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© Adobe Stock / phasin

10 KI-Videos, die jeder gesehen habe sollte

11.04.2019
David Göhler – Freiberuflicher Autor
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Wie Google und Adobe KI verstehen und entwickeln

Sie glauben, Sie können es hören, wenn ein Mensch oder eine Maschine spricht? Dann hören Sie mal in das Video von der Google-Entwicklerkonferenz Google I/O 2018 rein, bei dem ein Computer echte Menschen anruft und Termine für einen Haarschnitt und ein Abendessen macht. Bei Letzterem hat man das Gefühl, dass der IQ beim menschlichen Gegenüber noch ausbaufähig ist:

Die ganze Google I/O Keynote gibt es hier.

Oder kennen Sie Drohnen, die im Wald durchs Dickicht fliegen und dabei auch noch ihre Jogging-Route voraussehen? Mit 14 Kameras und viel KI kann die Skydio Drohne immer folgen. Interessant ist dabei, wie die Technik dabei vorgeht:

Während des Flugs erstellt die Drohne mit 14 Kameras ein komplettes Bild der Umwelt und berechnet, wohin der Fahrer sich bewegen wird. Interessant dazu ist auch das Interview des Chefs von Skydio mit zahlreichen Hintergrundinfos.

Aber auch Videos kann man heutzutage nicht mehr trauen. Die Künstliche Intelligenz geht soweit, dass sie Gegenstände und Personen aus Videos rausschneiden kann, ohne dass man auch nur ahnt, dass da mal etwas gewesen sei. Software-Hersteller Adobe, bekannt für Photoshop, PDF und seine Video-Tools, hat das Thema KI mit „Adobe Sensei“, einem KI-Framework für alle Adobe-Produkte, zum Top-Thema erhoben.

Mit #ProjectCloak wurde eine Software entwickelt, die aus Videos Gegenstände entfernt:


Aber Adobe will auch InDesign-Layouts vollautomatisch erstellen lassen. Grundlage dafür sind dann mehrere hundert Seiten eines bekannten Magazins. 

Ein interessanter und auch amüsanter Beitrag zum Thema „Wie verstehen Computer Bilder“ ist ein TedTalk mit Fei-Fei Li.

Perfektes Textverständnis

Künstliche Intelligenz ist aber mittlerweile auch sehr gut darin, Texte zu verstehen, zusammenzufassen und damit neue Texte zu erstellen. Das gelingt so gut, dass man nicht mehr sieht, dass es eine Maschine war, die diese Texte erstellt hat. Wichtig ist das für Leute, die täglich viele Texte überfliegen müssen, wie zum Beispiel Analysten oder auch Redakteure. Die Firma Primer ist hierbei führend und kann auch aus tausend Dokumenten einen neuen Text erstellen.

Einen ähnlichen Ansatz hat Quid: Das Ziel ist dabei nicht, neue Texte zu erstellen, sondern aus den vorhandenen Textdaten möglichst viel strukturierte Information zu extrahieren und aufzubereiten. So kann man etwa Feedback von Kunden in Foren und anderen Plattformen automatisch auswerten und strukturieren, um Probleme zu erkennen und Wünsche zu erfassen.

Roboter mit menschlichem Verhalten

Wer sich schon mal aktuelle Roboter-Fußballweltmeisterschaften angeschaut hat, dürfte erstaunt sein, wie ungelenk die Spieler sind. Aber das mag am geringen Budget der beteiligten Universitäten liegen. Boston Dynamics entwickelt für das US-Militär zweibeinige Roboter, die Saltos beherrschen, durch Wälder stapfen und auch im normalen Gelände nicht umfallen, wenn man sie kräftig von der Seite tritt:

Killer-Drohnen mit KI

Das Militär hat dabei sicher den autonomen Roboter-Krieger vor Augen. Etwas, das vielen – zu Recht – auch Angst macht. Nimmt man die vorhandenen Techniken, ließen sich schon heute kleine, autonome Killer-Drohnen bauen (engl. SlaughterBots). Das folgende Video ist dabei als Warnung zu verstehen:

Nicht zuletzt diese Möglichkeiten führen zu einer breiten philosophischen Diskussion im Netz, was passiert, wenn die Künstliche Intelligenz den Punkt erreicht, schlauer als der Mensch zu sein. Da damit im nächsten Jahrzehnt nicht zu rechnen ist, erscheint das noch etwas theoretisch, ist aber dennoch relevant. Hier ein Ted Talk dazu. 

In eine ähnliche Richtung geht das Video „Künstliche Intelligenz – unsere letzte Erfindung?“ der Serie NuoStory. In diesem Video sieht man auch Sophia, den ersten KI-Roboter, der mit einer guten Mimik daherkommt und dem Saudi Arabien die Staatsbürgerschaft verliehen hat. In dem Video wird aber nicht klar, in wie weit die Situation einem festen Drehbuch folgt oder Sophia wirklich auf spontane Fragen antwortet.

Weitere Tipps: Video-Lern-Workshops zum Thema KI

Wer als Freelancer selbst in das Thema einsteigen möchte, braucht dazu die passenden Workshops. Gut aufgestellt sind hier die beiden Video-Lernplattformen udemy.com und udacity.com. Udemy liegt preislich dabei deutlich niedriger und ist daher gut geeignet für den Einstieg. Udacity hat meist renommierte Experten am Start.

Wer in die Programmierung einsteigen möchte, findet hier gute Startpunkte:

Lesermeinungen zum Artikel

5 von 5 Sternen | Insgesamt 1 Bewertung und 1 Kommentar

  • Nicht wirklich KI ...

    Alexnder am 13.04.2019 um 08.30 Uhr

    Ziemlich Marktschreierisch aber nicht anderes zu erwarten wenn man die Konzernnamen anschaut. Die sind bekannt für eine große Klappe mit nur wenig dahinter. Von perfektem Textverständnis sind die noch einige Lichtjahre entfernt. Mir ist kein Programm bekannt das den Turing Test bestanden hat und so lange gibt es auch keine KI. Das gezeigte basiert auf statistischen Auswerteprogrammen die sind nicht intelligent. Aber wenn Sie diese Programme als intelligent ansehen wollen ist jedes Pantoffeltierchen ist um das Milliardenfache intelligenter.

    Bei dem angeblichem KI Sieg beim Schachspiel über den Menschen wo IBM mehrfach während des Spiels den Computer Manipuliert hat und bis heute verschweigt was das gedreht wurde und auch der jüngst verbreitet bei einem Computerspiel. Bei dem die KI einen unlauteren Vorteil dem Menschen gegenüber hatten sind keine Siege. Als man der KI den Vorteil entzog hat die auch prompt wieder verloren. Dieser Scheiß der da als KI verkauft wird ist dem Menschen nur überlegen wenn man dem die Augen verbindet und die Hände fesselt. Was für ein Fake ... :(

    Traurig das gerade Gulp derartig bei der Verbreitung von Fake News wie die Mainstream Presse negativ auffällt ... :(

    Antwort von der GULP Redaktion

    Sehr geehrter Alexander,

    Sie vertreten eine sehr extreme Position, was man KI nennen können sollte und was nicht. Aus unserem Blickwinkel darf man Software auch dann schon als künstlich intelligent bezeichnen, wenn sie sich in komplexen Situationen menschenähnlich verhält. Das Bestehen des Turing-Tests ist aus unserer Sicht nicht die Grundlage, sondern die Krönung dieser Entwicklung.

    Ihre Hinweise zur behaupteten Manipulation von Computerspielgegnern kann ich leider nicht nachvollziehen, da sie keine Hinweise oder Belege liefern. Das IBM während eines Schachspiels Einstellungen am Programm verändert, finde ich durchaus legitim. Auch menschliche Spieler verändern ihre Taktik während eines Spiels. Und sollte tatsächlich ein Mensch dabei statt der KI gespielt haben, wäre dieser schlauer als der Schachweltmeister. Eher unwahrscheinlich ...

    Ihr David Göhler

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