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Arbeiten unter dem Damoklesschwert "Softwarepatente" – wenn am 6. Juli die EU-Richtlinie über die Patentierbarkeit "computerimplementierter Erfindungen" verabschiedet werden sollte, sehen dadurch 70 Prozent der selbstständigen IT-Experten ihre berufliche Existenz gefährdet. Bei einer Adhoc-Umfrage des Projektportals www.gulp.de kritisierten ferner 74 Prozent der Projektanbieter eine Zunahme der Bürokratie durch die umstrittene Richtlinie.
Die GULP Umfrage, an der insgesamt 316 selbstständige IT-Experten und Projektanbieter teilgenommen haben, brachte zu Tage, dass die Sorge der Beteiligten im IT-Projektmarkt vor allem der "Vermeidung von Patentrechtsverletzungen" gilt. Um dies nämlich sicherstellen zu können, müsse eine mitunter sehr aufwändige Patentrecherche betrieben werden, die weder für IT-Selbstständige noch für die meisten Unternehmen personell und finanziell machbar, geschweige denn rentabel wäre.
Ergo: 64 Prozent der Projektanbieter und 77 Prozent der IT-Selbstständigen würden nach eigenen Angaben nicht sicherstellen können, dass sie bzw. ihre Mitarbeiter keine Patente verletzen. "Eine Situation", so GULP-Sprecher Stefan Symanek, "die zweifellos den IT-Projektmarkt belasten würde, denn rechtliche Unsicherheit war noch nie ein Motor für wirtschaftliche Innovationen." |