Achtung, Freiberufler: Wer kurz vor Projektstart abspringt, ist für immer raus

Umfrage unter Projektanbietern: Selbstständige dürfen ruhig mehrere Projektangebote prüfen

(März 2012)

 

Wie sagt ein Sprichwort so schön: „Der Dumme lernt aus seinen Fehlern, der Kluge aus den Fehlern der anderen.“ In diesem Sinne haben wir Vermittler und Endkunden gefragt, was dazu führt, dass sie mit einem Selbstständigen nicht mehr zusammenarbeiten. Diese Fehler ihrer Kollegen, die zum Ende einer Zusammenarbeit führen, sollten Freiberufler nicht wiederholen. Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Professionalität dagegen helfen Einzelkämpfern, sich langfristige Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Das gilt natürlich in gleichem Maße für Vermittler und Endkunden. An der Online-Umfrage haben sich insgesamt 122 Projektanbieter und Einkäufer beteiligt.

Offenheit und Ehrlichkeit punkten

Was führt dazu, dass Sie mit einem externen IT-Spezialisten - trotz passender fachlicher Qualifikation – nie (wieder) zusammenarbeiten werden? (Mehrfachnennungen möglich)

Im GULP Forum für Freiberufler gibt es immer mal wieder Diskussionen darüber, ob es moralisch verwerflich sei, gleichzeitig mehrere Angebote am Laufen zu haben. Das Ergebnis dieser Umfrage sagt: Nein. Es zeigt, dass Projektanbietern durchaus klar ist, dass sie manchmal nicht die einzigen sind, die Aufträge bereithalten. Nur fünf Prozent von ihnen wollen nicht mehr mit einem Freiberufler zusammenarbeiten, der in der Verhandlungsphase offen sagt, dass er auch andere Angebote hat und sich für das beste entscheiden wird. Der Selbstständige allerdings ist gut beraten damit, die Karten offen auf den Tisch zu legen und von den anderen Angeboten zu erzählen. Denn 90 Prozent der Projektanbieter werden nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten, wenn er trotz Zusage kurz vor Projektbeginn wieder abspringt. Das sagen nicht nur Projektanbieter, sondern auch Einkäufer – im schlimmsten Fall hat man es sich sowohl mit dem Vermittler als auch mit dem Endkunden verscherzt. 90 Prozent sind eine so überwiegende Mehrheit, dass es sich lohnt, den Hinweis nachdrücklich zu wiederholen: Liebe Freiberufler, sprechen Sie offen, ehrlich und auf Augenhöhe mit Vermittlern und Kunden, wenn Ihnen auch nur das Geringste an einer langfristigen Zusammenarbeit liegt.

Zuverlässigkeit ist wichtig

Wer das laufende Projekt wegen eines attraktiveren Angebots abbricht, wird bei 81 Prozent der Projektanbieter keinen Fuß mehr in die Tür bekommen. Das Nichteinhalten eines Interviewtermins nehmen etwas mehr als die Hälfte der Projektanbieter krumm (53 Prozent). Natürlich gibt es auch unter den Vermittlern, Projektleitern oder Einkäufern schwarze Schafe, die Fehler machen, sich nicht zurückmelden oder Projekte kurz vor Start absagen. Auch das sollte im Normalfall nicht passieren, denn es gelten die gleichen Regeln für alle. Aber Selbstständige sollten darauf bedacht sein, als zuverlässige und verlässliche Geschäftspartner aufzutreten. Natürlich zählen in allererster Linie Erfahrung und Wissen des Freiberuflers. Trotzdem: Nur wenn eine professionelle Zusammenarbeit zwischen Freelancer, Vermittler und Kunden möglich ist, kann der Selbstständige seine Skills auch zu Geld machen.

Qualitätsansprüche und – wieder – Unzuverlässigkeit

Die Angabe „Anderes“ in der Umfrage war mit einem Freitextfeld verbunden. Die Einträge der Projektanbieter darin zielten vor allem auf die Qualität der Arbeitsleistung, zum Beispiel auf mangelhafte Methodenkompetenz – meistens in Verbindung damit, dass die Projektanbieter das Gefühl hatten, dass das Profil oder das Interview Dinge versprachen, die der Freiberufler im Projekt nicht halten konnte. Der zweite große Punkt war das Thema Unzuverlässigkeit und Nichteinhalten von Terminen oder Stundenabsprachen. Seltener genannt wurden

  • das Ausplaudern von vertraulichen Informationen und Betriebsabläufen
  • sowie die Tatsache, dass der Freiberufler nach einer gewissen Zeit direkt für den Endkunden tätig werden möchte.

Eines ist noch interessant. Bei den Einkäufern fällt der Blick auf das Portmonee besonders streng aus: Freiberuflern, die sich nicht verhandlungsbereit zeigen, kündigen 30 Prozent von ihnen die Kooperation oder arbeiten gar nicht erst mit ihnen zusammen. Projektanbieter sehen das gelassener (7 Prozent). Verhandlung sollte schon erlaubt sein – von beiden Seiten. Oder?

An dieser Stelle ein Aufruf an die Projektanbieter: Nehmen Sie
an der aktuellen GULP Umfrage teil!
Zur Projektanbieter-Umfrage

Liebe Freiberufler: Auch über Ihre Teilnahme freuen wir uns
wie immer sehr.
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Weitere Informationen zum Thema bei GULP:

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Kommentare zu diesem Artikel:

"Echt mal ein sehr qualitativer und wirklich praxisrealistische Diskussion bzw. praxisrealistischer Beitrag. (Oktober 2013)"

"Das hat mit einer objektiven Erhebung und Auswertung nichts zu tun. Ich finde eher, dass die Einleitung naiv ist. Die Antworten werden ja von einer Interessenlage geleitet. Das wäre so als wenn man ein Huhn fragen würde, ob es jemals wieder in einer Hühnerfarm arbeiten würde, wenn es von vornherein gewusst hätte, dass es im Topf landet. (August 2013)"

"Die Idee Vermittler einmal zu kategorisieren find ich sehr gut, (Siehe das zu Beginn zitierte Sprichwort) als FB findet man ja meist zu spät heraus mit wem man sich da eingelassen hat. Ob dafür allerdings Gulp die richtige Plattform ist, sei dahin gestellt. (Oktober 2012)"

"An alle die ohne schriftliche Vertragsunterlagen mit juristischem Zeug kommen (Vertragsverletzung mündlicher Vertrag etc.): Einfach mal mit einem Juristen sprechen. I.d.R. keine Chance im Alltag vor Gericht - weder für den FB noch für den Vermittler, da mag das BGB meinen was es will. Es gibt einen Grund warum man Verträge *schriftlich* abschließt. Und der steht nicht im BGB (März 2012)"

"na ja, sollte aber auch die andere Seite (die FBs) gefagt werden wass sie über Vermittler und deren Arbeit so denken!!! Ich habe ein Projekt, trotz meine Zusage nicht unterschrieben - ist mein gutes Recht, bin nicht ohne Grund selbst., weil der VM für ein am Anfang der Gespräche über ein längeres Projekt die Rede war, und am Ende kamm ein Projekt mit 10 Tagen Laufzeit und mit Verweis dass der Stundensatz nochmals verhandelt werden sollte!!! Bei solche Vermittler, ziehe ich die Bremse ohne wenn und aber! (März 2012)"

"Von einem bereits zugesagtem Projekt ab zuspringen ist ein Vertragsverletzung. Ich verpflichte mich. Gibt es gute Gründe, kann immer noch Verhandelt werden (Auflösung, Verbesserung, ect.). Was nicht geht: Basar-Verhalten. Das merken sich der Eine oder Andere, da hier die Zuverlässigkeit in Frage gestellt werden darf. Das gilt allerdings für alle Parteien. Für den FB. Merken mit wem Verhandelt wird. Es gibt Vermittler, die einfach Ihren Job nicht können. Was eigentlich ganz nach oben gehört ist die zweite Frage. (März 2012)"

"Sehr gute Kommentare! (März 2012)"

"Ich finde den Artikel sehr gut, weil er mal etwas mehr Transparenz in eine Nebelwolke bringt. Hier noch ein paar Infos für meine FB-Kollegen: Der Vertrag gilt auch schon bei mündlicher Zusage, im Gegensatz zu Arbeitsverträgen - bei denen die Schriftform per Gesetz zwingend vorgeschrieben ist - ist bei Dienstverträgen schon die müncliche Zu-"Sage" bindend. Deshalb mache ich immer ganz definitiv deutlich, dass ich erst noch den Vertrag abwarte, oder es mir überlegen will. Das hat mit dem Thema Nebenabreden auch nichts zu tun. Übrigens Vertrag: Es gibt das juristische Thema "Überraschungsklausel". Wenn im Vertrag Forderungen auftauchen, die vorher nicht kommuniziert wurden, dann muss man auch eine mündliche Zusage nicht einhalten. Trotzdem sage ich sicherheitshalber, dass ich erst mit dem Vertrag eine Zusage gebe. Man sollte auch nicht vergessen, dass laut Hesse/Schrader ca. 60% der Manager neurotisch gestört sind. Nach meinen eigenen Beobachtungen sind darunter besonders häufig Narzissten (siehe ICD 10 oder DSM IV z.B. bei Wikipedia, dort ist das einfach abgeschrieben). Ein Charakteristikum von ausbeuterischen Narzissten ist, dass sie ein Entgegenkommen oder eine Unterwerfung erwarten, ohne eine eigene Leistung erbracht zu haben (siehe obige Punkte "Sagt Projektverlängerung nicht zu", "Sagt offen, dass er das beste aus mehreren Angeboten nimmt", und "keine Verhandlungsbereitschaft beim Stundensatz"). Man sollte auch nicht vergessen, dass Ausbeutung zur Jobbeschreibung von Einkäufern gehört. Ausbeuterische Narzisten nehmen sich alles heraus, was sie anderen nicht zugestehen. Wer dann die Zusammenarbeit abbricht oder für immer einstellt, ist offensichtlich schwer gestört, weil außerhalb jeglicher Realität. Bei den obigen Aussagen in der Grafik sollte man auch einige Aussagen bei der nächsten derartigen Umfrage genauer herausarbeiten. "Bricht das Projekt wegen eines attraktiveren Angebots ab": Da stellt sich die Frage, ob dabei der Vertrag verletzt wird, die Kündigungsfrist eingehalten wird, oder keine Verlängerung genommen wird. Ob das Projekt abgebrochen wird, ist irrelevant; relevant ist, ob der Vertrag gebrochen wird. "Will im laufenden Projekt den Stundensatz erhöhen": Auch hier stellt sich wie gerade eben die Frage, ob das während eines laufenden Vertrags, bei abzusehender Vertragsverlängerung oder "zwischen den Verträgen" passiert. Ob es während eines laufenden Projekts ist, ist irrelevant; relevant ist, ob es während eines laufenden Vertrags geschieht. Man denke an das Platzen der Dot-com-Blase, auch da haben Kunden während laufender Verträge Schweinereien gemacht, um den Stundensatz zu drücken. Und in jeder Krise kriechen die Psychopathen wieder aus ihren Löchern (A.T. Kearney war es - glaube ich (google it): 10% der Manager sind Psychopathen, und nach oben wird es immer schlimmer). "Springt trotz Zusage kurz vor Projektstart wieder ab": Da stellt sich die Frage, ob die Zusage tatsächlich gegeben oder nur unterstellt wurde. Ich selbst hatte auch schon faule Konsorten, denen ich extra in der Vorvereinbarung reingeschrieben hatte, dass ich erst mit einem schriftlichen Vertrag eine bindende Zusage gebe. Als ich das Projekt nicht machen wollte, kam ein Schreiben mit der Frage "Stehen Sie weiterhin zu Ihrer Zusage oder nicht?" Fangfrage! Ich habe natürlich geantwortet, dass ich noch keine Zusage gegeben habe - statt Nein zu sagen, dann wäre ich in die Falle gegangen - und außerdem wie in der VV geschrieben, erst auf einen Vertrag warte. "Hält Interview-Termin nicht ein": Ist der Kandidat nicht erschienen, oder hat er vorher abgesagt? Es gibt auch narzistisch Gestörte, die eine persönliche Beleidung darin sehen, (März 2012)"

"Ich habe auch schon von einem Vermittler eine Absage nach bereits erfolgter Zusage in letzter Sekunde bekommen und stand dann vor der Situation anderen Anbietern bereits abgesagt zu haben. Trotzdem arbeite ich mit dem Vermittler noch immer zusammen. Ohne schriftlichen Vertrag bewegen sich beide Seiten in einer Grauzone und Profis wissen das auch. Gutheißen möchte ich das von beiden Seiten nicht aber so ist das Geschäft eben manchmal, es ist müßig darüber zu philosophieren. Man sollte bemüht sein, es zu vermeiden aber das gelingt eben nicht immer. Das ist Wirtschaftsalltag - niemand kann es sich leisten zu zart besaitet zu sein und voller Hingabe Blacklists im Regal immer länger werden zu lassen, weder der Vermittler noch der Freiberufler (März 2012)"

"Ich hätte nicht gedacht, dass Preis(Lohn-)dumping so schnell indirekt auch hier schon Einzug erhält ?! Das ging ja schon schneller, als ein normaler Mensch mit der einschlägigen Ausbildung einholen konnte. Wohl dem, der beweglich ist und Alternativen kennt. 1.Preise herunter verhandeln wollen, 2.dann zwangsläufig Fehlbereitschaft beim Auftragsempfänger?! 3.drohendes Aus für den potentiellen Auftragsempfänger als ganzes ?! Wo bleibt dann noch die Ausgewogenheit noch der Wettbewerb? Ich glaube, eine Neuorientierung ist interessanter als in der "Branche" zu bleiben. Aber es ist eine Frage der Marktfreiheit, deshalb gibt es keine "Nische". Sicher ist es entgegen gewisser sportlicher Interessen der Preisbildung zwischen Angebot und Nachfrage, aber eine gewisse Regulierung gegen Unbilligkeiten wäre wohl angemessen. (März 2012)"

"Wie ist denn der Terminus -Zusage- definiert? Nach meinem Verständnis ist damit die Unterschrift unter dem Vertrag gemeint. Nach dem Verständnis einiger Projektanbieter schon die Aussage man hätte an dem Projekt Interesse. (März 2012)"

"ganz ehrlich: so ein käse (März 2012)"

"Wie viele Vorredner bereits gesagt haben, natürlich reagiert man nicht nur auf ein einzelnes Angebot. Das kann man sich als FB nicht erlauben. Dass das überhaupt in Frage gestellt wird ist alleine bereits ein Witz. Aber wie auch viele bereits geschrieben haben, kann auch ich mir nicht vorstellen, dass es FBler gibt die von einem bereits unterschriebenen Vertrag ohne triftigen Grund abspringen. Ansonsten kann ich nur sagen, wenn ein FBler anständig behandelt wird (sozial wie finanziell) dann ist er auch sehr Pro-Kunde eingestellt. Das zumindest ist meine bisherige Erfahrung als FBler in den letzten 7 Jahren. (März 2012)"

"oh man, ehrlich: Wie oft bekommt man Absagen in letzter Sekunde vom Vermittler? Unterschriebenes wird nicht zurückgenommen, jedoch ist es legitim sich für ein alternatives Projekt zu entscheiden. Ich hätte mir hier eine objektive und inhaltlich fundiertere Analyse gewüncht. Probleme haben wahrscheinlich eh nur die unseriösen Vermittler, demnach würde mich interessieren wieviele der Umfrageteilnehmer wohl unter den Top Ten der weißen Liste stehen und Probleme haben/hatten mit FB'n die nach Unterschrift abspringen - und ich kann immer noch nicht glauben das es soetwas ohne triftigen Grund gibt. (März 2012)"

"Auch ohne das offen im Interview zu benennen sollte jedem Beteiligten klar sein, dass beide Seiten nicht nur ein einziges Angebot prüfen werden und die Entscheidung erst NACH Kenntnis möglichst vieler Details von möglichen Bewerbern / Projektanbietern getroffen wird. (März 2012)"

"33% sollen nicht mehr verdienen, 30% (nach den Einkäufern) dürfen ihre Preise senken... Geiz ist also bei einem Drittel geil. Da kommt mir wieder der Satz von Bananen und Affen... (März 2012)"

"Jeder der Vermittler hat eine Klausel im Vertrag, daß mündliche Nebenabreden nicht geschlossen wurden. Diese Klausel ist in beide Richtungen gültig. Vom unterschriebenen Vertrag abzuspringen ist dagegen nicht sehr professionell. (März 2012)"

"Jede der aufgeführten Situationen ist wahrscheinlich jedem Freelancer nach einigen Jahren Tätigkeit aus eigener oder quasi miterlebter Erfahrung bekannt. Wie immer hat die Münze natürlich zwei Seiten und ich möchte gern als FB mal "die andere Seite skizzieren" und den "advocatus diaboli" geben: Frage 1: Sofern ein geschlossener Vertrag bereits vorliegt, kann ich die Bewertung natürlich verstehen, oft ist es aber so, dass quasi in letzter Sekunde oder gar nach Projektstart ein Vertrag vorgelegt wird, der Regelungen enthält, die so vorher nicht zu erwarten waren. Leider sind nicht alle Agenturen so fair wie GULP. Frage 2: Gerade in der Krise sind oft Konditionen "diktiert" worden, die zwar gerade noch für Umsatz, aber nicht einmal mehr für Kostendeckung sorgen. Sofern man fair bezahlt, wird kaum ein FB wegen 3% mehr in einem anderen Projekt abbrechen. Bei 20% Verbesserungsmöglichkeit darf man vielleicht doch fragen, ob die Bezahlung fair ist. Frage 3:Was im Hintergrund zwischen Agentur und FB läuft, wird dem Kunden ja nicht wirklich transparent. Nicht alle Agenturen, geben eine rechtzeitige Absage auch als solche weiter. FBs, die nicht folgsam sind, werden bei den eigenen Kunden gern mal verbrannt, insbes. wenn die Qualifikation sehr eindeutig ist, damit nur ja nicht eine andere Agentur zum Zug kommt. Frage 4:Zwischenmenschliche Probleme gibt es durchaus häufiger, als man glaubt. Stress im Projekt, König-Kunde Mentalität bis hin zum Mobbing bei einzelnen Mitarbeitern von Kunden und oft auch einfach Geldneid wegen der vermutet hohen Bezahlung der FB. Hier könnten die Agenturen durchaus sinnvoll agieren und mit Sozialkompetenz moderieren. Leider scheint die Fähigkeit ganz wenigen Senior-Recruitern vorbehalten zu sein. Frage 5: Gerade bei länger andauernden Dienstverhältnissen, übernehmen die FBs oft mehr und wichtigere Aufgaben, als ursprünglich geplant. Ich finde die Frage nach einer besseren Bezahlung in solchen Fällen berechtigt. Die Alternative wäre doch sonst, dass der FB die Übernahme weiterer Aufgaben ablehnen muss, da nicht im Vertrag vorgesehen. Die Kürzung von Stundensätzen durch den Kunden im laufenden Projekt um mehr als 30 % habe ich persönlich schon öfter miterlebt. Frage 6: Ich denke, da muß man wirklich nach den Gründen fragen. Eine klare Projektbeschreibung hilft dem FB in jedem Fall, sich selbst vor Projektbeginn einzuschätzen. Aus meiner Erfahrung findet in den ersten Tagen des Projektes ohnehin ein sehr genaues Monitoring durch den Kunden statt - ich finde es ok, wenn dann kurzfristig die Reissleine durch den Kunden gezogen wird. Frage 7: Ich denke, da muß man wirklich nach den Gründen schauen. Ganz ohne Vorgeschichte passiert das in der Regel nach meiner Erfahrung nicht. Frage 8: Interessant ist da die Reaktion der Einkäufer, welche durchaus für sich spricht. Frage 9: Taktisch ist das natürlich ungeschickt, aber immerhin ehrlich. Subjektives Resume: Bestimmte Probleme sind mir in meiner Historie immer wieder mit den gleichen Endkunden und vor allem den gleichen Agentur-Typen passiert. Transparenz, Fairness und Partnerschaftlichkeit werden zwar von vielen Agenturen propagiert, aber gelebt wird das von vielleicht 10% am Markt. Soweit meine subjektive Einschätzung nach 2 Jahrzehnten als FB. (März 2012)"

"122 Umfrageteilnehmer! Das da Prozentzahlen angegeben werden, sind Scherzkekse. Projektabbruch ist ein nodo, jedoch eine Zusage zurückziehen kann in vielen Fällen in neuen Informationen über Einkäufer bzw Projektanbieter liegen. (März 2012)"

"Machen Sie doch einmal die "umgekehrte" Umfrage in Bezug auf Endkunden: fragen Sie die Freiberufler, mit welchen Endkunden Sie nie mehr im Leben zusammenarbeiten werden. Sie werden erstaunt sein, was da rauskommt.... Es wird vom Mobbing bis zum Sklavenlohn reichen. (März 2012)"

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