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Neue Arbeitswelten: Projekte werden agiler, komplexer und interdisziplinärer

Einstellung der Freelancer und Festangestellten zur Projektarbeit sowie Skills und Branchen

23.01.2020
Monika Riedl
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Wie wird sich die Projektarbeit in Zukunft gestalten? Welche Skills und welche Branchen werden in nächster Zeit gefragt sein? Auch diese Fragen stellte die GULP Redaktion im Rahmen des GULP New Work Kompendiums den insgesamt 1.907 teilnehmenden IT- und Engineering-Experten. Ihr Fazit: Klassische Abteilungsstrukturen werden aufgelöst, Projekte werden agiler, aber auch komplexer.

Aus der GULP Freelancer Studie wird das GULP New Work Kompendium

In den letzten Jahren hat sich die GULP Freelancer Studie allein der Beurteilung des Projektmarkts für Freiberufler und Solo-Selbstständige gewidmet. Mit der aktuellen Studie wollen wir Silos aufbrechen und auch IT- und Engineering-Experten außerhalb der Selbstständigkeit zu verschiedenen Themen der spezifischen Marktlage betrachten. Aus diesem Grund entstand das GULP New Work Kompendium. Denn durch die Digitalisierung sowie durch veränderte Ansprüche der Menschen an ihren Arbeit- und Auftraggeber wandelt sich aktuell auch die Art und Weise, wie wir arbeiten (wollen). Auch verwässern die Grenzen zwischen Beschäftigungsformen und Teams aus internen und externen Kollegen immer häufiger.

Agilität weiter auf dem Vormarsch

Bezüglich der Frage, wie sich Projektarbeit in Zukunft gestaltet, waren sich Freelancer und Festangestellte einig. Jeweils 80 Prozent der Befragten stimmten der Annahme zu, dass Projektarbeit zukünftig agiler und interdisziplinärer wird. Doch sie werden auch immer komplexer. Dies gaben im Schnitt 76 Prozent der Umfrageteilnehmer an. Als logische Schlussfolgerung der beiden vorangehenden Punkte werden laut 70 Prozent der ausgewerteten Antworten klassische Abteilungsstrukturen immer mehr durch projektbasierte Teams abgelöst.

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Freiberuflichkeit ist attraktiv

Diese Entwicklung kommt den freien IT- und Engineering-Experten sicher entgegen und zeigt sich durch die Tatsache, dass sich das Freelancertum – zumindest im IT- und Engineering-Bereich – nach wie vor großer Beliebtheit erfreut und die Zahl der Freiberufler weiter ansteigt. Und auch die Studienteilnehmer geben hier Recht: 94,9 Prozent der befragten Freelancer sind selbstständig aus Überzeugung. Auf der Seite der Festangestellten könnten sich immerhin 53,9 Prozent vorstellen, zu vergleichbaren Konditionen in die Selbstständigkeit zu wechseln. Die andere Richtung – also von der Freiberuflichkeit zurück in die Festanstellung – würden nur 36,4 Prozent der Freelancer einschlagen.

GULP Mehrheit der Freelancer ist selbstständig aus Überzeugung

Datensicherheit und Cloud sind Skills der Zukunft

In der Studie wurde zudem um die fachliche Einschätzung der Experten gebeten. Freelancer und Festangestellte waren sich hier für die ersten Plätze im Ranking weitestgehend einig: Sie sehen die Themen Datensicherheit und Cloud mit über 80 Prozent als wichtigste Kompetenzen für die Zukunft. Auch für agile Projektmanagement-Methoden sehen viele Befragte enorme Wichtigkeit. Bei anderen Themen, beispielsweise Datenbanken, gehen die Meinungen jedoch stark auseinander. Diese werden bei Festangestellten weitaus höher gehandelt (40,8 Prozent) als bei Freelancern (25,9 Prozent).  

GULP: Diese Skills werden in Zukunft immer gefragter

Die zukunftsträchtigsten Branchen: Gewinner IT & Software

Als alleiniger Spitzenreiter der Umfrage steht der Sektor IT & Software mit 82,7 Prozent bei Festangestellten und 67,9 Prozent bei Freelancern fest, wenn es um die zukunftsträchtigsten Branchen geht. An zweiter Stelle sehen Arbeitnehmer den Automotive-Sektor, wohingegen Selbstständige die Banken- & Finanzbranche als potenziellen Absatzmarkt ausmachen. Ebenfalls gut wurden die Bereiche Telekommunikation, Verkehr, Transport & Logistik sowie Versicherungen eingeschätzt.

GULP: Diese aussichtsreichsten Branchen für IT- und Engineering-Freelancer

Lesermeinungen zum Artikel

5 von 5 Sternen | Insgesamt 1 Bewertung und 3 Kommentare

  • Agil braucht klaren Scope

    Ben am 11.02.2020 um 07.04 Uhr

    Wenn der Scope/die Anforderungen nicht klar benannt und priorisiert sind, wird auch im agilen Umfeld ein Projekt nicht erfolgreich sein.

  • Wenn man keinen Plan und kein Konzept hat, wird es agil

    Jörg am 10.02.2020 um 20.33 Uhr

    Für meinen aktuellen Kunden setze ich lauter "agile" Projekte um. Das beudeutet, der Fachbereich hat keine Zeit/Lust, sich genau zu überlegen, was benötigt wird. Konzepte werden auch nicht geschrieben, eine richtige Planung gint es auch nicht ... aber dann kommt der Stempel "agil" drauf und schon ist wieder alles gut.

    Mit dem Ergebnis, dass wir alles fünfmal entwickeln ... aber solange der Kunde das bezahlt, ist alles gut!

  • Neue Arbeitswelten

    frank am 24.01.2020 um 09.06 Uhr

    Ich habe in den letzten 2 Projekten agil arbeiten müssen (scrum).
    Das funktioniert wenn man sich an Regeln hält.
    In den zwei letzten Projekten wurde aber agil mit Plan-und Konzeptlosigkeit verwechselt. Man war der Meinung das man im agilen Arbeiten kein Konzept benötigt. Als ich das mal ansprach wurde gesagt wir sind im agilen Umfeld da ist Planung nicht nötig. Es wurden auf die Schnelle etwas implement was von vornherein nicht funktionieren konnte aber die Zeit war ebend knapp.
    Das führte zum Abbruch des Projekts weil das Budget überschritten war und fachlich und technisch war das eine Katastrophe.
    Das höre ich von anderen Kollegen genau so.
    Agil ist nicht schlecht und erfolgreich weil alles komplexer wird aber um ein ordentliches Konzept kommt man nicht drum rum. Sonst endet das im Desaster

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