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Pressemitteilung 12.04.2001
 
Auswertung zum Thema "Stundensätze von IT-Experten"
Umfassender Überblick der marktüblichen Honorarsätze im IT-Projektmarkt
 

Gleiche Arbeit, gleicher Lohn? Weit gefehlt! GULP, marktführende Projektbörse für IT-Freiberufler, untersuchte das umfangreiche Zahlenmaterial von 22.000 Profilen freiberuflicher IT-Experten, 850 Projektanbietern und 35.000 Projektanfragen nach verschiedenen Kriterien und Trends in der zeitlichen Entwicklung. Die Stundensatzanalyse überrascht mit einem recht differenzierten Bild.

>Stundensätze - Wunsch und Realität

Welchen Stundensatz fordert ein Freiberufler und wie viel DM bekommt er dann tatsächlich? Der mittlere Stundensatz im IT-Projektmarkt liegt bei DM 137 - nur ein leichter Anstieg um DM 3 im Vergleich zum August des Vorjahres. Freiberufler mit Stundensatzforderungen zwischen DM 130 und DM 150 erhalten auch die meisten Projektangebote. Im Gegensatz zu den Honorarwünschen unter DM 130, die seltener von Projektanbietern kontaktiert werden und deren Gesamtzahl zudem kontinuierlich abnimmt, übersteigen die Anfragen im Bereich zwischen DM 150 und DM 170 deutlich die Anzahl der verfügbaren IT-Freiberufler.

Das marktwirtschaftliche Prinzip greift also auch im IT-Markt: Spezialisten mit langjähriger Berufserfahrung und aktuellem Fach-Know-how sind gefragt und können dementsprechend auch einen höheren Stundenlohn verlangen.

>Stundensätze nach Ländern und Regionen

Die Analyse der GULP Datenbank ergibt signifikante regionale Unterschiede bei den Stundensätzen im deutschsprachigen Raum:

Die Schweiz führt sowohl bei den geforderten als auch bei den tatsächlichen Stundensätzen. Österreichische Freelancer verlangen zwar mehr Geld als ihre deutschen Kollegen, die Projektanbieter zahlen hier jedoch im Vergleich die niedrigsten Stundensätze. In Österreich und der Schweiz liegen die Wunschstundensätze durchgängig über den gebotenen Honoraren.

In Deutschland ergibt sich die umgekehrte Konstellation. Betrachtet man die Stundensätze nach Postleitzahlgebieten, zeigt sich ein deutliches West-Ost Gefälle. In den Neuen Bundesländern und Berlin sind unterdurchschnittliche Stundensätze üblich. Die höchsten Sätze gibt es dagegen in Frankfurt/Main mit DM 148 bei den Honorarforderungen und DM 151 bei den Stundensatzangeboten, gefolgt von Hamburg und Bremen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. München und die anderen Postleitzahlenbereiche liegen im Branchen-Durchschnitt.

Angebot und Nachfrage sind in diesem Fall jedoch nicht die alleinige Erklärung für die Höhe der Stundensätze: Während in den PLZ-Gebieten 6 und 7 wirklich ein Überangebot an offenen Positionen vorherrscht, finden sich in den anderen Gebieten keine signifikanten Unterschiede im Verhältnis der IT-Freiberufler zu offenen Projekten. Die Differenzen bewegen sich hier in der Größenordnung um etwa ein Prozent.

>Stundensätze nach Lebensalter und Berufserfahrung

Die Zahlen sprechen für sich: Stundensätze und Projektnachfragen steigen proportional zum Alter und damit zur Berufserfahrung:

Das gewünschte Einstiegshonorar der "Youngster" unter 20 Jahren liegt bei einem Durchschnitt von DM 97. Trotz des niedrigen Stundenlohns erhält diese Altersgruppe kaum Projektanfragen zugestellt.

Das Durchschnittsalter der bei GULP eingetragenen 22.000 Freiberufler liegt bei 36,4 Jahren. Diese Altersgruppe erhält dementsprechend auch die meisten Projektangebote. IT-Freiberufler über 40 Jahren können sich sogar über einen Nachfrageüberhang freuen; die IT-Experten im Alter von 50 bis 54 stellen mit DM 150 die höchsten Honorarforderungen. Erst die "alten Hasen" über 55 verlangen wieder einen günstigeren Stundensatz.

>Stundensätze nach Position

IT-Freiberufler mit den entsprechenden Kenntnissen verdienen mit einem Durchschnittssatz von DM 151 als Projektleiter und mit DM 150 als IT-Berater am besten. Während bei den Software-Entwicklern die Stundensätze seit August 2000 konstant bei DM 123 liegen, konnten Experten aus dem Bereich der Qualitätssicherung mit einem Plus von DM 7 auf ebenfalls DM 123 die größte Honorarsteigerung verbuchen.

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