Allzeithoch: IT-/Engineering-Freiberufler fordern so hohe Stundensätze wie nie
GULP Stundensatz-Auswertung August 2012
(September 2012)
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Ab sofort veröffentlichen wir die GULP Stundensatz-Auswertung nicht mehr halbjährlich, sondern nur noch einmal pro Jahr. Die nächste Aktualisierung verfassen wir im August 2013.
| Lesen Sie auch die Auswertungen nach: Forderung & Projektangebot | Lebensalter & Berufserfahrung | Position |
So hohe Stundensätze haben IT-/Engineering-Freiberufler noch nie gefordert – zumindest nicht seit Start dieser halbjährlich durchgeführten GULP Stundensatz-Auswertung im August 1998. Damals lagen die Honorarvorstellungen der Selbstständigen übrigens bei 60 Euro. Heute, genau 14 Jahre später, fordern IT-/Engineering-Freelancer im Schnitt 74 Euro pro Stunde. Und auch mit der Aussicht, seine Forderung erfüllt zu bekommen, sieht es gut aus. Der IT-Projektmarkt ist derzeit eindeutig auf der Seite der Kandidaten – die hohe Nachfrage nach Fachkräften aus dem IT- und Engineering-Bereich hat nicht nur zur Folge, dass die meisten Freelancer mit Projekten gut ausgelastet sind – sondern auch, dass sie höhere Preise durchsetzen können. Projektanbieter müssen tiefer in die Tasche greifen.
Verhandelte Stundensätze liegen ebenfalls im Schnitt bei 74 Euro
Wie schon angedeutet: Nicht nur die Forderung liegt bei 74 Euro. In die Liste Stundensätze in der Praxis tragen Freiberufler ihre tatsächlich erzielten Honorare pro Projekt ein – also den Betrag, der letztendlich mit dem Projektanbieter ausgehandelt wurde und zu dem der Vertrag geschlossen wurde. 2012 liegt der durchschnittliche gezahlte Stundensatz bei 74 Euro – und damit so hoch wie noch nie seit Start dieses GULP Tools im Jahr 2001. Im Vergleich zum letzten Jahr sind die gezahlten Honorare um zwei Euro gestiegen.
Wie sieht es in den übrigen Ländern des deutschsprachigen Projektmarkts aus?
IT-/Engineering-Freelancer in Österreich fordern derzeit im Schnitt 76 Euro. Sie konnten ihre Honorarforderung in den letzten sechs Monaten nicht steigern – fordern aber immerhin noch zwei Euro mehr als ihre deutschen Kollegen. Im Vergleich zu August 2007 konnten sich aber auch die Österreicher steigern: Sie fordern momentan im Schnitt fünf Euro mehr als noch vor fünf Jahren.
Die Entwicklung in der Schweiz zeigt die obige Grafik. Dort sind die Honorare ebenso im Aufwind wie in Deutschland. Schweizer IT-/Engineering-Consultants fordern derzeit im Schnitt 93 Euro pro Stunde – das ist ein Euro mehr als im Februar 2012 und sogar sieben Euro mehr als vor fünf Jahren.
Die Stundensatz-Auswertungen im Detail:
Bei den in der Auswertung angegebenen Stundensätzen handelt es sich um Netto-Beträge, das heißt ohne Mehrwertsteuer.
Mehr zur Methodik…
Die Stundensatz-Auswertung wird halbjährlich durchgeführt. Grundlage der Analyse bilden die Stundensatzforderungen, die die mehr als 80.000 in die GULP Profiledatenbank eingetragenen IT-Freiberufler in ihrem Profil angeben. Die Auswertung greift somit auf die Profile von über 90 Prozent der in Deutschland tätigen IT-Freiberufler zurück (Berechnung basierend auf Mikrozensus 2010, Stat. Bundesamt, Wiesbaden). Die Forderungen sind die Basis für die Stundensatzverhandlungen mit den Projektanbietern und stellen in der Regel einen guten Mittelwert dar.
Sie haben höhere oder niedrigere Stundensätze erzielt? Andere Erfahrungen mit den Stundensätzen gemacht? Tragen Sie die Daten Ihres aktuellen oder abgeschlossenen Projekts in die Liste "Stundensätze in der Praxis" ein. Dort sehen Sie, welche Stundensätze im Portmonee der Freelancer landen – je nach Skill und Art des Projektes.
Die GULP Stundensatz-Auswertung gibt es seit August 1998. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit können wir leider nicht alle Kommentare unbegrenzt veröffentlicht lassen, sondern müssen uns auf die aktuellsten und relevantesten beschränken.
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