| Jahresumsatz 2003
| 2004 |
2005 | 2006
Das vergangene Jahr stand ganz im Zeichen der IT-Selbstständigen:
Der Bedarf an externen IT-Dienstleistungen nahm noch mehr zu, so
dass die meisten IT-Spezialisten fast ganzjährig
in Projekten beschäftigt waren. Zudem verlangten sie von
ihren Auftraggebern erneut mehr
Geld. Die Kombination aus guter Auftragslage und höheren
Honorarforderungen spiegelt sich auch im erzielten Jahresumsatz
der IT-Experten wider. Das zeigt die jährliche repräsentative
GULP Umfrage zum Thema, an der sich 401 IT-Freiberufler beteiligten.
Nach dem Platzen der Dotcom Blase im Jahr 2000 hat es einige Zeit
gedauert, bis sich
der IT-Projektmarkt von den Folgen erholte. Vor ca. zwei Jahren
brachen dann für IT-Selbstständige wirtschaftlich wieder
sichtbar bessere Zeiten an, was sich auch in ihren Finanzen niederschlug:
Ihre Einnahmen vor Abzug von Steuern und Betriebsausgaben nahmen
deutlich zu.

Obwohl die Umsatzsteigerung 2006 im Vergleich zum Jahr 2005 eher
moderat ausfiel,
erzielte dennoch der Großteil der IT-Selbstständigen
(58 %) höhere Umsätze. Bei ca. jedem Dritten betrug die
prozentuale Veränderung der Einnahmen zwischen plus zehn bis
plus 20 %. Jeder Zehnte verdoppelte seinen Umsatz sogar.

In die roten Zahlen rutschten nur noch 15 % der Befragten. Zum
Vergleich: Im Vorjahr waren noch ein Viertel (25 %) und 2003 sogar
noch jeder zweite IT-Selbstständige von Umsatzsatzeinbussen
betroffen. Damit hat sich innerhalb der letzten Jahre ein für
die Freiberufler sehr erfreulicher Wandel vollzogen.
Die prozentual meisten IT-Spezialisten erzielten Umsätze zwischen
80.000 bis 120.000 Euro wie die detaillierte Verteilung der Einzelwerte
zeigt. Am stärksten zugenommen hat aber im Vergleich zum Jahr
2005 der Anteil von Freiberuflern mit einem durchschnittlichen Jahresumsatz
zwischen 140.000 Euro bis 160.000 Euro.

Dass in der IT-Branche wieder mehr bezahlt wird, macht sich auch
bei den Gehältern der festangestellten Mitarbeiter bemerkbar.
So ermittelte die Computerwoche
in ihrer großangelegten Gehaltsstudie, dass die Gehälter
von IT-Fachkräften im Jahr 2006 um durchschnittlich 3,2 % gestiegen
seien, die von Führungskräften um 1,1 %. Spitzenverdiener
der IT-Branche seien die Berater, insbesondere mit SAP-Know-how.
Sie erreichten laut Studie durchschnittlich 60.700 Euro brutto jährlich.
Einen höheren Verdienst hätten nur noch Projektleiter
mit fachlicher Teamleitung, deren Bruttogehälter bei durchschnittlich
61.200 Euro jährlich lagen. Weiter abgeschlagen folgten die
Qualitätssicherer mit 47.700 Euro und die Datenbankadministratoren
mit 44.900 Euro. Am unteren Ende der Gehaltsskala fanden sich Web-Designer
(34.500 Euro), Mitarbeiter im Anwender-Support (36.900 Euro), Web-Entwickler
(37.800 Euro) sowie System- und Netzadministratoren (knapp 40 600
Euro). (Quelle: Computerwoche, " IT-Gehälter 2006: Spezialisten
legen deutlich zu" vom 17.10.2006)
Auch im IT-Projektmarkt haben externe Projektleiter
und Berater finanziell die Nase vorn, Qualitätssicherungsexperten und
Administratoren verdienen dagegen um bis zu 20 Euro pro Stunde
weniger.
Nachdem 2006 insgesamt mehr IT-Selbstständige als erwartet
von Umsatz-Zunahmen profitierten, zeigen sich viele von ihnen auch
optimistisch für dieses Jahr. Jeder Zweite rechnet mit noch
höheren Einnahmen als im Vorjahr, ein Drittel erwartet zumindest
gleichbleibende Umsätze.
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