. Denn was der Vertragspartner von mir erwartet, erwarte ich auch umgekehrt von ihm. So sind die (ungeschriebenen) Spielregeln, und wer dagegen verstößt, wird sich 'ins Bein schiessen'. (Oktober 2009)"
"Wie die viel geliebten Amerikaner sagen: (Verursacher mehrerer Finanzblasen) You get what you pay! Die Inder kosten doch auch 35-40 Euro/Std und diese sitzen in Bangalore und haben eine Mentalität, die nicht immer zum Projekterfolg bei Individual-SW führt. Tatsächlich wollen aber auch viele UBs nicht von ihren 20%-25% Margen runter und unterschätzen den Bildungsaufwand des Freiberuflers. Es wird erwartet, dass man froh sein sollte, wenn man sich für 45-50€ 'prostituiert', dabei hat ein Angestellter mit weniger Aufwand mindestens 30-35€ / Stunde und einen vollbezahlten Urlaub! (Oktober 2009)"
"Sehr geehrte Freiberufler mit hohen Ansprüchen! Die Konzerne senken die Konditionen, dies muss jeder in der Kette, der einen Auftrag möchte mittragen oder bekommt in aller Regel keinen Aufrag. Der Preiskampf ist enorm und hohe Preise bestärken aktuell den Outsourcing Trend. Es gibt zu allen Themen mit Marktpotential genug Experten und Anbieter im Bieterwettkampf. Das ist der Markt und Ausnahmen gibt es überall auch. Wenn Beratungskonzerne schon mit 43 in den Markt bieten, was bleibt dann noch? (September 2009)"
"Was für eine Verhandlungsposition hat man denn, wenn der Einkauf von großen Konzernen pauschal für hunderte von Externen die Stundensätze um xx Prozent kürzt? (Juni 2009)"
"Ich habe schon beides erlebt: Erhöhung meines Stundensatzes weil das Projekt (von Kundenseite aus) länger gedauert hat und sie einen Wechsel in kritischer Phase vermeiden wollten. Senkung meines Stundensatzes (durchaus auch auf Angestellten-Niveau) weil ich aus privaten Gründen lange Zeit ohne Projekt war und wieder den Einstieg suche. Wichtig bei beidem: es sind beides Ausnahme-Erscheinungen - ohne Druck durch negative Faktoren von außen bleibe ich bei meinem relativ konstanten Stundensatz und greife durchaus auch mein finanzielles Polster an statt mich auf 'gedeckelte Preise' einzulassen oder arbeite auch mal ein halbes Jahr zum gleichen Preis auch wenn der Markt stark angezogen hat. Was ich mich nie einlasse ist 'Erpressung' während des Projektes. a) hab ich während des Projektes wieder Polster aufgebaut b) wenn ich dem Kunden so wenig wert bin, gibt es bestimmt andere Kunden die mich zu schätzen wissen. Dann lieber gleich auseinander gehen als beide mit einem schlechten Gefühl im Bauch einen schlechten Job zu schlechtem Geld zu machen. (April 2009)"
"Mein aktueller Martkstand für Freiberufler, deren Projekt bald endet: Projekte werden noch genug ausgeschrieben. Leider kommt es aber zu 80% vor, das nach der Projektausschreibung vom Endkunden keine Reaktion mehr kommt. Auch die Vermittler werden im Regen stehen gelassen. Meist kommt nach Wochen eine Absage, das das ausgeschriebene Projekt aus Eis gelegt wurde. Für mich sind das eindeutig frühe Warnzeichen, das es aber Sommer noch schlechter aussehen wird. (April 2009)"
"Mich hat die Krise getroffen. Vorzeitige Kündigung im Herbst statt zum vertraglich festgelegten Jahresende, ohne Begründung. Nicht einmal mein Projektleiter, der mir die Mitteilung machen mußte, wußte, warum - so empört, wie er war, glaube ich ihm. Die böse Überraschung: Seither deutlich weniger Projektangebote zu meinen Skills als in den vergangenen drei Jahren, und wenn, dann zu reduziertem Stundensatz. Bislang bin ich mit meiner Forderung nicht heruntergegangen, aber wenn es so weiter geht... ich denke neuerdings über eine Festanstellung nach, seit sich diese Form des Angebots häuft. Hätte ich nie gedacht, daß es einmal dazu kommen würde. (März 2009)"
"Wichtig ist mir neben einem vernünftigen Stundensatz, mit dem beide Partner leben können, auch der Spaß bei der Arbeit und das Umfeld. Wenn das nicht stimmt, hilft auch kein hoher Stundensatz. (März 2009)"
"MIr ist eine neue Variante bzgl. des Stundensatz-Drückens untergekommen: Ein kräftiger Abschlag auf den Stundensatz für die ersten 3 Monate, wegen der Einarbeitung. Allerdings ohne schriftliche Garantie, dass der Einsatz überhaupt länger als 3 Monate dauert, und dass der Stundensatz danach auf den eigentlich vereinbarten Satz erhöht wird. (März 2009)"
"Ein wirklich guter Artikel, obwohl ich nicht richtig davon betroffen bin. Ich bin einer für Kurzzeit und Feuerwehr, aber mit keinen 'aufregenden' Projekten. Da ich (inzwischen) keiner (mehr) bin, der Projekte anfängt, sondern einer, der die 'Nacharbeiten' macht, wenn ein Spezialist das Feld schon lange wieder verlassen hat - also: 'Maintainence' - und ich zwar einen Stundensatz habe, aber meinen Kunden ein Angebot für eine Aufgabe (meine Beschreibung für ein Projekt im Tagebereich) abgebe, rechnen meine Kunden vielleicht aus, wie viel Zeit ich dafür brauche, ob ich die nun brauche oder nicht. Wenn einer also einen reduzierten Stundensatz verlangt, bekommt er diesen auch für die nächste Kleinigkeit - meine Aufträge sind praktisch alle Kleinigkeiten -, aber letztlich tangiert mich das nicht, weil ich dann aus Kundensicht eben länger brauche. Die Krise trifft mich also nur dann, wenn Kunden ganz ausfallen, was bisher nicht der Fall ist. Jeder sollte wissen, was er wert ist und ob er auf einmal weniger wert ist... (März 2009)"
"Meine Erfahrung als beginnender Freiberufler ist momentan eher die, dass seitens Projektanbieter/Vermittler momentan versucht wird massiv an der Preisschraube zu drehen! Natürlich zu Lasten der Freelancer! Reelle Stundensätze, wie in der GULP-Statistik veröffentlicht sind derzeit für mich definitiv nicht möglich. Obwohl ich immer wieder höre, dass mein Skill sehr gefragt ist und ich auch immer wieder Projektanfragen bekomme. Aber jedesmal das selbe Spiel, 'was geht denn noch beim Stundensatz', mit zum Teil aberwitzigen Begründungen! Aber ich sehe nicht ein mit Lohndumping meinen Freelancer-Kollegen in den Rücken zu fallen. Wer Qualität und Know-How will, soll auch anständige Vergütungen dafür bezahlen. Ich bin schliesslich nicht Schuld an den Übertreibungen der Investmentbanker und Hedgefondsmanager! (März 2009)"
"Klasse Artikel! Er hilft mir, meine Chancen in der Zukunft einzuschätzen. Was noch fehlt: Zusätzlich zu den angegebenen Möglichkeiten (Kürzung akzeptieren, Projekt abbrechen oder Kürzung mit gleichzeitiger Kompensation etwa durch Stundenreduzierung) hilft auch Verhandeln! Beim Auftraggeber hat man es auch nur mit Menschen zu tun, und die sind formbar, wenn man mit sinnvollen Argumenten kommt('Sie bekommen mich 2009 zum gleichen Preis wie 2008, obwohl ich drei teure, sinnvolle Fortbildungen gemacht habe!!!', 'Ich habe letztes Jahr ihr xyz-Projekt erfolgreich zum Abschluss gebracht und hatte dafür eigentlich ein bisschen mehr Anerkennung erwartet!') Oft versuchen die es mal, aber wenn Widerstand kommt, kürzen sie lieber bei jemand anders. (März 2009)"
"Ich halte nichts von solchen Pistole-auf-die-Brust-setzen-Methoden! Ich sage auch nicht zu meinem Projektanbieter: Zu 80 % ist das Projekt fertig, für die restlichen 20 % müssen Sie x % mehr bezahlen. Das macht man nicht. In dem Fall, der hier geschildert wurde, wäre ich gegangen. Jemand, der auf solche erpresserische Methoden eingeht, tut letztendlich sich selbst, und allen anderen Freiberuflern, die u. U. zukünftig damit leben müssen, weil mal jemand durch kam damit, keinen Gefallen! (März 2009)"
"'Was für ne Krise gibts den in der IT? Ich merke nichts.' --> vielleicht noch nicht. Ich sehe es schon so, daß man sich womöglich umorientieren muß. Das hat jedoch erst einmal mit der eigenen Positionierung und Angebotsgestaltung zu tun, als einfach nur mit dem Stunden-/Tagessatz. Verhandlungsbereit sollten aus meiner Sicht IMMER ALLE Vertragsparteien sein, nicht nur in der aktuellen Lage und nicht nur die Freiberufler. Freiberufler sind ja wohl hoffentlich per se keine Ja-Sager oder Sklaven, Dienstleister keine Spieler oder Abzocker und Endkunden nicht die Dummen oder Patriarchen. Wenn es auf Dauer um eine win-win-win-orientierte Zusammenarbeit gehen soll, dann wird es auch von Anfang an zu einer fairen Verhandlungssituation auf Augenhöhe und zu einem lukrativen Ergebnis für alle Vertragsparteien kommen. (März 2009)"
"Guter Artikel. Ein hier bisher nicht diskutierter Punkt ist auch, dass ein Vermittler einem Freiberufler mit der Kürzung seines Stundensatzes mitteilt, dass die (bisher) gelieferte Arbeit weniger Wert ist, obwohl dies real nicht so sein muss. Auch wenn Freiberufler als Sachkosten laufen, so sind sie doch Menschen und die Folge ist sehr leicht eine innerliche Kündigung des Vertrags. Der Freiberufler wird, aus wirtschaftlichen Gründen, zunächst zustimmen müssen, aber er wird als nächste Tätigkeit sein Profil aktualisieren und in die Aquise gehen. Der Auftraggeber spart dann nicht nur 3% sondern in Kürze 100% - oder er hatte mit seiner Arbeitsbewertung Recht! (März 2009)"
"Ich kann mir nicht helfen, aber ich habe, wie so oft in ähnlichen Situationen in der Vergangenheit, das Gefühl, dass Unternehmen die momentane Diskussion (ich schreibe BEWUSST NICHT Rezession !) mal wieder dazu nutzen möchten, die aus ihrer Sicht ohnehin 'viel zu hohen' Honorare der Freelancer zu drücken. Oft bleibt auch das Gefühl, dass die Vermittler sich vor diesen unsäglichen Karren vorspannen (lassen) und mitspielen. So nach dem Motto:'Sehen Sie mal zu, was Sie da noch rausholen können !' Ja, es stimmt, die Verhandlungsposition wird umso schwieriger, je geringer ausgeprägt das Alleinstellungsmerkmal bgl. Skill und Erfahrung eines Freelancers ist. Aber den Unternehmen sollte endlich auch mal klar gemacht werden, dass die Erlangung eines Skills keinesfalls völlig kostenlos funktionieren kann, denn auch der Freelancer muss in seine Weiterbildung investieren. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es Firmen insgesamt angenehmer empfinden, wenn man als Freelancer einen All-In Preis angibt. Da ist dann der Überaschungseffekt nicht mehr beim Endkunden. Selbstverständlich ist Flexibilität, Einsatzfreude, strategisches Wissen und hohe Motivation Pflicht; Dinge, die mir im Bericht ein wenig zu kurz kamen.... Weiterhin vermisse ich bei manchen Freelancer-Kollegen die ganz klare Darstellung, dass sie im Sinne und FÜR den Kunden arbeiten und nicht zuerst, um an dessen Geld zu kommen. Zusammenfassend glaube ich behaupten zu können, dass es in Zeiten wie diesen zu einem deutlich höheren Mass an 'sozialen Skills' ankommt, wenn man sich als Freelancer 'wertvoll' verkaufen möchte. (März 2009)"