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Umfrage-Ergebnis

Stundensätze heute und gestern

(September 2003)
 

Früher war alles besser? Der IT-Projektmarkt hat sicher schon wesentlich bessere Zeiten erlebt, denn die Marktsituation bleibt weiter angespannt. GULP wollte wissen, wie sich die persönlichen und allgemeinen Stundensätze der freiberuflichen IT-Experten laut deren Selbsteinschätzung entwickelt haben.

Zwischen dem 10.8. und dem 10.9.2003 gaben insgesamt 183 Nutzer des GULP-o-meters dazu Auskunft:

 

Wie liegt Ihr Stundensatz heute im Vergleich zu dem vor genau einem Jahr?
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Rot 20 % oder mehr gestiegen 2 %
Rot 15 % gestiegen 1 %
Rot 10 % gestiegen 4 %
Rot 5 % gestiegen 7 %
Grün etwa gleich 38%
Blau 5 % gefallen 8 %
Blau 10 % gefallen 13 %
Blau 15 % gefallen 11 %
Blau 20 % oder mehr gefallen 16 %
 
Für 38 Prozent der freiberuflichen IT-Spezialisten blieb aus finanzieller Sicht alles beim Alten: Ihre Honorarsätze sind heute noch genauso hoch wie vor einem Jahr. 14 Prozent der 183 an dieser Umfrage beteiligten IT-Freiberufler konnten ihren Stundensatz im Vergleich zum Vorjahr sogar steigern - dagegen mussten 48 Prozent der Befragten eine Verminderung ihrer Stundensätze hinnehmen. Damit ist der Trend zu niedrigeren Stundensätzen klar erkennbar, denn der kleinen Fraktion der "Mehrverdiener" steht eine große Anzahl an Freiberuflern mit sinkenden Honorarsätzen gegenüber.

 

Was schätzen Sie: Wie liegen die Stundensätze aller Freiberufler im Vergleich zu denen vor einem Jahr?
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Rot 20 % oder mehr gestiegen 2 %
Rot 15 % gestiegen 1 %
Rot 10 % gestiegen 3 %
Rot 5 % gestiegen 4 %
Grün etwa gleich 15 %
Blau 5 % gefallen 18 %
Blau 10 % gefallen 27 %
Blau 15 % gefallen 13 %
Blau 20 % oder mehr gefallen 17 %
 

Die überdeutliche Mehrheit von 75 Prozent der Befragten vertritt die Auffassung, dass die Stundensätze sämtlicher IT-Spezialisten heute niedriger sind als noch vor einem Jahr. Nur 11 Prozent der Befragten glauben dagegen an gestiegene Freiberufler-Honorarsätze innerhalb dieses Zeitabschnitts. 15 Prozent der Teilnehmer schätzen, dass die Stundenlöhne anderer IT-Freiberufler im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleich geblieben sind.

Die Gegenüberstellung beider Ergebnisse ist außerordentlich aufschlussreich: 89 Prozent der Umfrageteilnehmer sind der Meinung, dass die Stundensätze aller Freiberufler im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben oder gefallen sind (zweite Frage). Im Gegenzug konnten über die Hälfte der Befragten (52 Prozent) ihren persönlichen Stundensatz halten oder sogar steigern (erste Frage). Ergo: Die generelle ökonomische Situation im IT-Projektmarkt wird negativer eingeschätzt als die persönliche.

 


Kommentar zum Artikel

"Interessant wäre es zu differenzieren zwischen Stundensatzentwicklung beim selben Kunden bzw. bei Wechsel zu einem Neukunden (Januar 2004)"

"Eigentlich gibt diese Darstellung nur die halbe Wahrheit: man müßte doch angeben, von welcher Studensatz-basis aus erhöht oder reduziert wurde ( z.B. wurde von 80€/Std 10% reduziert oder von 45€/Std 10% erhöht). Und dann sollte auch gesagt werden, ob es eine Einmalerscheinung war oder ob ständig und bei jedem Auftraggeber reduziert/erhöht wurde. Also diese Daten-Jongliererei kann glauben wer will .... (Dezember 2003)"

"Die Stundensätze haben sich im Vergleich zum vergangenen Jahr für mich und meine Kollegen im Bereich Information Security nur sehr wenig nach unten bewegt. Jedoch gestaltete sich die Suche nach einem geeigneten Anschlussprojekt zum Teil wesentlich zeitintensiver. Die Stundensatzverhandlungen hingegen verliefen nach Darlegung des Erfahrungshorizontes in der Regel fair und angemessen. (November 2003)"

"Meine Erfahrung: Im Sommer 2003 wurde mir ein Projekt aus dem Telco-Bereich angeboten, für das ich bereits 2001 tätig gewesen war. Trotz einer Reduktion des ursprünglichen Stundensatzes aus 2001 um ca 15% ging das Projekt an einen Mitbewerber, der noch günstiger war. Eine Erhöhung der Stundensätze in 2003 erscheint mir nicht nachvollziehbar. (Oktober 2003)"

"Was derzeitig noch dazukommt, ist die regionale Verschiebung. Vor 2 -3 Jahren war z.B. München Boomtown (generell der Süden), heute ist es der Norden der Republik - dies natürlich wie immer sehr subjektives Empfinden -. Denn bei den Stundensätzen wird immer 'all in' abgefragt, d.h. wenn man, wie ich, in München lebt aber z.B. in den Norden zum Arbeiten muss kommt noch die Reduzierung des Einkommens durch die Reisekosten dazu. (Oktober 2003)"

"Die Stundensätze sind ganz klar gesunken, und es ist sehr sehr schwierig geworden überhaupt noch ein Projekt zu finden, in der Flut der Bewerber . (September 2003)"


Kommentare zu diesem Artikel:

"Interessant wäre es zu differenzieren zwischen Stundensatzentwicklung beim selben Kunden bzw. bei Wechsel zu einem Neukunden (Januar 2004)"

"Eigentlich gibt diese Darstellung nur die halbe Wahrheit: man müßte doch angeben, von welcher Studensatz-basis aus erhöht oder reduziert wurde ( z.B.wurde von 80 Eur/Std 10% reduziert oder von 45 Eur/Std 10% erhöht). Und dann sollte auch gesagt werden, ob es eine Einmalerscheinung war oder ob ständig und bei jedem Auftraggeber reduziert/erhöht wurde. Also diese Daten-Jongliererei kann glauben wer will .... (Dezember 2003)"

"Die Stundensätze haben sich im Vergleich zum vergangenen Jahr für mich und meine Jollegen im Bereich Information Security nur sehr wenig nach unten bewegt. Jedoch gestaltete sich die Suche nach einem geeigneten Anschlussprojekt zum Teil wesentlich zeitintensiver, die Stundensatzverhandlungen hingegen verliefen nach Darlegung des Erfahrungshorizontes in der Regel fair und angemessen. (November 2003)"

"Meine Erfahrung: im Sommer 2003 wurde mir ein Projekt aus  dem Telco-Bereich angeboten, für das ich bereits 2001 tätig gewesen war. Trotz einer Reduktion des ursprünglichen Stundensatzes aus 2001 um ca 15% ging das Projekt an einen Mitbewerber, der noch günstiger war. Eine  Erhöhung der Stundensätze in 2003 erscheint mir nicht nachvollziehbar. (Oktober 2003)"

"Was derzeitig noch dazukommt, ist die regionale Verschiebung. Vor 2 -3 Jahren war z.B. München Boomtown (generell der Süden), heute ist es der Norden der Republik - dies latürnich wie immer sehr subjektives Empfinden -. Denn bei den Stundensätzen wird immer 'all in' abgefragt, d.h. wenn man, wie ich, in München lebt aber z.B. in den Norden zum Arbeiten muss kommt noch die Reduzierung des Einkommens durch die Reisekosten dazu. (Oktober 2003)"

"Die Stundensätze sind ganz klar gesunken, und es ist sehr sehr schwierig geworden überhaupt noch ein Projekt zu finden, in der Flut der Bewerber . (September 2003)"


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