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| Umfrage-Ergebnis:
Umsatz 2005 – Grund zur Freude? |
| (April 2006) |
| Jahresumsatz 2003
| 2004 |
2005 | 2006
Das Jahr
2005 war endlich mal wieder eines der besseren Jahre im IT-Projektmarkt.
So demonstrieren es zumindest gewisse Kennzahlen: Die Stundensatzforderungen
freiberuflicher IT-Experten stiegen erstmals wieder leicht an, die
Zahl der über GULP zugestellten Projektanfragen nahm um 32
Prozent zu, IT-Freiberufler waren wieder stärker mit
Projekten ausgelastet und insgesamt sehr
positiv gestimmt.
Doch profitierte tatsächlich der Großteil der IT-Selbstständigen
von diesen guten Entwicklungen? Konnten sie insbesondere ihre finanzielle
Position verbessern? Um herauszufinden, ob und wie profitabel die
Selbstständigkeit für IT-Spezialisten im Jahr 2005 tatsächlich
war, führte GULP bereits zum dritten Mal in Folge eine Umsatz-Umfrage
durch. Insgesamt 447 IT-Freiberufler gaben bei dieser Auskunft zu
ihren Umsätzen im Jahr 2005. |
| Welchen Jahresumsatz
aus Ihrer freiberuflichen Tätigkeit haben Sie 2005 erzielt?
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Im Schnitt setzten IT-Selbstständige im vergangenen
Jahr 99.792 Euro um. Dieser Wert bestätigt, was sich bereits
bei den letzten Stundensatz-Auswertungen
andeutete: Finanziell geht es für IT-Selbstständige tatsächlich
wieder aufwärts. Denn während die Gesamteinnahmen im Jahr
2004 mit durchschnittlich rund 400 Euro nur sehr gering stiegen,
machten sie in 2005 einen unübersehbaren Sprung nach oben:
Im Vorjahresvergleich erzielten freiberufliche IT-Spezialisten
ein Umsatzplus von rund 16 Prozent bzw. 13.483 Euro. Nahezu zwei
Drittel (64 Prozent) von ihnen, und damit der Großteil, verbuchte
Umsätze von über 80.000 Euro.
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Ungefähr jeder dritte Freiberufler (32 Prozent)
ordnet sich in einem Bereich von 80.000 bis 120.000 Euro ein; 2004
lag der Anteil hier noch bei 22,4 Prozent. Die meiste Bewegung gab
es dabei in der Umsatzgruppe von 100.000 bis 120.000 Euro: Hier
nahm der Anteil der Freiberufler um rund 72 Prozent zu (von 9,2
auf 15,8 Prozent). Und auch in den noch höheren Finanzregionen
gab es Zuwächse: Doppelt so viele Freiberufler wie noch im
Vorjahr verzeichneten Umsätze zwischen 140.000 bis 160.000
Euro. Die Veränderungen sind also nicht nur deutlich, sondern
auch überaus positiv. |
| Wie hat sich der Jahresumsatz im Vergleich
zu 2004 verändert? |
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| Die Tendenz ist auch bei der prozentualen Veränderung
eindeutig: Aus Umsatzminus wird zunehmend Umsatzplus. Während
sich 2004 der Anteil von Umsatz-Gewinnern und Verlierern mit 36
bzw. 38 Prozent noch in etwa die Waage hielt, gab es 2005 eindeutig
mehr finanzielle Gewinner: |
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Jeder zweite IT-Freiberufler (53 Prozent) verzeichnete 2005
ein Umsatzplus. Der Gegenpol mit einem Umsatzminus schrumpfte
auf ein Viertel (24 Prozent). Einen größeren Schub
gab es besonders bei denjenigen, die ihre Finanzlage um 100 Prozent
verbesserten: Ihr Anteil wuchs um das dreifache (von drei auf
neun Prozent). Zudem sank die Zahl der IT-Selbstständigen,
deren Umsatz um über die Hälfte einknickte, auf magere
vier Prozent (2004 waren es noch 14 Prozent). |
Die spürbare Entlastung auf dem Konto wirkt sich natürlich
auch auf die Umsatzerwartungen für das aktuelle Jahr aus. Mit
höheren Gesamteinnahmen 2006 rechnen 44 Prozent der Befragten
und damit 13 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Rückläufig
entwickelte sich auch hier die Zahl der Pessimisten (von 27 auf
21 Prozent), so dass ein vorsichtiger Optimismus der IT-Selbstständigen
unverkennbar ist.
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Zusammengefasst führten die stärkere Nachfrage und
die höhere Stundensätze 2005 tatsächlich zu einer
finanziellen Entspannung bei den IT-Selbstständigen. Welches
der beiden Merkmale letztendlich für das Umsatzplus maßgeblich
ist, dürfte individuell verschieden sein: Ist es bei dem einem
die gesunde Mischung aus beidem, macht der andere eine geringere
Auslastung durch überdurchschnittliche Honorare wett. Egal
wie, die Richtung ist deutlich: Finanziell geht es wieder nach oben.
Und auch für dieses Jahr sind die Prognosen
für IT-Selbstständige durchaus positiv. Der
GULP Projektmarktindex lag im ersten Quartal 2006 mit über
21.000 Projektanfragen um 45 Prozent über dem Vorjahreswert.
Da sich der Index bislang immer als zuverlässiger Trend-Indikator
erwiesen hat, sollte beim Umsatz 2006 also noch einiger Spielraum
vorhanden sein. |
Kommentare zu diesem Artikel:
"Spiegelt auch meine eigene Erfahrung wieder. (April 2006)"
"Die Frage, die sich stellt, ist doch mit welchem Aufwand der Umsatz erzielt wird. Ich bin zu 100 % ausgebucht - aber leider an Projektstandorten die extreme Spesen verursachen -von Flügen über Hotel bis hin zu doppelten Lebenshaltungskosten. Sicherlich ist der Umsatz gut, aber wie schaut es mit dem Gewinn aus ? (April 2006)"
"Sehr hilfreich zur Einschätzung des eigenen Wertes im Vergleich zu Anderen. (April 2006)"
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