Freiberufler-Honorare: Der Steigflug geht weiter

GULP Stundensatz-Auswertung August 2011

(August 2011)

 

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Dann sollten Sie in der GULP Profiledatenbank vertreten sein.

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IT-/Engineering-Selbstständige fordern im August 2011 im Schnitt ein Honorar von 73 Euro pro Stunde. Damit sind die durchschnittlichen Freiberufler-Stundensätze wieder um einen Euro gestiegen – seit Februar 2010 befinden sie sich im Steigflug. Auf einem so hohen Niveau wie im August 2011 (73 Euro) waren die Stundensätze schon seit Anfang 2002 nicht mehr.

Durchschnittliche Stundensatzforderungen der deutschen IT-Freiberufler seit Februar 2005

Projektleiter und Berater fordern am meisten

Der geforderte Stundensatz hängt natürlich von der Position des Freiberuflers ab. Zum Stichtag 1. August 2011 forderten Projektleiter mit im Schnitt 81 Euro am meisten, gefolgt von den Beratern mit 77 Euro. Sie sind die einzigen beiden Gruppen, die überdurchschnittliche Honorare fordern. Projektleiter verlangen damit pro Stunde durchschnittlich 23 Euro mehr als die Administratoren, die die Rangfolge der Positionen abschließen. Im letzten halben Jahr konnten Freelancer aller Positionen ihre Honorarforderungen erhöhen – bis auf die Admins (58 Euro) und die Trainer (70 Euro).

Stundensatzforderung der IT-Freiberufler nach Position (Halbjahres-Vergleich)

Nicht die Forderungen, sondern die wirklichen Preise?

Die hier ausgewerteten Stundensatzforderungen sind die Honorare, die IT-Freelancer in ihr GULP Profil eingetragen haben. Ausgewertet werden dabei nur diejenigen Skill-Profile, die im letzten halben Jahr aktualisiert wurden (mehr zur Methodik siehe unten). Bei Fragen zu diesem Datenmaterial wenden Sie sich gerne an die GULP Redaktion.

Daneben gibt es natürlich weitere Stundensätze, die wir bei GULP auswerten können (siehe Tabelle). Während die bei GULP eingetragenen IT-/Engineering-Freelancer im Schnitt 73 Euro pro Stunde fordern, ist in den Profilen, die von Projektanbietern kontaktiert werden, im Schnitt ein Satz von 71 Euro pro Stunde eingetragen. Beide treffen sich bei ihren Verhandlungen in der Mitte: Letztendlich landen im Portmonee der Freelancer durchschnittlich 72 Euro (siehe „Stundensätze in der Praxis“).

Zusätzlich auswertbare Stundensätze bei GULP:

GULP Tool Auswertungs-
Frequenz
Datenbasis Durchschnittlicher Stundensatz
Stundensatz-Auswertung Halbjährlich, Stichtag jeweils 01.02. und 01.08. Profile von Freiberuflern, die ihr Profil in den letzten 6 Monaten aktualisiert haben 73 Euro
(August 2011)
Stundensatz Kalkulator Tagesaktuell Profile von Freiberuflern, die ihr Profil in den letzten 6 Monaten aktualisiert haben 73 Euro
(25.08.2011)
Trend Analyzer Tagesaktuell Profile von Freiberuflern, die im Auswertungszeitraum Projektanfragen erhalten haben 71 Euro
(25.08.2011)
Stundensätze in der Praxis Auf Jahresbasis Einträge von Freiberuflern in die Liste „Stundensätze in der Praxis“ – das ist der am Ende verhandelte Stundensatz, zu dem der Vertrag geschlossen wurde 72 Euro
(2011)

Die Stundensatz-Auswertungen im Detail:

Forderung und Projektangebot

Wie hoch sind die geforderten Stundensätze der IT-Freiberufler im Schnitt? Welche Stundensatzgruppen kontaktieren die Projektanbieter am häufigsten?

Position

Welche Preise werden je nach fachlichem Schwerpunkt verlangt?

Länder und Regionen

Wie hoch sind die geforderten Stundensätze in Deutschland, Österreich und Schweiz? Welche Preisunterschiede gibt es in deutschen Regionen?

Lebensalter und Berufserfahrung

Wie unterscheiden sich die Honorare nach Alter und Berufspraxis? Wer erhält die meisten Projektangebote?

Archiv der GULP Stundensatz-Auswertung

August 2010 | Februar 2011

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Bei den in der Auswertung angegebenen Stundensätzen handelt es sich um Netto-Beträge, das heißt ohne Mehrwertsteuer.

Mehr zur Methodik…
Analysiert werden von den bei GULP eingetragenen Profilen jeweils die, die in den vergangenen sechs Monaten aktualisiert wurden, weil nur so auch kurzfristige Veränderungen sichtbar werden. Die Angabe des Stundensatzes im Profil ist kein Pflichtfeld. Profile ohne Honorarangabe oder mit einer, die offensichtlich falsch ist (z.B. Einträge wie „1 Euro“ oder „999 Euro“), werden nicht in die Analyse einbezogen. Grundlage für diese Stundensatz-Auswertung waren daher mehr als 25.000 Freiberufler-Profile. Für die Bestimmung der nachgefragten (kontaktierten) Stundensätze wurden mehr als 20.000 Profile derjenigen Freiberufler ausgewertet, die in den letzten sechs Monaten mindestens eine konkrete Projektanfrage erhalten haben.

Die Stundensatz-Auswertung wird halbjährlich durchgeführt. Grundlage der Analyse bilden die Stundensatzforderungen, die die mehr als 75.000 in die GULP Profiledatenbank eingetragenen IT-Freiberufler in ihrem Profil angeben. Die Auswertung greift somit auf die Profile von über 90 Prozent der in Deutschland tätigen IT-Freiberufler zurück (Berechnung basierend auf Mikrozensus 2009, Stat. Bundesamt, Wiesbaden). Die Forderungen sind die Basis für die Stundensatzverhandlungen mit den Projektanbietern und stellen in der Regel einen guten Mittelwert dar.

Sie haben höhere oder niedrigere Stundensätze erzielt? Andere Erfahrungen mit den Stundensätzen gemacht? Tragen Sie die Daten Ihres aktuellen oder abgeschlossenen Projekts in die Liste "Stundensätze in der Praxis" ein. Dort sehen Sie, welche Stundensätze im Portmonee der Freelancer landen – je nach Skill und Art des Projektes.

Die GULP Stundensatz-Auswertung gibt es seit August 1998. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit können wir leider nicht alle Kommentare unbegrenzt veröffentlicht lassen, sondern müssen uns auf die aktuellsten und relevantesten beschränken.

Kommentare zu diesem Artikel:

"Bei Statistiken wären nicht nur die Spitzenwerte, sondern auch der Durchschnit und vor allen die Standardabweichung interessant. (August 2011)"

"Kann vielen Kommentaren hier nur beiplichten. Als kluger und weitsichtiger Unternehmer soltte der Stundensatz nicht unter 60€ liegen. Damit bin ich die letzten Jahre sehr gut gefahren. Ich habe Familie mit 2 Kindern ein Eigenheim und noch ein vermietetes Steuerobjekt. Ich bin auch leicht erstaunt, das es FL gibt die mit 100€ nicht auskommen. Was macht Ihr mit Eurer Kohle? (Mai 2011)"

"Die Aussage des Artikels mag zwar stimmen, sofern man die Forderungen eines sich ändernden Pools von Anbietern überhaupt langsvergleichen kann, aber eine stete Steigerung wäre wie bei allen Preissteigerungen nur natürlich. Jedes Jahr müssten die Stundensätze steigen, wie es auch die Lebensmittelpreise tun. Jedes Jahr ein neuer Rekord.  Wie gesagt taugt die Zahl wenig, wenn nicht der Pool derselbe ist. Sinniger wären Detailsvergleiche, was ein C-Programmierer mit 5 Jahren BE im Laufe der Zeit hat und nicht alle in einen Topf zu werfen.  Was noch aussagefähiger wäre, sind die Gewinne der Freiberufler oder wenigstens die Nettoumsaätze. Der Stundensatz allein sagt nichts aus, wenn sich der Projektschwerpunkt immer mehr auf kurze Projekte verschiebt und damit der Satz von sich aus schon steigen müsste. Wer in IT-Projekten 1000h im Jahr bezahlt bekommt, für den sind 70 Euro reichlich wenig Geld!  (März 2011)"

"Für unter 80 €/Stunde lohnt es sich nie in einem SAP-Projekt zu arbeiten, da die Inflation eindeutig in den nächsten 2 Jahren weltweit nicht zu bremsen ist (März 2011)"

"Die in den Profilen geforderten, gestiegenen Stundensätze zeigen lediglich einen Trend an. Sie sind taktisch motiviert und für die eigenen Verhandlungen i.d.R. nicht zu gebrauchen. Hilfreich wären nur real erzielte Stundensätze (@Gulp: her mit eurer Statistik vermittelter Projekte). Man kann aber beobachten, dass der Markt funktioniert – das Angebot bzw. die Nachfrage bestimmt den Preis. Ob das zu viel oder zu wenig ist, muss jeder selbst entscheiden – wir sind doch selbständige Unternehmer. (März 2011)"

"... so hoch wie seit 10 Jahren nicht mehr??? Hier wird suggeriert das wäre hoch, Fazit ist jedoch dass die Stundensätze stagnieren, die Inflation aber weiterhin existiert. Wie lautet der Titel der Auswertung denn in 10 Jahren? Stundensätze stagnieren seit 2002. Das lässt sich aber wohl schlecht verkaufen, zumal Angestellte auch weiterhin auf Einkommenserhöhungen hoffen dürfen. Der gemeine Freiberufler sollte sich angesichts dieser Tendenz darüber im Klaren sein und seine eigenen Schlüsse ziehen. (März 2011)"

"Zitat: 'So hoch wie seit fast einem Jahrzehnt nicht mehr'. Wegen 1 Euro mehr (70 auf 71, 71 auf 72) so eine Schlagzeile? Etwas albern? 85-100 Euro All-In gab es 2007-2008! (Februar 2011)"

"Ganz gleich welcher Zweig, wer sich unter € 70,-/h verkauft ist selbst schuld! Wer das tut, dem kann ich nur sagen, Ihr habt den falschen Job gewählt - geht Toiletten putzen, da bekommt Ihr auch 30 € und müsst Euch nicht noch weiterbilden. (Februar 2011)"

"Seit ich bei GULP bin keine Vermittlung zu meinem kalkulierten Stundensatz von 120 EUR. Trotzdem immer gute Auslastung. Letztes Angebot über Vermittler: 30 EUR als Mitarbeiter in einem PMO (all inclusive) Darauf kann ich verzichten. (Februar 2011)"

"Die Skill-Stundensätze bedeuten NICHTS!  Ich kann den Kommentaren, die in diese Richtung gehen, nur zustimmen.  Ich z. B. nutze die Skill-Stundensätze, wenn ein Auftrag dem Ende entgegen geht, um mit einem NIEDRIGEN Stundensatz neue Interessenten zu locken.  Einen HOHEN Stundensätze findet man bei mir, wenn ich zu tun habe.  Wenn GULP nicht dazu übergeht, eine Umfrage zu machen, bei denen die ECHTEN Stundensätze abgefragt werden, kann die Statistik eigentlich vergessen.  Sorry! (Februar 2011)"

"Wie immer als Orientierung gut geeignet. Richtig interessant sind natürlich diejenigen Stundensätze, für die auch ein Vertrag zu Stande kommt. Alles andere sind ja mehr oder weniger 'taktisch motivierte' Preise von allen Beteiligten. Vorschlag: Wie wäre es, wenn GULP zumindest seine selbst vermittelten Stundensätze in einer Statistik offenlegt? (Oktober 2010)"

"Zeigt es sich doch immer wieder, dass für Stundensätze gearbeitet wird, für die man auch als Angestellter arbeiten könnte (Unternehmerisches Risiko rausgerechnet und auch die anderen Kosten). Solange die Margen der Vermittler nicht offengelegt werden, verlange ich grundsätzlich einen Studnensatz, der mich am Leben erhält und nicht umgekehrt. Die Unverschämtheit schlechthin, ein Angabot für 35 EUR/h als Leiter eines PMO eines 600 Mann Projektes (März diesen Jahres). Außderdem sagt der Stundensatz nichts aus, da es andere Vergütungsmodelle gibt. So sind z.B. Überstunden im Tagessatz mit enthalten, liegt der Tagessatz entsprechend höher, dafür kann der Kunde fest kalkulieren etc. Was komplett fehlt ist eines Aussage ob Reisekosten enthalten sind oder vom Kunden bezahlt werden. Und was heißt Stundensatz ? rein netto plus alle anfallenden Kosten ? (Oktober 2010)"

"Selbstädige sind Individualisten. Eine Anpassung kommt nicht in Frage und wer genug Erfahrung hat, kann auf diese Statistik verzichten. Das ist ja wie im Großraumbüro - 'ich will auch'!!! (Oktober 2010)"

"Wer vernünftig kalkuliert, kann auch mal eine Durststrecke ohne Projekt durchstehen, ohne sich auf die teilweise unverschämten Preisangebote der Vermittler einlassen zu müssen. Auf diese Weise konnte ich bisher immer meinen - nicht über den Daumen gepeilten sondern kalkulierten - Stundensatz durchsetzen. Ärgerlich: auch bei Gulp bekam ich auf Bewerbungen mehrfach nur knapp über 50 Euro angeboten. Es wäre hilfreich und fair, wenn die Vermittler ihre Margen offenlegen. Solange sie das nicht tun bleibt immer der Verdacht, dass sie sich unverhältnismässig mit unserer Arbeit die Taschen füllen. (September 2010)"

"75 Euro pro Stunde sind mindestens 600 Euro am Tag, was für Reisekosten und Übernachtungskosten habt Ihr denn, sodass da nichts übrig bleibt? Die Reise macht man ja nur zweimal in der Woche. Also die Ansichten gehen ja extrem auseinander, ich frage mich in den Kommentaren immer, wie stark sich die Ausgaben unterscheiden können und wieso. Bei 120k Umsatz (ohne Ust), kann man meiner Meinung nach 95k zu versteuernden Gewinn raus holen. Da ist Fahrtkosten, Auto und Hotel (und alles andere eben) schon abgezogen. Das ist mit 70 Euro Stundensatz alles zu schaffen. Haben die über-100-Euro-Forderer so riesen Ausgaben? Oder brauch man 180k Gewinn um sich zufrieden zu geben? Sollte wirklich jeder seine Messlatte dahin legen? Transparente Stundensätze sollte man von seinem Vermittler von Anfang an fordern. Meiner Meinung nach gibt es sehr viele, die da mitmachen. Natürlich sollten wir alle versuchen hohe Stundensätze zu erzielen, und das geht nur, wenn jeder auch einen stolzen Preis fordert. Da stimme ich voll zu. Aber trotzdem verstehe ich manche Ansichten hier nicht, da es sich bei denen so anhört, als bleibt bei 70 Euro pro Stunde fast nichts über. (September 2010)"

"Wie immer eine schöne Statistik. Der Preisdruck ist m.A.n. hoch. Die Vermittler unverschämt. Zwei Beispiele: a) gesucht erfahrener Leiter eines PMO für ein Großprojekt mti 600 Leuten: angebotener Stundensatz des Vermittlers 35 EUR b) Letzer Kommentar: Sie sind doch sowieso verfügbar und brauchen den Job, da sind 110 EUR nicht drin (als PL; inkl. Reisekosten und Überstunden, Raum FFM) (September 2010)"

"Wenigstens genauso interessant wäre es doch, einmal die Preise zu nennen, die der Endkunde an Euren Vermittler zahlt. Üblich sind doch Tagessätze von ca 1000 Euro. Für einen externen SAP Berater bzw Programmierer mit FI oder MM Kenntnissen zahlt mein Kunde (aus dem Handel) 900 Euro für einen 8-Stunden Tag. Für einen Projektleiter 1000. Wird im Rahmen von Softwareprojekten Consulting angeboten, zahlt er bis zu 1100 Euro. Und kommen die Strategieberater ins Haus, werden bis zu 1500 Euro gezahlt. (September 2010)"

"Bestätige den letzten Kommentar. Die FL sind wirklich immer die letzten Deppen am Ende der Kette. Vermittler wollen 2010 Umsatz auf Teufel komm raus erzielen. Bis jetzt sind viele Angebote wirklich nur für den Papierkorb -Anstieg der quantitativen Anfragen ohne FL-Nutzen / Qualität. Zitat eines größeren IT-Dienstleisters: Unsere MA sind alle ausgebucht. Na, so wenig scheinen die Endkunden da wohl also für die festen Consultants momentan nicht zu zahlen... Allgemein Drückerei im Markt wo es nur geht - vermutlich höhere Margen + keine Offenlegung - Endsätze sehr fragwürdig. Selbst bei 450km Anreisen werden generell eher nur 60-70 Euro All-In offeriert. Das reicht bei ~69-75 Euro Durchschnitt also nichtmal für Reise-/Übernachtungskosten. (August 2010)"

"Es wird bald Zeit für die aktuellen Zahlen. Mal sehen, ob sich mein Eindruck bestätigt: der Preisdruck scheint noch immer da zu sein. In den meisten Fällen wohl durchaus vom Kunden, die derzeit wohl weniger Wert auf Qualität legen. In einzelnen Fällen scheinen die MA der Vermittler aber auch Vorgaben zu haben, unbedingt eine möglichst hohe Marge rauszuschlagen. Ich glaube, die Mehrzahl der Freiberufler ist zum Glück selbstbewusst genug, da nicht mitzumachen. (August 2010)"

"Solange die Vermittler ihre Marge nicht offenlegen, sehe ich es nicht ein, permanent den Verdienst der Vermittler zu erhöhen. (März 2010)"

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Grundlage der Analyse bilden die Stundensatzforderungen, die die mehr als 75.000 in die GULP Profiledatenbank eingetragenen IT-Freiberufler in ihrem Profil angeben. Die Auswertung greift somit auf die Profile von über 90 Prozent der in Deutschland tätigen IT-Freiberufler zurück (Berechnung basierend auf Mikrozensus 2009, Stat. Bundesamt, Wiesbaden).

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