Es gibt Unternehmen, die erteilen zwischen Weihnachten und der ersten Januarwoche E-Mail-Verbot. Was halten Sie davon?

Das Ergebnis der Trash Poll der Woche

(Januar 2012)

 

Die wöchentliche GULP Kurzumfrage rund um Leben, Liebe, Alltag & Beruf - nicht immer ganz ernst gemeint, sondern mit einem Augenzwinkern.

Das Ergebnis der Kalenderwoche 1/2012:

Es gibt Unternehmen, die erteilen zwischen Weihnachten und der ersten Januarwoche E-Mail-Verbot. Was halten Sie davon?
Unsinnig. Wer arbeiten will, soll E-Mails schreiben dürfen. Wer nicht, soll es lassen.   65%
Sinnvoll. Das entschleunigt den Jahreswechsel und sorgt für Erholung bei allen Mitarbeitern.   35%
Teilnehmerzahl: 57

Im November 2011 war in den Medien (z.B. auf Focus.de) zu lesen, dass der Konsumgüterhersteller Henkel zwischen Weihnachten und Neujahr ein E-Mail-Verbot angeordnet hat. Nur im Notfall durften E-Mails geschrieben werden – wobei das Wort „Notfall“ natürlich Interpretationsspielraum lässt.

Etwas anderer Rahmen, aber gleiche Diskussion: Beim Automobilhersteller VW haben sich Unternehmen und Betriebsrat darauf geeinigt, dass nach Feierabend keine E-Mails mehr an die Blackberrys der etwa 1.100 Tarifmitarbeiter verschickt werden. Damit sollen die Angestellten vor dem Stress der ständigen Erreichbarkeit geschützt werden. Wäre es nicht einfacher zu handhaben, wenn der E-Mail-Empfänger sein Smartphone nach Feierabend ausschaltet und die abends erhaltenen Nachrichten am nächsten Morgen liest?

Auch das E-Mail-Verbot zwischen Weihnachten und Januar wirft Fragen auf: Warum lassen Angestellte ihre E-Mail-Postfächer im Urlaub nicht ungeöffnet? Mit E-Mails – und mit dem Thema Erreichbarkeit generell – gehen Freiberufler und Selbstständige natürlich ganz anders um als Angestellte. Wer seinem Kunden Service bieten will, ist für ihn erreichbar – je nach Aufgabe und Absprache. Wer zum Beispiel für den laufenden Betrieb des Unternehmens, seiner Server oder spezieller Anwendungen zuständig ist, kann nicht einfach sein Postfach geschlossen lassen, das ist klar. Aber ist es nicht auch bei Freiberuflern Sache des Empfängers, mit der E-Mail-Flut umzugehen? Oder muss auch der Absender einen entscheidenden Beitrag leisten, indem er aufs Senden verzichtet?

Bei einer – momentan noch laufenden – Umfrage auf betriebsratspraxis24.de stimmte mit 37 Prozent die Mehrheit der derzeit 27 Teilnehmer dafür, dass dem Beispiel von VW mehr Unternehmen folgen sollten. 30 Prozent sind allerdings auch der Meinung: „Besser als das Nichtsenden von E-Mails wäre es, wenn Chefs und Mitarbeiter sich darauf verständigen würden, E-Mails nur in wirklich dringenden Fällen noch nach Feierabend zu verschicken.“

Auch knapp zwei Drittel der Teilnehmer an unserer Kurzumfrage halten ein E-Mail-Verbot zwischen den Jahren für unsinnig. Leider haben nur 57 User abgestimmt. Wollen wir hoffen, dass das an der Urlaubszeit lag – und nicht etwa an einem Verbot, an Online-Umfragen teilzunehmen.

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"100% sinnfrei (Januar 2012)"

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