GULP >> Über GULP >> Pressemitteilungen >> Honorare der deutschen IT-Freiberufler steigen auf 70 Euro pro Stunde

Pressemitteilung 28.08.2007
 
Zurück zu alten Höhen:
Honorare der deutschen IT-Freiberufler steigen auf 70 Euro pro Stunde
Damit verlangen sie erstmals wieder so viel Geld wie im Jahr 2003
 

Die Preise für externes IT-Know-how steigen weiter: Die durchschnittlichen Stundensatzforderungen der deutschen IT-Freiberufler erreichen mit 70 Euro erstmals wieder das Niveau von vor vier Jahren. Immer mehr IT-Experten positionieren sich mit ihren Honoraren wieder im Hochpreissegment: Heute fordert mindestens jeder vierte freiberuflich tätige IT-Spezialist (28 Prozent) einen Stundensatz über 80 Euro. Das ergab die aktuelle Stundensatz-Studie der IT-Personalagentur GULP, die halbjährlich erstellt wird. Die umfassende Honorar-Auswertung basiert auf den Daten der über 60.000 bei www.gulp.de eingetragenen IT-Freiberufler-Profilen sowie den mehr als 400.000 über GULP abgewickelten Projektangeboten.

Durchschnittliche Stundensatzforderungen der deutschen IT-Freiberufler seit Februar 2003

Schweizer fordern nach wie vor am meisten
Mit der erneuten Stundensatzerhöhung auf nun 70 Euro sind die deutschen IT-Experten ihren österreichischen Kollegen finanziell dicht auf den Fersen. Denn deren Honorare blieben, im Vergleich zur letzten Auswertung im Februar dieses Jahres, stabil bei 71 Euro. Auch die Schweizer erhöhten ihre Preise nicht, sondern verharren ebenfalls auf dem Februarwert von 86 Euro. Unverändert fordern sie damit für Projekteinsätze die höchste Vergütung, jedoch verringern die deutschen IT-Spezialisten auch die Preisdifferenz zu ihnen langsam.

Finanzielle Kluft bei Positionen
Trotz höherer Stundensätze bleibt die finanzielle Kluft bei den Positionen aber weiter bestehen: Projektleiter und Berater verlangen mit 76 Euro bzw. 73 Euro pro Stunde überdurchschnittliche Sätze. Am wenigsten fordern die Administratoren, die ihre Tätigkeit mit (im Schnitt) 55 Euro pro Stunde in Rechnung stellen. Bei ihnen setzt sich – ebenso wie bei Software-Entwicklern (63 Euro) und Qualitätssicherungsexperten (62 Euro) – der Trend zu höheren Stundensätzen wesentlich langsamer und auf niedrigerem Niveau durch.

Region D6 finanzstark, D8 dagegen auftragsstark
Das meiste Geld für Projekteinsätze verlangen mit (im Schnitt) 72 Euro pro Stunde weiterhin die im Raum Frankfurt am Main (D6) ansässigen IT-Freiberufler. Doch andere Regionen holen auf: Nachdem vor einem halben Jahr nur IT-Selbstständige in D6 über 70 Euro pro Stunde forderten, wird dieser Wert nun mittlerweile in weiteren drei Bundesgebieten erzielt: So kalkulieren IT-Experten im Raum Hamburg (D2) und München (D8) mit einem Stundenhonorar von je 70 Euro, in Düsseldorf-Köln-Bonn (D5) liegt dieses mit 71 Euro sogar noch etwas höher. Das finanzielle West-Ost-Gefälle bleibt weiter bestehen. Was die Projektanfragen angeht, haben neuerdings IT-Selbstständige im Süden der Republik (D8) die besseren Karten: Erstmals richteten die Projektanbieter mehr Anfrage in den Münchner Raum als in die bisher federführende Bankenregion Frankfurt am Main (D6).

Berufspraxis zählt
Bei den Anbietern nach wie vor begehrt bleiben die "alten Hasen": Mehr als ein Drittel (38 Prozent) ihrer Anfragen richteten sie an Freiberufler, die länger als 20 Jahre in der IT tätig sind. Und das, obwohl diese mit 73 Euro pro Stunde überdurchschnittliche Honorare fordern. Dagegen passiert es immer seltener, dass externe Mitarbeiter mit weniger als zehn Jahren Berufspraxis von ihnen für IT-Projekte angefragt werden, obwohl sie mit maximal 60 Euro pro Stunde deutlich weniger Vergütung verlangen. Aber wo kein Angebot, da keine Nachfrage: Die Altersstruktur der freiberuflich tätigen IT-Experten verschiebt sich immer mehr jenseits der Vierzig. Heute sind bereits über 60 Prozent der IT-Selbstständigen älter als 40 Jahre; fast jeder Fünfte (18 Prozent) hat die Fünfzig bereits überschritten. IT-Nachwuchs ist nicht in Sicht - gerade einmal vier Prozent der bei GULP eingetragenen IT-Freiberufler sind jünger als 30 Jahre. Diese Entwicklung spiegelt sich natürlich auch bei der Auswertung nach Berufsjahren wider.

Nachfrageboom lässt Preise steigen
Die Tendenz ist eindeutig: Bei der Vermittlung externer IT-Spezialisten im deutschsprachigen Raum sind Stundensatzforderungen von durchschnittlich 70 Euro bzw. oberhalb von 70 Euro wieder weitgehend "normal". Die Auftragslage ist für selbstständige IT-Experten derzeit sehr gut, was sich natürlich auch auf deren Preiskalkulation auswirkt. Allein im Juli übermittelte GULP insgesamt 14.263 Projektanfragen - und damit durchschnittlich alle drei Minuten eine Anfrage - an die in der GULP Profiledatenbank eingetragenen Freiberufler. Insgesamt wurden heuer bis Ende Juli 62.209 Projektangebote über GULP an externe IT-Spezialisten vermittelt. Das sind 43 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die komplette Auswertung finden Sie unter:
http://www.gulp.de/kb/st/stdsaetze/sstext_f.htm

 

Zum Seitenanfang nach oben
Für die Teilnahme an den mit diesem Icon gekennzeichneten Diensten melden Sie sich mit den Zugangsdaten an.
Zugangsdaten vergessen? | Noch kein GULP Profil?
Über GULP: Mehr als 3.000 Kunden, 80.000 eingetragene IT-Experten, davon 13.000 mit Schwerpunkt Engineering, und über 1.200.000 abgewickelte Projektanfragen: GULP ist die wichtigste Quelle für die Besetzung von IT-/Engineering-Projekten mit externen Spezialisten im deutschsprachigen Raum. Zusätzlich zu den Dienstleistungen einer modernen Personalagentur bietet GULP ein umfassendes Online-Portal mit Informationen und Services für die Teilnehmer im Markt.