Schweiz? „Ja, ich würde es wieder machen“

Interview mit zwei deutschen IT-Selbstständigen, die ein Projekt in der Schweiz angenommen haben

(August 2011)

 

Lohnt es sich für einen deutschen IT-Selbstständigen, für ein Projekt in die Schweiz zu gehen? Was muss dabei beachtet werden? Wir haben bei denen nachgefragt, die es wissen müssen: Zwei deutsche IT-Consultants, die seit 2010 in der Schweiz arbeiten und am Wochenende nach Hause nach Deutschland pendeln.

Stéphane Wolff

Stéphane Wolff

Fachlicher Schwerpunkt: Senior Business Analyst / Requirements Engineer Banking / Finanzdienstleistungen
Seit März 2010 im Projekt in der Schweiz (Zürich)

Lars Heber

Lars Heber

Fachlicher Schwerpunkt: CMS, Web Application, Typo3, PHP, Entwicklung, Scripting, Datenbanken, MySQL
Seit September 2010 im Projekt in der Schweiz (Kanton Thurgau)

Als Deutscher in der Schweiz arbeiten

GULP: Herr Heber, wie ist es als Deutscher in der Schweiz? Gibt es Unterschiede im Arbeitsumfeld oder in der Mentalität?

Heber: Über die Frage muss ich ein bisschen schmunzeln. Darüber kann ich, obwohl ich jetzt fast ein dreiviertel Jahr dort bin, fast gar nichts sagen. In der Firma, in der ich bin, arbeiten zu 90 bis 95 Prozent Deutsche. Dadurch habe ich von der Schweizer Mentalität nicht viel mitbekommen.

GULP: Wie ist es denn dazu gekommen, dass Sie in der Schweiz arbeiten?

Heber: Durch GULP, denn ich habe diesen Auftrag von GULP bekommen. Am Anfang hatte ich etwas Bauchschmerzen. Ich war an dem Projekt natürlich interessiert, aber ich war ein Neuling, was die Schweiz angeht. Ich war zunächst skeptisch und wusste nicht, was ich beachten muss. Da hat mich GULP aber sehr gut unterstützt, mir viele Tipps gegeben und vieles für mich erledigt. GULP war immer für mich erreichbar, ich habe mich gut betreut gefühlt.

GULP: Herr Wolff, wie kam es dazu, dass Sie in die Schweiz gegangen sind?

„Ich hatte schon mit der Schweiz geliebäugelt“ Wolff: Mir wurde dieses Projekt von GULP Schweiz in Zürich angeboten und alles hat geklappt. Ich war zwar vorher noch nicht in der Schweiz, aber ich hatte damit schon geliebäugelt. Mein Markt ist der klassische Bankenmarkt, und damit schließe ich von vornherein Deutschland, Luxemburg und die Schweiz ein.

GULP: Wie fühlen Sie sich als Deutscher in der Schweiz? Ist das Arbeitsumfeld anders als in Deutschland?

Wolff: Ich fühle mich sehr wohl. Grundsätzlich ist es von der Arbeit her nicht anders. Auch im privaten nicht. Man spricht immer von Ressentiments der Schweizer gegenüber den Deutschen, aber die spüre ich nicht. Mein Arbeitgeber ist außerdem eine globale Organisation und somit durchmischt von vielen Nationalitäten. Hier arbeiten Asiaten, Amerikaner, Deutsche, Engländer zusammen – eine gute Mischung. Mein Projektteam besteht zu einem Drittel aus Deutschen und zu zwei Dritteln aus Schweizern. Das ist ein sehr internationales Arbeitsumfeld.

Steuern, Arbeitserlaubnis, Wohnsitz

GULP: Herr Heber, hat sich an den Steuern, die Sie bezahlen, durch Ihr Projekt in der Schweiz etwas geändert?

Heber: Natürlich massiv, da muss man aufpassen. Ich habe mich im Vorfeld ins Thema Steuern eingelesen. Dadurch habe ich für mich entschieden, einen Wohnsitz in der Schweiz zu nehmen und nicht den Grenzgänger zu machen, obwohl den viele machen. Wer Grenzgänger ist, bezahlt Schweizer Steuern, hat aber das Problem, dass das deutsche Finanzamt trotzdem noch die Hand aufhält. Es stockt den Schweizer Steuersatz auf den deutschen Steuersatz auf. Ein Grenzgänger entkommt der deutschen Steuer nur in bestimmten Ausnahmefällen. Am Ende fährt man genauso, wie wenn man in Deutschland arbeiten würde (zum Grenzgänger siehe auch ein Merkblatt des Kantons Thurgau). Wenn man sich aber einen Wohnsitz in der Schweiz zulegt, dann ist man ausschließlich in der Schweiz steuerpflichtig und in Deutschland fällt nur der Progressionsvorbehalt an, aber keine Einkommensteuer im eigentlichen Sinne. Das heißt, das Einkommen ist in Deutschland steuerfrei, es erhöht aber den Steuersatz für die übrigen in Deutschland versteuerbaren Einkünfte.

GULP: Wie lief es mit der Arbeitserlaubnis für die temporäre Anstellung?

„Die Arbeitserlaubnis war völlig stressfrei“ Heber: Das war völlig stressfrei. Mit dem Arbeitsvertrag, den man vom Arbeitgeber bekommt, geht man aufs Ausländeramt und bekommt eine Erlaubnis für die Zeit des Arbeitseinsatzes. Das einzige Ärgerliche dabei: Dieser Antrag kostet jedes Mal 75 Franken, auch bei jeder Verlängerung. Bei zwei Verlängerungen um jeweils drei Monate bezahlt man also 225 Franken (knapp 190 Euro) – wie ich. Einigt man sich von Anfang an darauf, dass es neun Monate am Stück sind, bezahlt man nur einmal. Ich hatte es jetzt nicht so stressig, da sich im Nachbarort unmittelbar das Gemeindeamt befand, aber ich kann mir vorstellen, dass das nicht jeder so gut hat. Es ist organisatorisch verständlich, wenn der Auftraggeber ganz am Anfang noch nicht weiß, wie lang er einen Consultant beauftragen wird, aber ein Selbstständiger sollte da ein Auge drauf haben.

GULP: Herr Wolff, hatten Sie das Problem auch?

Wolff: Nein, bei mir war das mit der Arbeitserlaubnis überhaupt kein Problem. Ich hatte den Vertrag von GULP, bin damit zum Kreisbüro gelaufen und dort wurde mir ein Ausländerausweis B ausgestellt. Damit kann man fünf Jahre hier arbeiten. Das ist wohl von Kanton zu Kanton unterschiedlich, denn mein Vertrag war nicht auf fünf Jahre ausgelegt, sondern auf ein Jahr und wurde mittlerweile verlängert.

GULP: Wie machen Sie das mit Ihrem Wohnsitz? Haben Sie den in die Schweiz verlegt?

Wolff: Mein Erstwohnsitz ist Zuhause in Deutschland, bei meiner Familie. In der Schweiz wohne ich im Moment in einer WG und bin als Arbeitender gemeldet. Jedes Wochenende pendle ich nach Hause.

GULP: Herr Heber, haben Sie auch Ihren Wohnsitz in Deutschland behalten?

Heber: Ja. Ich habe einen in Deutschland und einen in der Schweiz. Einen Tipp habe ich noch: Die Schweizer wollten letztens von mir eine Steuererklärung haben. Als Ausländer ist man dort quellensteuerpflichtig. Die Quellensteuer greift aber nur so lange, als man nicht mehr als 120.000 Schweizer Franken im Jahr verdient. Wer darüber ist, wird voll steuerpflichtig, auch als Ausländer – außer man kann glaubhaft nachweisen, dass man seinen Lebensmittelpunkt nach wie vor nicht in der Schweiz hat. Genau das habe ich gemacht. Ich war in der Schweiz beim Steuerberater – den mir übrigens auch GULP empfohlen hat – und der hat mir ein Schreiben ausgestellt. Aus dem ging hervor, dass ich, obwohl ich über die 120.000 Franken kam, nach wie vor nur quellensteuerpflichtig und nicht vollsteuerbar bin, weil ich meinen Lebensmittelpunkt nicht in der Schweiz habe. Es fiel mir nicht besonders schwer das nachzuweisen, da ich jedes Wochenende nach Hause pendle. Wenn jemand mit Sack und Pack in die Schweiz zieht und in Deutschland komplett die Zelte abbricht, dann wird das vermutlich schwierig, wenn nicht sogar unmöglich.

(Kranken-)Versicherung und Rechnungsstellung

GULP: Herr Wolff, mussten Sie sich in der Schweiz krankenversichern?

Wolff: Leider ja. In der Schweiz herrscht Krankenversicherungszwang, da reicht die deutsche Krankenversicherung nicht. Man muss in der Schweiz versichert sein. Es gibt aber Angebote mit sehr hohem Selbstbehalt, die kosten „nur“ zwischen 150 und 200 Franken Prämie im Monat. In Deutschland bin ich natürlich weiterhin krankenversichert, weil meine Familie dort wohnt.

Heber: Ansonsten könnte man in Deutschland für die Zeit des Schweiz-Projekts auf eine Anwartschaft umsteigen. Man ist dann nicht mehr in Deutschland versichert, sondern durch Zahlen eines niedrigen Beitrags sichert man sich, dass man nach einer gewissen Zeit ohne jegliche Nachprüfung den alten Vertrag zu denselben Konditionen wieder aufleben lassen kann.

GULP: Wie machen Sie das mit der Rechnungsstellung? Läuft das wie in Deutschland?

Wolff: Ich mache da sehr wenig. Ich schreibe meine Stunden auf, lasse die von meinem Projektleiter unterzeichnen und schicke das unterzeichnete Timesheet an GULP Schweiz. Die stellen die Rechnung ans Unternehmen und bezahlen mich einen Monat später.

GULP: Und Sie, Herr Heber?

„Den Status der Selbstständigen gibt es in der Schweiz nicht“ Heber: Wir sind ja in der Schweiz auf dem Papier bei GULP festangestellt, weil es den Status der Selbstständigen so wie in Deutschland nicht gibt. Das war genau das, was bei mir anfangs organisatorisch auf die Reihe gebracht werden muss. Das hat aber, wie gesagt, GULP komplett übernommen. Ich bin bei GULP angestellt und wie das intern gemacht wird, weiß ich gar nicht. Das wird zwischen GULP und dem Unternehmen direkt geregelt. Insofern habe ich da überhaupt keine Probleme. Rechnungen stelle ich überhaupt nicht, ich reiche lediglich einen unterschriebenen Stundenzettel ein. Danach bekomme ich mein Honorar ausgezahlt.

GULP: Herr Wolff, war das ein Problem für Sie, sich bei GULP temporär anstellen zu lassen?

Wolff: Nein, war es nicht. Ich habe für die Dauer meines Aufenthalts in der Schweiz meine Firma in Deutschland ruhen lassen bzw. inzwischen habe ich sie sogar aufgelöst, weil sie nur Geld gekostet hat. Ich habe eine UG (haftungsbeschränkt), sozusagen die „kleine GmbH“. Es kostet etwa 250 Euro, die nachher wiederaufleben zu lassen. Das ist kein Stress.

Lohnt sich ein Einsatz in der Schweiz?

GULP: Herr Heber, würden Sie sagen, es lohnt sich, in die Schweiz zu gehen?

Heber: Von der finanziellen Seite her lohnt es sich für mich unterm Strich schon. Das liegt aber auch an meinem Lebensstil: Ich nehme alle meine Lebensmittel, die ich für die Woche brauche, aus Deutschland mit. Ich übernachte in der Schweiz drei- oder viermal in der Woche und darauf beschränkt sich mein Leben dort. Ich arbeite in der Bodenseeregion. Wenn ich in Zürich oder Bern oder anderswo mitten in der Schweiz wäre, dann müsste ich anders kalkulieren. Wenn ich von dem Geld, das ich jetzt in der Schweiz kriege, normal in der Schweiz leben und arbeiten müsste, würde ich sagen, dass ich auch in Deutschland bleiben hätte können.

GULP: Wegen der höheren Lebenshaltungskosten?

Heber: Richtig. Es hat ja seinen Grund, warum in der Schweiz bedeutend mehr bezahlt wird. Das ist nicht, weil die alle was zu verschenken haben, sondern weil es für die Lebenshaltung gebraucht wird. Es ist dort an der Tagesordnung, für eine normale Zwei- oder Dreizimmerwohnung jeden Monat einen vierstelligen Betrag an Miete zu zahlen. Unter 1.000 Franken passiert dort gar nichts.

GULP: Das ist eine ganze Menge. Wie machen Sie das denn mit der Wohnung in der Schweiz?

Heber: Ich habe da Glück gehabt. Für das Vorstellungsgespräch habe ich lange im Netz nach einem günstigen Hotel gesucht und bin fündig geworden. Mit dem Hotelier habe ich einen sehr lukrativen Spezial-Deal ausgemacht, deswegen wohne ich immer noch dort. Das ist aber nicht die Regel - und darüber hinaus eine Frage des Anspruchs. Ich bin nur zum Schlafen dort und dafür genügt es mir. Wenn ich in der Schweiz ein normales Leben führen möchte, hätte ich natürlich auch andere Ansprüche.

GULP: Herr Wolff, jetzt müssen Sie in der Schweiz eine Wohnung zahlen und die zusätzliche Krankenversicherung: Lohnt sich der Einsatz in der Schweiz für Sie dennoch?

„Mittlerweile lohnt es sich“ Wolff: Vor eineinhalb oder eineinviertel Jahren, als ich angefangen habe, war es eine enge Kalkulation. Jetzt hat der Euro-Kurs für mich gespielt und es lohnt sich. Man muss einfach einrechnen, dass man zusätzliche Kosten hat und dass es auch was kostet, wenn man sich die Freiheit nimmt, am Wochenende nach Hause zu fahren.

GULP: Das heißt, die zusätzlichen Kosten sind Wohnung, Krankenversicherung, Pendeln nach Hause und…

Wolff: … und das Preisniveau in der Schweiz. Das ist etwas höher als in Deutschland – gerade hier in Zürich. Das muss man wissen.

GULP: Das betrifft in Zürich vor allem die Wohnungspreise, oder?

Wolff: Ja. Am Anfang, als ich hier angefangen habe, habe ich mir ein „Catered Apartment“ genommen, wo alle 14 Tage geputzt und die Bettwäsche gewechselt wird. Das hat mich 1.600 Franken gekostet. Das ist schon eine Menge Holz. Inzwischen bin ich in eine WG umgezogen und zahle nur noch die Hälfte. Das kann man noch verkraften.

Die wichtigsten Tipps für Deutsche in der Schweiz

GULP: Herr Heber, wenn ein Kollege von Ihnen in Deutschland sagt, er möchte in die Schweiz gehen – welche wichtigsten Tipps würden Sie ihm mitgeben?

Heber: Auf jeden Fall in der Schweiz einen Wohnsitz anmelden, um die steuerlichen Vorteile voll auszunutzen. Tipps zur Mentalität habe ich dadurch, dass ich in einer deutschen Firma arbeite, leider nicht. Aus Gesprächen mit anderen weiß ich: Die Schweizer sind nicht unbedingt berühmt dafür, dass Sie die Deutschen ganz schrecklich mögen. Insofern kann das durchaus auch mal nach hinten losgehen.

GULP: Ihre drei wichtigsten Tipps für einen deutschen Selbstständigen, der in der Schweiz arbeiten möchte, Herr Wolff?

„Erst mal nicht den Deutschen raushängen lassen“ Wolff: Die gehen in eine ähnliche Richtung: Wenn der Selbstständige in der Schweiz ankommt, sollte er erst mal nicht „den Deutschen raushängen lassen“. Man muss sich assimilieren. Lieber erst mal ruhig und zurückhaltender sehen, wie die Leute sind, dann wird man auch entsprechend akzeptiert. Wichtig ist es, relativ schnell das Schwyzerdütsch verstehen zu lernen. Sprechen ist unmöglich, das wird man nie können, wenn man nicht hier aufgewachsen ist, aber man sollte es zumindest verstehen. Die Schweizer Kollegen sind am Anfang sehr nett und nutzen das Hochdeutsch, wenn man dabei ist, aber irgendwann werden sie erwarten, dass man ihre Sprache versteht. Dann wird auch keine Rücksicht mehr genommen.

Das Arbeitsklima in der Schweiz ist dem in Deutschland sehr ähnlich. Da ist keine große Umstellung notwendig. Man muss eine Sache wissen: Die Schweizer an und für sich sind sehr höflich, sie werden einem niemals ins Gesicht sagen, dass man Unrecht hat. Lieber erst zuhören und dann sich äußern, als mit einer Meinung vorzupreschen, die man in dem Moment für richtig hält. Die Schweizer sind sehr, sehr höflich und sehr, sehr zurückhaltend. Aber und auch sehr angenehm.

GULP: Würden Sie wieder in die Schweiz gehen, Herr Heber?

Heber: In dieser Konstellation und in dieser Firma würde ich es wieder machen, ja. Sonst hätte ich das Projekt nicht verlängert. Immer unter der Voraussetzung, dass ich deutsche Lebenshaltungskosten von einem Schweizer Lohn finanziere. In Zürich oder Bern, wo pendeln für mich überhaupt nicht mehr möglich wäre, würde ich es nicht machen.

GULP: Das war sehr interessant. Vielen Dank an Sie beide, dass Sie sich die Zeit genommen haben!

Mehr Infos zum Thema bei GULP:


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Kommentare zu diesem Artikel:

"Es gibt wohl auch die Möglichkeit, als Selbständiger Grenzgänger in die Schweiz zu gehen. Solange man nicht mehr als 90 Arbeitstage pro Kalenderjahr dort ist. Da ich ein Projekt - ohne Vermittler - in November antrete, beschäftige ich mich gerade mit dem Thema. Ich bin mir aber nicht sicher, was danach passiert. Anscheinend kann man auch in CH eine Gewerbe anmelden und weiter machen (nur dann mit anderen Verpflichtungen bzgl. Steuern, KV, RV, AHV,...) aber es ist gar nicht leicht Informationen zu finden, die diesen Weg beschreiben. Über ein Artikel zu den Alternativen von einem Fachmann würde ich mich freuen. (Oktober 2012)"

"Ich habe meinen Wohnsitz seit Jahren in der Schweiz. Auch dort kann man ohne Probleme als Freelancer selbständig sein und selber fakturieren (eigene UID-Nummer, man muss Rentenbeiträge an die AHV abführen, ansonsten sehr unkompliziert). (September 2011)"

"Ein guter Atrtikel, mit etwas Suche bekommt man auch hier eine günstige Wohnung, wenn man nicht zu Anspruchsvoll ist. Mit den Schweizer Kollegen habe ich nur gute Erfahrungen gemacht. Ich würde immer wieder in der Schweiz arbeiten. (August 2011)"

"Einfach , schlicht, elegant und genial (August 2011)"

"Das Interview gefällt mir sehr gut, weil es wichtige Probleme offen anspricht. Merci! Ich möchte noch ein Argument hinzufügen: manche Leute arbeiten gerne in der Schweiz, auch wenn es sich gar nicht richtig rechnet, einfach weil es hier sehr schön ist. Und vielleicht weil die Schweizer (noch) nicht alle Fehlentwicklungen der EU mitmachen. (August 2011)"

"Ein interessanter Artikel. Auch wenn der Schweizer Arbeitsmarkt gute Projektaufgaben bietet und die Promotion (von GULP) das Ganze auch etwas pushen möchte, so bleibt es dem aufmerksamen Leser / Selbstständigen nicht verborgen, wieviele Umstände dagegen sprechen, einen Projekt aus der Schweiz anzunehmen. Da sollte die Schweiz ihre Gesetzgebung bald ändern, damit nicht mehr mit irgendwelchen Tricks gearbeitet werden muss. (August 2011)"

"Als nicht-Deutsche, die seit Jahren in beiden Ländern (CH und DE) wohnt und arbeitet, und viele Projekte mit fast reinen schweizer-, reinen deutsche-, und internationalen Besetzung mehrfach erlebt hat, fällt mir schon einen wesentlichen Unterschied auf: Schweizer und internationalen Projekten sind weniger stressig als die deutschen. Der meistens unnötige Konkurrenzkampf und das "Finger Pointing" zwischen Kollegen innerhalb oder zwischen den Teams oder Abteilungen, wie es in deutschen Projekten üblich ist, fehlen. Es herrscht weniger Angst, Fehlern zu machen und dafür schuldig gemacht zu werden. Machtkämpfe in Meetings sind wenig ausgeprägt bzw. finden in einer viel subtileren Art statt. Zwischen Kollegen auf derselben hierarchischen Ebene herrscht eine eher kooperative Stimmung und die Meetings verlaufen fast immer in einem respektvollem ton. Es ist übrigens nicht so gut angesehen, wenn man sich aggressiv verhält oder den Ton zu stark erhebt. Gefühlausbrüche, wie ich es in manchem Projekt in urdeutschen Firmen erlebt habe, wo z.B. der Projektleiter wöchentlich einen Wutanfall erlitt und die Mannschaft angeschrien hat (einschliesslich externen Dienstleistern), sind nicht üblich. Negativen Feedbacks werden eher im moderaten Ton, manchmal mit einem forciertem Lächeln, mit euphemistischen Ausdrücken gegeben (ähnlich verschlüsselt wie bei einem Arbeitszeugnis) und die sollte man feinfühlig aufspüren und ernst nehmen, denn es hat auch Konsequenzen, wenn man keine Änderungsintentionen zeigt. Die internationalen Projekte in der Schweiz weisen ähnlichen Verhalten, nur sind die Teams viel dynamischer als die reine schweizer Projekten. In schweizer Projekten, im Gegensatz zu den deutschen Projekten, hat man lange fast nur Männer getroffen und ich habe schon mal erstaunliche Kommentare über arbeitende Frauen über mich ergehen lassen müssen. Das ändert sich langsam - zum Glück der Schweizerinnen. Schweizer legen Wert auf gemeinsames Mittagessen plus Kaffee mit Kollegen, und dabei gepflegte Konversation betreiben, wofür sie sich sogar per Email verabreden. Und es ist auch nicht ein "Default", dass man mit seinem eigenen Team essen geht. Manchmal verabredet man sich mit Kollegen aus anderen Abteilungen und sogar alte Kollegen aus anderen Firmen. Diese übliche 1 Std. am Tag nimmt man sich sehr selten in deutschen Projekten, wo in Lichtgeschwindigkeit das Kantinenessen "verputzt" wird und man sich freut, wenn man zurück an seinem Arbeitsplatz ist - falls man überhaupt zum Essen raus geht und nicht ein Sandwich oder selbst gemachten Brot am Rechner isst. In internationalen Projekten ist die Mittagessensgewohnheit ähnlich wie in die Schweiz, nur kürzer und nicht an jedem Tag. Die Chance wird häufig dafür genutzt, Geschäftliches oder Projektbezogenes zu besprechen, vor allem, wenn man unter vier Augen sprechen möchte. Übrigens ist in die Schweiz das lästern über nicht anwesenden Kollegen nicht üblich und wird man eines Besseren gelehrt, falls man auf der Idee kommt. Auf der privaten Seite herrscht in die Schweiz auch genau dieselbe Normalität und gemässigtem Ton, mit wenigen Höhen und Tiefen. Freundschaften zu schliessen kann eine Jahrzehnte lange Angelegenheit werden, ausser man kennt Leute, die Leute kennen oder Ausländer aus der Arbeit. Meine Schweizerische Freunde kommen alle aus ganz anderen Umgebungen: Kunst, Musik, Tanz, Psychologie… Aber keine ITler. Mit denen bin ich privat nie warm geworden. (August 2011)"

"Tolles informatives Thema, Danke! (August 2011)"

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