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Money makes the world go round – drei Thesen rund um den Stundensatz

20.07.2017
GULP Redaktion – Maria Poursaiadi
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Seit Mitte Mai läuft die aktuelle GULP Freelancer Studie, unsere große Umfrage rund um die Themen Stundensätze, Skills und Projektalltag. Aus den bisherigen Ergebnissen stellen wir Ihnen heute drei gewagte Thesen auf. Ob sich diese bewahrheiten werden? Das werden wir in der Endauswertung erfahren – Spaß macht ein kurzes Spicken aber trotzdem …

Haben Sie schon an unserer Freelancer-Umfrage teilgenommen? Falls nicht, haben Sie immer noch die Gelegenheit, unsere Ergebnisse mit Ihren Angaben zu vervollständigen. Hier geht’s direkt zur Umfrage.

Mit welchen Verantwortungsbereichen bekomme ich den höchsten Stundensatz?

Man stelle sich vor, es gäbe eine Kombination aus drei „Superskills“, die zum ultimativen Stundensatz führen würden. Welche wären das wohl? Dazu haben wir uns die Aufgabenschwerpunkte der bestverdienenden IT- und Engineering Freelancer angesehen (von allen All-inklusive-Stundensatz-Angaben wurden hier die drei höchsten genommen).

Der höchste Stundensatz wurde auf Basis der aktuellen Datenlage von einem Software-Entwickler erzielt, direkt gefolgt von der Beratung. Den dritthöchsten Stundensatz brachte ein Projektmanager. Uns ist bewusst, dass man nicht alles gleichzeitig sein kann. Schön wäre es allerdings, denn dann läge der Stundensatz eigentlich bei kumulierten 552 Euro. Und der Gedanke macht einfach Spaß.

In welchen Unternehmen verdiene ich am meisten?

Internationale Konzerne, Großunternehmen, Mittelständler oder gar Kleinunternehmen? Wo lässt sich der höchste Stundensatzdurchschnitt finden?

Gut, wenig überraschend, der internationale Weltkonzern (mehr als 5.000 Mitarbeiter) zahlt wohl immer noch die besten Stundensätze. Erstaunlich jedoch: Er hebt sich darin nicht mehr entscheidend (zumindest im Durchschnitt gesehen) von kleineren Unternehmen (zwischen 11 und 100 Mitarbeiter) ab, die fast genauso viel für ihre Experten hinblättern. Die Entscheidung zwischen Riesenunternehmen oder dem kleinen heimischen Kraftprotz wird wohl künftig immer weniger durch die Honorarhöhe entschieden. Und was ist mit diesem eklatanten Knick in der Mitte? Zahlen Unternehmen zwischen 101 und 1.000 wirklich so viel weniger oder fehlt hier eine statistische Korrektur durch weitere Studienteilnehmer?

In welcher Altersklasse verdiene ich am meisten?

Alter Hase oder junger Hüpfer? Wer verdient im Schnitt am besten? Die Altersverteilung auf die aktuell im Projekt geforderten Stundensätze gibt hierüber Aufschluss:

Die Zwischenergebnisse der GULP Freelancer Studie eröffnen an der Stelle eine echte Überraschung. Zwei Altersklassen, die verschiedener nicht sein könnten, führen im Hinblick auf die Stundensätze: Die Berufseinsteiger (20 bis 29 Jahre) und die erfahrenen, etablierten Experten (50 bis 59 Jahre). Trauen sich die „Unerfahrenen“ einfach mehr zu verlangen und setzen das auch durch? Oder haben wir hier eine statistische Schieflage? Dies bleibt bis zur Endauswertung wohl noch ein Geheimnis.

Es bleibt also spannend, wie sich diese Zahlen im Laufe der Umfrage noch ändern werden.

Mit Ihrer Hilfe erreichen wir sicherlich noch die eine oder andere Korrektur. Wenn Sie IT- oder Engineering-Freelancer sind, dann nehmen Sie an unserer Studie teil, damit wir anhand eines möglichst großen Teilnehmerkreises realitätsnahe Ergebnisse ermitteln können.

Hier geht's zur Umfrage:

Erstellen Sie Ihre eigene Umfrage zu Nutzerfeedback.

Lesermeinungen zum Artikel

3 von 5 Sternen | Insgesamt 2 Bewertungen und 2 Kommentare

  • Repräsentative Studie?

    Ulrich H. am 27.07.2017 um 08.54 Uhr

    Diese Studie ist vollkommener Hirnriss.

    All-In Sätze zu vergleichen ist wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Hotel, Flug oder pendeln mit eigenen Auto, bzw.Remote-Work sind völlig unterschiedliche Kostenstrukturen.
    Ein Berater aus Hamburg ist in Hamburg deutlich billiger als in München.
    Und ein Software-Tester mit 2 Jahren Erfahrung ist eine andere Rolle als ein SAP Projektleiter mit 10 Jahren Erfahrung.

    Weiterhin zahlt eine Großbank anders als der Handel.

    "Kumulierte" Stundensätze von >500,- €. Wo lebt Ihr eigentlich. Zusammenfassend lässt sich feststellen, daß diese "Studie" nie hätte veröffentlich werden dürfen und dem Ruf von GULP nicht gerade zuträglich ist.

    Auch die Ergebnisse von 190,- € für SW-Entwicklung sind kompletter unfug.

    In der Praxis lassen sich die Themengebiete Entwicklung, Beratung und Projektmanagement weiterhin nicht klar trennen. Ein erfahrender Freiberufler fungiert oft auch als Projekt-Coach.

    Antwort von der GULP Redaktion

    Sehr geehrter Herr H.,

    vielen Dank für Ihre Meldung und Kritik. Wir müssen Ihnen Recht geben, was die Unterschiede hinsichtlich der Kostenstrukturen anbetrifft. Hier werden die Auswertungen der abgeschlossenen Umfrage aber feingliedriger werden. Wir nehmen Ihre Idee bezüglich eines All-exklusive-Stundensatzes aber gerne für die nächste Studie auf.
    Wie Sie an der Tonalität bemerkten, ist dieser Artikel eine kleine Zahlenjonglage unserer Redakteure ohne den Anspruch einer hochwissenschaftlichen und repräsentativen Aufbereitung. Was wir im Artikel auch explizit betonen. Die validen Studienergebnisse werden ab September veröffentlicht.
    Dennoch sind die Zahlen der momentanen Umfrage entnommen und spiegeln schlicht und ergreifend die Angaben der Teilnehmer wider. Bitte beachten Sie, dass es beispielsweise bei den 190 Euro um einen einzelnen Software-Entwickler geht, der diesen Stundensatz bei einem Projekt erzielt hat. Wir halten diesen All-inklusive-Stundensatz nicht für unmöglich und dies können Ihnen sicherlich auch andere Kollegen bestätigen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihre GULP Redaktion

  • Welcher Stundensatz ist hier gemeint, mit oder ohne Agentur/Vermittlungsabzug

    Ulrike am 26.07.2017 um 15.45 Uhr

    Ich vermisse die Angabe, um welchen Stundensatz es sich hier handelt. Betrachten sie den Stundensatz, den der Freelancer von der Agentur bekommt, oder den Stundensatz, den die Agentur für die Tätigkeit des Freelancers bekommt? Das ist ja ein großer Unterschied.

    Antwort von der GULP Redaktion

    Liebe Leserin,
    in der GULP Freelancer Studie teilen uns die Teilnehmer ihren All-inclusive-Stundensatz (in Euro, inkl. Spesen und Reisekosten, ohne MwSt.) mit. Es handelt sich also um den Stundensatz, der der Freelancer tatsächlich erhält, aber eben inklusive Spesen und Reisekosten.

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