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Pressemitteilung 19. Juni 2001
 
Letztes Aufbäumen oder Revival?: MVS vor Windows NT und Unix
Aktuelle Marktstudie aus dem IT-Projektmarkt
 

Die aktuelle Analyse der GULP Information Services zur Nachfrage des Betriebssystems MVS / OS/390 im IT-Projektmarkt zeigt ein überraschendes Ergebnis: Das Großrechner-Betriebssystem drängt auf den ersten Platz und verweist damit Windows NT und Unix auf die Ränge.

GULP Information Services GmbH, das Portal für IT-Projekte, untersuchte Anfang Juni die Entwicklung der Projektanfragen für das Betriebssystem MVS. Die Analyse beruht auf der statistischen Auswertung von 17.235 Projektangeboten, die seit Mai 2000 über den GULP-Server an IT-Freiberufler zugestellt wurden.

> Der Markt: Die monatlichen Projektanfragen

Bereits im Dezember 2000 zeichnete sich ein starkes Plus in den Projektanfragen für MVS ab, das sich seitdem fortsetzt: Im Mai 2001 ist MVS in beinahe 15 Prozent genannt - das ist der höchste Wert, den das Betriebssystem je erzielen konnte.

Ganz anders präsentiert sich die Situation für Unix und Windows NT. Noch nie waren Spezialisten aus diesen Bereichen weniger gefragt, die Projektanfragen gehen seit Anfang 2001 merklich nach unten: Unix erreicht im Mai mit nur 12,9 Prozent aller Projektanfragen einen absoluten Tiefstand; Windows NT befindet sich mit derzeit 14,6 Prozent im untersten Bereich seiner normalen Schwankungsbreite.

> Das Geld: Die Stundensätze

MVS-Experten gehören seit jeher zu den "Besserverdienern" der IT-Branche. Das belegt die Analyse aus dem GULP Stundensatz Kalkulator, bei dem 35.540 Projektanfragen seit Dezember 1998 ausgewertet wurden: Der durchschnittliche Stundensatz der MVS-Spezialisten liegt bei DM 155 und damit gut 10 DM höher als das marktübliche Durchschnittshonorar aller bei GULP eingetragenen IT-Freiberufler.

Zum Vergleich: Das Stundensatzniveau von Unix liegt bei DM 147. Windows NT steht mit einem Mittelwert von DM 133 noch schlechter da.

> Das Lebensalter: Die Altersstruktur

Ein MVS-Experte ist mit rund 42 Jahren durchschnittlich 6 Jahre älter als seine Kollegen aus den Bereichen Unix oder Windows NT, deren Durchschnittsalter bei 36,3 bzw. 36,0 Jahren liegt - was wiederum genau dem Durchschnittsalter aller bei GULP eingetragenen Freiberufler entspricht.

> Bestätigung des Trends durch Meinungsumfrage

Für die 145 Befragten einer Online-Umfrage von GULP im Dezember 2000 dürfte diese positive Entwicklung von MVS keine Überraschung sein. Auf die Frage, ob Mainframe/MVS auch in absehbarer Zeit eine feste Größe im IT-Projektmarkt bleibe, antworteten zwei Drittel der Befragten mit einem klaren Ja. Lediglich ein Fünftel der 145 Befragten bezweifelten die Chancen und schickten den "Mainframe-Dino" in den verdienten Ruhestand. Auf keinen Trend festlegen wollten sich 14 Prozent der Befragten.

> Fazit

Die Zahlen sprechen für eine derzeit gute Marktsituation für MVS. Die Auswertung der Verteilung der Projektnachfragen nach Ländern und Postleit-zahlgebieten legt jedoch nahe, dass dieser Höhenflug mit aus einer ungewöhnlich hohen Nachfrage der Bankhäuser resultiert: Rund ein Viertel der Projektanfragen stammt aus dem PLZ-Gebiet 6. Eine mögliche Ursache: Waren Kapazitäten in den Projekten der Jahr 2000-Umstellung und Euro-Einführung gebunden, werden jetzt wieder MVS-Projekte realisiert.

Die Werte für Unix und Windows NT befinden sich im unteren Bereich ihrer normalen Schwankungsbreite - ein Indiz für die Existenz einer IT-Krise? Auch die Zurückhaltung mit großen IT-Projekten vor der Sommerpause könnte ein Grund für das schlechte Abschneiden dieser beiden Betriebssysteme sein.

Dass Windows NT-Experten aufgrund des Einsatzes von Windows 2000 weniger gefragt sein könnten, lässt sich nicht bestätigen: Für Windows 2000 gingen die prozentualen monatlichen Projektanfragen ebenfalls nach unten.

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> GULP Marktstudie "MVS wieder gefragt"
> Umfrage-Ergebnis: Mainframe/MVS

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