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Die seit längerem gute Nachfrage nach externem IT-Know-how
zeigt Wirkung: Die Stundensatzforderungen der freiberuflichen
IT-Experten in Deutschland steigen erneut auf nunmehr durchschnittlich
68 Euro. Damit nehmen sie klaren Kurs auf die 70-Euro-Marke,
die ihre österreichischen Kollegen - dank einem Stundensatzplus
von vier Euro - erstmals seit 2003 wieder überschritten
haben. Auch die Schweizer haben mit verlangten 86 Euro pro Stunde
finanziell wieder zu alten Höhen gefunden.
Das ergab das aktuelle Update der halbjährlichen, umfassenden
GULP Stundensatz-Studie, in der die Daten der über 60.000
bei www.gulp.de eingetragenen IT-Freiberufler-Profile sowie mehr
als 350.000 über GULP abgewickelte Projektangebote ausgewertet
worden sind.

Die IT-Freiberufler zeigen sich unverändert
selbstbewusst, nur noch ein Viertel (24 %) von ihnen fordert Stundensätze
unterhalb der "magischen" Grenze von 60 Euro. Dagegen
verlangt bereits wieder jeder Vierte (26 %) Honorare über
80 Euro. Dabei gab es in den letzten zwei Jahren den größten
Anteilszuwachs in den Honorarregionen 90 bis 99 Euro (+ 37 %).
Die von den Auftraggebern kontaktierten Stundensatzgruppen verlagern
sich ebenfalls deutlich stärker in die Honorarregionen oberhalb
der 60 Euro. Jeder zweite Kontakt (55 %) geht mittlerweile an IT-Spezialisten,
die über 70 Euro pro Stunde verlangen. Besonders auffällig,
der Anteil der Kundenanfragen in die hochpreisigen Kategorien von
90 bis 109 Euro nahm in den letzten zwei Jahren um über ein
Drittel (36 %) zu.
Im Gegenzug reduzierten die Anbieter im gleichen Zeitraum sukzessive
ihre Anfragen an IT-Freiberufler mit Stundensätzen unterhalb
von 60 Euro: Richtete sich im Februar 2004 noch jeder vierte Kontakt
(24 %) an die niedrigpreisigen Stundensatzgruppen, ist es aktuell
nur noch jeder fünfte (19 %).
Laut GULP Sprecher Stefan Symanek schlage sich in dieser Entwicklung
aber nicht nur die bessere Marktlage nieder, sondern auch das Phänomen
SAP: "Allein im Jahr 2006 war jede fünfte Anfrage über
GULP eine Nachfrage nach SAP-Berater-Know-how, welches klassischerweise
höher bezahlt wird. Das wirkt sich natürlich auf den
Durchschnitt aus."
Erfahrung gewinnt
Lebensalter und Berufspraxis sind auch bei hohen Stundensätzen
gefragt: Ein Drittel (34 %) der Projektkontakte geht an IT-Selbstständige,
die mehr als 20 Jahre in der IT tätig sind und mit durchschnittlich
73 Euro pro Stunde am meisten fordern.
Wobei der demografische Wandel in der Gesellschaft auch am IT-Projektmarkt
nicht vorrübergegangen ist, der Markt altert massiv: Innerhalb
der letzten sechs Monate vergrößerte sich der Anteil
der über 40-Jährigen von 56 % auf nun 61 %.
Die Auftraggeber haben sich bereits auf diese gewandelte Altersstruktur eingestellt
und intensivieren ihre Kontakte an IT-Freiberufler über 40 Jahre. Allein
innerhalb der letzten zwei Jahre haben die Projektanfragen an IT-Spezialisten über
40 Jahre um ein Fünftel (21 %) zugenommen.
Leidtragende dieser Entwicklung sind auf den ersten Blick die jüngeren
Jahrgänge, allen voran die 30- bis 34-Jährigen, deren Nachfrage in
den vergangenen zwei Jahren um fast ein Drittel (32 %) zurückging.
"Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass es gerade in den jüngeren
Altersklassen immer weniger IT-Spezialisten gibt. Und wo kein Angebot, da keine
Nachfrage", relativiert Symanek diesen Trend zum Alter.
Region Köln-Bonn kommt
Erfreulich - Die starke Nachfrage
nach externen IT-Mitarbeitern und Beratern ist nicht regional begrenzt,
sondern findet sich im
gesamten Bundesgebiet. Allerdings mit leichten Verschiebungen:
So entwickelt sich die Region Köln-Bonn (D5) langsam aber
stetig zunehmend zur drittstärksten IT-Region: Mittlerweile
geht mehr als jede zehnte (12 %) Projektanfrage in dieses Gebiet.
Und mit im Schnitt 72 Euro sind die kontaktierten Stundensätze
hier genauso hoch wie im finanzstarken Raum Frankfurt am Main (D6),
der derzeit noch die stärkste Nachfrage verzeichnet mit 19,9%.
Dicht gefolgt vom IT-Standort München (D8) mit derzeit 19,5
% aller Kontakte.
"Trotz der bundesweiten Erholung des Marktes und der Erhöhung
der Stundensätze um einen Euro in nahezu allen Regionen klafft
aber weiterhin eine deutliche Honorar-Lücke zwischen einzelnen
Gebieten. Vor allem das West-Ost Gefälle bleibt bestehen,
hier reicht die Spanne von durchschnittlich 62 Euro Forderung in
der Achse Halle-Leizig-Dresden bis zu 71 Euro im Finanzstandort
Frankfurt am Main", betont GULP Sprecher Symanek.
Die komplette
Auswertung - unterteilt nach Position, Alter, Berufserfahrung
und Einsatzort finden Sie unter http://www.gulp.de/kb/st/stdsaetze/sstext_f.html
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