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| Branchen im Vergleich:
Vermittlungsprovisionen
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(Januar 2006)
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| Inhalt
dieses Artikels:
Vermittlungsprovisionen
in einzelnen Branchen | Gesamteinkaufspreis
für externe IT-Spezialisten| Tendenz
nach unten
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| Über einen Vermittler ins Projekt - dann
stellen sich IT-Selbstständige nicht selten die Frage, wie
hoch dessen Provision ausfällt. Vor kurzem so erst geschehen
im GULP Forum. Da trifft es sich natürlich gut, dass sich die
Serie "Branchen im Vergleich" nach den gezahlten
Stundensätzen nun mit den Agenturprovisionen beschäftigt.
Wie diese je nach Branche variieren und sich auf den Gesamteinkaufspreis
auswirken, behandelt der zweite Teil der GULP Branchenbetrachtung.
| Datenbasis des Branchenvergleichs sind die Einträge
freiberuflicher IT-Experten in die Liste "Stundensätze
in der Praxis" [Zugriff nur mit Profil-Account].
Für die aktuelle Auswertung wurden über 1.900
Angaben von IT-Spezialisten zu ihren Projekten in den
Jahren 2000 bis 2005 untersucht. |
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Wie viel Euro vom Gesamteinkaufspreis für einen externen IT-Spezialisten
an den Vermittler als Provision gehen, ist dem zahlenden Endkunden
oftmals nicht bekannt. Was gelegentlich zu unterschiedlichen Auffassungen
über die Leistungserbringung führen kann wie in Forumsbeiträgen
und Feedbacks bei GULP zu lesen ist:
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"Oft wissen die Projektverantwortlichen nicht,
dass sie der Agent bis zu 30 % des für den Freiberufler
bezahlten Betrages kostet, dass sie einen Mann für 100
Euro einkaufen, dieser aber nur 70 Euro davon erhält und
eine diesen 70 Euro äquivalente Leistung dafür bringt.
Ich weiß nicht, ob der Projektanbieter sich immer darüber
im Klaren ist, was er für welche Dienstleistung bezahlt."
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"Immerhin erwartet der Kunde nämlich die Leistung
für den von ihm gezahlten Preis. Wenn dem Freiberufler
aber sehr viel weniger gezahlt wird, wird dessen Motivation
und damit der Leistungswille nicht sonderlich hoch sein." |
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"Das Engagement seine Arbeit ordentlich zu machen sollte
selbstverständlich sein. Akzeptiert ihr eine zweitklassige
Beratung im Kaufhaus nur, weil ihr den Mantel zu 100 und nicht
den zu 150 Euro nehmt?" |
Klar sein dürfte allerdings beiden Seiten – Endkunde
und IT-Freiberufler -, dass es sich bei der Vermittlungstätigkeit
um eine Dienstleistung handelt, die entsprechend vergütet werden
will. Je nach Branche, in die IT-Fachleute vermittelt werden, gibt
es bei den Provisionszahlungen durchaus Unterschiede.
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| Vermittlungsprovisionen
in einzelnen Branchen |
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| Zu beachten: Die hier genannten Provisionen stellen
das statistische Mittel von 1.900 Einträgen dar. Im Einzelfall
hängt die gezahlte Provision von einer Vielzahl von Faktoren
wie Risikoübernahme, Servicelevel, Zahlungszielen, Mengenrabatten,
usw. ab. |
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| Im Schnitt berechnen Agenturen
für ihre Vermittlertätigkeit 23,30 Euro pro Stunde. Mit
25 Euro fallen demnach überdurchschnittlich hohe Provisionen
für die Vermittlung externer IT-Projektmitarbeiter im Pharma-
und Chemiebereich an. Etwas günstiger ist die Agenturvergütung
mit 22,20 Euro beim Hauptbrötchengeber freiberuflicher IT-Spezialisten:
dem Banken- und
Finanzsektor. Alles in allem existiert bei den Forderungen der
Agenturen je Branche eine beachtliche Spannbreite von fast bis zu
vier Euro. Eine plausible Erklärung für diese Differenzen
wäre u.a., dass die Vermittlung externer IT-Spezialisten in
einzelnen Wirtschaftszweigen schwieriger und zeitaufwändiger
ist, z.B. weil i.d.R. sehr spezielle Fachleute akquiriert werden
müssen. |
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| Gesamteinkaufspreis
für externe IT-Spezialisten |
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| Werden die ermittelten Provisionen zu den geleisteten
Stundensatzzahlungen
in der jeweiligen Branche addiert, erhält man den Gesamteinkaufspreis
für externes IT-Know-how. |
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| Der durchschnittliche Gesamteinkaufspreis
für einen externen IT-Projektmitarbeiter lag in den Jahren
2000 bis 2005 bei 91,80 Euro. Beim Vergleich der beiden Grafiken
Gesamteinkaufspreis und Agenturprovisionen zeigen sich Verschiebungen
im Ranking der Branchen. So sticht besonders der Bereich Banken/Finanzen
ins Auge, der sich zwar durch günstige Provisionen auszeichnet,
aber durch überdurchschnittlich hohe Stundensätze beim
Gesamteinkaufspreis mit 93,00 Euro auf Platz vier vorrückt.
Die gegensätzliche Entwicklung ist in der Automotive-Branche
zu beobachten: Hier werden eine relativ hohe Agenturprovision und
ein eher niedriger Stundensatz addiert und ergeben mit 89,90 Euro
einen Gesamteinkaufspreis, der deutlich unter dem Mittelwert liegt.
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| Tendenz
nach unten |
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Die finanziell besten Zeiten für die Agenturen scheinen vorbei wie die
Entwicklung der Provisionszahlungen über die vergangenen sechs
Jahre zeigt.
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| Die wirtschaftlich schwierigen Zeiten
sind auch an den Vermittlern nicht spurlos vorübergegangen:
Lag ihre Vergütung im Jahr 2000 noch bei 25 Euro/Stunde zeichnet
sich seit dem Jahr 2001 ein kontinuierlicher und deutlicher Abwärtstrend
ab. Nach einer kleinen Verschnaufpause in 2003 haben sich die Ausgaben
für die Vermittlung von selbstständigen IT-Spezialisten
inzwischen bei etwas über 22,00 Euro eingependelt – mit
weiterhin leicht fallender Tendenz. Im Schnitt lag die Agenturprovision
in den letzten sechs Jahren bei 23,40 Euro. |
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