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Ingenieure gesucht – aber wo?

In diesen Branchen und Regionen gibt es die größte Nachfrage

25.07.2017
GULP Redaktion – Monika Riedl
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Wo haben Ingenieure die größten Chancen auf dem Arbeitsmarkt? Der Ingenieurmonitor, herausgegeben vom VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V. und dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V., untersucht jedes Quartal die Arbeitsmarktlage für festangestellte Ingenieure. Dazu werden die Daten der Bundesagentur für Arbeit genutzt, die sich rein auf Personen mit einem sozialversicherungspflichten Erwerbsberuf als Ingenieur beziehen. Wir haben den Bericht für das erste Quartal 2017 unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Insgesamt gibt es zwar ein Unterangebot an Ingenieuren auf dem deutschen Arbeitsmarkt, jedoch ist die Nachfrage stark von Branche und Region abhängig.

Arbeitsmarkt für Ingenieure äußerst rosig

Die positive Arbeitsmarktkonjunktur sorgt in ganz Deutschland für sinkende Arbeitslosenquoten. Doch Ingenieure profitieren davon mehr als der Durchschnitt: Im Vergleich zum Vorjahresquartal (Quartal 1/2016) nahm die Zahl der arbeitslos gemeldeten Ingenieure um 7,4 Prozent ab, während der Gesamtdurchschnitt nur um 5,5 Prozent zurückging.

Die andere Seite der Medaille: Immer mehr Stellen für Ingenieure bleiben unbesetzt. Laut Ingenieurmonitor kommen im gesamtdeutschen Durchschnitt 278 offene Stellen auf 100 verfügbare Ingenieure. In absoluten Zahlen gab es im ersten Quartal bundesweit 74.120 offene Stellen, das entspricht einer Steigerung von 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Welche Ingenieure sind gesucht?

Ganz unterschiedlich zeigen sich die Nachfragewerte des Ingenieurmonitors hinsichtlich der einzelnen Branchen. Am besten stehen die Chancen für Ingenieure in den Bereichen Bau, Maschinen- und Fahrzeugtechnik sowie Energie- und Elektrotechnik. Diese drei Branchen machen zusammen knapp 80 Prozent des gesamten Stellenangebots für Ingenieure aus. Den größten Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr konnte dabei die Baubranche verzeichnen. Der aktuell vorherrschende Bauboom sorgt für eine sehr hohe Nachfrage an Bauingenieuren und für Kopfschmerzen im Öffentlichen Dienst. Hier macht sich der Mangel an Bauingenieuren deutlich bemerkbar, sodass laut Bundesfinanzministerium im Jahr 2016 insgesamt 400 Millionen Euro nicht verplant werden konnten. Insgesamt liegt das Verhältnis offener Stellen zu verfügbaren Arbeitnehmern hier bei etwa 4 zu 1.

Auch Themen wie Digitalisierung und Elektromobilität tragen zur steigenden Nachfrage an Ingenieuren bei. Um das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung, jährlich 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung zu investieren, erfüllen zu können, wird verstärkt Personal in diesem Bereich gesucht. Als Resultat nehmen auch die Patentmeldungen zu, sodass zudem weitere Experten in den Patentämtern notwendig werden.

Leicht zurück gegangen ist die Nachfrage im metallverarbeitenden Gewerbe (minus 12,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal) sowie im Bereich Kunststoffherstellung und chemische Industrie (minus 6,1 Prozent).

In welchen Regionen werden Ingenieure gesucht?

Das größte Jobangebot fanden Ingenieure im ersten Quartal 2017 in Bayern (14.050 offene Stellen), Nordrhein-Westfalen (12.830 offene Stellen) und Baden-Württemberg (12.380 offene Stellen). Ins Verhältnis zum Fachkräfteangebot gesetzt, kommen jeweils vier offene Stellen auf einen Ingenieur. Bei manchen Kombinationen aus Branchen und Bundesländern ist diese Lücke sogar noch größer. So kamen beispielsweise in Bayern auf je 100 Ingenieure 681 offene Stellen im Bereich Maschinen- und Fahrzeugtechnik.

Den prozentual stärksten Anstieg an offenen Stellen gab es im Norden der Bundesrepublik (Hamburg, Mecklemburg-Vorpommern, Schleswig Holstein) mit 29,5 Prozent Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal, gefolgt von Hessen (20,5 Prozent). Erfreulicherweise ging in keinem Bundesland das Angebot zurück.

Fazit

Ingenieure sind nach wie vor sehr gefragt und können auf einen sehr rosigen Arbeitsmarkt blicken. Dass es trotz dieser äußerst positiven Aussichten Experten gibt, die eine Beschäftigung suchen, aber kein Stelle finden, liegt laut Ingenieurmonitor häufig an einem Mismatch. Meist passen dann die Qualifikationsanforderungen nicht mit dem Profil eines Bewerbers zusammen oder die offenen Stellen sind in der falschen Region. Es lohnt sich also zu wissen, wo und in welcher Branche man als Ingenieur besonders gefragt ist. So lassen sich die Qualifikationen und der Radius der Jobsuche entsprechend ausrichten.

Lesermeinungen zum Artikel

1 von 5 Sternen | Insgesamt 5 Bewertungen und 13 Kommentare

  • Es ist schwierig als Ingenieur, und die Irreführung mit dem Mangel ist so dumm, weil letztlich sehr teuer

    McKenninga am 20.08.2019 um 14.32 Uhr

    Hallo,
    ich versuche mich seit Jahren als Lehrer für Maschinenbau (Gewerbelehrer).

    Dabei entdeckte ich Lebensgefahren für DIW Schüler und benannte sie. Ich wurde fristlos entlassen, und das Jobcenter versuchte mich wegen Gemeingefährlichkeit böswillig gesetzlich betreuen zu lassen (das ist nichts Gutes und hieß früher Entmündigung. Die Gesetze sind aber 1992 etwas verbessert worden- aber daran müssen sich Behörden eben auch halten...). Am gleichen Tag zeigte mich das Jobcenter wegen uebler Nachrede an- allerdings hatte ich mich "nur" offiziell über die Fallmanagerin beschwert (sie hatte mich beleidigt und angeruelpst).

    Zusammen ging mein Studienkredit (für das weitere Ingenieursstudium/ Masterstudiengang) drauf, und das Jobcenter zahlt immer wieder monatelang gar nichts, weil ich wegen (oder bei com Jobcenter Leiter oeffentlich behaupteter) Gemeingefährlichkeit eben auch arbeitsunfähig sei.

    Als Lehrer habe ich einige Erfolge und meine Familie hilft mir sehr- das hat teilweise viele Jahre gedauert, bis alle mir glaubten, dass es keinen Ingenieurs Mangel gibt. Ich wünsche mir, dass Arbeitslosigkeit nicht so ein Stigma in Deutschland wäre, dann ist man nicht so erpressbar. Aber ich weiß, dass das wohl selten vorkommt. Ich war mal bei einem wirklich hilfreichen Jobcenter in Brandenburg.

    Meine Familie schätzt meine Fähigkeiten aus dem Ingenieursstudium und den Berufsjahren, ich verstehe nicht, warum Ingenieure hier für dumm verkauft werden- beziehungsweise es ist einfach eine Wohlstandskrankheit, und man denkt immer noch, ohne Technik gibt's nichts Böses mehr und Ingenieure sind alle IED- Leger (das Wort mit B. möchte ich nicht schreiben).

    Also Danke für Ihre Posts, was man auch anfängt, alles geht besser als Ingenieursarbeit mit unserem Industrieverband VDI (sie sind übrigens auch Projektträger für oeffentliche (?) Forschungsgelder... wäre ich auch gerne!). Mit freundlichem Gruß

  • Welcher Mangel?

    Sabine am 13.07.2019 um 16.57 Uhr

    Es gibt einen erheblichen Mangel und zwar AN SERIÖSEM JOURNALISMUS.
    All die Jahre wird nachgeplappert, womit sich der VDI und die Unternehmen immer wieder wichtig machen.
    Von 2010 bis 2020 war niemals ein Mangel zu finden. Wenn Stellen 120 Tage oder länger nicht besetzt wurden, dann waren diese NIEMALS wichtig, sondern man hätte da eventuell gerne jemanden, der nicht viel kostet.
    Ich arbeite in einem großen Unternehmen und wenn wir wirklich jemanden suchen, dann dauert das höchstens 2 Monate und wir finden genügend Leute. Aber eines wollen all diese Leute. Sie wollen alle gut bezahlt werden und mit gut meine ich mindestens einen außertariflichen Vertrag mit 85.000€ Brutto + Altersvorsorge etc. oder mehr . ( Wer Erfahrung hat und sein komplettes Umfeld wechselt, der macht dass nur, wenn sich das lohnt.
    Anfänger stellen wir selber nur im geringen Maße ein. Absolventen machen viel Arbeit und bringen am Anfang wenig ein. Man kann froh sein, wenn ein Absolvent für die Unternehmen kein hohes Minusgeschäfft ist. Zusätzlich noch die Gefahr, dass der dann mit 2-5 Jahren Berufserfahrung abhaut. Da sucht man sich lieber die Leute bei anderen Firmen mit Erfahrung.
    Für Absolventen bleibt oft die Wahl zwischen Arbeitslosigkeit oder schlechter Bezahlung (36.000€ - 40.000€ Brutto) und niemand will Leiharbeiter bei einem Ingenieursdienstleister werden.

    Viel Erfolg und Glück an euch Jungingenieuren, denn ihr könnt es wahrlich gebrauchen.

    PS: 2025 werden wir das Märchen erneut höhren. Der VDI wird sich dann damit brüsten, dass er 2020 den Mangel abwenden konnte und es erneut wieder "schaffen" wird. EIn Verein mit beeindruckender Ungenauigkeit, was dessen Prognosen angeht. Wenn ich sowas bei der Arbeit machen würde, dann kann ich mir einen neuen Job suchen oder davor geht der Industriepark in die Luft.

  • Artikel vs Realität

    Steffen am 01.05.2019 um 16.49 Uhr

    Es ist genauso wie Jürgen es zuvor beschrieben hat.

    Ich kann Absolventen nur den Rat geben sich auf ALLES zu bewerben, was ungefähr ins Profil passt. Die Wirtschaft nimmt euch sowieso nicht ernst, da ihr keine Stunde "richtig" gearbeitet habt.
    Absolventen müssen eingearbeitet werden, wobei einige nochmal das Arbeitsgebiet wechseln oder den Arbeitgeber. Wenn Ihr dann 2-3 Jahre Berufserfahrung habt, sieht die Jobsuche ganz anders aus, da ihr einen abgesteckten Arbeitsschwerpunkt habt. (Wie euer Schwerpunkt an der Uni war, interessiert fast niemanden im Unternehmen.) Stellt euch vor Ihr seid Chef und da kommt so ein Grünschnabel von der Uni, der keine Ahnung hat und die Vertiefung XY oder CCD oder XXS. Der nicht weiß wie man mit Menschen oder Kunden zu sprechen hat und der denkt, er könnte jetzt (was/alles). -> Würdet Ihr so jemanden einstellen oder sucht ihr doch lieber einen mit 2-3 Jahren, der Erfahrung im Job hat.

    Das man zugleich einen Fachkräftemangel beklagt ist gegenüber den Absolventen blanker Hohn. Und es gibt etwas, was IHR auch noch bedenken müsst. Ihr müsst zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Es ist oftmals einfach Glück wo Ihr landet und hat am Anfang des Berufslebens weniger mit den Noten aus dem Studium zu tun. (Vielleicht gefiel der Personalerin euer Wortwahl nicht, die Krawatte sah blöd aus oder oder oder.)

    Das Gehalt in der Probezeit liegt bei den meisten bei 40-42k (brutto). Nach der Probezeit verdienen die meisten so um die 52k mit einem Masterabschluss. Im Vertrag nach IG BCE wäre das Gehaltsstufe 11 mit Urlaubsgeld und 13. Monatsgehalt/ Wer E12 ist, der hat schon Glück gehabt. Mit neuen AUfgaben im Job werdet ihr dann E12 gestuft und wenn ihr gut seid, werdet ihr in Richtung Außertarifvertrag gehn.

    Bei geringeren Gehalt einfach den Arbeitgeber wechseln mit Berufserfahrung. Es gibt auch viele Unternehmen, die einfach nur da sind, um ein Sprungbrett zu sein wie z.B. Ferchau(<-JA IHR SEID EIN SPACKO-UNTERNEHMEN. Wer sagt er arbeitet gerne dort, dem ist nicht mehr zu helfen). Natürlich können diese Unternehmen nie genügend Absolventen haben, die sich im Preis unterbieten. Es sind sozusagen HappyUnderperformer Unternehmen. Es geht nur darum billig zu sein und sich NICHT weiterzuentwickeln, da dies mit immer wieder neuen Leuten/Absolventen schlecht geht. Das man dort nichts verdienen kann ist klar. Personaldienstleister gehören sowieso abgeschafft. Nach der Logik müssten die Leute dort mehr verdienen, da sie Betriebsspitzen abdecken müssen. Leider werden aus Betriebspitzen oft Regelbetrieb und man wird "ausgebeutet".

    Gruß Steffen

  • Sehr sehr schwierige Suche nach Arbeitsplatz

    Jürgen am 10.04.2019 um 17.19 Uhr

    also ich bin kein Ingenieur aber kenne sehr sehr viele. Also es ist meistens so:
    Die jungen Leute studieren das und sind am ende ausgebildet. Praktikumssuche oder Bachelorand oder Masterand gewesen in Firmen. Doch oft nach dem Abschluss kein direkteinstieg in Job. Sie stellen dann fest, dass sie nicht in den firmen wo sie Praktikanten waren danach übernommen werden. Also sind sie schockiert.

    Und ich betone noch einmal. Gute Noten haben fast alle und Auslandsjahr und andere Dinge sind heute auch Standard bei den jungen leuten. Bewerbungen können die auch alle schreiben. Doch sie finden nur schwer etwas. Also schreiben sie 100+ Bewerbungen, müssen umziehen und monatelang nach Stellen suchen. Wenn sie was finden, dann bei Dienstleistern oder sie landen bei denen als karteileichen. Denn diese schreiben gerne auch stellen aus, die dann nur dazu dienen, Daten zu sammeln und im FALLE einer vakanten Position diese zu besetzen

    Es gibt 1 Million offene Stellen und dennoch ist es Etikettenschwindel denn dahinter verbergen sich fake Stellenangebote. EGAL was man studiert oder in was man ausgebildet ist, man stellt dies schnell fest.

  • Es gibt keinen Fachkräftemangel egal welcher Studiengang

    Thomas am 08.04.2019 um 16.23 Uhr

    ich finde es herrlich, dass die Leute hier identische Erfahrungen gemacht haben wie ich. Wobei ich eine andere Ausbildung und Studium absolviert habe. Egal ob BWLer, Juristen, Psychologen, Soziologen, Architekten alle haben Probleme nach dem Studium einen Job zu finden auch wenn sie Referenzen haben und supertolle Noten haben. Und wenn ich jetzt überlege, dass Ingenieure das härteste Studium überhaupt haben, wird mir schlecht. Viele Stellenangebote werden einfach so ausgeschrieben und sie existieren nicht.

  • Arbeitgebermangel

    M.Sc Ingenieurin Julia am 07.01.2019 um 22.12 Uhr

    Was in den Kommentaren steht, dass habe ich auch so erlebt als ich 2017 abgeschlossen habe. Eine Stelle fand sich erst nach 7 Monaten. Gut, dass ich mich aus dem Studium heraus beworben hatte und es keinen längeren Leerlauf gab.
    Händerigend wurde ich damals aber auch nicht gesucht. Ohne Vitamin B landet man fast immer in Leiharbeitsfirmen oder zu Neudeutsch bei Ingenieursdienstleistern.

  • Mangel an billigen Fachkräften

    Steffen am 03.01.2019 um 14.32 Uhr

    Alles was hier in den Kommantaren steht, erlebe ich auch in meinem Bewerbungsprozess. (Ingenieur für Verfahrenstechnik M.Sc Note 1,6). Stellen finden sich nur für Berufserfahrne. Absolventen gehn leer aus oder müssen bei Dienstleistern anfangen. Einstiegsgehälter nicht annährend bei 45.000€ sonderen ehr bei 35.000€.
    Für eine bessere Transparenz sollten die Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet werden, dass die Gehälter in
    den Stellenanzeigen angeben werden, was zum Beispiel in Österreich längts Pflicht ist. Das, was manchmal für 35.000€ als Angebot rausgeht, hat teilweise lächerlich hohe Anforderungen.

    Zum VDI noch ein paar Worte: Ein Verein, der sich seit Jahrzehnten immer wieder "verrechnet" (Berechnungen auf eigenen Umfragen), und immer wieder Fachkräftemangel prognostiziert ist einfach nur erbärmlich. Das ist wie mit
    den Leuten, die immer wieder den Weltuntergang herbei predigen. Beides ist so noch nie eingetroffen.
    Ergo, will sich der VDI einfach nur wichtig machen und bereitet wunderbare Lobbyarbeit, damit
    weiterhin junge Schüler so dumm sind und Ingenieurwissenschaften studieren. Wenn ihr später wirklich Geld verdienen wollt,
    dann studiert BWL. BWLler werden immer gebraucht, werden genauso gut bezahlt und können überall arbeiten. Zudem ist
    das Studium wesentlich einfacher, da mehr auswendig gelernt wird. Beides ist oft NC frei.
    Und kommt bloss nicht auf die Idee Wirschaftsingenieur (WING) zu werden. WINGs sind wie Enten, können weder Fliegen noch Schwimmen.

  • Märchenstunde

    Franziska W. am 19.12.2018 um 11.38 Uhr

    Wie bereits gesagt wurde, gibt es keinen Mangel.
    Als Absolventin hat man es wirklich schwer eine Einstellung zu finden. Meine Freundin ( Geisteswissenschaftlerin) hat es da einfacher, weil sie sich auf jeden "Kram" in Ihrer Stadt bewerben kann. Ich brauche Industrieunternehme und bin dadurch wesentlich eingeschränkter. Letztes Angebot 38.000 € in Wuppertal ist jetzt nicht so wirklich erfirschent. ICh muss es aber nehmen, um nicht länger Arbeitslos zu sein. ICH WÜRDE NIEMANDEN RATEN INGENIEUR/IN ZU WERDEN. Das Studium ist für den LOHN einfach zu schwierig.

  • STUDIERT KEINE INGENIEURSWISSENSCHAFTEN

    Sebastian am 11.12.2018 um 11.21 Uhr

    Ich kann mich ebenfalls nur meinen Vorrednern abermals anschließen.
    Ich habe Master 2,0 in Bauingenieurwesen, diverse Praktika etc. pp. und es ist GERADE HOCHKONJUNKTUR in Deutschland. Ganz klar durch den Niedrig-Zins der EZB befeuert und ich habe nach über 6 Monaten und ca. 70 Bewerbungen und 25 Vorstellungsgesprächen NUR BILLIG HAUSMEISTER JOB (sogenannte Facility Manger hahaha) erhalten, der GROTEN schlecht bezahlt wurde und natürlich KEINEN INGENIEUREN BRAUCHT.

    An die zukünftige Generation!! STUDIERT KEINE INGENIEURSWISSENSCHAFTEN

    Deutschland ist TOT in Sachen INGENIEURSWISSENSCHAFTEN, besonders wenn die Leistungen mit dem Ausland verglichen werden

  • Alles LÜGE

    Florian am 01.12.2018 um 21.49 Uhr

    Auch ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Nach 80 Bewerbungen keine Einstellung mit einem Masterabschluss 1,9 Maschinenbau in Deutschland. Einzig und alleine sind Dienstleister intressiert mich einzustellen. Sollen die Unternehmen doch mal in den Stellenanzeigen angeben, was sie bereit sind zu Zahlen. Wenn ich die Gehälter vom VDI nenne, dann werde ich bei einem Durchschnittsgehalt von 45k nur schief angeschaut. 36.000 € wurden mir letztens bei einem mittelständischen Unternehmen in NRW geboten mit der Begründung, dass ich als Absolvent nichts kann und ich noch mindestens 2 Jahre eingearbeitet werden muss. (Ja klar. Ich bin wohl so doof, wie konnte ich nur mein Studium bestehen. In 2 Jahren habe ich meinen Master gemacht aber OKAY. Nächstesmal sollen mir die Personalerin und der Abteilungsleiter mal in MATLAB nummerische Lösungen für die Berechnung und Auswertung von Fahrzeugschwingungen implementieren und einen seperaten Versuchsaufbau dazu entwerfen und konstruieren. Anreisekosten werden auch nur auf ausdrückliches Drohen mit einem Mahnbescheid mit Hinweis auf §670 BGB beglichen. Ansonsten bleibt man selbser drauf sitzen. Fast schon ein Skandal für die Firmen das zu begleichen. Man überlege sich, dass man als berufserfahrner extra einen Tag Urlaub nehmen muss. Auch mangelndes Ansehen in der Bevölkerung hat mich vertrieben. Immer wird man auf Partys etc dumm angeschaut, wenn man sagt, dass man Maschinenbau studiert. Alle brüsten sich damit dumm in Technik zu sein, aber wehe ich weiß nicht, wer Paris Hilton, Kim Kardashian, der nächste DSDS Gewinner oder sonst noch für dumm Schwätzer ist.)

    Naja ich habe nun eine Einstellung in der Schweiz im neuen Jahr bekommen mit einem gerechten Gehalt. Umzug etc. wurde alles Übernommen ohne dies überhaupt Infrage zu stellen. An alle Ingenieure kann ich nur raten dieses Lohndrückerland zu verlassen. Unternehmen jammern hier nur rum und suchen Lohnsklaven.

    Des Weiteren wünsche ich allen MINT-Absolventen viel Glück bei der Jobsuche.

  • Wer's glaubt wir selig

    weibliche, angehende Dr.-Ing. am 15.10.2018 um 13.43 Uhr

    Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Trotz top Masterabschluss und anstehender Promotion zum Dr.-Ing. der Produktionstechnik, belegbar erfolgreicher Entwicklungsarbeit, Projekt- und Teamleitung, mit gecheckten Unterlagen bereits 40 erfolglose Bewerbungen. Und den Kollegen und Kolleginnen geht es genauso. Wo doch angeblich gut qualifizierte Fachkräfte gesucht werden und alle die Frauenquote in technischen Bereichen und Führungspositionen erhöhen wollen. Wer an einen Ingenieurmangel glaubt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

  • Alles Lug und Trug

    Sören am 24.08.2018 um 08.05 Uhr

    Bin seit 5 Monaten auf einer Suche mit meinem 1,2 Abschluss Master Uni in Chemieingenieurwesen. Ich kann nicht behaupten, dass mich die händeringenden Arbeitgeber einstellen wollen. Es dauert ewig (3 Monate) bis man mal eingeladen wird. Alle wollen sich zudem die Einarbeitungszeit sparen und schicken lieber Headhunter los, um diese bei anderen Unternehmen zu "klauen". Auch erhalte ich oft keine Absage. Ich persönlich hoffe, dass diese Betriebe vor die Hunde gehn. Wer sich so destruktiv um Bewerber kümmert und dann rumheult, dass er keine findet, der hat es nicht anders verdient.
    Nachfrage und Angebot regeln den Markt und wenn man kein Geld ausgeben will, dann gehn die guten Ingenieure weg oder machen einen anderen Beruf in dem man mehr verdienen kann. Alles eine Frage der Bezahlung, aber auf diesem Ohr sind die Arbeitgeber natürlich taub. Arbeitsdrohnen zum Nulltarif sollen her. 35500 € für Bluecard besitzer (was früher 66.000€ waren). Mal ernsthaft, als Ingenieure aus anderen Ländern würde ich für so ein Gehalt nicht extra nach Deutschland kommen. Wie kann eine gesuche Arbeitskraft bei Mangel beliebig billiger werden?! Aber das verkauft der VDI noch als unabdingbar und großen Fortschritt.

    Der VDI ist ein einziger Lobbyverein für die Industrie. Ich kann auch Stellen mit 5 und 7 multiplizieren und dann sagen, dass ich einen Mangel an Fachkräften hab. Auf diese Weise lässt sich immer ein Mangel berechnen, denn zur Not multipliziert man halt mit 10 oder 20. Überings bekomme ich keinen neuen Audi für 5000€, da muss es wohl auf dem Markt einen Mangel an Audis geben.
    Die Stellensuche ist ebenfalls ein einziger Krampf. Viele Unternehmen schreiben Ihre Stellen nur auf den eigenen Webpages aus. Aber man muss auch erstmal diese Unternehmen finden und nicht jeder geht die Gelbenseiten bzw. Branchenbuch durch, weil dies extrem Aufwendig ist und wenig Erfolg verspricht.
    In ländlichen Regionen mangelt es zudem an allem. Schwimmbäder oder andere Freizeitattraktionen werden geschlossen, die Infrastruktur ist lächerlich schlecht mit 1000 DSL und kaputten Straßen. Wieso sollte ich, als junger Akademiker in so eine Region ziehen, wo ich nichts erlebe und schlecht bezahlt werde?


  • Ingenieure händeringend gesucht

    Claus Conrad am 06.01.2018 um 11.52 Uhr

    Ich habe mich 2016 bei zwei Firmen die Ingenieure in meiner Fachrichtung suchten, beworben. Ansässig sich beide Betriebe in Südwestdeutschland. Mein Ingenieurstudium habe ich mit der Note 1,5 abgeschlossen. Forderungen wurden von mir in den Bewerbungen nicht gestellt. Diese beiden "händeringend suchenden" Betriebe haben mir bis heute nicht geantwortet. Sie haben nicht mal die Unterlagen von sich aus zurückgeschickt. Ich haben den Eindruck, dass viele offene Stellen nur fingiert sind.
    Meine Bewerbung in der Schweiz hatte sofort Erfolg, wo ich heute eine leitende Position habe. CC

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