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Umfrage-Ergebnis

Reduzierte Stundensätze

(April 2002)
 

Die Zeiten sind schwer und dementsprechend hoch erscheint der Freiberufler-Stundensatz. Damit steigt auch die Versuchung, bereits vereinbarte Honorarhöhen via Nachverhandlung zu reduzieren. Inwieweit eine derartige Vorgehensweise derzeit Gang und Gäbe ist und welche Reaktionen sie bei den IT-Profis hervorruft, zeigt diese Umfrage, an der sich 757 Freiberufler beteiligten.

 

Wurden Sie in Ihrem laufenden Projekt darauf angesprochen, dass Sie Ihren Stundensatz reduzieren müssen?
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Rot ja 43%
Blau nein 57%
 

Bei 43 Prozent der laufenden Projekte wurden die Freiberufler auf eine Reduzierung ihres Stundensatzes angesprochen. Eventuelle Nachverhandlungen drohen also derzeit bei fast jedem zweiten Projekt.

 

Wie würden Sie reagieren?
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Rot
Reduzierung über 15 % hinaus wäre auch noch OK 4%
Blau
Reduzierung bis zu 15% wäre OK 4%
Grün
Reduzierung bis zu 10% wäre OK 17%
Orange
Reduzierung bis zu 5% wäre OK 25%
Violett
Reduzierung kommt nicht in Betracht 49%
 

Für die knappe Hälfte aller Umfrageteilnehmer (49 Prozent) steht eine Reduzierung ihres Stundensatzes bei bereits laufendem Projekt außerhalb jeder Diskussion. 50 Prozent der Freiberufler wären grundsätzlich bereit, den Stundensatz nachträglich zu reduzieren, wobei 42 Prozent nur mit einer Reduzierung bis maximal 10 Prozent einverstanden wären.

 

Welchen Einfluss auf Ihre Arbeitsleistung hätte eine Reduzierung des Stundensatzes?
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Rot
Keinen 30%
Blau
Mein Engagement würde leiden 20%
Grün
Ich würde mich nach einem neuen Projekt umsehen 50%
 

Für ein knappes Drittel der Freiberufler (30 Prozent) hätte eine Reduzierung des Stundensatzes keinerlei Einfluss auf ihre Arbeitsleistung. Aber jeder zweite Umfrageteilnehmer würde sich lieber nach einem neuen Projekt umschauen, als eine Honorarkürzung hinzunehmen. Diese Zahl stimmt im übrigen auch mit den Werten der zweiten Frage überein, dort lehnt knapp die Hälfte der Befragten jegliche Honorarkürzung ab. Jeder fünfte Befragte (20 Prozent) würde zwar eine Honorarkürzung akzeptieren, dies ginge aber zu Lasten seiner Arbeitsmotivation.

Fazit: Eine Stundensatzreduzierung bei einem bereits laufendem Projekt würde für 70 Prozent der Umfrageteilnehmer nicht folgenlos bleiben: Wenn sie sich nicht gleich nach einem neuen Projekt umschauen, so drosseln sie doch zumindest ihr Engagement.

 


Kommentar zum Artikel

"Von mir wurde eine Absenkung von mindestens 15% für einen neuen Vetrag gefordert. Darauf bin ich nicht eingetreten, worauf der Vertrag zu bisherigen Konditionen verlängert wurde. Gleichwohl werde ich für diesen Kunden nicht mehr tätig sein. (April 2003)"

"Die Konjunktut kühlt ab - nachträgliche Senkungen fordern wir von unseren freien Mitarbeitern nicht - aber in neuen Projekten müssen teilweise deutliche Abstriche (ca. 10-15%) gemacht werden, sonst sind die neuen Projekte nicht mehr wirtschaftlich und wir können dann keine Aufträge mehr vergeben. (November 2002)"

"Was erwartet der Auftraggeber? Mehr Engagement bei weniger Geld? Ich habe Ende Juni eine Vertragsverlängerung zu den selben Konditionen unterschrieben. Makulatur - inzwischen musste ich selbst rückwirkend auf 9,2% verzichten. Mafia-Methoden! Vor Eingriffen in bestehende Verträge wird nicht mehr zurückgeschreckt. Jetzt reduziere ich beim Konsum, kürze Steuern und Versicherungen. Ausserdem suche ich ein neues Projekt. (August 2002)"

"Ich habe mal bei meiner Tankstelle, dem Hotel, der Bäckerei, der Kranken- und Rentenversicherung nachgefragt wegen einer entsprechenden Reduktion. Die Antwort brauche ich wohl hier nicht wiederzugeben. Die Vorstände der Projektanbieter haben ebenfalls mit dem Kopf geschüttelt als es um ihre Tantiemen ging. Jede Änderung im laufenden Projekt ist unredlich, weil es ein Eingiff in bestehende Verträge ist. Von unredlichen 'Partnern' sollte man sich sobald als möglich trennen ! (Juni 2002)"


Kommentare zu diesem Artikel:

"Die Konjunktut kühlt ab - nachträgliche Senkungen fordern wir von unseren freien Mitarbeitern nicht - aber in neuen Projekten müssen teilweise deutliche Abstriche (ca. 10-15%) gemacht werden, sonst sind die neuen Projekte nicht mehr wirtschaftlich und wir können dann keine Aufträge mehr vergeben. (November 2002)"


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