Ein Foto im Skill-Profil: Wie wichtig ist das für Freiberufler?

Das Ergebnis der Trash Poll der Woche

(Dezember 2011)

 

Die wöchentliche GULP Kurzumfrage rund um Leben, Liebe, Alltag & Beruf - nicht immer ganz ernst gemeint, sondern mit einem Augenzwinkern.

Das Ergebnis der Kalenderwoche 50/2011:

Ein Foto im Skill-Profil: Wie wichtig ist das für Freiberufler?
Wichtig. Es rundet das Profil ab und Auftraggeber achten darauf.   58%
Unwichtig. Es kommt auf Skills und Erfahrung an.   39%
Ungünstig. Skill-Profile ohne Foto kommen besser beim Auftraggeber an.   3%
Teilnehmerzahl: 138

Eine GULP Umfrage aus dem Jahr 2009 ergab, dass für keinen einzigen der teilnehmenden Projektanbieter ein Foto im Profil das (nach den Skills) nächste entscheidende Kriterium dafür ist, ob sie Kontakt zum ihm aufnehmen. Im Jahr 2004 haben wir bei einer Umfrage herausgefunden, dass für 48 Prozent zwar die Fachlichkeit eindeutige Priorität hat, das Foto im Profil aber dennoch wichtig ist. Soviel zur Meinung der Projektanbieter.

Die knappe Mehrheit der Teilnehmer an dieser GULP Kurzumfrage hält ein Foto im Profil für wichtig – es rundet das Profil ab und Auftraggeber achten darauf. Mit 39 Prozent sehr viele Teilnehmer sehen das Foto als unwichtig an. Es sind Skills und Erfahrung, die zählen. Als gar „ungünstig“ stempeln nur drei Prozent ein Foto im Profil. Also: Schaden kann es schon mal nicht. Aber lohnt sich der Aufwand?

Ein Foto macht das Profil persönlicher – aber nur, wenn es gut gemacht ist

Ein Foto macht Ihr Profil persönlicher. Bei GULP ist es so: Haben Sie ein Foto im Profil eingetragen, wird dies bereits bei den Suchergebnissen mit einem entsprechenden Icon angezeigt. Auftraggeber, die auf ein Foto achten, sehen also auf den ersten Blick in den Ergebnissen, in welchen Profilen sie fündig werden. Solch ein Profil fällt natürlich mehr auf - denn es sticht durch das Icon aus der tabellarischen Auflistung der Suchergebnisse heraus.

Allerdings: Kein Bild ist meist wohl besser als ein schlecht gemachtes oder unprofessionelles. Auf keinen Fall sollten Sie blass, verschlossen oder arrogant wirken. Wenn Sie ein Foto einfügen – und damit dem Wunsch der Projektanbieter entgegen kommen – beachten Sie zum Beispiel die Tipps, die Karriereberaterin Svenja Hofert im GULP Artikel „Selbstpräsentation im IT-Bereich“ gibt:

  • Achten Sie auf eine natürliche Aufnahme, die Sie in ein positives Licht setzt.
  • Auffällige Muster in der Kleidung, opulente Hintergründe: Alles, was von Ihrem Gesicht ablenkt, ist tabu.
  • Tragen Sie zu hellem Hintergrund (empfehlenswert!) dunklere, unifarbene Kleidung.
  • Bezüglich kreativem Fotodesign und Bildbearbeitung am Computer (Schatten, Rahmen o. Ä.) lautet die Empfehlung: Verzichten Sie auf Experimente und stecken Sie Ihre Kreativität lieber in die Ausarbeitung des Profils.
  • Wenn Sie in das Blatt hinein lächeln, wirkt dies meist sympathischer, als wenn Sie hinaus blicken.
  • Wenn Sie der Ansicht sind, Ihr Foto sei gelungen, dann überprüfen Sie die Wirkung, indem Sie es Bekannten zeigen. Man kann sich in der Wirkung sehr täuschen.
  • Eine Meinung ist allerdings keine Meinung - fragen Sie möglichst viele Personen, am besten solche, die in dem Umfeld tätig sind, indem auch Sie arbeiten.
  • Schicken Sie auf keinen Fall ein schlecht gescanntes JPEG als einzelne Datei zusammen mit dem Profil heraus.
  • Bei kreativen Fotos achten Sie darauf, dass Foto und berufliches Ziel harmonieren.

Wenn Sie zu diesem Thema auch mal schmunzeln möchten, sollten Sie sich unsere „ultimative Gebrauchsanweisung für das Foto im Profil“ nicht entgehen lassen. Dort erfahren Sie unter anderem, wie Sie mit zu kleinen Fotografen umgehen und ob Sie auf Ihrem Profilbild eher Reichtum oder eher Coolness ausstrahlen sollten.

Zum Schluss noch eine Bitte um Ihre Meinung: Sollen wir die oben zitierte Projektanbieter-Umfrage zum Foto im Profil aus dem Jahr 2004 zeitnah wiederholen? Oder wissen Sie ohnehin, was Projektanbieter über das Thema denken?

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Kommentare zu diesem Artikel:

"Fotos sollten grundsätzlich bei Bewerbungen verboten werden. Im englischsprachigen Raum ist das schon heute gang und gebe und führt definitiv zu einer besseren Auswahl der Kandidaten. (Januar 2012)"

"Es wäre sicher wertvoll zu wissen wie Projektanbieter inzwischen die Fotos sehen. Allerdings bin ich auch der Meinung: 'wo mehr geboten wird, wird mehr verlangt'. Hatten wir schon mit den Referenzen, jetzt die Fotos, Ausweis-Kopien werden auch schon öfters verlangt - als nächstes wird dann auch Geburtsdatum, Wohnort oder gar Geburtsort oder Familienstatus zur 'Kürpflicht'. Ich nehms zur Kenntnis und freue mich über Ihre Analysen, werde aber so lange wie möglich auf Fotos und Referenzen verzichten. (Dezember 2011)"

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