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| Umfrage-Ergebnis
Verhandlungssache Stundensatz |
| (März 2003) |
| Manch Freiberufler kennt das bange Gefühl, das sich
nach Stundensatzverhandlungen einstellt: Habe ich etwa zu wenig
gefordert? Hätte der Projektanbieter mehr gezahlt? Und welchen
Spielraum kann ich nutzen, wenn es um Aufschläge oder Rabatte
geht? Stundensätze sind immer auch Verhandlungssache –
GULP wollte deshalb wissen, zu welchen Zugeständnissen die
Verhandlungspartner bereit sind.
Insgesamt 833 IT-Freiberufler und 79 Projektanbieter haben sich
an der GULP Umfrage beteiligt; die überdurchschnittliche Resonanz
in sehr kurzer Zeit ist auch ein Indiz dafür, dass das Thema
beschäftigt. |
Frage an IT-Freiberufler:
Wie liegen Sie mit Ihren Stundensatzforderungen bei Honorarverhandlungen?
Frage an Projektanbieter?
Wie liegen Freiberufler mit ihren Stundensatzforderungen bei Honorarverhandlungen? |
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eher
zu niedrig |
meist
richtig |
eher
zu hoch |
| IT-Freiberufler |
28 % |
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45 % |
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27 % |
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| Projektanbieter |
37 % |
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23 % |
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41 % |
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| Dass mehr Freiberufler glauben, mit ihren Stundensatzforderungen
richtig zu liegen, mag kaum verwundern – immerhin haben sie
in der Regel genau über ihre Vorstellungen nachgedacht. Auch,
dass mehr Projektanbieter als IT-Freiberufler die Forderungen eher
zu hoch einschätzen, liegt in der Natur der Dinge. Überraschend
ist jedoch das Umfrageergebnis hinsichtlich der Einschätzung
„eher zu niedrig“, wofür 37 Prozent der Projektanbieter
stimmen, aber nur 28 Prozent der Freiberufler. |
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Frage an IT-Freiberufler:
Wie viel schlagen Sie auf Ihren Stundensatz auf, wenn Sie in einer
anderen Stadt arbeiten sollen (Unterbringung, Fahrtkosten ...)? (Durchschnittswert)
Frage an Projektanbieter:
Wie viel kann ein Freiberufler auf seinen Stundensatz aufschlagen,
wenn er in einer anderen Stadt arbeitet? (Durchschnittswert) |
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| IT-Freiberufler |
16 Euro |
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| Projektanbieter |
27 Euro |
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| Die Bescheidenheit der Freiberufler, erster Teil: Während
bei weit entfernten Projekten die teilnehmenden Projektanbieter durchschnittlich
27 Euro mehr pro Stunde zahlen würden, begnügen sich die
IT-Spezialisten mit 16 Euro. |
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Frage an IT-Freiberufler:
Wie viel Prozent schlagen Sie auf Ihren Stundensatz auf, wenn ein
Projekt eine sehr kurze Laufzeit hat? (Durchschnittswert) Frage
an Projektanbieter:
Wie viel Prozent kann ein Freiberufler auf seinen Stundensatz aufschlagen,
wenn ein Projekt eine sehr kurze Laufzeit hat? (Durchschnittswert) |
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| IT-Freiberufler |
12,4 % |
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| Projektanbieter |
17,0 % |
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| Die Bescheidenheit der Freiberufler, zweiter Teil:
Auch bei sehr kurzen Laufzeiten eines Projektes fordern die IT-Freiberufler
im Durchschnitt einen geringeren Aufschlag, als die Projektanbieter
bieten würden. Der Unterschied beträgt immerhin 4,6 Prozentpunkte. |
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Frage an IT-Freiberufler:
Wie viel Prozent würden Sie einem Projektanbieter Rabatt geben,
wenn ein Projekt eine extrem lange Laufzeit hat? (Durchschnittswert)
Frage an Projektanbieter:
Wie viel Prozent sollte ein Freiberufler Rabatt geben, wenn ein Projekt
eine extrem lange Laufzeit hat? (Durchschnittswert)
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| IT-Freiberufler |
10,9 % |
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| Projektanbieter |
8,8 % |
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| Die Großzügigkeit der Freiberufler, erster
Teil: Lange Projekt-Laufzeit bedeutet gesicherte Arbeit in den nächsten
Monaten. Nur verständlich, dass Freiberufler durchschnittlich
10,9 Prozent bei ihren Stundensätzen nachlassen würden –
die Projektanbieter aber erwarten nur 8,8 Prozent. |
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Frage an IT-Freiberufler:
Wie viel Prozent lassen Sie vom Stundensatz nach, wenn Sie ein Projekt
im wesentlichen in Heimarbeit durchführen können? (Durchschnittswert)
Frage an Projektanbieter:
Wie viel Prozent sollte ein Freiberufler vom Stundensatz nachlassen,
wenn er ein Projekt im wesentlichen in Heimarbeit durchführen
könnte? (Durchschnittswert)
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| IT-Freiberufler |
11,4 % |
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| Projektanbieter |
8,3 % |
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| Die Großzügigkeit der Freiberufler, zweiter
Teil: Zuhause arbeiten bringt dem Freiberufler jede Menge Vorteile,
weshalb er hier gerne Rabatt gibt, und zwar durchschnittlich 11,4
Prozent. Die Projektanbieter dagegen wären schon mit 8,3 Prozent
einverstanden. |
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| Eine Anmerkung zum Schluss |
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| Die Tendenz in der Umfrage ist deutlich
und kann Freiberuflern durchaus Mut machen, bei künftigen Stundensatzverhandlungen
– wenn es um Aufschläge oder Rabatte geht – die
Grenzen etwas mehr auszuloten. Jedoch bleibt zu beachten, dass jedes
Gespräch für sich eigene Rahmenbedingungen hat –
und hier stellt sich die Frage: welchen der Projektanbieter hat
man vor sich? Der noch Spielraum hat oder der, welcher meint, dass
die Forderungen zu hoch sind.
Völlig auszuschließen ist das bange Gefühl nicht.
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Kommentar zum Artikel "Danke für die Tipps. (September 2010)"
"Der
Teil in Bezug auf die Stundensatzberechnung bei Projekten in anderen
Städten hat mich schon verwundert. Ich schlage inzwischen schon
ordentlich was drauf. Freiberufler, die ich kenne, arbeiten jedoch
unabhängig vom Standort für das gleiche Geld. Ich hoffe,
dieser Artikel ermuntert einige. Ich glaube fast, dass viele Freiberufler
keine Kostenrechnung machen. Denn, wenn man die hohen Übernachtungs-
und Reisekosten von den Stundensätzen herunterrechnet, dann
würden sich wohl viele wundern... (Februar 2005)"
"Ich finde diesen Bericht sehr informativ,
aber die Kommentare danach haben mich total verwirrt! Was sollen
wir jetzt glauben? (Februar 2004)"
"Ich denke, dass wir Freiberufler
um ein Projekt 'schnappen' zu können, schon viel zu viel Rabatt
machen. Dank einiger 'billigen' Freiberuflern, liege ich leider
schon laengst unter meiner Schmerzgrenze. Ich finde die Umfrage-Ergebnisse
sind nicht realistisch. (August 2003)"
"Sehr hilfreich
besonders für Neueinsteiger, die in diesem Geschäft noch
nicht so viel Erfahrung haben. (August 2003)"
"Ich bin
Freiberufler und verlange für die Spesen fixe Sätze (Fahrtkosten
und Hotel) und keinen Zuschlag zum Stundensatz. Meistens zahlt
das Hotel sogar gleich der Auftraggeber, da er oft einen Vertragspartner
hat, bei dem er für oftmalige Übernachtung weniger zahlt.
(Juni 2003)"
"Ich
denke der verlangte Stundensatz muss auch die Reisespesen beinhalten,
sonst würde sich ein Wettbewerbsnachteil ergeben: Warum
sollte ein Projektanbieter bei zwei Kanditdaten mit gleicher Qualifikation
denjenigen nehmen, der noch zusätzlich 5-20 EUR Fahrtkosten verlangt ? (Mai
2003)"
"Die 'Hunderten
von Beratern', die nur 5 EUR pro Stunde an
Spesen verlangen, kalkulieren (meistens) mit Verlust, weil sie
den Kollegen, die vor Ort, oder im Umkreis von 50 Km wohnen,
Konkurrenz machen wollen. Ein einfaches EXCEL-Blatt kann
dies vor Augen führen: (Anzahl gefahrener Km x 30
Cent)+(Anzahl Übernachtungen x 70 EUR), das Ganze dividiert
durch die Anzahl fakturierbarer Stunde (pro Tag, Woche, oder
Monat ist egal, hauptsache konsistent für alle Grössen), ergibt
einen Richtwert für den Spesenaufschlag. Jeder, der diese
Rechnung mal gemacht hat, wird erkannt haben, dass dies überhaupt kein 'Zusatzgeschäft'
ist
- im Gegenteil. (Mai
2003)"
"Mich
würde interessieren, inwieweit Projektanbieter anstelle eines
erhöhten Stundensatzes pauschal Unterkunft (Hotelkosten) und
Reisekosten (Hiemreise per Bahn, Auto, Flug et.c) handhaben. (März
2003)"
"Mir ist es auch ein Rätsel
wie der Stundesatz beim Projekt in einer anderen Stadt zustande
kommt. 27 Euro pro Tag wäre nachvollziehbar. Als Freiberufler
ist es doch eher die Regel Ausswärts zu sein und deshalb ist
das doch schon Bestandteil der Kalkulation. Trotzdem interessante
Studie ;-) (März 2003)"
"Sehr interessante Info, besonders
in Bezug auf die Stundensatzberechnung bei Projekten in anderen
Städten. (März 2003)"
"Vieln Dank! Sehr wertvoll. Wenn
Sie das zu einer ständig verfügbaren Web-Page machen,
könnte man sich im Profil darauf beziehen!? (März 2003)"
"Sehr gut und informativ! (März
2003)"
"Es ist mir unerklärlich, wie
ein Projektanbeiter 27 EUR Zuschlag auf den Stundensatz des Freiberuflers
zahlen soll, wenn das Projekt weiter entfernt ist. Der Kunde zahlt
in diesen Fällen i.d.R. keinen Cent mehr, da es ihm gleich
ist woher er die Leistung bezieht und die Marge bewegt sich ebenfalls
i.d.R. nur zwischen 5 und 15 EUR die Stunde. Auch aus Gesprächen
mit hunderten von Beratern und Entwicklern weiss ich selbst, dass
diese i.d.R. ca. 5 bis maximal 10 EUR (in Ausnahmefällen) je
Stunde an Spesen verlangen - und auch benötigen. Ansonsten
werden Spesen ein Zusatzgeschäft - was es nicht sein soll.
(März 2003)" |
Kommentare zu diesem Artikel:
"Danke für die Tipps (September 2010)"
"Der Teil in Bezug auf die Stundensatzberechnung bei Projekten in anderen Städten hat mich schon verwundert. Ich schlage inzwischen schon ordentlich was drauf. Freiberufler, die ich kenne, arbeiten jedoch unabhängig vom Standort für das gleiche Geld. Ich hoffe, dieser Artikel ermuntert einige. Ich glaube fast, dass viele Freiberufler keine Kostenrechnung machen. Denn, wenn man die hohen Übernachtungs- und Reisekosten von den Stundensätzen herunterrechnet, dann würden sich wohl viele wundern... (Februar 2005)"
"Ich finde diesen Bericht sehr informativ, aber die Kommentare danach haben mich total verwirrt! Was sollen wir jetzt glauben? (Februar 2004)"
"Ich denke, dass wir Freiberufler um ein Projekt 'schnappen' zu können, schon viel zu viel Rabatt machen. Dank einiger 'billigen' Freiberuflern, liege ich leider schon laengst unter meiner Schmerzgrenze. Ich finde die Umfrage-Ergebnisse sind nicht realistisch. (August 2003)"
"Sehr hilfreich besonders für Neueinsteiger die in diesem Geschäft noch nicht so viel Erfahrung haben. (August 2003)"
"Ich bin Freiberufler und verlange für die Spesen fixe Sätze (Fahrtkosten und Hotel) und keinen Zuschlag zum Stundensatz. Meistens zahlt das Hotel sogar gleich der Auftraggeber, da er oft einen Vertragspartner hat, bei dem er für oftmalige Übernachtung weniger zahlt. (Juni 2003)"
"Ich denke der verlangte Stundensatz muss auch die Reisespesen beinhalten, sonst würde sich ein Wettbewerbsnachteil ergeben: Warum sollte ein Projektanbieter bei zwei Kanditdaten mit gleicher Qualifikation denjenigen nehmen, der noch zusätzlich 5-20 EUR Fahrtkosten verlangt ? (Mai 2003)"
"Die 'Hunderten von Beratern', die nur 5 EUR pro Stunde an Spesen verlangen, kalkulieren (meistens) mit Verlust, weil sie den Kollegen, die vor Ort, oder im Umkreis von 50 Km wohnen, Konkurrenz machen wollen. Ein einfaches EXCEL-Blatt kann dies vor Augen führen: (Anzahl gefahrener Km x 30 Cent)+(Anzahl Übernachtungen x 70 EUR), das Ganze dividiert durch die Anzahl fakturierbarer Stunde (pro Tag, Woche, oder Monat ist egal, hauptsache konsistent für alle Grössen), ergibt einen Richtwert für den Spesenaufschlag. Jeder, der diese Rechnung mal gemacht hat, wird erkannt haben, dass dies überhaupt kein 'Zusatzgeschäft' ist - im Gegenteil. (Mai 2003)"
"Mich würde interessieren, inwieweit Projektanbieter anstelle eines erhöhten Stundensatzes pauschal Unterkunft (Hotelkosten) und Reisekosten (Hiemreise per Bahn, Auto, Flug et.c) handhaben. (März 2003)"
"Mir ist es auch ein Rätsel wie der Stundesatz beim Projekt in einer anderen Stadt zustande kommt. 27 Euro pro Tag wäre nachvollziehbar. Als Freiberufler ist es doch eher die Regel Ausswärts zu sein und deshalb ist das doch schon Bestandteil der Kalkulation. Trotzdem interessante Studie ;-) (März 2003)"
"sehr gut und informativ (März 2003)"
"Vieln Dank! Sehr wertvoll. Wenn Sie das zu einer ständig verfügbaren Web-Page machen, könnte man sich im Profil darauf beziehen!? Gruß TT (März 2003)"
"Sehr interessante Info, besonders in Bezug auf die Stundensatzberechnung bei Projekten in anderen Städten. (März 2003)"
"Es ist mir unerklärlich, wie ein Projektanbeiter 27 EUR Zuschlag auf den Stundensatz des Freiberuflers zahlen soll, wenn das Projekt weiter entfernt ist. Der Kunde zahlt in diesen Fällen i.d.R. keinen Cent mehr, da es ihm gleich ist woher er die Leistung bezieht und die Marge bewegt sich ebenfalls i.d.R. nur zwischen 5 und 15 EUR die Stunde. Auch aus Gesprächen mit hunderten von Beratern und Entwicklern weiss ich selbst, dass diese i.d.R. ca. 5 bis maximal 10 EUR (in Ausnahmefällen) je Stunde an Spesen verlangen - und auch benötigen. Ansonsten werden Spesen ein Zusatzgeschäft - was es nicht sein soll. (März 2003)"
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