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Blockchain und Smart Contracts: Lohnt sich das für Freelancer?

Hypethemen im Quick Check

18.09.2018
Gerd Meyring – Freiberuflicher Autor & Monika Riedl – GULP Redaktion
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In Teil 1 unseres Artikels rund um Blockchain haben wir die Technologie genauer unter die Lupe genommen und einige potenzielle Einsatzmöglichkeiten vorgestellt. Doch lohnt es sich für IT-Freelancer bereits, auf dieses Pferd zu setzen? Oder braucht es noch etwas Zeit, bis die experimentellen Use Cases auch in der breiten Masse zum Einsatz kommen?

Blockchain ist auf dem Projektmarkt noch nicht angekommen

 

Der Blick in den GULP Trend Analyzer zeigt deutlich: Die Zukunftstechnologie Blockchain scheint auf dem Projektmarkt für Freelancer noch nicht angekommen zu sein. Auch in den GULP Projektangeboten ergibt eine Suchabfrage nach "Blockchain" recht wenige bis keine Angebote. Seit August 2017 suchten demzufolge gerade mal zwölf Firmen nach IT-Profis, die einschlägige Erfahrung mit Blockchain haben mussten.

Insgesamt gingen 166 Projektanfragen über GULP an die dort registrierten Freelancer heraus. Das waren gerademal 0,09 Prozent aller Anfragen. Noch geringer war der Anteil der Projekte, für welche Freelancer mit Kenntnissen in der Programmierung von Smart Projects gesucht wurden. Im Schnitt wurden für jedes Blockchain-Projekt 9,2 Freiberufler kontaktiert – erheblich weniger, als im Durchschnitt aller Projekte (im Analysezeitraum lag der Vergleichswert bei 12). Bei Smart-Contract-Projekten erhielten sogar nur halb so viele Freelancer eine Anfrage. Das deutet in beiden Fällen darauf hin, dass angesichts der noch wenigen Blockchain- und Smart-Contracts-Projekten es ebenfalls noch recht wenige Fachexperten gibt. Ob die Gesamtzahl der Blockchain- und Smart-Contract-Projekte in den vergangenen zwölf Monaten zu- oder abnahm lässt sich nicht sagen. Ein klarer Trend ist aufgrund der geringen Zahl der Projekte nicht zu erkennen.

Möchten Sie wissen, welche Projekte es zu Ihren Skills gibt? Dann schauen Sie gerne auf unsere Projekte-Seite

Bleibt die Blockchain-Szene noch unter sich?

Der Grund für die unklare Zahlenlage könnte sein, dass die Blockchain-Szene weitgehend unter sich bleibt. Die Gründer vieler auf die Technologie spezialisierter Start ups kommen aus kapitalismuskritischen Bewegungen und arbeiten nur ungern für Konzerne, stellt zumindest das Wirtschaftsmagazin brand eins fest.

Freelancer im Westen besonders gefragt

Wo Blockchain-Spezialisten gesucht werden, lässt sich eindeutiger ermitteln, als die Zahl der benötigten Freelancer. Je gut ein Fünftel der Projektanfragen kam aus den Postleizahlengebieten 6 und 2. Kein Wunder, sitzen im Raum Frankfurt doch zahlreiche Finanzdienstleister. Auf Rang drei folgt das Postleitzahlengebiet 8 mit 12 Prozent. Hier haben viele Versicherer ihren Sitz.

Aus dem Postleitzahlengebiet 6 kam mit einem Anteil von 45 Prozent auch der weit überwiegende Teil der Projektanfragen zum Thema Smart Contracts. Hier schafft es die Schweiz gemeinsam mit dem Postleitzahlen-Gebiet 5 auf Platz drei.

Hier lassen sich die höchsten Stundensätze erzielen

Die regionalen Differenzen in Sachen Stundensatz bei Blockchain-Experten zeigen sich mit einigen wenigen Ausreißern relativ homogen und pendelt sich in der Mehrheit zwischen 82 und 75 Euro ein. An der Spitze des Rankings stehen der Osten der Nation mit der Postleitzahlen-Region 0 und einem durchschnittlichen Stundensatz von 109,60 Euro sowie die Schweiz mit umgerechnet 104,75 Euro. Im Raum München liegen die Honorarforderungen bei durchschnittlich 90,62 Euro. Im regionalen Stundensatz-Ranking für Freiberufler, die Fähigkeiten bei der Programmierung von Smart Contracts anbieten können, liegt die Region Stuttgart mit 90 Euro an der Spitze.

 

Deutschlandweit rechnete knapp ein Drittel der Freiberufler in Blockchain-Projekten Stundensätze von um die 80 Euro ab. Immerhin jeder fünfte Freelancer, der über Erfahrung mit Blockchain verfügt, ließ sich die Arbeitsstunde sogar mit rund 90 Euro vergüten. Für seine Kenntnisse zu Smart Contracts konnte fast jeder zweite Freiberufler einen Stundensatz zwischen 80 und 90 Euro realisieren.

Lesermeinungen zum Artikel

0 von 5 Sternen | Insgesamt 0 Bewertungen und 1 Kommentar

  • Artikel in Brand Eins

    Jelle am 21.09.2018 um 08.05 Uhr

    “Denn die Blockchain fungiere „wie eine Art digitaler Notar, der alle relevanten Informationen und Transaktionen mitschreibt und beglaubigt“ sagt Noller in https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2018/geld/blockchain-vertraut-den-daten

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