Umfrage-Ergebnis: Freiberufler-Honorare im Aufwind

Stundensatz Teil 10

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Die IT-Freiberufler verlangen in den Augen der Projektanbieter zu hohe Stundensätze und haben dabei selbst das Gefühl, sich unter Wert zu verkaufen. Margen sind ein Tabuthema, über das keiner spricht. Projektanbieter wünschen sich, dass die Stundensätze sinken, Freiberufler hätten sie gerne höher. Soweit die Klischees. Dass die Kluft zwischen Freiberuflern und Projektanbietern nicht so groß ist, wie manche fürchten, zeigt diese zehnte Auflage der GULP Stundensatz-Umfrage. Die wichtigste Nachricht vorweg: Die Stundensätze der IT-Freelancer werden künftig steigen. Das ist zumindest die Meinung der Mehrheit der 359 Freiberufler und 43 Projektanbieter, die an der GULP Umfrage im November und Dezember 2010 teilgenommen haben. Allerdings könnte sich bald die Diskrepanz zwischen Stundensatzforderungen und gezahlten Honoraren vergrößern.

Wie werden sich die Stundensätze in absehbarer Zeit entwickeln?

Freiberufler: Wie werden sich die Stundensätze in absehbarer Zeit entwickeln? Projektanbieter: Wie werden sich die Stundensätze in absehbarer Zeit entwickeln?

Zwei Drittel der IT-Freiberufler und mehr als die Hälfte der Projektanbieter sind der Meinung, dass die Honorare der IT-Freelancer in absehbarer Zukunft steigen werden. Das war Anfang 2009 ganz anders: Da dachte nur jeweils etwa ein Fünftel daran, dass es bergauf gehen könnte. Kein Wunder, dieses Mal ist der IT-Projektmarkt eindeutig mehr im Aufwind: Der GULP IT-Projektmarktindex 2010 steigerte sich gegenüber der Vorjahresbilanz um 35 Prozent. 2010 wurden über GULP insgesamt 134.669 Projektanfragen an IT-Selbstständige zugestellt – das ist nach 2008 die zweithöchste Jahresendsumme an Projektangeboten in der Geschichte von GULP. Nach dem Ausnahme-Jahr 2009 setzt sich nun der Trend von 2008 fort, als wäre (fast) nichts gewesen. Ein Vergleich der Antworten 2008 und 2010 in den beiden obigen Grafiken zeigt: Vor allem bei den IT-Freiberuflern sind sich die Balken erstaunlich ähnlich.

Bevorzugen Sie nach Festpreis oder Aufwand bezahlte Projekte?

Freiberufler: Bevorzugen Sie nach Festpreis oder Aufwand bezahlte Projekte? Projektanbieter: Bevorzugen Sie nach Festpreis oder Aufwand bezahlte Projekte?

Werden Projekte nach Festpreis bezahlt, bedeutet das für die Projektanbieter oder Einkäufer eine höhere Planungssicherheit. Für den Freiberufler wiederum ist das unternehmerische Risiko unter Umständen höher – vor allem unerfahrenere Freelancer haben manchmal Schwierigkeiten damit, den Aufwand eines Projektes schon im Vorhinein abzuschätzen. Das gehört zu den klassischen Unwägbarkeiten in IT-Projekten.

Bei der gleichen Umfrage im Jahr 2001 favorisierten übrigens 32 Prozent der Projektanbieter die Bezahlung nach Festpreis – seitdem hat sich dieser Anteil mehr als halbiert (14 Prozent). Etwa Dreiviertel von ihnen ist aktuell eine Bezahlung nach Aufwand lieber. Bei den Freiberuflern sind die Prioritäten seit jeher klar: 83 Prozent von ihnen werden gerne nach Aufwand bezahlt – diese Art der Bezahlung ist für sie in der Regel lukrativer.

Wie hoch liegen durchschnittlich die Margen? (Stundensatz des Endkunden minus Stundensatz des Freiberuflers)

Freiberufler: Wie hoch liegen durchschnittlich die Margen? Projektanbieter:

Auch wenn es sich in der öffentlichen Diskussion oft anders anhört: IT-Freelancer sind seit 2004 fast kontinuierlich der Meinung, dass die Margen der Vermittler niedriger werden. Sie sanken von 26,50 Euro im Jahr 2004 auf aktuell 22,70 Euro. Aktuell trennen die Projektanbieter und die Freiberufler nur 70 Cent, denn die Projektanbieter gaben an, dass die Margen derzeit durchschnittlich 22 Euro betragen. Das sind allerdings knapp zwei Euro mehr als im letzten Jahr. Zu beachten ist hier, dass an der aktuellen Umfrage 43 Projektanbieter teilgenommen haben und im letzten Jahr 36. Bei den Freiberuflern liegen die Teilnehmerzahlen um einiges höher (300 bzw. 359), sodass die Daten hier natürlich aussagekräftiger sind. Einen Haken gibt es allerdings auch hier: Nur einige Freelancer wissen die Margen genau – manche schätzen sie (siehe Punkt „Nennen Projektanbieter einem Freiberufler auf Anfrage, wie viel sie für ihn beim Endkunden fakturieren?“)

An dieser Stelle ein Aufruf an die Projektanbieter: Nehmen Sie
an der aktuellen GULP Umfrage teil!
Zur Projektanbieter-Umfrage

Liebe Freiberufler: Auch über Ihre Teilnahme freuen wir uns wie immer sehr. Zur Freiberufler-Umfrage

Verdienen Freiberufler zu viel im Vergleich zu ihren festangestellten Kollegen?

Freiberufler: Projektanbieter: Verdienen Freiberufler zu viel im Vergleich zu ihren festangestellten Kollegen?

Knapp die Hälfte der IT-Freiberufler ist der Meinung: IT-Freiberufler verdienen zu wenig im Vergleich zu ihren festangestellten Kollegen. 2009 dachten das nur 37 Prozent der Freelancer. Das Krisenjahr 2009 hat scheinbar langfristige Spuren hinterlassen – die aber durch einen zukünftigen Honorar-Aufschwung verwischt werden könnten.

Bei den Projektanbietern hat sich auch etwas getan: Zwar denken weiter 8 Prozent, dass Freiberufler zu wenig verdienen. Allerdings ist mit 48 Prozent die relative Mehrheit der Ansicht, dass Freiberufler im Vergleich zu Festangestellten zu hohe Stundensätze bekommen (im Vergleich zu 36 Prozent 2009).

Bei einer anderen GULP Umfrage im November 2008 übrigens waren IT-Freiberufler und Projektanbieter sich einig: Dem Freiberufler bleibt unterm Strich mehr zum Leben übrig als dem Festangestellten.

Welche Stundensätze erzielen Ihre Freiberufler-Kollegen?

Tragen Sie die Daten Ihres aktuellen oder letzten Projekts in die Liste "Stundensätze in der Praxis" ein und vergleichen Sie Ihre Werte direkt mit den Honoraren, die Ihre Kollegen erzielt haben.

Nennen Projektanbieter einem Freiberufler auf Anfrage, wie viel sie für ihn beim Endkunden fakturieren?

Freiberufler: Projektanbieter:

Der Prozentsatz der IT-Freiberufler, die angeben, dass die Projektanbieter nennen, wie viel sie beim Endkunden fakturieren, stieg über die letzten Jahre hinweg leicht. Aktuell sind 36 Prozent der IT-Freiberufler dieser Meinung – aber 54 Prozent der Projektanbieter. Projektanbieter erscheinen den IT-Freiberuflern also intransparenter als sie sich selbst fühlen. Hier sei aber noch einmal der Hinweis auf die niedrigere Teilnehmerzahl bei den Projektanbietern gegeben. Es ist auch anzunehmen, dass eher die transparenteren Projektanbieter an Umfragen teilnehmen.

Wie liegen Freiberufler mit ihren Stundensatzforderungen?

Freiberufler: Wie liegen Freiberufler mit ihren Stundensatzforderungen? Projektanbieter: Wie liegen Freiberufler mit ihren Stundensatzforderungen?

38 Prozent der IT-Freelancer denken, dass sie und ihre Kollegen mit ihren Stundensätzen eher zu niedrig liegen. Das ist der höchste Prozentsatz seit 2001. Gleichzeitig meinen 72 Prozent der Projektanbieter, dass die Selbstständigen mit ihren Sätzen eher zu hoch liegen. Das ist der höchste Prozentsatz seit Beginn der Stundensatz-Umfrage bei GULP im Jahr 2000. Verstärkt sich die Diskrepanz zwischen Stundensatzforderungen und gezahlten Honoraren? Wohin werden sich die Freiberufler-Stundensätze entwickeln? Im Februar 2011 wird die große GULP Stundensatz-Auswertung aktualisiert – wie jedes halbe Jahr. Dann wird sich zeigen, ob sich der Aufwärtstrend von August 2010 fortsetzt.

Zum Vergleich: Frühere GULP Umfragen zum Thema Stundensatz:

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Kommentare zu diesem Artikel:

"Komisch, dass bei den Freiberuflern die steigenden Honorare nicht so recht anzukommen scheint. Die erste Frage ( nach: "Wann hätten Sie den Zeit?"), die ich in den letzten zwei Jahre zu hören bekommen habe, war "Geht es nicht auch für etwas weniger?". Noch bevor wir uns über die Anforderungen des Projekts und meine Kenntnisse überhaupt unterhalten haben. Natürlich geht es auch etwas günstiger, wenn das Projekt um die Ecke ( max. 5 Min. Fussweg ) ist, oder bei mir im Büro erledigt werden kann. Aber wenn ich auf eigenen Kosten monatelang im Hotel übernachten muss bzw. eine Zweitwohnung benötige und wenn ich für den halben Tag und mehr Fahrzeit (pro Richtung) weder die Fahrtkosten noch die Zeit in Rechnung stellen kann, dann geht es nicht günstiger. Zumal ich seit nun 10 Jahren immer noch für den selben Stundensatz anbiete. Und nun liebe Projektanbieter und -vermittler, haben Sie mal auf die Rechnung Ihrer KfZ-Werkstatt oder des Gasinstallateurs gesehen. Dort wird Ihnen und auch mir ein einfacher Monteur mit deutlich mehr als 60 Euro in Rechnung gestellt. Nun ja, der Kerle bekommt das zwar nicht auf die Hand, aber ein Ingenieur mit 30 Jahren Erfahrung in der Entwicklung von Programmen und Hardware sollte doch etwas mehr kosten dürfen, als ein Klemptner. Mein Rechtsanwalt, bei dem ich Verträge mit Neukunden prüfen lasse, berechnet mir 120 Euro die Stunde und war ganz erstaunt, dass ich nur etwas über die Hälfte bekomme. Allerdings sehe ich nicht mein Heil darin, mich wieder anstellen zu lassen. Ich denke, mein akteulles Projekt geht noch ein bis zwei Jahre. Dann mache ich mein Büro dicht und ziehe weg! Versprochen. (Januar 2012)"

"Ich finde den obigen Beitrag sehr treffend, in dem geschlussfolgert wird, dass man sich bei den Stundensätzen auch nach einer Festposition umsehen kann, statt sich abends im Hotelzimmer zu langweilen und genau das werde ich demnächst wohl tun. Die Sätze rangieren teilweise auf Vorkrisenniveau - bei gestiegenen Kosten und Gewinnen der Anbieter und Endkunden. Es gibt offenbar viel zu viele billig Jakobs! Andauernd werden einem angebliche Billigprogrammierer vorgehalten, die 10,- die Stunde billiger sein sollen. Kaum zu Glauben! (August 2011)"

"Ich schließe mich voll und ganz dem Kommentator vom Juni 2011 an, bei mir ist die Situation zu 100% gleich, er spricht mir aus der Seele. (Juni 2011)"

"Der Einkauf von Freiberuflern geht nur noch über den Preis - Qualität und Berufserfahrung spielen keine Rolle (mehr). Der erfahrene Berater soll zum gleichen Stundensatz antreten wie ein Neuling. Spesen werden vom Kunden schlicht ignoriert. Damit rechnen sich Projekte bei denen Übernachtungskosten anfallen überhaupt nicht mehr. Und wohin führt das alles? Nun, als erstes werden sich die Meldungen über Hackerangriffe auf Firmen wie Sony häufen - da hat man bei der Entwicklung der Software und Sicherung der Systeme offenbar auch lieber auf "billig" als auf "gut" gesetzt. Da habe ich auch null "Mitleid" mit den Firmen - im Gegenteil wünsche ich mir, daß alle Firmen, die heute mit Ihrer Preisdrückerei die Qualität Ihrer Systeme an die Wand fahren, richtig teuer dafür zahlen müssen. Dann setzt sich vielleicht auch wieder ein Qualitätsbewusstsein durch. Zweitens erreichen die Stundensätze ein Niveau, bei dem sich jeder rational denkende Freiberufler überlegen wird, ob eine Festanstellung zu einem guten Gehalt nicht die wirtschaftlichere Variante ist. Welchen Sinn macht es, sich nach getaner Arbeit in irgendeinem Hotelzimmer wiederzufinden, das wirtschaftliche Risiko einer "Flaute" tragend, Heim und Familie alleine zu lassen und das alles für einen Preis (nach Abzug der Spesen), zu dem man auch "zu Hause" eine Festanstellung bekommen könnte?! Und zu guter letzt: mein Stundensatz vor 10 Jahren war ca. 20 bis 30 Prozent höher als heute. Nominal - ohne Berücksichtigung der Inflation. Sieht das bei den Projektanbietern auch so aus? (Juni 2011)"

"Ich finde diese Statistiken leider sehr unzureichend, da letztendlich für den Projektanbieter ihm nur die Marge zählt, es keineOpenBook Policy hat und vor allem nicht offen kommuniziert wird, warum ein Auftrag nicht erteilt wurde. Es ist ja sehr bequem,einen Verlorenen Auftrag für den Selbstständigen immer auf den Ausschreibenden abzuwälzen. Ich erhalte Aufträge regelmäßig nicht. Darüberhinaus haben Projektanbieter nicht die Kompetenz, wirklich ein Angebot zu erfassen und die Stärken des Selbstständigen darzustellen. Wie wäre es denn, dem Selbstständigen vor der CV Weiterweitung, dieses noch einmal abzustimmen ? (Februar 2011)"

"Hier hängt es auch sehr stark von den Branchen ab (Februar 2011)"

"Im groben und ganzen Stimme ich meinen Vorrednern und dem Bericht ja zu, aber der Bericht geht mir nicht weit genug. Mir fehlt hier der Bezug zur Qualität. Auch Seitens der Freiberufler ist viel unqualifiziertes Personal unterwegs, so kann ich durchaus verstehen, dass auch einige Projektanbieter von "zu hohen Stundensätzen" sprechen. Jedoch möchte ich einem meiner Vorredner für seinen Beitrag zu "Angebot-Nachfrage-Qualität" danken. Die Preisdrückerei endet damit, dass wir die Quantität an unterqualifizierten Freelancern erhöhen und das qualifizierte Personal aus dem Markt drängen. Wer kann sich schon um konstante Fortbildung und Zertifikate bemühen, wenn er 200 Stunden im Monat arbeiten muss um bei einem Deckelstundensatz überhaupt das unternehmerische Risiko und seine Kosten abzufangen? (Februar 2011)"

"Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Zusätzlich möchte ich anmerken, dass es vermehrt noch immer um den Preis und zu wenig um die Qualität geht. Da frage ich mich schon, ob das ausschreibende Unternehmen die richtigen Leute am richtigen Platz sitzen hat. Helfen tut mir diese Erkenntnis zwar relativ wenig, aber ich lehne Projektangebote zweifelhafter Natur regelmäßig ab. Manchmal lernen es die Anbieter eben nur mit der groben Keule, wenn für ihre teils lächerlichen "Angebote" niemand mehr darauf anspringt und deren Endkunde sich enttäuscht einem Konkurrenten zuwendet. (Januar 2011)"

"Ich finde diese Analysen und Umfragen von Gulp immer sehr hilfreich, um im harten Verhandlungsalltag wenigstens eine grobe Orientierungshilfe aus beiden Blickwinkeln zu haben (Vermittler und Freiberufler). Danke Gulp, bitte weiter so. (Januar 2011)"

"Ich kann mich hinsichtlich der Anbieter nur meinen Kollegen anschließen. Traurig genug, dass in den letzten 15-20 Jahren die Sätze ganz gezielt gedrückt bzw. auf einem Niveaus gehalten wurden. Wenn jetzt, zu einem Zeitpunkt zu dem die Überschüsse bei den Anbietern wieder steigen der Versuch gemacht wird die FLs "moralisch" unter Druck zu setzen, dann überrascht mich das nicht. Wirtschaftlich gesehen müssen die Anbieter versuchen die Preise niedrig zu halten, dafür habe ich Verständnis. Ich bitte nur darum auch dafür Verständnis zu haben, dass wir FLs aus genau den selben Gründen gezwungen sind die Preise zu steigern. Was die exakten Preise angeht so kann ich auch hier nur wieder auf einen Vorschreiber verweisen und mich Ihm anschließen. Angesichts der Risiken und Verluste unter denen viele in den letzten Jahren gelitten haben gehen die Hoffnungen und der BEDARF bei so manchem rechnerisch deutlich über die 100ter Marke. (Januar 2011)"

"Angebot und Nachfrage regeln den Preis - dachte ich mal. In den letzten 15 Jahren musste ich dazulernen, dass die Preisdrückerei seitens der Auftraggeber auch zu Lasten der Qualität der FLs in Kauf genommen wurde = langjährige Expertise, ununterbrochene Vita und Seniorität werden also im Freelancer-Massenmarkt-Preis nicht berücksichtigt. Daher zweifele ich an einer signifikanten Steigerung der Tagessätze solange, bis der breite Markt leergefegt, der Zustrom aus Ost-Europa (wegen des dortigen Eigenbedarfs) abebbt und die Absolventen wieder - wie zu Zeiten des DotCom-Booms - direkt von den Unis abgeholt werden. (Januar 2011)"

"Die Auswertung ist für einen Neuling unter den Freelancern wie mich sehr aufschlußreich. (Januar 2011)"

"Eine Info über die die höhe des Stundensatzes wäre prima. (Januar 2011)"

"Die Projektanbieter vergessen meistens eines: die Freiberufler tragen das wirtschaftliche Risiko. Auch das geht in die Kalkulaton des Stundensatzes ein. Obwohl ich mehrfach einen Tagessatz mit Obergrenze inkl. Reisekosten und Überstunden (quasi Festpreis) als Projektleiter angeboten habe, ging kein Vermittler und kein Kunde darauf ein. Bezahlung nach Aufwand scheint immer noch weit verbreitet zu sein. Warum andere Varianten der Vertragsgestaltung nicht angenommen werden entzieht sich leider meiner Kenntnis, da ich keine Antworten bekam. Wenn die Stunden/Tagessätze für die Projektanbieter "gefühlt" zu hoch erscheinen, warum gehen diese dann nicht auf andere Vergütungsvarianten ein? (Januar 2011)"

"Es fehlt die Aussage, wie hoch ein berechtigter Stundensatz ist. Ansicht seitens Freiberufler und seitens Projektranbieter. Wenn ich sehe, das viele Projektanbieter der Meinung sind, Freiberufler bekommen zuviel im Verhältniss zu Festangestellten, dann Frage ich mich doch, ob denen der Realitätssinn abhanden gekommen ist. Kein Urlaubsgeld, kein Weihnachtsfeld, keine Kostentragung, wenn man krank ist. Selbst wenn Familienangehörige dringend versorgt werden müssen (Krebsfall). Seminare und Verdienstausfall und müssen selbst gezahlt werden. Krankenversicherung, Rentenversicherung, Geschäftsfahrten, die um ein vielfaches höher sind. Reisekosten, Hotels, Büroanschaffungen, PCs, Steuerberater, Buchführung. Projektleerlaufzeiten etc etc. Gerade die Jahre 2002-2005 und 2008-2010 haben gezeigt, das viele Kollegen zum Teil ein ganzes Jahr keine Arbeit hatten. Um dies alles abzudecken und zwar zu 100 % müssten Stundensätze bei 100 Euro und höher liegen um dit gleichen Privilegien wie Festangestellte zu haben. (Januar 2011)"

"Die Zusammenstellung ist recht informativ. Bei den Projektanbietern habe ich immer den Eindruck, das ihnen garnicht bewußt ist was ihnen der Festangestellte wirklich kostet. Wenn ich den Stundensatz des Festangestellten mit 2,5 multipliziere komme ich mal knapp an den Kostensatz heran. Eine Multiplikation mit 3,0 entspricht den Kosten des Festangestellten recht real. (Januar 2011)"

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