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Umfrage: Innovationsstandort Deutschland?

Fortschritt und selbstständige Wissensarbeit als unzertrennlicher Faktor

08.11.2018
GULP Redaktion – Maria Poursaiadi
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Die Frage, ob Deutschland ein Innovationsstandort ist, löst gerne Kontroversen aus. Während einige dies als Selbstverständlichkeit ansehen, streiten andere Gruppen es vehement ab. Die Frage einmal außen vor gelassen, könnte man sich jedoch fragen, ob Deutschland den technologischen Fortschritt wahren kann, wenn verschiedene wirtschaftliche und rechtliche Faktoren für selbstständige Wissensarbeiter sich nicht bessern bzw. so bleiben. In einer Kooperation mit dem VGSD (Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland) machen wir uns auf die Suche nach genau diesen Antworten.

Wie entwickelt sich denn aktuell der Projektmarkt? Welche Erfahrungen machen Sie dazu? Erleben Sie Veränderungen in Ihrem Umfeld, die besorgniserregend sind?

Bitte nehmen Sie an unserer Umfrage teil und beantworten Sie unsere Fragen, damit wir Ihre Erfahrungen und Einschätzungen mit allen Marktbetroffenen teilen können.

Die Umfrage wird lediglich zwei Minuten Ihrer Zeit in Anspruch nehmen. Wir freuen uns über Ihre zahlreiche Teilnahme.

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Lesermeinungen zum Artikel

3 von 5 Sternen | Insgesamt 1 Bewertung und 5 Kommentare

  • Freelance ist keine Scheinselbständigkeit!

    Michaela am 09.11.2018 um 13.27 Uhr

    Ich bin Mitglied in der gleichen Partei wie Andrea Nahles. Als Freelancer und Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen setze ich mich dafür ein, dass es eine weitere Beschäftigungsform gibt. Die des Freelancers. Das Abgrenzungskriterium ist der Tagessatz. Ist dieser mindestens genau so hoch, wie für eine ähnliche Tätigkeit die Brutto-Personalkosten, liegt eindeutig eine Freelance Beschäftigung vor.
    Meinen freien Samstag verbringe ich damit, nach Erlangen in unsere Bayern Vorstandssitzung zu fahren und den Antrag abstimmen zu lassen. Gerald, Deinen Post werde ich nutzen, um in FB die Leute von der SPD davon zu überzeugen, dass dies kein Randthema ist. Wenn Ihr mit mir in Kontakt treten möchtet, so könnt Ihr das gerne über michaela.mellinger@ags-oberbayern.de.

    Im Moment stellt die SPD das Arbeitsministerium. Da müsste doch noch was machbar sein.

  • Erst mal sollte im IT Bereich Rechtssicherheit hergestellt werden...

    Markus Hopfenspirger am 09.11.2018 um 10.45 Uhr

    Erst mal sollte im IT Bereich Rechtssicherheit hergestellt werden, bevor man sich über andere Themen Gedanken macht. Moderne Gesetzgebung sollte auf einfache, verständliche Weise klare Regeln vorgeben. Negativ Beispiel: DSGVO. Hier kennen sich nicht mal die Anwälte und Gerichte aus. Seit 25. Mai mussten wir z.B. eine Internetseite vom Netz nehmen die ein von uns selbst produziertes Werbe-Video anzeigt das auf VIMEO gehostet wird, weil unser Anwalt uns nicht rechtssicher sagen kann ob VIMEO DSGVO konform ist. Auch die Gerichte in Deutschland sind offensichtlich ratlos. Siehe sich wiedersprechende Urteile LG Würzburg vs. LG Bochum zur Abmahnfähigkeit von Verstößen gegen die DSGVO. Und wenn man die DSGVO im Original liest ist man nachher genauso verwirrt wie vorher. Noch schwammigere Formulierungen zu finden geht aus meiner Sicht kaum.

    Oder wer kann mir nach der Lektüre der DSGVO eine einfache Frage beantworten: Muss ein Handwerksbetrieb, der keine Daten im Internet erhebt sondern nur über persönliche Ansprache und persönliche Telefonate mit seinen Kunden über die letzten ca. 60 Jahre (und somit mehrere Generationen) eine Kundendatenbank (teils noch auf Papier) aufgebaut hat, alle seine Kunden anschreiben und fragen ob er die Adressen noch aufbewahren darf? Und wie teilt so ein Betrieb dem Kunden auf Anfrage mit, welche Daten "gespeichert" sind, wenn die Karteikarten in vielen, teils verstaubten, Schubladen verteilt sind?

    Oder welches Unternehmen ist in der Lage Kundendaten auf Wunsch zu löschen? Wenn man hier nur Backups, Kopien der Datenbanken für Entwicklungszwecke, die auf diversen Entwicklerrechnern rumfliegen (Und ich kenne kein Softwareprojekt bei dem es so etwas nicht gibt) bedenkt, dann ist so ein Wunsch schlicht nicht umsetzbar.

    Moderne Gesetzgebung würde für mich anders anschauen.... Innovation braucht Rechtssicherheit als Grundlage!

  • Ich, Freiberufler, bleibe frei bis zum letzten Mann

    Gerald am 09.11.2018 um 09.36 Uhr

    Seit etwa Anfang 2018 glaube ich eine deutliche Verschiebung im Projektmarkt zu bemerken weg von Anfagen an Selbstständige hin zu Arbeitnehmerüberlassung. meine Wahrnehmung ist, dass diese Änderung substanziell ist. Im Frankfurter Bankenbereich, wo ich derzeit tätig bin, höre ich immer mehr dass "Externe" raus sollen aus den Banken, aus Compliancegründen.

    Ich vermute dass ich meinen Beruf hier in der Region verlieren könnte. Mit Familie ist es auch als Freelancer nicht einfach, mal eben spannende Projekte in Hamburg oder München anzunehmen (wenn, dann würde ich in die Schweiz gehen...)

    Andrea Nahles, ist es das was Du wolltest? Dass der Druck steigt, alles über Zeitarbeit/ANÜ abzuwickeln? Gratulation! Weißt Du eigentlich, dass die Leute in den Bürohochhäusern in der Kaffeeküche Deinen Namen nennen, wenn sie über immer neue Absurdidtäten im Projektgeschäft reden? Zum Beispiel, dass "Interne" jetzt neuerdings den Kontakt zu "Externen" auf bestimmte Dinge reduzieren sollen und offiziell nicht mehr im selben Raum nebeneinander arbeiten dürften? Wie geht das in der Wissensarbeit, wo Lete geadewegen sozialer Kompetenz eingekauft werden? Da haste keine Ahnung von, oder?

  • Nur rechtliche Randbedingungen?

    Götz Müller am 09.11.2018 um 08.09 Uhr

    In meinen Augen greift der Fokus auf die rein rechtlichen Randbedingungen für die Zusammenarbeit mit externen Wissenarbeitern viel zu kurz, wenn es um die Frage Innovationsstandort Deutschland geht. Natürlich bestehen gewisse Einflüsse rechtlicher Natur. Die gestellten Fragen in der Umfrage werden aber den "verschiedenen wirtschaftlichen und rechtlichen Faktoren ..." in der Einleitung kaum gerecht. Schade!

  • Frei trotz vorerst festem Kunden

    Stephan am 09.11.2018 um 07.26 Uhr

    Kunden erwarten angesichts der hohen Einarbeitungsaufwände (in meinem Bereich ist ein halbes Jahr normal, bis man wirklich eigenständig entwickeln kann) , daß der Externe (sei es Freelancer oder von einer Beratungsfirma) all seine Energie auf dieses Projekt fokussiert. Woher sollen da noch Zeit und Kraft für ein zweites Projekt kommen, um die Mehr-als-1/6-Regel zu erfüllen? Abhängig vom Kunden fühle ich mich keinesfalls, da ich pro Woche 2-3 ernstgemeinte, lukrative, fachlich interessante Projektanfragen bekomme - die ich alle ablehne, weil ich keine Zeit dafür habe. Mir reicht ein einziger Kunde, meine Arbeitszeit habe ich bewusst und mit (nicht ganz glücklicher) Zustimmung meines Kunden deutlich reduziert - nicht, um mich woanders zu verkaufen, sondern meiner Gesundheit und Freiheit zuliebe.
    10% meiner Arbeitsleistung könnte ich noch verkaufen - habe aber noch nie ein solches Projekt gesehen, bei dem man alle 2 Wochen mal einen Tag arbeitet. Das mag für Coaches wunderbar funktionieren, für Entwickler eher sinnfrei.

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