Kündigen Sie Ihre freiwillige Arbeitslosenversicherung?

Das Ergebnis der Trash Poll der Woche

(Januar 2011)

 

Die wöchentliche GULP rund um Leben, Liebe, Alltag & Beruf - nicht immer ganz ernst gemeint, sondern mit einem Augenzwinkern.

Das Ergebnis der Kalenderwoche 1/2011:

Geänderte Versicherungsbedingungen ab 2011: Kündigen Sie Ihre freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbstständige?
Ja.   12%
Nein.   17%
Ich bin nicht in der freiwilligen Arbeitslosenversicherung, also gibt es nichts zu kündigen.   71%
Teilnehmerzahl: 170

Zum 1. Januar 2011 änderten sich die Versicherungsbedingungen für die freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbstständige. Neben geänderten Kündigungsfristen bedeutet das für Selbstständige vor allem höhere Beiträge. So zahlen Selbstständige statt 17 Euro ab sofort 33,60 Euro (Ost) bzw. 38,33 Euro (West). 2012 werden sich die Beiträge voraussichtlich noch einmal verdoppeln.

12 Prozent der Teilnehmer an dieser GULP Trash Poll ziehen die Konsequenzen aus der Änderung und kündigen ihre freiwillige Arbeitslosenversicherung. 17 Prozent sehen keinen Handlungsbedarf. Interessant: Für fast Dreiviertel der IT-Selbstständigen (71 Prozent) ist die Weiterversicherung überhaupt kein Thema.

Im GULP Forum wird derzeit viel über die geänderten Versicherungsbedingungen diskutiert. Die einen sind der Meinung, dass die freiwillige Versicherung auch mit den höheren Beiträgen noch ein nützlicher Rettungsschirm für Zeiten der Not sein kann. Für die anderen lohnt sich die Versicherung seit der Beitragserhöhung nicht mehr und sie werden im Falle des Falles von privaten Geldreserven zehren. Wieder andere meinen, dass das Konzept der freiwilligen Weiterversicherung an sich nicht zur Grundidee der Selbstständigkeit passt. Schließlich sei ein Selbstständiger ein Unternehmer, der sein eigenes Risiko zu tragen hat. Die Arbeitslosenversicherung rücke einen IT-Freiberufler aber in die Nähe eines „Leiharbeiters“. Das wiederum schwäche die Verhandlungsposition des Freiberuflers, vor allem in Gesprächen mit Vermittlern.

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Kommentare zu diesem Artikel:

"Auf Dauer kann sich das ja eigentlich nicht lohnen, es sei denn man plant mit "Arbeitslosen" Zeiten. Wann meldet man sich denn Arbeitslos? Jeder der sich in Zeiten in denen er "Projektlos" ist auch Arbeitslos meldet, wäre ja ein Schmarotzer. Nur weil man auf Projektsuche ist, ist man ja nicht Arbeitslos, sondern auf Akquise, die eben zur Selbständigkeit in unserem Bereich gehört. Von daher... wann meldet man sich überhaupt Arbeitslos? Macht meiner Meinung nach nur für Leute Sinn, die kein Geld bei Seite legen für Akquise-Zeiten, oder die noch ganz am Anfang stehen, oder die Geld abzocken wollen und "Arbeitslose" Zeiten fest einplanen. Aber diesen wird mit der Neuregelung, dass man es nur zweimal in Anspruch nehmen kann, ja eh ein Stein im Weg gelegt. Und nicht vergessen: 38,33 Euro monatlich, sind in 20 Jahren auch rund 10k Euro. Also auch bei dem kleinen Beitrag, muss man es schon ordentlich in Anspruch nehmen, damit es sich in der kompletten Zeit der Selbständigkeit rechnet. (Januar 2011)"

"Zitat: "Die Arbeitslosenversicherung rücke einen IT-Freiberufler aber in die Nähe eines „Leiharbeiters“. Das wiederum schwäche die Verhandlungsposition des Freiberuflers, vor allem in Gesprächen mit Vermittlern. " -- was für ein Unfug, woher weiss denn der Vermittler wie sich der Selbstständige absichert ? (Januar 2011)"

"Ich fühle mich als vollwertiger Freiberufler, trotzdem ist es für mich keine Frage, dass ich weiterhin versichert bleibe. Die paar Euro höhere Beiträge im Vergleich zum Einkommen merke ich gar nicht, mehr schmerzen mich die geänderten Bedingungen. Weshalb dieses? Für mich gelten aus meiner beruflichen Vergangenheit heraus eine ganze Reihe von gesetzlichen Bestimmungen und Anordungen die ich beachten muss, damit bleibt mir das Anrecht auf ein hohes und langes Arbeitslosengeld erhalten, wahre Vorteile bei Krankenkasse, Rentenbeiträge und maximiere zugleich (die eh geringe) Rente aus meiner Angestelltenzeit in der Zukunft. Diese Versicherung ist für mich eine extrem günstige Risikoabsicherung und bringt zukünftige gesetzlich abgesicherte finanzielle Vorteile... warum sollte ich diese wegwerfen. Mein Problem ist nur, dass man sich nur noch 2 mal arbeitslos melden kann, denn ich >muss< mich immer innerhalb von 2 Jahren arbeitslos melden, damit mir diese alte Rechte auf das hohe und lange ALG nicht verfällt. Zwei meiner Freiberufler-Freunde sind schon Nutznieser dieser ihrer alten Rechtssituation. Und: diese freiwillige Arbeitslosenversicherung verbietet ja nicht, dass ich auch weitere Massnahmen zu meiner Zukunftsabsicherung betreibe! Als Familienvater mit lebensgefährlichen Projekten (Gleichspannungen im kV-Bereich) sehe ich mich auch in der Verantwortung alle Situationen zu bedenken. (Januar 2011)"

"Das Bundesagentur für Arbeit hat mehr mit sich selbst zu tun und einen Freiberufler oder Unternehmer kann die sowieso keinen Auftrag vermitteln, aber warum sollte man auf das Arbeitslosengeld verzichten. Trotzdem man das Arbeitslosengeld bekommt kann man doch weiter unternehmerisch tätig sein und betrachte das als einen Rettungsschirm, der besonders für hochqualifizierte rentiert. Auch wenn man in die Arbeitslosenversicherung einzahlt ist man kein schlechterer Unternehmer als diejenigen die eine andere Risikovorsorge betreiben. Es stellt sich für in diesem Zusammenhang die Frage ob dann Unternehmen die in der Finanzkrise Geldspritzen vom Staat (Steuerzahler) erhalten haben ebenfalls schlechte Unternehmer sind. (Januar 2011)"

"Wer als arbeitslos gemeldeter Arbeitnehmer bereits mit den Zeitdieben der Bundesagentur für Arbeit seinen Kampf hatte, der möchte sein hart verdientes Geld nicht in diese Institution, die ihre eigenen Ressourcen mit geschätzten 95 % der Selbstverwaltung verbraucht weil die Selbsterhaltung an erster Stelle steht, investieren. Der Grundgedanke dass Versicherungsbeiträge im Grunde genommen als eine Investition für den Fall der Fälle gedacht sind, passt seit vielen Jahren nicht mehr. Als Freiberufler ist man glücklicherweise in der Lage selbst zu entscheiden, ob man, wie die Pflichtversicherten, auch Beiträge zahlen möchte und das Geld durch den hohen Verwaltungsaufwand in der Kanalisation verschwindet, oder ob es effektiver in die eigene Risikovorsorge eingezahlt wird. (Januar 2011)"

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