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Zahlreiche festangestellte IT-Experten träumen nicht nur
davon, ihr eigener Chef zu werden, sondern wagen den Schritt in
die Freiberuflichkeit. Dass die meisten dabei sehr solide vorgehen,
beweist eine Umfrage von GULP, dem Internetportal für IT-Projekte.
Die meisten selbstständigen IT-Spezialisten sammeln erst als
Angestellte wertvolle Erfahrungen, bevor sie sich an die Realisierung
ihrer Träume wagen. Eine richtige Entscheidung, denn fundiertes
Know-how ist auch im IT-Projektgeschäft gefragt: Die Mehrheit
der Projektanbieter bevorzugt einen erfahrenen IT-Freiberufler.
Diesem Ergebnis entsprechen die Durchschnittswerte der 24.000 in
der GULP Profiledatenbank eingetragenen IT-Freiberufler mit einer
Berufserfahrung seit 1988 und einem Durchschnittsalter von 36 Jahren.
Motor für den Schritt in die Freiberuflichkeit ist der Wunsch
unabhängig zu sein, leistungsgerecht bezahlt zu werden und
die generelle Unzufriedenheit mit dem Angestellten-Status. Aber
auch die Suche nach der fachlichen Herausforderung und die Möglichkeit
der freien Zeiteinteilung wurden in der GULP-Umfrage als Gründe
genannt. Projektanbieter schätzen die Motive für den Wechsel
ähnlich ein.
Gegensätzlich bewerten IT-Freiberufler und Projektanbieter
ihr erstes Projekt: 71 Prozent der IT-Freiberufler schätzen
die Abwicklung ihres ersten Auftrags als reibungslos ein. Weder
die Integration ins Team noch die Arbeitsbelastung oder die geforderte
Flexibilität stellten für die Freelancer ein Problem dar.
Das sahen die Projektanbieter jedoch anders und bemängelten
speziell die mangelnde Flexibilität der Freiberufler.
Auch freiberufliche IT-Fachkräfte müssen sich aktiv um
die nächsten Aufträge bemühen: Für 46 Prozent
der Befragten ist die Projektakquise das derzeit größte
Problem.
Akquise ist das Thema Nr. 1 bei den IT-Freiberuflern. Dazu passt,
dass fast die Hälfte der Befragten beim Wechsel in die Selbstständigkeit
auf ihren Bedarf abgestimmte Informationen zu eben diesem Thema
und dem Bereich Marketing vermissten. Auch Hinweise und Ratschläge
zum Thema Steuern und Finanzen sind stark gefragt. 53 Prozent der
IT-Freiberufler und 41 Prozent der Projektanbieter sehen hier das
Internet als Hauptinformationsquelle. Für GULP erfreulich:
33 Prozent der Freiberufler und 27 Prozent der Projektanbieter bewerten
Deutschlands Portal für IT-Projekte hierbei als wichtigste
Informationsquelle für den IT- Projektmarkt.
Schwierigkeiten mit Gehaltsforderungen hingegen haben derzeit nur
fünf Prozent der Freiberufler - ein interessanter Gegensatz
zu den Projektanbietern: 23 Prozent der befragten Unternehmen sehen
bei der Zusammenarbeit mit Freiberuflern in zu hohen Honorarforderungen
das größte Problem.
Was bringt die Zukunft? 52 Prozent der Freiberufler erwarten, dass
der Trend, in die Freiberuflichkeit zu wechseln, sich wie bisher
fortsetzt oder sogar noch verstärken wird. Die Projektanbieter
beantworten diese Frage uneinheitlich: Fast die Hälfte will
hierzu gar keine Einschätzung abgeben, die andere Hälfte
teilt sich in Optimismus und Pessimismus.
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