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Pressemitteilung 8. Januar 2002
 
Nur 25 Prozent der Green Cardler entsprechen den Erwartungen
Umfrage zu Erfahrungen beim Einsatz ausländischer IT-Spezialisten
 

Die Erfahrungen beim Einsatz der Green Card und die Bewertung der Zusammenarbeit mit diesen ausländischen IT-Fachkräften standen im Interesse der Online-Umfrage der Freiberuflerbörse www.gulp.de. Die knapp 250 Teilnehmer aus dem IT-Projektmarkt sind vom praktischen Nutzen der Initiative wenig überzeugt.

Die Green-Card-Regelung der Bundesregierung, die den von Unternehmen und Verbänden beklagten anhaltenden Fachkräftemangel der IT-Branche lindern soll, gilt seit August 2000. Seitdem wurden rund 10.000 ausländische IT-Spezialisten angeworben, vornehmlich aus Indien und den osteuropäischen Staaten. Im November 2001 gab die Bundesregierung weitere 10.000 befristete Arbeitserlaubnisse für IT-Experten frei.

Während das Arbeitsministerium davon spricht, dass die angeworbenen Fachkräfte "mit großem Erfolg tätig geworden" seien und der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft erklärt, die Green Card für IT-Spezialisten "habe die Erwartungen der mittelständischen Wirtschaft mehr als erfüllt", sieht die Mehrheit der Teilnehmer der GULP Umfrage die Green Card vorwiegend kritisch.

46 Prozent der Umfrageteilnehmer hatten bereits IT-Fachkräfte aus Indien oder Osteuropa in einem Projekt eingesetzt. Trotz des großen Angebots an externen Personalvermittlern nahmen nur 38 Prozent deren Dienstleistungen für die Kontaktaufnahme zu den Green Card-Kandidaten in Anspruch. 82 Prozent von diesen gaben zudem an, dass sie mit den Leistungen der Personalvermittler nicht zufrieden waren.

Auch die eingesetzten Experten selbst konnten die Erwartungen zumeist nicht erfüllen. Das Ergebnis ist eindeutig: Drei Viertel der Teilnehmer antworteten, dass die Leistungen der Green Card IT-Experten nicht ihren Anforderungen entsprachen.

Die erste GULP-Umfrage zum Thema Green Card vom Mai 2000 gibt eine mögliche Antwort darauf. Die Teilnehmer befürchteten, dass trotz hoher Motivation interkulturelle Differenzen und sprachliche Barrieren den Einsatz und die Leistung der Green Cardler einschränken. Diese Einschätzung wird durch den Teamleiter IT-Industrie beim IG-Metall-Vorstand in Frankfurt bestärkt: "Gute deutsche Sprachkenntnisse sind unerlässlich, um mit den Mitarbeitern und noch mehr mit den Kunden kommunizieren zu können. Englisch reicht da nicht."

Aus welchen Gründen auch immer: 77 Prozent der Teilnehmer der aktuellen Umfrage sahen das Preis-/Leistungs-Verhältnis beim Einsatz inländischer IT-Freiberufler als besser an.

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> Umfrage-Ergebnisse "Green Cards für IT-Spezialisten - 2" (Dezember 2001)"
> Umfrage-Ergebnisse "Green Cards für IT-Spezialisten - 1" (Mai 2000)"
> Kategorie "Arbeitsmarkt" der GULP Knowledge Base

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