Nur ein Viertel der IT-Freiberufler jünger als 40 Jahre

GULP Stundensatz-Auswertung Februar 2011: Mehr als die Hälfte blickt auf über 20 Jahre Berufserfahrung zurück

München, März 2011. Nur ein knappes Viertel der IT-Freiberufler im deutschsprachigen Raum ist jünger als 40 Jahre; mehr als die Hälfte blickt bereits auf über 20 Jahre Berufserfahrung zurück. In den letzten fünf Jahren konnte sich aber jede Altersgruppe steigern, was die Stundensätze betrifft. Das ergab die seit 1998 halbjährlich durchgeführte Stundensatz-Auswertung des IT-Projektportals www.gulp.de. Grundlage der Analyse bilden die Stundensatzforderungen, die die mehr als 74.000 in die GULP Profiledatenbank eingetragenen IT-Freiberufler in ihrem Profil angeben. Die Auswertung greift somit auf die Profile von über 90 Prozent der in Deutschland tätigen IT-Freiberufler zurück (Berechnung basierend auf Mikrozensus 2009, Stat. Bundesamt, Wiesbaden).

Anteil der IT-Freiberufler in der jeweiligen Altersgruppe (5-Jahres-Vergleich)

Im Februar 2006 waren noch 42,9 Prozent der externen IT-Spezialisten jünger als 40 Jahre. Im Februar 2011 sind es nur noch 24,1 Prozent, also 43 Prozent weniger. „Es ist aber nicht so, dass die IT-Freiberufler mittel- bis langfristig aussterben“, so Stefan Symanek, Marketing-Leiter von GULP. „Im Gegenteil – die Anzahl der freiberuflich tätigen IT-Spezialisten steigt seit Jahren kontinuierlich. Maßgeblich für diese Altersverschiebung sind eher zwei andere Faktoren. Erstens die allgemeine demografische Entwicklung: Die arbeitende Bevölkerung wird zunehmend älter, auch in der IT. Und zweitens: Die Selbstständigkeit in der IT ist eine noch vergleichsweise junge Disziplin, die sich nun langsam auf einem normalen Niveau einpendelt, was die Altersstruktur angeht.“

Anteil der IT-Freiberufler in der jeweiligen Berufserfahrungs-Gruppe (5-Jahres-Vergleich)

Bei der Berufserfahrung ist eine ähnliche Entwicklung ersichtlich wie beim Alter: Vor fünf Jahren konnten nur 33,3 Prozent der IT-Selbstständigen mehr als 20 Jahre Berufserfahrung vorweisen. Im Februar 2011 sind es 51,1 Prozent, also mittlerweile mehr als die Hälfte.

Je erfahrenerer die externen Spezialisten, desto höher die Honorare

IT-Selbstständige fordern im Februar 2011 im Schnitt ein Honorar von 72 Euro pro Stunde. In den letzten fünf Jahren konnte sich jede Altersgruppe steigern, was die Stundensätze betrifft, die die IT-Freelancer in ihr GULP Profil eingetragen haben. Ein Bereich tut sich besonders hervor:

Stundensatzforderung der IT-Freiberufler in der jeweiligen Altersgruppe (5-Jahres-Vergleich)

IT-Selbstständige zwischen 40 und 54 Jahren haben ihre Honorarforderungen seit Februar 2006 im Schnitt um sechs Euro erhöht. Ihre Forderung liegt aktuell bei 74 Euro – zwei Euro über dem Durchschnitt. Freiberufler unter 35 trauen sich deutlich weniger: Sie verlangen im Schnitt 62 Euro für ihre Dienstleistungen. Immerhin aber sind das vier Euro mehr als noch vor fünf Jahren (58 Euro).

Bei den IT-Selbstständigen zwischen 25 und 29 Jahren liegen die Forderungen mit 59 Euro recht niedrig. Das kontaktierte Honorar, also der Satz, zu dem die Freelancer tatsächlich für Projekte angefragt werden, liegt in dieser Altersgruppe im Schnitt drei Euro höher. Auch bei den IT-Freelancern zwischen 30 und 34 Jahren liegen die Forderungen einen Euro unter der Nachfrage.

Stundensatzforderung der IT-Freiberufler in der jeweiligen Berufserfahrungs-Gruppe (5-Jahres-Vergleich)

IT-Selbstständige mit weniger als zehn Jahren Berufserfahrung fordern aktuell im Schnitt 61 Euro pro Stunde. Ihre Kollegen mit mehr als zehn Jahren Expertise verlangen durchschnittlich 73 Euro. Mit mehr als 15 Jahren Erfahrung werden die Forderungen überdurchschnittlich; am Maximum kommen Freelancer mit 20 Jahren Erfahrung an (75 Euro). Die Kurve sinkt danach nicht ab – kurz: Je erfahrener, desto höher die Stundensatzforderung.

Die vollständige Stundensatz-Auswertung finden Sie hier:
http://www.gulp.de/kb/st/stdsaetze/sstext.html

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