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Umfrage-Ergebnis

Projekte fern der Heimat

(Mai 2003)
 

Ein Projekt findet nicht am Wohnort des IT-Freiberuflers statt. In der Stundensatzverhandlung kommt das Thema Fahrtkosten und Aufwendungen für eventuelle Hotelübernachtungen zur Sprache. Kann hierfür ein Stundensatz-Aufschlag erzielt werden? Und wenn ja, in welcher Höhe?

Zwischen dem 10.04. und dem 10.05.2003 nannten insgesamt 137 Nutzer des GULP-o-meters ihre Erfahrungswerte.

 

Welcher Stundensatz-Aufschlag wurde in der Honorarverhandlung für Unterbringung und Fahrtkosten erzielt?

kein Aufschlag 45%
bis zu 5 Euro 8%
6 bis 10 Euro 16%
11 bis 15 Euro 12%
16 bis 20 Euro 6%
21 bis 25 Euro 4%
26 bis 30 Euro 3%
über 31 Euro 6%

 

Honorare sind Verhandlungssache - mögliche Stundensatzaufschläge auch. Zwar geben 45 Prozent der Umfrage-Teilnehmer an, keine Sonderkonditionen für Hotel- und Fahrtkosten ausgehandelt haben zu können, doch der Großteil der Befragten hat andere Erfahrungen gemacht:

Einen Aufschlag von immerhin bis zu 5 Euro konnten acht Prozent der Teilnehmer realisieren, doppelt so viele Teilnehmer (fünfzehn Prozent) erzielten zwischen 6 und 10 Euro. Und so setzt es sich nach oben hin fort: Zwölf Prozent der Teilnehmer handelten einen Stundensatz-Aufschlag von 11 bis 15 Euro aus und sechs Prozent bekamen 16 bis 20 Euro mehr pro Stunde.

Es ist noch mehr drin: Unter Umständen sind Projektanbieter bereit einen noch höheren Betrag für die Mehraufwendungen eines Freiberuflers zu zahlen. Sieben Prozent der Umfrage-Teilnehmer konnte Stundensatz-Aufschläge von 21 bis 30 Euro aushandeln. Und sechs Prozent der Befragten geben sogar Beträge über 31 Euro an.

Das dies durchaus möglich ist, bestätigt auch das Ergebnis einer Umfrage unter Freiberuflern und Projektanbietern im März 2003: Verhandlungssache Stundensatz.

 


Kommentare zu diesem Artikel:

"Berücksichtigt doch bitte einmal folgendes: Normalerweise darf ich auf meine Reisekosten keine Vorsteuer mehr ziehen, es sei denn, es handelt sich um einen durchlaufenden Posten, also einen Betrag, der dem Auftraggeber samt Belegkopien 1:1 weiterberechnet wird.  Zumindest die Übernachtungskosten sollte man also immer über einen Aufschlag rausholen und dann lieber entsprechend beim Stundensatz nachgeben.  Mache ich das gleiche Spielchen mit Fahrtkosten und Verpflegungsmehraufwand, wobei es hier nicht um die Vorsteuer, sehr wohl aber um die Anerkennung auch sehr hoher Aufwendungen im Rahmen einer Betriebsprüfung gehen kann, machen die Spesen insgesamt schnell 25, 30% und mehr vom Rechnungsbetrag aus. Solange man den Stundensatz immer schön entsprechend drückt, um wettbewerbsfähig zu bleiben, habe ich noch keinen Kunden gesehen, dem es nicht ziemlich egal wäre, in welche Teilbeträge sich die Rechnung aufgliedert. Zumal die meisten Vereinbarungen heute eh auf der Basis von All-inclusive Stundensätzen getroffen werden. (September 2003)"

"Über 31Euro extra für 6% der 137 Befragten, also für 8 Personen. Verklickt? Auslandseinsatz? Vielleicht, aber vielleicht auch von vornherein einen recht niedrigen Stundensatz angegeben? Das einzige, was ich aus dem Ergebniss ablesen kann, dass die meisten Versuchen mehr herauszuschlagen und dass man bei einem solchen Versuch sich wie die (knappe) Mehrheit verhält. Dennoch 'Danke' für diese und die vielen anderen Umfragen, liebes Gulp-Team! :-) (Juni 2003)"

"Die Beurteilung spiegelt die Realität wieder. Leider sind heute unabhängig von Standort eher geringere Stundensätze zu erzielen. Alle die angeblich Eur 30 extra fakturieren sind zu beneiden, oder träumen. (Mai 2003)"


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